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Suter rider Dominique Aegerter of Switzerland sprays sparkling wine on the podium to celebrate winning the Moto2 race of the Grand Prix of Germany at the Sachsenring Circuit on July 13, 2014 in Hohenstein-Ernstthal, eastern Germany. 
AFP PHOTO / ROBERT MICHAEL

Dominique Aegerter hat am Sonntag seinen ersten GP-Sieg gefeiert. Bild: AFP

Dominique Aegerter zurück in der Heimat

Vom Himmel hoch da kam er her – ein Dorf feiert seinen Töffhelden

So ist in der Schweiz noch kein GP-Sieger empfangen worden. Gut und gerne 1000 Menschen haben am Montagabend in Rohrbach Dominique Aegerter (23) gefeiert.

Der Sieger vom Sachsenring kam hoch vom Himmel her: Pünktlich um 19 Uhr landete der Helikopter mit Dominique Aegerter an Bord auf dem Rasen vor dem Schulhaus Rohrbach. Gut und gerne 1000 Oberaargauerinnen und Oberaargauer erwarteten ihren Helden – obwohl ja die spontan organisierte Feier nicht mehr entsprechend beworben werden konnte.

Die Turnhalle mit Theaterbühne konnte die Gäste bei weitem nicht alle fassen. So viele Menschen sind seit Menschengedenken in dieser Gemeinde mit rund 1500 Einwohnerinnen und Einwohnern im oberen Tal der Langeten nie mehr zusammengelaufen.

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Aegerter wird in Rohrbach gefeiert. Bild: Screenshot Youtube

Die Getränke und die Bratwürste bezahlte die Gemeinde Rohrbach. Den Helikopterflug allerdings nicht. Solche Extravaganzen könnten sich die Politikerinnen und Politiker in dieser Landesgegend gar nicht leisten. Das würde vom Volk nicht geduldet. Hier ist die Welt noch in Ordnung.  

Ein Freund der Familie ist Helikopter-Fluglehrer und muss, um den gesetzlichen Vorschriften zu genügen, eine bestimmte Anzahl Stunden pro Jahr in der Luft sein. Also hat er jetzt eben seine Pflichtstunden für den neuen Töffhelden eingesetzt.

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Aegerter im Hubschrauber. Bild: Facebook

Ein bisschen Marschmusik der Musikgesellschaft, ein bisschen Rock’n’Roll einer lokalen Rockband – bei dieser Einlage griff gar Dominique Aegerters Manager Dr. Robert Siegrist spontan in die Keyboard-Tasten – kurze, gelungene Ansprachen, ein eigenwilliges Interview mit dem strahlenden Helden auf der Bühne: der Unterhaltungswert war gross, die Feier gut, aber nie wild und artete nie zu einem Rummel aus.

Zu spüren war vielmehr der Respekt der Gäste vor den Leistungen des Garagisten-Buben aus dem eigenen Dorfe. Fast so, als könnten es viele immer noch nicht recht fassen, dass es einer aus ihrer Mitte zum Star im GP-Zirkus gebracht hat und sogar regelmässig im Fernsehen kommt. Es war alles in allem mehr eine Stimmung wie bei einem Empfang eines Staatsgastes als bei einem Karneval.

Dominique Aegerter liess sich feiern, war cool, aber nie übermütig. Er war gut gelaunt, freundlich, geduldig und auf eine ganz besondere Art und Weise bescheiden. Er hat die Bodenhaftung auch nach dem bisher grössten Triumph seiner Karriere nicht verloren. Deshalb werden die Rohrbacher im Laufe der nächsten zehn Jahre immer mal wieder eine Feier zu Ehren von Dominique Aegerter organisieren.



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