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Geneve-Servette's forward John Fritsche, right, scores the 2:2 against Zug's goaltender Tobias Stephan, left, past Geneve-Servette's center Kevin Romy, 2nd right, during a National League regular season game of the Swiss Championship between Geneve-Servette HC and EV Zug, at the ice stadium Les Vernets, in Geneva, Switzerland, Friday, December 21, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Tobias Stephan hütet noch bis im Frühling das Tor des EV Zug. Bild: KEYSTONE

«Der Titel wäre die beste Verabschiedung» – Tobias Stephans letzte Saison beim EVZ

In der nächsten Saison muss Goalie Tobias Stephan in Zug Leonardo Genoni weichen. Der bald 35-Jährige ist aber nach wie vor eine Lebensversicherung für den EV Zug. Kann er seine Kritiker zum Schweigen bringen?

sven aregger / ch media



Als der EV Zug im Sommer die Verpflichtung des SCB-Goalies Leonardo Genoni ab der Saison 2019/20 bekannt gab, tauchte schnell die Frage auf, wie sich dieser Transfer auf die Leistungen von Tobias Stephan auswirken wird. Es gab Spekulationen, dass der Torhüter in seiner letzten Spielzeit in Zug seine Motivation verlieren könnte. Schliesslich hätte er seinen auslaufenden Vertrag gerne verlängert.

Nach knapp 30 Meisterschaftsspielen lässt sich nun getrost festhalten: Motivationsprobleme hat Stephan nicht. Der Zürcher gehört nach wie vor zu den Besten seines Fachs, was auch die statischen Werte unterstreichen. Seine Fangquote liegt bei 93,53 Prozent, nur ein Goalie in der National League ist erfolgreicher: Genau, Genoni (94,00 Prozent).

Le gardien bernois Leonardo Genoni, lors de la rencontre du championnat suisse de hockey sur glace de National League entre le Lausanne Hockey Club, LHC, et le SC Bern ce dimanche 18 novembre 2018 a la patinoire de Malley 2.0 a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Leonardo Genoni ersetzt Tobias Stehphan in Zug. Bild: KEYSTONE

Es stellt sich daher nicht die Frage nach dem Ehrgeiz des Zuger Stammkeepers, sondern eher: Sehen wir derzeit den besten Tobias Stephan aller Zeiten? Der Routinier wiegelt ab. «Ich bin zufrieden mit meiner Saison, ich fühle mich noch genauso fit wie vor zehn Jahren. Aber die statistischen Werte sind abhängig von den Leistungen der Mannschaft. Wenn das Team gute Unterstützung liefert, lässt das den Goalie in einem besseren Licht erscheinen.»

Stephan sieht noch immer Steigerungspotenzial

Stephan analysiert ruhig und nüchtern. Ein Lautsprecher war er nie, stattdessen wirkt er stets etwas introvertiert. Diese Ruhe strahlt er auch auf dem Eis aus, mit seiner Körpersprache will er seinen Vorderleuten vermitteln: Ihr könnt euch auf mich verlassen, ich habe alles im Griff. Aber innerlich kann es in ihm während des Spiels brodeln. Er sagt: «Im Alltag habe ich nicht solche Emotionen wie im Eishockey

«Ich bin professionell und ehrgeizig genug, um für den EVZ und die Fans eine gute Saison zu spielen»

Tobias Stephan

Mitgenommen hat es ihn schon, dass er Zug Ende Saison verlassen muss, auch wenn er nicht darüber reden will. «Für mich ändert sich nichts. Ich bin professionell und ehrgeizig genug, um für die Mannschaft und die Fans eine gute Saison zu spielen», meint er nur.

Dabei wollte er in seiner Karriere eigentlich keine grossen Sprünge mehr machen, doch die Zuger Pläne mit Genoni kamen ihm in die Quere. So steht im Sommer doch nochmals ein grösserer Umzug bevor, Stephan schliesst sich für drei Saisons dem Lausanne HC an. Womöglich wird dort seine Karriere ausklingen. Am 21. Januar wird Stephan 35 Jahre alt, das ist auch für einen Torhüter ein gehobenes Alter. Aber Stephan glaubt, dass er sich nach wie vor verbessern kann. «Die Goalieposition ist komplex, es geht um Hundertstel und Millimeter», sagt er. «Da kann ich in der technischen Detailarbeit immer noch viel herausholen.»

Ein Vorteil ist, dass Trainer Dan Tangnes ihm Ruhepausen verordnet und bei zwei Spielen innert zwei Tagen dem ebenfalls formstarken Backup-Goalie Sandro Aeschlimann, der nächste Saison nach Davos wechseln wird, Einsätze gewährt. Für Stephan war das zunächst neu, er war sich seit vielen Jahren gewohnt, in jeder Partie auf dem Eis zu stehen. Er weiss aber auch, dass eine Saison körperlich und mental viel von einem Goalie abverlangt, das kann müde machen. Letztlich leidet auch das Team darunter.

Die Sache mit dem fehlenden Pokal

Eine gelegentliche Pause kann also hilfreich sein, zumal Stephan noch grosse Pläne hat. Natürlich ist da die Sache mit dem fehlenden Pokal. Es gibt Nörgler, die behaupten, dass eine Mannschaft mit Stephan keine Titel gewinnen könne. Aber ist das ein gerechter Vorwurf? Zweimal stand Stephan bisher in einem Playoff-Final, zweimal verlor er ihn – 2010 mit Servette und 2017 mit Zug.

