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Das «Wunder von Anfield» war auf SRF erst nach Mitternacht re-live zu sehen.
Das «Wunder von Anfield» war auf SRF erst nach Mitternacht re-live zu sehen.Bild: EPa

Bitter! Das Liverpool-Wunder war der sechste CL-Knüller, den SRF-Zuschauer verpasst haben

08.05.2019, 15:0608.05.2019, 17:31

Unfassbare Wendungen, strauchelnde Favoriten, erfrischender Offensiv-Fussball – die aktuelle K.o.-Runde der Champions League ist zweifelsfrei eine der spektakulärsten seit der Gründung des Wettbewerbs vor fast 27 Jahren. Dumm nur, dass der TV-Zuschauer ohne Pay-TV-Abo davon fast nichts mitkriegt.

Das Schweizer Fernsehen SRF, das die Übertragungsrechte in dieser Saison an Teleclub verlor, darf jeweils nur ein Mittwoch-Spiel live zeigen. Die folgenden Knüller durfte oder wollte – wer die Wahl hat, hat die Qual – das SRF nicht übertragen:

  • Achtelfinal-Rückspiel: Real – Ajax 1:4
    Nach dem 1:2 im Hinspiel zerlegen die «jungen Wilden» aus Amsterdam Titelverteidiger Real Madrid mit begeisterndem Fussball in seine Einzelteile. SRF darf das Spiel am Dienstagabend erst nach Mitternacht zeigen.
Die Highlights der Partie.Video: YouTube/SRF Sport
  • Achtelfinal-Rückspiel: ManCity – Schalke 7:0
    Nach der 2:3-Niederlage zuhause liessen sich die «Königsblauen» im Rückspiel regelrecht abschlachten. Die epische Schalke-Klatsche. Weil das Spiel am Dienstagabend stattfand, verpassten die SRF-Zuschauer das Torfestival mit unzähligen, kniffligen VAR-Entscheidungen.
Die Highlights der Partie.Video: YouTube/SRF Sport
  • Achtelfinal-Rückspiel: Juventus – Atlético 3:0
    Ebenfalls am Dienstagabend findet die grosse Cristiano-Ronaldo-Show statt. Nach dem 0:2 im Hinspiel dreht der Juve-Superstar das Duell mit drei Treffern quasi im Alleingang.​
Die Highlights der Partie.Video: YouTube/SRF Sport
  • Viertelfinal-Rückspiel: Juventus – Ajax 1:2
    Auch das zweite Ajax-Märchen verpassen die SRF-Zuschauer, da es wieder an einem Dienstagabend über die Bühne geht. Trotz frühem 0:1-Rückstand gewinnen die Niederländer 2:1 und erreichen so nach dem 1:1 im Hinspiel sensationell den Halbfinal.
Die Highlights der Partie.Video: YouTube/SRF Sport
  • Viertelfinal-Rückspiel: ManCity – Tottenham 4:3
    Hier muss sich das SRF an der eigenen Nase nehmen. Das spektakuläre Hin und Her zwischen den beiden Premier-League-Topklubs hätte man am Mittwochabend übertragen dürfen. Doch weil mit Xherdan Shaqiri bei Porto gegen Liverpool ein Schweizer involviert war, entschied man sich trotz der klaren Ausgangslage (Liverpool gewann das Hinspiel 2:0) für die Partie im Estadio do Dragão, statt für das Spektakel im Etihad.
Die Highlights der Partie.Video: YouTube/SRF Sport
  • Halbfinal-Rückspiel: Liverpool – Barcelona 4:0
    Beim Gala-Auftritt der ersatzgeschwächten «Reds»
    gegen Lionel Messi und sein Barça sahen die SRF-Zuschauer am gestrigen Dienstagabend wieder in die Röhre. Schade, denn der 4:0-Sieg nach dem 0:3 im Hinspiel gehört zu den spektakulärsten Wenden, welche die Champions League je gesehen hat.
Die Highlights der Partie.Video: YouTube/SRF Sport

Immerhin: Zwei spektakuläre K.o.-Spiele konnte das SRF trotz der beschränkten Auswahl dennoch zeigen. Den 3:1-Sieg des FC Liverpool bei Bayern München und das sensationelle 3:1 von Manchester United bei Paris St-Germain, nachdem die «Red Devils» zuhause 0:2 verloren hatten.

