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Playoff-Final, Spiel 1

HC Lugano – SC Bern 5:4 (2:0,2:3,1:1). Stand 1:0.

Luganos Damien Brunner, rechts, im Duell mit Berns Simon Bodenmann, im ersten Eishockey Playoff-Finalspiel der National League A zwischen dem HC Lugano und dem SC Bern, in der Resega Halle in Lugano, am Samstag, 2. April 2016. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Ein Kampf auf Biegen und Brechen: Luganos Brunner versucht, am Berner Bodenmann vorbei zu kommen.
Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

2:0, 2:3, 4:3, 4:4, 5:4 für Lugano – möge der Playoff-Final so spektakulär weitergehen!

Der Playoff-Final zwischen Lugano und Bern ist lanciert. In einem mitreissenden Spiel, bei dem der SCB aus einem 0:2-Rückstand eine zwischenzeitliche 3:2-Führung machte und trotzdem verlor, fielen neun Tore.



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Die 7800 Zuschauer in der ausverkauften Resega in Lugano erlebten 60 Minuten lang ein Wechselbad der Gefühle. Das verdeutlicht allein schon der verrückte Spielverlauf: 2:0, 2:3, 4:3, 4:4, 5:4. Zum Spektakel passte auch, dass das Siegestor von Gregory Hofmann ausgerechnet in eine der stärksten Phasen des SC Bern hinein fiel.

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Hofmann mit dem Siegtreffer zum 5:4.
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Die grosse Figur des ersten Finalspiels war der Schwede Linus Klasen, der die ersten beiden Tore des HC Lugano erzielte und ausserdem zwei weitere Goals vorbereitete.

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Der hartnäckige Klasen bringt Lugano mit 1:0 in Führung …
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… und der Schwede doppelt in doppelter Überzahl zum 2:0 nach.
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Die vorentscheidende Phase spielte sich in der Schlussphase des zweiten Abschnitts ab. Der SC Bern dominierte das Geschehen, verspielte aber die 3:2-Führung unmittelbar vor der zweiten Pause innerhalb von 71 Sekunden. Das 4:3 gelang Damien Brunner 1,6 Sekunden vor der zweiten Pause.

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Erneut fünf Tessiner gegen drei Berner: Brunner gleicht zum 3:3 aus.
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Nur 1,6 Sekunden vor der Sirene trifft Brunner erneut – das 4:3 für Lugano.
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Der Berner Zwischenspurt

0:2 lag der SC Bern zurück, doch die Mutzen kämpften sich ins Spiel zurück. Mit drei Toren in sieben Minuten sorgten sie für eine rasche Wende. Alle Treffer fielen im Powerplay.

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Untersander reiht sich als erster Berner in die Torschützenliste ein …
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… drei Minuten später trifft Conacher … 
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… und dann jubelt der SCB erneut über einen Treffer Untersanders.
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SCB-Routinier Plüss: «Wir haben ihnen zu viel gegeben»

«Es war unglücklich, dass wir zwei Mal mit drei gegen fünf spielen mussten und sie es ausnutzen konnten», ärgerte sich der Berner Stürmer Martin Plüss im SRF. «Da müssen wir cleverer agieren, wenn wir nur zu viert auf dem Eis stehen und nicht noch eine Strafe nehmen. Wir haben ihnen zu viel gegeben und sie haben es genutzt.»

Siegtorschütze Gregory Hofmann wies darauf hin, dass es wichtig sei, den ersten Sieg holen zu können. «Aber wir müssen unbedingt besser spielen in der nächsten Partie, um erneut zu gewinnen.»

Am Dienstag im zweiten Spiel in Bern wird mit Sicherheit eine Serie reissen. Der SCB hat bislang in diesen Playoffs sämtliche Heimspiele gewonnen, Lugano war auswärts nie zu bezwingen. Für weiteres Spektakel dürfte gesorgt sein. (ram/sda)