Beide Teams gehörten zum damaligen Zeitpunkt nicht zur absoluten Spitze der Liga. Stephan sagt deshalb: «Man muss es realistisch sehen. Ich mache mir nicht zu viele Gedanken darüber.»

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Aber klar bleibt der Titelgewinn sein Hauptziel. Mit Zug steht er im Cupfinal gegen die Rapperswil-Jona Lakers. Ein Sieg könnte dem Team noch einmal richtig Schwung geben für die Endphase der Saison. Tobias Stephan sagt: «Der Meistertitel mit Zug wäre die beste Verabschiedung.» Und er würde seine Kritiker zum Schweigen bringen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • dechloisu 04.01.2019 19:41
    Highlight Highlight Wärst lieber nach Hause gekommen, da hättest du auch einen Titel gewinnen können.
    Auch wenns nur der NLB Titel wäre 😂
  • maylander 04.01.2019 14:33
    Highlight Highlight Es sieht so aus, dass der Genoni - Transfer auch Sandro Aeschlimann vertrieben hat. Ein Goalie der eindeutig Nummer eins Potential hat und der zusammen mit Stephan langsam in seine Rolle hätte wachsen können.
    Beim letzen Meistertitel hatte der EVZ mit Schöpf und Rüegger auch zwei gleichwertige Goalies.
    • PostFinance-Arena 04.01.2019 16:47
      Highlight Highlight Aeschlimann in Ehren, aber dahinter wartet mit Hollenstein wohl ein ungleich grösseres Talent. Zudem ist er nochmals um einiges jünger und kann die nächsten Jahre von Genoni profitieren, bevor er dann mit ca. 22 Jahren der Nachfolger werden könnte.
  • MARC AUREL 04.01.2019 12:27
    Highlight Highlight Zug ist ein ernsthafter Kandidat für den Titel.... aber können sie die Leistung abrufen wenn es zählt?
    • Danyboy 04.01.2019 16:27
      Highlight Highlight Dieses Jahr glaube ich nicht, dass sie (wir) ein ernsthafter Kandidat sind. Die Ausländer sind viel zu verletzungsanfällig, bei Tangnes kennt man die PO-Qualitäten nicht und in der Breite ist das Team noch zu wenig erfahren und hart. Aber möglich ist eine Finalquali durchaus. Mal gucken. Kommt auf die Gegner an. Ein VF-Out darf es aber nicht mehr geben.
    • PostFinance-Arena 04.01.2019 16:46
      Highlight Highlight "Ein VF-Out darf es aber nicht mehr geben".

      Solche Aussagen finde ich einfach nur lächerlich. In einer Serie kann einfach ALLES passieren...was, wenn Zug als 1. oder 2. der Quali auf die Lions trifft? Auf ein Team, welches auf dem Papier nochmals deutlich talentierter und teurer ist?
      Klar, ein VF-Out wäre unglücklich und nicht zufriedenstellend, aber in den Playoffs kann alles passieren!
    • Danyboy 04.01.2019 16:56
      Highlight Highlight Post-Finance-Arena:
      Ja, das ist dem EVZ ja 3 Mal in den letzten 4 Jahren passiert... Im VF. Irgendwann reichts dann auch😄
    Weitere Antworten anzeigen
  • Agim 04.01.2019 10:08
    Highlight Highlight Wenn Tobi mit Bruder Fabian und Vater Felix damals Karten gespielt hat, haben alle drei beschissen, um als Gewinner dazustehen. Also stellt euch jetzt vor, wie ehrgeizig Tobi ist und stets gewesen ist, wenn es um seine Leidenschaft, das Eishockey, geht. Wünsche ihm diesen Titel so sehr. Weil er ihn verdient. Grosser Champion
  • Yorik2010 04.01.2019 10:07
    Highlight Highlight Zug hat wohl Stephan mit Genoni ausgewechselt um einen Gegner zu schwächen und nicht sich zu stärken. Ein anderer Grund ist nicht logisch.
    • scnoters 04.01.2019 10:29
      Highlight Highlight Genoni ist 3 Jahre jünger und weiss wie man Meistertitel gewinnt. Das sind wohl die Gründe für den Wechsel.
    • Freilos 04.01.2019 11:47
      Highlight Highlight „Weiss wie man einen Meistertitel gewinnt“. Der Satz macht wenig Sinn, Flüeler „weiss“ auch wie man einen Titel gewinnt und trotzdem schafft er es nicht jedes Jahr. Es kommt immer auf die Leistung und die Nerven an.
    • Bulwark 04.01.2019 14:19
      Highlight Highlight Nur vergisst du, dass gemäss unserem Eismeister, Genoni selber entscheiden kann, ob er Meister werden will oder nicht.
  • holden27 04.01.2019 09:38
    Highlight Highlight Zu gönnen wäre es ihm!
    Unabhängig davon, dass ich Zug fan bin. Einer der besten Schweizer torhüter seiner Generation. Einen Titel in so einer Karriere dürfte er schon gewinnen.
    • Goon 04.01.2019 12:21
      Highlight Highlight Dafür muss er aber fast Spenglercup spielen. Ansonsten wird es wohl nix.....
    • Waldiini 04.01.2019 15:37
      Highlight Highlight Vielleicht schlägt zug im gegensatz zu davos auch rappi im cup final

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