Heute darf man im Leutschenbach auf einen weiteren Knüller zwischen Ajax Amsterdam und Tottenham Hotspur (Hinspiel: 1:0) hoffen, denn es ist bereits das letzte Champions-League-Spiel in dieser Saison, das SRF übertragen darf. Der Final darf aus vertragsrechtlichen Gründen nämlich nicht ausgestrahlt werden.

Der Final wird dennoch im Free-TV zu sehen sein. Teleclub strahlt das Spiel am 1. Juni auf Teleclub Zoom aus. Wer den Sender nicht empfangen kann, hat auf SRF immerhin noch die Möglichkeit, den Match am Morgen darauf um 7.05 Uhr im Re-live-Modus zu sehen.

Roland Mägerle, Leiter SRF Sport:

«Im Vergleich zur vergangenen Vertragsperiode hat Teleclub in etwa das Vierfache ausgegeben für die Champions-League-Rechte. Mit dieser Preistreiberei kann und will die SRG nicht mithalten.»

Sport-Leiter Roland Mägerle begründet den Final-Verzicht auf der SRF-Website so: «Wir haben alles daran gesetzt, um auch den Champions-League-Final live bei SRF zeigen zu können. Die SRG hat darum ein sehr gutes Angebot abgegeben. Mit den finanziellen Möglichkeiten der Swisscom konnten wir aber nicht mithalten». Als gebührenfinanziertes Medienhaus habe es für die SRG eine klar definierte Obergrenze des Gebots gegeben.

Teleclub überweist der UEFA gemäss «Blick» rund 20 Millionen Franken für eine Champions-League-Saison, SRF zahlte davor nur fünf Millionen. Insgesamt stehen der SRG rund 50 Millionen Franken pro Jahr für Sportrechte zur Verfügung – 20 Millionen alleine für die Champions League sprengten da den Rahmen. Da die Rechte für die kommenden Saisons 2019/20 und 2020/21 bereits vergeben wurden, ist davon auszugehen, dass sich an dieser Konstellation auch in den nächsten zwei Jahren nichts ändern wird.

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83 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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m:k:
08.05.2019 12:22registriert Mai 2014
Ich finds positiv, dass SRF nicht bei dieser Preistreiberei mitspielt.
Aber es ist schon schade, dass es so schwer ist die Spiele schauen zu können. Und jedes Mal 7.50 zu zahlen hab ich auch keine Lust. Gestern hab ich zum Glück einen super Stream gefunden und konnte das Spiel geniessen.
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koks
08.05.2019 12:20registriert August 2015
eigentor der uefa. das zeigen der spiele in den öffentlich-rechtlichen tv-sendern würde ihnen erheblich mehr zuschauer (und werbekunden) bescheren.

schätze, die uefa hat gar kein interesse, in zukunft alles nur im pay-tv zu zeigen. allgemein gesagt: was nur im pay-tv gezeigt wird, ist schlicht nicht von relevanz für die gesellschaft.
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Clank
08.05.2019 12:16registriert Mai 2015
Das 7-0 von City gegen Schalke würde ich nicht als Knüller bezeichnen.
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ManUtd nach Fehlstart unter Beschuss – bei einem Thema ist gar Gary Neville sprachlos
Und schon wieder Krisenstimmung: Nach der 1:2-Startniederlage gegen Brighton & Hove Albion ist bei Manchester United mal wieder Feuer unter dem Dach. Von allen Seiten hagelt es Kritik – ein schneller Ausweg scheint nicht in Sicht.

Die Gesichtsausdrücke von Cristiano Ronaldo sprachen Bände. Der Superstar von Manchester United, der den Klub gerne in Richtung eines Champions-League-Teilnehmers verlassen möchte, sass bei der blamablen 1:2-Heimpleite gegen Brighton & Hove Albion zum Premier-League-Start zunächst nur auf der Bank – und zog trotzdem sämtliche Aufmerksamkeit auf sich.

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