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Real Madrid's Cristiano Ronaldo from Portugal celebrates his goal during a Spanish La Liga soccer match between Real Madrid and Granada at the Santiago Bernabeu stadium in Madrid, Spain, Saturday, Jan. 25, 2014. (AP Photo/Andres Kudacki)

Ronaldo-Comeback in der Königsklasse

Der hungrige Löwe wird nach drei Wochen wieder aus dem Käfig gelassen

Mit den Partien Schalke gegen Real Madrid und Galatasaray Istanbul gegen Chelsea werden die Achtelfinal-Hinspiele der Champions League abgeschlossen. Für Schalke und Galatasaray ist es das «Spiel des Jahres».

Real Madrid und Chelsea gelten bei den Experten als grösste Herausforderer von Bayern München, das als nächstes Team den Versuch unternimmt, den Titel in der Königsklasse erfolgreich zu verteidigen. Sowohl Real als auch Chelsea qualifizierten sich souverän als Gruppensieger für die Achtelfinals, wobei sich die Londoner im Herbst sogar zwei Niederlagen gegen den FC Basel leisten konnten.

Der Bundesligist Schalke hatte sich hinter Chelsea und vor Basel für die Achtelfinals qualifiziert – und wurde dafür mit dem «Traumlos» Real Madrid belohnt. «Dieses Spiel ist ein Highlight für den Verein, die Mannschaft und für mich», sagte Schalkes Trainer Jens Keller vor dem ersten Duell mit den «Königlichen» auf Schalke.

epa04100084 Schalke's Klaas-Jan Huntelaar (L-R), coach Jens Keller and Felipe Santana attend a press conference at Veltins-Arena in Gelsenkirchen, Germany, 25 February 2014. The FC Schalke 04 faces Real Madrid in an UEFA Champions League Round of 16 match in Gelsenkirchen on 26 February 2014.  EPA/MARIUS BECKER

Jens Keller und seine Mannen haben gegen Real Madrid nichts zu verlieren. Bild: EPA/DPA

Noch im vergangenen Dezember, vor der entscheidenden Partie der Gruppenphase gegen Basel, die Schalke 2:0 gewann, stand Keller kurz vor dem Rauswurf in Gelsenkirchen. Inzwischen sitzt der 44-jährige Schwabe so fest im Sattel wie noch nie während seiner 14-monatigen Amtszeit bei den Königsblauen. Schalke startete mit 13 Punkten aus fünf Spielen in die Rückrunde, womit die direkte Qualifikation für die nächste Champions League wieder in Reichweite rückte.

Wie stark Schalke wirklich ist, dürfte sich in den Partien gegen Real und am Samstag gegen den überlegenen Bundesliga-Leader Bayern München zeigen, den beiden derzeit stärksten Teams in Europa. Real, das im Europacup nur eine von 25 Partien in Deutschland gewann (3:2 im September 2000 bei Bayer Leverkusen), überstand die letzten 26 Pflichtspiele seit der Niederlage im «Clasico» gegen Barcelona Ende Oktober ungeschlagen. Nach den Niederlagen von Barcelona und Atletico Madrid am Wochenende führen die «Königlichen» erstmals seit knapp zwei Jahren die Primera Division wieder an.

Ronaldo kehrt zurück

Priorität geniesst bei Real allerdings die Champions League, «La Decima», der zehnte europäische Titel soll es sein, der erste seit 2002. «Ich bin überzeugt davon, dass wir es diese Saison schaffen können», sagte Reals Präsident Florentino Perez. Das Team von Carlo Ancelotti hat zum elften Mal nacheinander die Achtelfinals erreicht und in der Gruppenphase mit 20 die meisten Tore erzielt – neun allein durch Cristiano Ronaldo.

Gegen Schalke kehrt der «Weltfussballer des Jahres» wieder in die Mannschaft zurück, nachdem er in der Liga wegen einer Roten Karte drei Spiele gesperrt gewesen ist. «Er wird wie ein hungriger Löwe zu Werke gehen, der drei Wochen in einen Käfig eingesperrt war und nun in einer Savanne voller Gazellen freigelassen wird», schrieb die Zeitung «Marca».

