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Im Madrider Wanda Metropolitano findet am 1. Juni der zweite rein englische CL-Final statt.
Im Madrider Wanda Metropolitano findet am 1. Juni der zweite rein englische CL-Final statt.Bild: EPA/ATLETICO MADRID

Salah und Kane wieder fit? Die 8 wichtigsten Fragen und Antworten zum englischen CL-Final

09.05.2019, 15:5809.05.2019, 16:29

Wann und wo steigt der Final?

Der Champions-League-Final 2019 steigt am Samstag, 1. Juni um 21 Uhr im Wanda-Metropolitano-Stadion in Madrid. Die neue Arena von Atlético Madrid wurde zwischen 2011 und 2017 für 270 Millionen Euro umfassend renoviert und ausgebaut. Sie bietet Platz für 67'703 Zuschauer.

Wo kann ich den Final sehen?

Aus vertragsrechtlichen Gründen darf das Schweizer Fernsehen SRF den Final in diesem Jahr nicht ausstrahlen. Der Final wird dennoch im Free-TV zu sehen sein. Teleclub überträgt das Duell zwischen Liverpool und Tottenham am 1. Juni auf Teleclub Zoom. Wer den Sender nicht empfangen kann, hat die Möglichkeit, das Spiel auf der Webseite von Teleclub Zoom zu streamen. Oder sonst gibt es auf SRF den Match immerhin noch am Morgen darauf um 7.05 Uhr im Re-live-Modus zu sehen.

Zum Erlebnis kann der CL-Final im Kino werden. Für 9 Franken inklusive Popcorn und Getränk wird das «Spiel des Jahres» in folgenden sieben Schweizer Filmpalästen gezeigt:

  • Abaton Zürich
  • Cinedome Biel
  • Cinedome Muri bei Bern
  • Cinedome Abtwil (SG)
  • Maxx Emmenbrücke (LU)
  • Maxx Winterthur
  • Rex Basel

Natürlich kannst du das Spiel auch live im Stadion sehen. Von den etwa 63'000 verfügbaren Tickets gehen je 16'613 an die beiden Final-Klubs, 23'000 Tickets sind für die UEFA, Nationalverbände, das lokale Organisationskomitee, Werbepartner, TV-Stationen sowie weitere Partner vorgesehen.

Da bleibt nicht mehr viel übrig. Wenn du bei keinem Sponsor ein Gratis-Ticket erhaschen kannst und bei keinem Wettbewerb gewinnst, musst du deshalb ganz schön tief in die Tasche greifen. Auf den einschlägigen Ticket-Börsen kostet ein Billett bereits über 4000 Franken.

Ist es der erste rein englische Final?

Nein. Bereits 2008 ist es zu einem englischen Duell im Champions-League-Final gekommen. Damals gewann Manchester United gegen Chelsea bei strömendem Regen in Moskau im Penaltyschiessen mit 6:5. Unvergessen der Ausrutscher von John Terry, nachdem zuvor Cristiano Ronaldo gescheitert war. Am Ende hielt Edwin van der Sar den letzten Elfer von Nicolas Anelka.

CL-Final 2008: ManUnited besiegt Chelsea im Penaltyschiessen.Video: streamable

Aber zurück zur Gegenwart: Während Liverpool bereits im letzten Jahr im Champions-League-Final stand und bereits fünfmal den Henkelpott gewann, ist es für Tottenham eine Premiere. Die «Spurs» sind nach Arsenal, Aston Villa, Chelsea, Leeds, Manchester United, Nottingham Forest und den «Reds» bereits das achte englische Team, das es ins Endspiel der Königsklasse geschafft hat. Insgesamt ist Liverpool gegen Tottenham der siebte Final, in dem zwei Teams aus demselben Land aufeinandertreffen.

CL-Finalisten aus dem gleichen Land:

  • 1999/00: Real Madrid – Valencia 3:0
  • 2002/03: AC Milan – Juventus Turin 0:0, 3:2 n. P.
  • 2007/08: Manchester United – Chelsea 1:1, 6:5 n. P.
  • 2012/13: Bayern München – Borussia Dortmund 2:1
  • 2013/14: Real Madrid – Atlético Madrid 4:1 n. V.
  • 2015/16: Real Madrid – Atlético Madrid 1:1, 5:3 n. P.

