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Switzerland's Stan Wawrinka (R) reacts next to teammate Marco Chiudinelli during their tennis Davis Cup semi-final double match against Italy on September 13, 2014 in Geneva. AFP PHOTO / FABRICE COFFRINI

Nach der Niederlage im Doppel müssen die Schweizer am Sonntag Überstunden schieben Bild: AFP

Wawrinka mit Galgenhumor

«Ich freue mich für die Fans. Jetzt können sie Roger noch einmal sehen»

Lange sah es gut aus für das Schweizer Doppel und den vorzeitigen Finaleinzug. Doch dann gaben Stanislas Wawrinka und Marco Chiudinelli den Sieg noch aus der Hand.



Das Schweizer Davis-Cup-Team hat den vorzeitigen Finaleinzug knapp verpasst. Stan Wawrinka und Marco Chiudinelli, der für Roger Federer in die Bresche sprang, verloren das Doppel gegen Fabio Fognini und Simone Bolelli nach knapp vier Stunden 5:7, 6:3, 7:5, 3:6, 2:6.

Switzerland's Stanislas Wawrinka returns a ball next to Marco Chiudinelli during their Davis Cup semi-final double tennis match against Italy's Simone Bolelli and Fabio Fognini at the Palexpo in Geneva September 13, 2014. REUTERS/Pierre Albouy (SWITZERLAND - Tags: SPORT TENNIS)

Am Ende nützte alles Langmachen nichts: Die Schweiz verliert im Doppel. Bild: PIERRE ALBOUY/REUTERS

«Wir hatten unsere Chancen, ein paar Punkte haben am Ende entschieden», sagte Stanislas Wawrinka nach der Partie an der Pressekonferenz. Das Gute sei, dass man immer noch 2:1 in Führung liege und alles in den eigenen Hände habe. «Für die Fans freute er sich sogar ein wenig über die Niederlage. Das ist grossartig für die Schweizer Fans. Sie werden morgen Roger noch einmal spielen sehen», scherzte der Romand.

Um 12 Uhr wird Federer wohl auf Fabio Fognini (oder Andreas Seppi) treffen. Bei einem Sieg des «Maestros» stünde die Schweiz im Final, wo man auf Frankreich treffen würde. Verliert Federer, müsste Wawrinka noch gegen Simone Bolelli ran.

Chiudinelli: «Es ist brutal gelaufen»

Etwas ernster als bei Wawrinka war die Miene nach der ärgerlichen Doppelniederlage bei Severin Lüthi. «Das ist natürlich schade. Wir waren dran», fasste der Davis-Cup-Captain nach der Fünfsatzniederlage im SRF die Geschehnisse enttäuscht zusammen. Tatsächlich drehte das überraschend aufgestellte Duo Wawrinka/Chiudinelli den Satzrückstand und schien auf gutem Weg bis in den vierten Satz hinein.

Switzerland's Stanislas Wawrinka (R) talks to Marco Chiudinelli during their Davis Cup semi-final double tennis match against Italy's Simone Bolelli and Fabio Fognini at the Palexpo in Geneva September 13, 2014. REUTERS/Denis Balibouse (SWITZERLAND - Tags: SPORT TENNIS)

Knapp am Sieg vorbeigeschrammt: Marco Chiudinelli und Stan Wawrinka. Bild: DENIS BALIBOUSE/REUTERS

«Wir waren gut dran. Auch im vierten Satz. Dann kommt das Break aus dem nichts und das Momentum drehte», so Lüthi. Die Italiener liessen nach dem 4:2 nicht mehr viel anbrennen und servierten ab dem Break meist souverän.

«Im Doppel ist es schwierig, das Momentum kann sehr schnell wechseln. Im fünften Satz ist es brutal gelaufen. Sie haben ihr Chancen genutzt und wir nicht. Ich verliere zweimal meinen Aufschlag nach Spielball und wir nützen ein paar Breakbälle nicht», analysierte ein sichtlich enttäuschter Marco Chiudinelli. 

Italien glaubt an seine Chance

In der wiederum mit mit 18'400 Fans vollgepackten Genfer Palexpo-Halle setzte sich am Ende das erfahrene Duo durch. «Ich bin glücklich, wie wir spielten. Das war wichtig für uns», sagte Fabio Fognini nach dem Sieg. Er hatte sich von Partner Simone Bolelli mitreissen lassen und im Vergleich zu gestern im Einzel viel besser serviert.

epa04398835 Italy's Fabio Fognini (L) celebrates with his doubles partner Simone Bolelli after winning against Stanislas Wawrinka and Marco Chiudinelli of the doubles match of the Davis Cup World Group Semifinal match between Switzerland and Italy, at Palexpo, in Geneva, Switzerland, 13 September 2014.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

Sie hoffen wieder: die Italiener beim Davis Cup in Genf. Bild: EPA/KEYSTONE

Wer am Entscheidungstag auflaufen wird, ist zumindest bei den Italienern noch unklar. Gesetzt wären Bolelli gegen Wawrinka und Fognini gegen Federer. Möglich wäre aber auch, dass Andreas Seppi zum Einsatz kommt. Fognini selbst bleibt realistisch, lässt aber auch durchblicken, dass der Aussenseiter an seine Chance glaubt: «Es bleibt schwierig. Aber wir werden bis zum Ende kämpfen.»

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