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epa06196236 Swiss rider Dominique Aegerter of Kiefer Racing celebrates on the podium after winning the Moto2 Grand Prix of San Marino and Riviera of Rimini at Misano circuit, in Misano Adriatico, Italy, 10 September 2017.  EPA/Fabrizio Petrangeli

Jubelstimmung bei Dominique Aegerter – seine Zukunft ist gesichert. Bild: EPA/ANSA

Dominique Aegerter – lieber Freunde aus Langenthal als Millionen aus Russland

Dominique Aegerter (27) ist nicht mehr auf Gedeih und Verderb auf russische Millionen angewiesen. Die Saison 2018 ist gerettet. Er wird mit einer KTM-Höllenmaschine konkurrenzfähig sein.



Es ist vollbracht: Der britische Geschäftsmann David Pickworth hat endlich die Unterschriften unter die Dokumente gesetzt, die ihn zum neuen Besitzer des Kiefer-Teams machen. Er ist nun als Rechtsnachfolger des verstorbenen Teambesitzers Stefan Kiefer juristisch handlungsfähig und hat bei KTM offiziell die Bikes für die Saison 2018 bestellt.

In den nächsten Tagen wird Dominique Aegerter zusammen mit seinem Manager Robert Siegrist nach Wien fliegen, um in der alten Kaiserstadt im Büro des ehrenwerten Herrn Pickworth als letzte Formalität auch den Fahrervertrag zu unterschreiben.

Robert Siegrist bestätigt: «Ja, das ist so.» Auch das Personal (Techniker, Mechaniker) kann nun eingestellt werden. Damit ist klar: Dominique Aegerter und der freundliche deutsche Bruchpilot Sandro Cortese werden 2018 im Kiefer-Team die Moto2-WM bestreiten.

Ob die angekündigten Millionen aus Russland auch tatsächlich investiert werden, ist für Dominique Aegerter nicht mehr von existenzieller Bedeutung. Er hat die Saison 2018 so oder so finanziell abgesichert.

Mit KTM zu neuen Ufern

Sein Manager Robert Siegrist hatte dem saumseligen David Pickworth letzte Woche mit einem geharnischten Mail ein Ultimatum gesetzt. watson.ch hatte den brisanten Text im Wortlaut publiziert und dann rockte es in der Szene. Endlich ging es vorwärts.

Parallel dazu hat Robert Siegrist sichergestellt, dass die Saison 2018 von Dominique Aegerter mit einem finanziellen Notprogramm auch ohne David Pickworths russische Millionen gesichert werden kann. Plan B sozusagen. Er bestätigt auf Anfrage: «Ja, das stimmt. Ich bin in den letzten zwei Wochen kaum mehr zum Schlafen gekommen. Es war für mich die schwierigste Zeit, seit ich mich für Domi engagiere.» Er müsse sich ja auch um seine Arbeit als Anwalt kümmern. «Aber es hat sich gelohnt. Die Saison 2018 ist nun gesichert.»

Hätte die Teamübernahme von David Pickworth nicht geklappt, dann hätten Sponsoren aus der Schweiz zusammen mit Dominique Aegerter (er hätte eigenes Geld investieren müssen) das Budget gestemmt.

epa06196241 Swiss rider Dominique Aegerter of Kiefer Racing celebrates with teammates after winning the Moto2 Grand Prix of San Marino and Riviera of Rimini at Misano circuit, in Misano Adriatico, Italy, 10 September 2017.  EPA/Fabrizio Petrangeli

Dominique Aegerter will nächste Saison um Siege mitfahren. Bild: EPA/ANSA

Die wichtigste Formalität – die Lieferung von konkurrenzfähigen KTM-Bikes – sichert so oder so eine Schweizer Firma: die Motorex-Gruppe aus Langenthal. Sie ist seit Jahren mit KTM eng verbunden und erster Öllieferant des österreichischen Motorradwerkes: Jede neue KTM wird mit Motorex-Öl geschmiert.

Das international tätige, erfolgreiche Familien-Unternehmen hat seinen Sitz seit Anbeginn der Zeiten in Langenthal und engagiert sich seit Jahren für Dominique Aegerter. Der charismatische Rennfahrer stammt ja aus Rohrbach, sozusagen einem «Vorort» von Langenthal. Motorex wird 2018 den «Rohrbach-Rossi» noch intensiver unterstützen – und hätte im Notfall die Mittel und die Beziehungen, um beim Ausbleiben der angekündigten russischen Millionen den Rennbetrieb für Dominique Aegerter abzusichern. Die starke lokale Vernetzung hat sich für den WM-12. einmal mehr ausgezahlt.

Damit sind alle Voraussetzungen gegeben, um nächste Saison gegen schier übermächtige Konkurrenz um Sieg und WM-Titel zu fahren. KTM ist ein siegfähiges Motorrad.

Wie weiter mit Corminboeuf?

Während Dominique Aegerter und Tom Lüthi (fährt nächste Saison die MotoGP-WM) ihre Zukunft gesichert haben, steht das finanzielle Überleben des einstigen helvetischen «Töff-Dream-Teams» von Fred Corminboeuf weiterhin auf der Kippe.

Im Herbst 2016 hatte der umstrittene Teamchef und -Besitzer Dominique Aegerter vor die Türe gesetzt und in den letzten vier Rennen nicht mehr eingesetzt. Im Herbst 2017 hat er Tom Lüthi und dessen Sponsoren verloren. Mit dem britischen Bruchpiloten Sam Lowes und dem spanischen Hinterherfahrer und Sturzspezialisten Iker Leguona hat er zwar zwei Fahrer für 2018. Die bringen aber kein Geld.

Dominique Aegerters Manager Robert Siegrist bestätigt, dass sich das Team in der Verzweiflung soeben bei Dominique Aegerter gemeldet habe – wohl in der Hoffnung, über den Rohrbacher irgendwie an Sponsorengeld heranzukommen. Der Zürcher Anwalt sagt: «Ja, das ist so.» Aber man habe die Sache ignoriert.

Eine Verbindung hat Fred Corminboeuf trotzdem noch zur Schweizer Töffszene. Wie Gewährsleute berichten, schulde er Tom Lüthi aus der vergangenen Saison nach wie vor einen sechsstelligen Betrag. Tom Lüthis Manager Daniel M. Epp sollte diesen Betrag in der Buchhaltung über das Konto «Delkredere» abbuchen. Salopp erklärt: So werden Forderungen buchhalterisch erfasst, die nach menschlichem Ermessen verloren sind.

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