Wie lautet die europäische Final-Bilanz der beiden Klubs?

Liverpool stand bereits in 13 europäischen Finals: 5-mal im Meistercup, 3-mal in der Champions League, 3-mal im UEFA Cup, 1-mal in der Europa League und 1-mal im 1999 letztmals ausgetragenen Cup der Cupsieger. Achtmal konnten sich die «Reds» den Pokal in die Vitrine stellen.

Bilanz – 8:5

  • Meistercup 1976/77:
    Liverpool – Borussia Mönchengladbach 3:1
  • Meistercup 1977/78:
    Liverpool – FC Brügge 1:0
  • Meistercup 1980/81:
    Liverpool – Real Madrid 1:0​
  • Meistercup 1983/84:
    Liverpool – Roma 1:1, 4:2 n. P.​
  • Meistercup 1984/85:
    Liverpool – Juventus Turin 0:1
  • Champions League 2004/05:
    Liverpool – Milan 3:3, 3:2 n. P.
  • Champions League 2006/07:
    Liverpool – Milan 1:2​
  • Champions League 2017/18:
    Liverpool – Real Madrid 1:3
  • UEFA Cup 1972/73:
    Liverpool – Borussia Mönchengladbach 3:0 und 0:2
  • UEFA Cup 1975/76:
    Liverpool – FC Brügge 3:2 und 1:1
  • UEFA Cup 2000/01:
    Liverpool – Alavés 5:4 n. V.
  • Europa League 2015/16:
    Liverpool – Sevilla 1:3
  • Cup der Cupsieger 1965/66:
    Liverpool – Borussia Dortmund 1:2
Stéphane Henchoz (ganz links) war beim letzten UEFA-Cup-Triumph von Liverpool 2001 dabei.
Stéphane Henchoz (ganz links) war beim letzten UEFA-Cup-Triumph von Liverpool 2001 dabei.Bild: EPA

Tottenham ist international klar weniger erfolgreich als Liverpool. Doch auch die «Spurs» haben schon vier europäische Finals bestritten: 3-mal im UEFA Cup und 1-mal Cup der Cupsieger. Der letzte Erfolg liegt allerdings schon 35 Jahre zurück.

Bilanz – 3:1

  • UEFA Cup 1971/72:
    Tottenham – Wolverhampton 2:1 und 1:1
  • UEFA Cup 1973/74:
    Tottenham – Feyenoord Rotterdam 2:2 und 0:2
  • UEFA Cup 1983/84:
    Tottenham – RSC Anderlecht 1:1 und 1:1, 4:3 n. P.
  • Cup der Cupsieger 1962/63:
    Tottenham – Atlético Madrid 5:1
bild: aidan Williams

Sind Salah und Kane für den Final wieder fit?

Liverpool-Superstar Mohamed Salah zog sich am vergangenen Samstag im Liga-Spiel gegen Newcastle United bei einem Zweikampf mit Torhüter Martin Dubravka eine Gehirnerschütterung zu. Weil die FA nach einer Kopfverletzung eine Mindestpause von 14 Tagen vorgibt, dürfte der Ägypter im letzten Premier-League-Spiel gegen Wolverhampton eigentlich nicht auflaufen.

Trainer Jürgen Klopp hat aber angedeutet, dass Salah dennoch spielen könnte. Dafür müssten aber die Ärzte erst grünes Licht geben. Spätestens für den Champions-League-Final sollte der Topskorer der «Reds» wieder einsatzbereit sein.

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Harry Kane fehlt Tottenham seit Anfang April wegen einer Bänderverletzung am linken Knöchel, die er sich im Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Manchester City zugezogen hat. Der Top-Torjäger der «Spurs» hat bereits acht Pflichtspiele verpasst und alles sah nach einem vorzeitigen Saisonende aus.

