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epa05275876 Swiss Moto2 rider Thomas Luethi (L), of Derendinger Interwetten, followed by countryman, Dominique Aegerter, of Technomag Interwetten, in action during the Spanish Motorcycling Grand Prix held in Jerez Circuit, southern Spain, on 24 April 2016.  EPA/ROMAN RIOS

Tom Lüthi und Dominique Aegerter dürfen verheissungsvoll in die Zukunft blicken. Bild: EPA/EFE

Eine neue Moto2-WM mit mehr PS – gut für Lüthi und Aegerter

Plus 30 PS, plus ein Zylinder – die Moto2-WM wird ab 2019 «heisser» und rückt näher an die Königsklasse MotoGP heran.

klaus zaugg, Mugello



Seit 2010 ist die zweitwichtigste Töff-WM unverändert. Zweizylinder-Honda-Einheitsmotoren (600 ccm), die inzwischen rund 100 PS leisten. Die Moto2-WM ist inzwischen technisch ausgereizt. Die dem Motorsport innewohnende Dynamik verlangt jedoch eine stetige Weiterentwicklung.

Die Moto2-WM, wie wir sie kennen, wird es nur noch eine weitere Saison (2018) geben. Ab 2019 kommt es zu einer spektakulären Änderung. Das System – Einheitsmotoren, die alle drei Rennen den Piloten neu zugelost werden, Einheitsreifen und verschiedene Chassis-Hersteller – bleibt gleich. Aber die Motoren liefert neu der britische Töffhersteller Triumph. Stärkere Motoren.

Angekündigt werden 133 PS und ein Dreizylinder-Viertakter (865 ccm). Ein Plus von mindestens 30 PS. Damit kommt die Moto2-WM der Königsklasse MotoGP ein bisschen näher. Allerdings leisten die Vierzylinder-Triebwerke der MotoGP-Höllenmaschinen (1000 ccm) nach wie vor wesentlich mehr – gut und gerne 250 PS. Wobei es keine offiziellen Angaben gibt.

Was bedeuten stärkere Bikes in der Moto2-WM? Am Ende des Tages werden die gleichen Teams bzw. Fahrer die Rennen dominieren. Aber kleine Nuancen wird es geben. Für Neueinsteiger (in der Regel aus der Moto3 WM) wird die erste Saison schwieriger. Die Routiniers werden im Vorteil sein.

Schwere Boliden gut für Lüthi

Wenn Tom Lüthi und Dominique Aegerter 2019 noch dabei sind (vor allem bei Tom Lüthi ist ein Aufstieg in die Königsklasse nicht ausgeschlossen) werden sie aufgrund ihrer Erfahrung und ihres Fahrstils von der Aufrüstung profitieren. Beide sind 2019 auch noch nicht zu alt: Dominique Aegerter wird im Sommer 2019 mit 28 im besten Alter sein, Tom Lüthi mit 32 nach wie vor konkurrenzfähig.

Beide Schweizer sind seit Gründung der Moto2-WM (2010) dabei und Erfahrung ist bei einer technischen Neuerung ein nicht zu unterschätzender Faktor. Beide gelten von ihrem Stil her als gut geeignet für «schwere Boliden». Tom Lüthis runder «weicher» Fahrstil gilt seit Jahren als ideal für die Königsklasse, und er ist ja auch schon als Testpilot für das MotoGP-Bike von KTM ausgerückt. Dominique Aegerter hatte bereits Ende Saison 2014 ein konkretes MotoGP-Angebot (Pramac/Ducati) und bewährte sich wiederholt beim Acht-Stunden-Rennen in Suzuka.

epa05945365 Swiss Moto2 rider Thomas Luethi of SKY Racing VR46 team during the first practice session of the Motorcycling GP of Spain, in Jerez de la Frontera, southern Spain, 05 May 2017.  EPA/JOSE MANUEL VIDAL

Fährt Tom Lüthi 2019 noch in der Moto2 oder in der MotoGP? Bild: EPA/EFE

Für die Chassis-Hersteller ist der neue Motor eine grosse Herausforderung. Hier gilt: Vorteil Eskil Suter. Sofern er bereit sein wird, in diese neue Moto2-WM zu investieren. Der Schweizer hat langjährige Erfahrung im Bau von Fahrgestellen für schwere Maschinen. Er konstruierte bereits Rahmen für die alte «Königsklasse» (500 ccm) und für die Superbike-WM.

So schwierig Prognosen im Motorsport sind – vor allem dann, wenn sie die Zukunft betreffen – lässt sich doch sagen: die neue Moto2-WM wird die Schweizer nicht benachteiligen. Sie wird gut sein für den Dominique Aegerter und den Tom Lüthi, wie wir sie im Sommer 2017 kennen.

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2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dude 04.06.2017 08:46
    Highlight Highlight "Plus 30 PS, plus ein Zylinder"
    Wäre es nich minus ein Zylinder?
  • CheGue 03.06.2017 19:37
    Highlight Highlight Glaube nicht, dass das vorallem bei Lüthi etwas ändert, Chlöisu! Er ist ein ausgezeichneter Rennfahrer! Aber um ein wirklich grosser zu werden fehlt im die Kaltblütigkeit, die Aggressivität, der Killer-Instinkt und die Arroganz eines Marc Marquez, eines Maverick Vignales oder anderen. Auch Nicky Hayden war eigentlich zu smart.Trotzdem wurde er Weltmeister und ein ganz Grosser! Nur, noch um ein vielfaches grösser war Nicky als Rennfahrerkollege und als Mensch! R.I.P Kentucky Kid! Du fehlst auf und neben der Rennstrecke!!!😢😢😢

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