Auf Schalke werden alle Augen auf Ronaldo gerichtet sein. Bild: EPA

Drogbas Rencontre mit Mourinho

In der Partie zwischen Galatasaray Istanbul gegen Chelsea steht Didier Drogba, der acht Jahre für die «Blues» spielte, im Mittelpunkt. Der Stürmer ist mit 34 Toren in 69 Partien Chelseas Rekordtorschütze in Europa und hatte die Londoner 2012 im Final in München dank seines Ausgleichstors kurz vor Ende der regulären Spielzeit und dem letzten verwandelten Penalty im Penaltyschiessen zum Champions-League-Sieg geführt. «Es ist ein merkwürdiges Gefühl, weil wir ihn sehr gut kennen. Er ist eine Legende, aber während des Spiels gibt es für ihn keine Freunde», sagte Chelsea-Trainer Jose Mourinho.

Unter Mourinho holte Drogba 2005 und 2006 den Titel in der Premier League. Geschenke wird er an seine alten Kollegen aber keine verteilen. «Mourinho hat mir beigebracht, dass ich es hasse, zu verlieren», so der 35-jährige Ivorer. Über einen Stürmer vom Kaliber Drogbas zu dessen besten Zeiten verfügen die «Blues» derzeit nicht, klagte Mourinho zuletzt.

FILE PHOTO - EDITORS NOTE: COMPOSITE OF TWO IMAGES - Image Numbers 165369819 (L) and 451677087) In this composite image a comparison has been made between Didier Drogba of Galatasaray and former Chelsea player (L) and Chelsea Manager Jose Mourinho. Galatasaray and Chelsea meet in the UEFA Champions League Round of 16 with the first leg on Febuary 26, 2014 and the 2nd leg on March 18, 2014.  ***LEFT IMAGE*** MADRID, SPAIN - APRIL 03: Didier Drogba of Galatasaray looks on during the UEFA Champions League Quarter Final first leg match between Real Madrid and Galatasaray at Estadio Santiago Bernabeu on April 3, 2013 in Madrid, Spain. (Photo by Manuel Queimadelos Alonso/Getty Images) ***RIGHT IMAGE*** LONDON, ENGLAND - NOVEMBER 23: Chelsea Manager Jose Mourinho looks on during the Barclays Premier League match between West Ham United and Chelsea at Boleyn Ground on November 23, 2013 in London, England. (Photo by Bryn Lennon/Getty Images)

Didier Drogba trifft auf seinen alten Mentor José Mourinho. Bild: Getty Images Europe

Bei einem Besuch Mourinhos letzte Woche in Nyon hatte die französische Fernsehstation «Canal Plus» eine Unterhaltung des Portugiesen mit einem Geschäftsmann heimlich gefilmt, in welcher sich Mourinho über seine Stürmer beklagte: «Das Problem bei Chelsea ist, dass wir keinen Skorer haben. Ich habe einen (Samuel Eto'o), aber er ist 32. Oder vielleicht 35, wer weiss das schon?»

Auch Sneijder kennt Mourinho gut

Beim Duell gegen Galatasaray trifft Mourinho mit Wesley Sneijder auf einen weiteren alten Bekannten. Mit dem Holländer als Dreh- und Angelpunkt auf dem Feld gewann Mourinho 2010 mit Inter Mailand die Champions League. «Mourinho kennt uns gut, das ist möglicherweise ein Vorteil für Chelsea», so Sneijder. «Aber wir kennen Mourinho ebenfalls gut, und das ist möglicherweise der grössere Vorteil für uns.»

Die Türken mit Izet Hajrovic (Exgrasshopper) im Kader sind im Duell mit Chelsea allerdings der klare Aussenseiter, auch wenn sie in der Gruppenphase den italienischen Meister Juventus Turin eliminierten. Als «Wunder» bezeichnete Trainer Roberto Mancini die Qualifikation für die Achtelfinals in der schwierigen Gruppe mit Real und Juventus. «Ich weiss nicht, ob wir erneut ein Wunder schaffen können», so der Italiener. «Aber im Fussball soll man nie nie sagen.» (pre/si)



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