Der Sturmlauf von Kane nach dem Schlusspfiff.Video: streamable

Doch mit seinem Sprint über den Platz der Johann-Cruyff-Arena nach dem Schlusspfiff gestern Abend machte er den Fans wieder etwas Hoffnung. «Hoffentlich kann ich im Final spielen», sagte Kane gestern. «Die Reha läuft gut. Ich laufe seit dieser Woche wieder, das erklärt meinen Sturmlauf.»

Was hat es mit dem «Klopp-Fluch» auf sich?

Für grosse Spiele scheint Jürgen Klopp nicht gemacht zu sein. Der Liverpool-Trainer hat seine sechs letzten Finals allesamt verloren:

  • Champions League 2018/19:
    Liverpool – Real Madrid 1:3
  • Europa League 2015/16:
    Liverpool – Sevilla 1:3​
  • League Cup 2015/16:
    Liverpool – Manchester City 1:1, 1:3 n. P.
  • DFB-Pokal 2014/15:
    Borussia Dortmund – Wolfsburg 1:3
  • DFB-Pokal 2013/14:
    Borussia Dortmund – Bayern München 0:2 n. V.​
  • Champions League 2012/13:
    Borussia Dortmund – Bayern München 1:2
Klopp und Finals – das passte bislang erst einmal.
Klopp und Finals – das passte bislang erst einmal.Bild: KEYSTONE

Gegen Tottenham will er erstmals seit dem 5:2-Sieg im DFB-Pokal-Final 2012 gegen Bayern München wieder ein Endspiel gewinnen. Der 51-jährige Erfolgscoach würde damit nicht nur seinen Final-Fluch besiegen, sondern auch ein Versprechen einlösen. Bei seinem Amtsantritt in Liverpool vor vier Jahren sagte er:

«Bitte gebt uns Zeit, unsere Arbeit zu tun. Aber wenn ich in vier Jahren hier sitze, denke ich, dass wir einen Titel gewonnen haben. Da bin ich ziemlich sicher. Wenn nicht, werde ich den nächsten vielleicht in der Schweiz gewinnen.»

Titel oder ein Wechsel in die Schweiz, heisst es für Klopp am 1. Juni. Wer wohl zum Handkuss kommen könnte? GC hätte einen Erfolgstrainer bitter nötig ...

Wer führt in den Direktduellen?

Der Champions-League-Final wird das 173. Duell zwischen Liverpool und Tottenham sein. 82 Mal gewannen die «Reds», 48 Mal die «Spurs», 42 Mal gab es ein Unentschieden. Europäisch sind die beiden Teams erst einmal aufeinandergetroffen: 1972/73 im Halbfinal des UEFA Cup. Liverpool setzte sich auf dem Weg zum Titel dank der Auswärtstor-Regel durch (1:0 und 1:2).

Liverpool vs. Tottenham bedeutet oft Spektakel pur.
Liverpool vs. Tottenham bedeutet oft Spektakel pur.Bild: EPA/EPA

Die Bilanz, seit Jürgen Klopp bei Liverpool und Mauricio Pochettino bei Tottenham Trainer ist, spricht eine klare Sprache – und zwar für die «Reds». In den letzten vier Jahren gewann Liverpool vier von neun Duellen, Tottenham nur eines. In der aktuellen Saison siegten Klopps Jungs sowohl auswärts als auch zuhause mit 2:1.

Darum geht es am 1. Juni.
Darum geht es am 1. Juni.Bild: EPA/EPA

Wie viele Schweizer standen schon im Champions-League-Final?

Drei Schweizer Nationalspieler haben die Champions League gewonnen: Stéphane Chapuisat, Ciriaco Sforza und Xherdan Shaqiri. Wobei im Final nur «Chappi» gespielt hat, 1997 mit Dortmund. Sforza (2001) und Shaqiri (2013) drückten bei Bayern München die Ersatzbank. Ausserdem gewann der kroatisch-schweizerische Doppelbürger Ivan Rakitic mit dem FC Barcelona (2016) die Königsklasse. Shaqiri winkt nun als erstem Schweizer die Chance, zum zweiten Mal den Henkelpott in die Höhe zu stemmen.

Shaqiri 2013 mit dem Henkelpott.
Shaqiri 2013 mit dem Henkelpott.Bild: EPA
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