Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Kalex Moto2 rider Dominique Aegerter of Switzerland takes a curve during the qualifying session for the Italian Grand Prix at the Mugello circuit, Italy, May 30, 2015. REUTERS/Max Rossi

Dominique Aegerter ist im Qualifying von Mugello wieder in die Weltspitze gefahren. Bild: MAX ROSSI/REUTERS

Aegerter erklärt seinen Exploit im Qualifying: «Die Rundenzeiten sind geradezu verrückt»

Dominique Aegerter (24) startet in Mugello aus der ersten Reihe zum GP von Italien. Er sagt, wie diese Steigerung möglich geworden ist.

klaus zaugg, mugello



Nach den Rängen 25, 9, 17, 16 und 19 jetzt Platz 2 und nun zum fünften Mal in Ihrer Karriere erste Startreihe. Wie ist diese Steigerung möglich?
Dominique Aegerter: Es stimmte alles. Das ist die Voraussetzung, um schnell zu sein. Die Maschine machte das, was ich wollte.

Sie sind den Töff gefahren und der Töff hat nicht sie gefahren.
So können wir das sagen. Die Techniker im Team konnten mir schon immer sagen, wo ich zu weit von der Ideallinie abgekommen war oder wo ich zu spät gebremst hatte. Aber es gelang mir einfach nicht anders zu fahren, weil der Töff nicht so wollte, wie ich wollte.

Mugello, 30.05.2015, Motorrad, Moto 2, Qualifying . 
Dominique Aegerter (SUI) Technomag Racing Interwetten (Luciano Bianchetto/Semedia/EQ Images) SWITZERLAND ONLY

Dominique Aegerter freut sich über das tolle Qualifying. Bild: Semedia

Tom Lüthi hat Sie im Windschatten zur Superzeit gezogen, Sie haben gut und gerne zehn Runden lang gemeinsam mit Ihrem Teamkollegen Jagd auf die Bestzeit gemacht. War die Zusammenarbeit mit Tom Lüthi Absicht, eine geniale Strategie oder Zufall?
Eher Zufall.

Teambesitzer Olivier Métraux ist hier erstmals in dieser Saison vor Ort. Es ist also nicht so, dass er gesagt hat: So Jungs, jetzt arbeitet mal besser zusammen.
Nein, überhaupt nicht. Es hat keine Absprache und keine Aufforderung zur Zusammenarbeit gegeben. Es muss so viel zusammenpassen,   wenn es so funktionieren soll, dass eine Absprache fast nicht möglich ist. Aber es ist so, dass mir Tom sehr geholfen hat.

Waren Sie überrascht, dass Sie Tom so gut folgen konnten?
Ja schon. Ich hatte aber schon kurz zuvor hinter Rabat (Weltmeister Tito Rabat, Anm. d. Red.) gemerkt, dass es sehr gut läuft. Aber ich war schon verblüfft, wie schnell ich unterwegs war. Ja die Rundenzeiten sind geradezu verrückt. Jetzt muss ich erst einmal dieses Resultat im Rennen bestätigen. Das wird nicht einfach sein.

Aber die Voraussetzungen sind zumindest sehr gut.
Ja, ich habe das Gefühl für das Motorrad wieder gefunden. Aber es kann auch schnell wieder weg sein. Ich hatte am Freitagvormittag ein gutes Gefühl, aber am Nachmittag ging nicht mehr viel und auch heute Vormittag lief es nicht. Dann haben wir einige Änderungen gemacht und nun hat es funktioniert.

30.05.2015; Mugello; Motorrad - GP Italien 2015 - Qualifying;  Dominique Aegerter (SUI) hinter Thomas Luethi (beide Kalex). (Waldemar Da Rin/freshfocus)

Dominique Aegerter am Hinterrad von Tom Lüthi. Bild: Waldemar Da Rin/freshfocus

Mussten Sie weit übers Limit hinausgehen um diese Superzeiten zu fahren?
Ich war am Limit. Aber ich war dazu in der Lage, mehrere Runden auf diesem Niveau zu fahren und das stimmt mich fürs Rennen zuversichtlich.

Nun wissen Sie, dass Sie nicht nur auf der Suter, sondern auch auf der Kalex sehr schnell sein können.
Ich war schon ein paar Mal in dieser Saison schnell. Nur ist mir noch keine Bestätigung mit Resultaten gelungen. Es ist schon ein Hinweis darauf, dass die Ursache für die enttäuschenden Resultate nicht alleine beim Material zu suchen ist. Dass es auch an mir liegt.

Hat diese Steigerung auch etwas mit Ihrer mentalen Verfassung zu tun?
Wie meinen Sie das?

Die Erwartungen waren beim Saisonstart sehr hoch und damit auch der Erfolgsdruck. Nach dem missglückten Saisonstart ist dieser Druck weg und sie können ruhiger arbeiten.
Ich setze mir hohe Ziele. Da kann ich nicht sagen, der Druck sei nun weg. Aber es ist schon so, dass ich meine Ziele zurückgestuft habe. Am Anfang der Saison wollte ich einfach unbedingt immer in die ersten fünf. Das ist mir nicht gelungen. Inzwischen habe ich mir vorgenommen, unter die ersten zehn zu kommen und das ist mir jetzt zumindest im Training gelungen.

Die Schweizer Fahrer in der Moto2-WM 2015

Kennst du schon die watson-App?