Das Telegramm

Lugano - Bern 5:4 (2:0, 2:3, 1:1)
7800 Zuschauer (ausverkauft). - SR Vinnerborg/Wiegand, Borga/Kaderli.
Tore: 6. Klasen (Chiesa, Pettersson) 1:0. 18. Klasen (Pettersson, Brunner/Ausschlüsse Gian-Andrea Randegger, Conacher) 2:0. 24. Untersander (Roy, Ebbett/Ausschluss Fazzini) 2:1. 27. Conacher (Ebbett, Roy/Ausschluss Furrer) 2:2. 31. Untersander (Roy, Ebbett/Ausschluss Klasen) 2:3. 39. Brunner (Martensson, Klasen/Ausschlüsse Helbling, Conacher) 3:3. 40. (39:58) Brunner (Martensson, Pettersson/Ausschluss Conacher) 4:3. 48. Scherwey (Plüss, Stepanek) 4:4. 51. Hofmann (Bertaggia) 5:4.
Strafen: je 6mal 2 Minuten.
Lugano: Merzlikins; Hirschi, Kparghai; Chiesa, Furrer; Ulmer, Vauclair; Walker, Sannitz, Lapierre; Pettersson, Martensson, Klasen; Brunner, Hofmann, Bertaggia; Fazzini, Dal Pian, Reuille.
Bern: Stepanek; Jobin, Untersander; Helbling, Gerber; Flurin Randegger, Blum; Kreis; Bodenmann, Ebbett, Moser; Conacher, Roy, Rüfenacht; Reichert, Plüss, Scherwey; Alain Berger, Pascal Berger, Gian-Andrea Randegger.
Bemerkungen: Lugano ohne Stapleton (überzähliger Ausländer), Kienzle, Steinmann und Morini. Bern ohne Luca Hischier, Bergenheim, Bührer, Kobasew, Kousa (alle verletzt), Krueger (gesperrt) und Smith (überzähliger Ausländer). - Pfosten/Lattenschüsse: 11. Conacher, 24. Roy. - Bern ab 58:58 ohne Goalie. - Timeout Bern (60.).

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    Alle Leser-Kommentare
  • länzu 03.04.2016 01:57
    Highlight Highlight Habe kein Problem, den Sieg von Lugano zu anerkennen Aber für den SCB wäre mehr drin gewesen. Cory Conacher hat den negativen Unterschied ausgemacht. 100%ige macht er nicht rein, dafür ist auf ihn Verlass, wenn es darum geht, in Unterzahl ein weiteres blödes Foul zu machen. Den möchte ich im Boxplay nie mehr auf dem Eis sehen. Bedenklich sind auch die Leistungen von Blum und Helbling, die wie blinde Hühner auf dem Eis standen und bei vielen Gegentoren schlecht aussahen. Aber das Spiel war gut und wenn Bern die Fehler abstellt, haben sie sogar eine Chance.
  • Hayek1902 03.04.2016 01:23
    Highlight Highlight tikannen, was ist nun mit dem sweap?
    • Amboss 03.04.2016 08:08
      Highlight Highlight Der Sweap ist immer noch möglich :)
    • Nummelin 03.04.2016 11:45
      Highlight Highlight Ja aber nicht einen Sweep 😊. Also für Bern! Lugano hat natürlich noch die Chance den SCB zu 0 weg zu sweepen 😁. Schönen Sonntag!
  • Coffee2Go 02.04.2016 23:26
    Highlight Highlight Ich bin weder Lugano noch Bern fan, aber was wir heute gesehen haben, übertraf alle Spielfilme auf allen Kanälen zusammen. Hoffentlich dürfen wir noch ein paar Spannende und ausgeglichene Partien sehen. Würde den Titel beiden gönnen, aber am liebsten über 7 solcher Spiele! Weiter so, das ist Schweizer Eishockey!
    • StB 03.04.2016 01:52
      Highlight Highlight Das mit einem Spiel das ganze TV Programm übertroffen wird ist auch nicht so schwirig. 😉 Nein im Ernst es war wirklich ein Hammerspiel.

Kein Witz: Arno Del Curto ab sofort Trainer der ZSC Lions!

Paukenschlag im Schweizer Eishockey: Die ZSC Lions trennen sich von Trainer Serge Aubin und ersetzen ihn durch den langjährigen Davos-Trainer Arno Del Curto.

22 Jahre lang war Arno Del Curto Trainer des HC Davos, er führte die Bündner zu sechs Meistertiteln. Ende November trat er zurück – nun ist er bereits wieder als Eishockeytrainer auf höchster Ebene tätig.

Der 62-jährige Del Curto übernimmt per sofort und bis Ende Saison die ZSC Lions, die gestern 1:2 nach Verlängerung gegen Davos verloren hatten und sich nach wie vor im Strichkampf befinden. Für Del Curto ist es eine Rückkehr ins Hallenstadion: Dort war er schon zwischen 1991 und 1993 Trainer.

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