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Doch, doch, das passt schon. Eishockey in einer Halle in Abu Dhabi. 2019 stiegen die Vereinigten Arabischen Emirate am Heimturnier in die vierthöchste Division auf.
Doch, doch, das passt schon. Eishockey in einer Halle in Abu Dhabi. 2019 stiegen die Vereinigten Arabischen Emirate am Heimturnier in die vierthöchste Division auf.bild: emirates news agency
Die Welt in Karten

20 Jahre Eishockey-WM auf einen Blick (und warum die Schweiz hervorsticht)

Am Freitag beginnt die 83. Eishockey-WM der Geschichte. 56 Nationen nahmen bisher in einer der verschiedenen Divisionen daran teil – bei einigen Ländern wirst du dies kaum glauben. Und etwas schaffte in den letzten 64 Jahren (leider) nur die Schweiz.
09.05.2019, 15:5810.05.2019, 06:48
Reto Fehr
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Gefühlt machen im Eishockey immer die gleichen 16 an der WM mit. In der Tat waren es seit 1999 (bei den letzten 20 Durchführungen) deren 23. 2019 stosst mit Grossbritannien ein neues Team dazu. Die Briten allerdings waren mal richtig gut: 1936 ging der WM-Titel auf die Insel. Damit gehört Grossbritannien zu der Gruppe der acht Eishockey-Weltmeister.

Aber im Eishockey wird die WM im Ligasystem ausgespielt. Bisher traten dabei sage und schreibe 56 verschiedene Nationen an. Alle waren sie zumindest einmal mit dabei. Welche dies seit 1999 sind und was ihr jeweiliges Bestresultat ist, siehst du in der folgenden Grafik.

Alle 56 Nationen, die schon an Eishockey-Weltmeisterschaften spielten

Achtung: Die Karte zeigt die Teilnahmen seit 1999. Darum fallen die Weltmeistertitel der USA (1933 und 1960) sowie von Grossbritannien (1936) weg.

Die Schweiz, der einzige Vize-Weltmeister

Seit 1999 gab es nur ein Team, das zwar den WM-Final erreichte, aber nie Weltmeister wurde: die Schweiz (2013 und 2018). Selbst wenn wir auf die ganze WM-Historie blicken, kommt nur noch eine Nation zum gleichen (unrühmlichen) Resultat: Deutschland. 1930 und 1953 wurde unser nördliche Nachbar ebenfalls zweimal Vize-Weltmeister.

So funktioniert das Liga-System der Eishockey-WM
Die Eishockey-WM funktioniert im Liga-System. Während die 16 Teams der Top-Division den Titel unter sich ausmachen (und jeweils zwei Absteiger ausgespielt werden), geht es in den Divisions darunter um Auf- und Abstiege. Die Division I und II werden dabei seit 2012 nochmals in zwei Stärkeklassen unterteilt, für die Division III gibt es ein Qualiturnier der (wirklichen) Exoten.

Das System wurde in den letzten Jahren immer wieder etwas angepasst. Seit 2012 besteht der aktuelle Modus mehr oder weniger unverändert (Ausnahme: Division III, Qualirunde). Was aber zumindest seit 1999 gilt: Die Teams waren jeweils in vier Divisionen unterteilt (früher hiess das auch A-, B-, C- und D-WM).

Vier Nationen sind nicht mehr dabei

Von den 56 Teams, die schon einmal an einer Eishockey-WM teilnahmen, sind 2019 vier nicht dabei: Armenien (total Teilnahmen: 4), Griechenland (10), Irland (10) und die Mongolei (6).

Er spielte gar in Ländern Eishockey, die noch nie an einer Eishockey-WM teilnahmen:

Einziges (eigentlich) ungeschlagenes Team der Eishockey-Welt

Neulinge gab es in der Eishockey-Welt 2019 dagegen in der Quali gleich zwei: Thailand und Kirgisistan feierten ihre Premiere. Während Thailand gar zwei Siege im Qualifikations-Turnier für die Division III feiern konnte (Rang 3), wurde Kirgisistan Letzter.

Schlussbild des Division-III-Qualiturniers in Abu Dhabi von diesem April. Während die Vereinigten Arabischen Emirate aufsteigen, muss Kirgisistan in der untersten Liga bleiben.
Schlussbild des Division-III-Qualiturniers in Abu Dhabi von diesem April. Während die Vereinigten Arabischen Emirate aufsteigen, muss Kirgisistan in der untersten Liga bleiben.bild: Emirates news agency

Allerdings gibt es ein Kuriosum: Das Team von Kirgisistan wurde zwar letzter und ist darum aktuell das schlechteste Team der Eishockey-WM, gleichzeitig sind die Asiaten aber auch die einzige ungeschlagene Equipe an Weltmeisterschaften. Eigentlich zumindest. Denn erst wurden Kuwait (14:0), Thailand (6:2), Bosnien & Herzegowina (14:2) sowie Hongkong (8:3) vom Eis gefegt und in der letzten Partie bezwang man ausgerechnet den späteren Aufsteiger Vereinigte Arabische Emirate 7:4. Allerdings wurden die ersten vier Siege in 0:5-Forfait-Niederlagen umgewandelt, da nicht spielberechtigte Akteure eingesetzt wurden.

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Diese Länder wurden schon Eishockeyweltmeister

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quelle: keystone / toms kalnins
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