Über 150'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wurde unter «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.

Das könnte dich auch interessieren:

Mehr als 70 Tote nach Zyklon «Idai» 

Link zum Artikel

Boeing 737 Max 8: Diese europäischen Airlines setzen ebenfalls auf die Unglücksmaschine

Link zum Artikel

«Er hatte keine Zeit für mich» – Streit zwischen Federer und Djokovic eskaliert

Link zum Artikel

Mein Abstieg in die Finsternis – Wie ich zur Katzenfrau wurde

Link zum Artikel

So ticken die Putinversteher

Link zum Artikel

Es lebe die Superheldin! Steckt euch euren «Feminismusscheiss» sonstwohin

Link zum Artikel

5 Elektroauto-Gerüchte im Check: Ein paar sind richtig, ein paar aber kreuzfalsch

Link zum Artikel

Hat das Parlament gerade unser Internet gerettet? – Es soll kein Zwei-Klassen-Netz geben

Link zum Artikel

Kevin Schläpfer – Oltens verpasste «Jahrhundert-Chance» und Langenthals «Anti-Anliker»

Link zum Artikel

«Vielleicht sind die Regeln einfach falsch» – VAR-Penalty sorgt für hitzige Diskussionen

Link zum Artikel

«Doping ist wie beim Hütchenspiel. Du weisst, dass es Betrug ist. Aber du spielst mit»

Link zum Artikel

Man liebt den Verrat, aber selten die Verräterin – nein, Galladé verdient Lob

Link zum Artikel

Der EHC Kloten, die Hockey-Titanic – so viel Talent, so miserabel trainiert und gecoacht

Link zum Artikel

Das Huber-Quiz! Heute mit einer Premiere!

Link zum Artikel

«Rape Day»: Gaming-Plattform bringt Vergewaltigungsgame raus – und löst Shitstorm aus

Link zum Artikel

Schär ist der beste Verteidiger in England – nach dem Supertor dreht sogar Shearer durch

Link zum Artikel

Warum die FDP (vielleicht) gerade unsere Beziehung zu Europa gerettet hat

Link zum Artikel

Erleuchtung für 190 Franken: Ist diese 17-Jährige die neue Uriella?

Link zum Artikel

10 Schauspieler, die ihre grössten Rollen nicht mehr leiden können

Link zum Artikel

Papst Franziskus – der Reformer, der keiner ist

Link zum Artikel

Stellt das Popcorn bereit: Trumps Anwalt Michael Cohen will auspacken

Link zum Artikel

Samsung hat das Galaxy Fold enthüllt, das unsere Smartphones für immer verändern könnte

Link zum Artikel

Im Juni wurde «The Beach» geschlossen – jetzt zeigt sich, wie gut dieser Entscheid war

Link zum Artikel

Warum der Schweizer Klubfussball auf dem absteigenden Ast ist

Link zum Artikel

5 Promi-Seitensprünge und ihre Ausgänge (und was diese Dame damit zu tun hat)

Link zum Artikel

9 Grafiken rund um das Elektroauto in der Schweiz

Link zum Artikel

Zwangsschulfrei wegen Masern: Schon 12 Fälle an Steiner-Schule – warum das kein Zufall ist

Link zum Artikel

Ihr spinnt! Wieso trinkt ihr im Restaurant kein Leitungswasser?

Link zum Artikel

Diese Schweizerin trug 365 Tage lang dasselbe Kleid

Link zum Artikel

Hinter den Kulissen von «Game of Thrones» haben sich alle lieb. Hier 15 Beweis-Bilder!

Link zum Artikel

Und jetzt: Die fiesen Sex-Fails der watson-User! 🙈

Link zum Artikel

Hier kommt ein Feel-Good-Dump für alle, die ein bisschen Aufmunterung gebrauchen können

Link zum Artikel

27 Sprüche, die zeigen, dass wir unbedingt auch Jahrbücher in den Schulen brauchen

Link zum Artikel

«Breaking Bad» kommt zurück – dazu die 10 besten Zitate von Jesse Pinkman

Link zum Artikel

Die Post lässt sich ein bisschen hacken – und macht sich zum Gespött der Hacker

Link zum Artikel

Sorry, aber wir müssen wieder über Trump und Faschismus reden

Link zum Artikel

«Eine Hure zu sein, war oft top», sagt Virginie Despentes aus Erfahrung

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Wie ein Finne für Sauber im ersten Formel-1-Rennen in die Punkte raste

14. März 1993: Nur schon die Frachtkosten betragen beim Formel-1-Debüt des Rennstalls von Peter Sauber 250'000 Franken. Die Investition zahlt sich jedoch sofort aus. Der Finne JJ Lehto ergattert bei der Premiere in Südafrika gleich zwei WM-Punkte.

Vor Peter Sauber sind eine ganze Reihe Schweizer Formel-1-Teamchefs kläglich gescheitert. Weder Joachim Lüthi noch Peter Monteverdi oder Walter Brun war im grössten Rennzirkus der Welt Erfolg beschieden. 1993 macht sich der gelernte Elektromonteur Sauber auf, um diese Scharte mit seinem eigenen Rennstall auszuwetzen.

Auch dieses Mal stehen die Vorzeichen nicht besonders rosig. Saubers langjähriger Partner Mercedes-Benz hat sein Engagement wegen der schlechten Wirtschaftslage kurz vor dem …

Artikel lesen
Link zum Artikel