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Sport
Eishockey

Zu viele Strafen! Hockey-Nati verliert auch gegen Tschechien

Karjala Cup, 2. Runde
Tschechien – Schweiz 3:2 (2:0,1:1,0:1)
Kanada – Schweden 0:2 (0:0,0:1,0:1)
Swiss goalie Gilles Senn makes a save from Czech player Roman Horak, left, during the Ice Hockey Euro Hockey Tour Karjala Cup match between Czech Republic and Switzerland in Helsinki, Finland on Frida ...
Gilles Senn spielt stark, muss sich von den Tschechen aber zweimal in Unterzahl bezwingen lassen. Bild: AP/Lehtikuva

Zu viele Strafen! Schweiz verliert gegen Tschechien wegen drei Gegentreffern in Unterzahl

10.11.2017, 16:3210.11.2017, 20:04

Das Eishockey-Nationalteam sieht am Karjala Cup in Helsinki die «Gelbe Karte». Die Schweizer verlieren gegen Tschechien mit 2:3 auch ihr zweites Turnierspiel. Und klar ist: So wird es nichts mit einer Olympia-Medaille im Februar.

Dabei sind Hoffnung und Zuversicht Anfang Woche noch so gross gewesen. Die Schweizer wollten am finnischen Sechsländerturnier gut spielen, erfolgreich spielen, Selbstvertrauen tanken. Sie wollten beweisen, dass sie regelmässiger mit den Grossen mittanzen sollten. Am Karjala Cup spielen die Schweizer erstmals seit 23 Jahren abgesehen von Titelkämpfen wieder an einem Turnier dieser Grössenordnung mit.

epa06320473 Michal Birner (R) of the Czech Republic in action during the 2017 Karjala Cup ice hockey match between the Czech Republic and Switzerland in the Hartwall Arena in Helsinki, Finland, 10 Nov ...
Nicht die richtige Taktik ...Bild: EPA/COMPIC

Nach den Niederlagen gegen Kanada (2:3) und Tschechien (1:3) – zwei Vorrundengegner an den Winterspielen in Pyeongchang – ist die Ernüchterung gross. Schon gegen Kanada wiesen zu viele Strafen den Schweizern den Weg in die Niederlage. Diese Undiszipliniertheiten wollte das Schweizer Team in Helsinki unbedingt abstellen.

Was geschah? Die Schweizer kassierten (durch Chris Baltisberger) schon nach 26 Sekunden in der Offensivzone die erste Strafe. In den ersten zwei Dritteln spielten die Schweizer achtmal in Unterzahl; zwischen der 20. und der 37. Minute kassierten sie sechs Zweiminutenstrafen hintereinander. Die mangelnde Disziplin entschied die Partie. Die wegweisenden ersten drei Goals erzielten die Tschechen durch Milan Gulas (3.), Lukas Radil (20.) und Dominik Kubalik (33.) im Powerplay.

Und die Schweizer? Viele Möglichkeiten boten sich dem Team von Patrick Fischer nicht. Die erste gute Torchance vergab Reto Schäppi in der 17. Minute beim Stand von 0:1. Der erste Treffer gelang Gaëtan Haas in der 23. Minute per Buebetrickli, nachdem die Tschechen hinter dem eigenen Goal fahrlässig den Puck verloren hatten

Der Anschlusstreffer zu Beginn des zweiten Abschnitts weckte nur kurz neue Hoffnung auf einen erfreulicheren Ausgang. Die Tschechen erhöhten umgehend das Tempo und verzeichneten in den restlichen 17 Minuten des Abschnitts 11:2 Torschüsse.

Im Schlussabschnitt brachte Andres Ambühl die Schweizer neun Minuten vor Schluss nochmals auf 2:3 heran. Der Schlussspurt reichte aber nicht mehr für eine Wende. Die letzte Chance zum Ausgleich vergab Ambühl elf Sekunden vor Schluss.

Zum Abschluss des Karjala Cup treffen die Schweizer am Samstagmittag (12.30 Uhr Schweizer Zeit) noch auf Russland. 

Das Telegramm:

Tschechien - Schweiz 3:2 (2:0, 1:1, 0:1)
Helsinki. - 1130 Zuschauer. - SR Kaukokari/Heikkinen (FIN), Österholm/Nikulinen (SWE/FIN).
Tore: 3. Gulas (Krejcik, Kubalik) 1:0. 20. (19:46) Radil (Klepis, Nakladal/Ausschluss Herzog) 2:0. 24. Haas (Praplan, Hollenstein) 2:1. 33. Kubalik (Gulas/Ausschlüsse Untersander, Scherwey) 3:1. 51. Ambühl (Du Bois, Loeffel) 3:2.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Tschechien, 8mal 2 Minuten gegen die Schweiz.
Tschechien: Mazanek; Smid, Nakladal; Krejcik, Kundratek; Vitasek, Mozik; Sulak, Nemecek; Sekac, Nestrasil, Radil; Kubalik, Kovar, Gulas; Birner, Lev, Repik; Zatovic, Horak, Klepis.
Schweiz: Senn; Untersander, Marti; Du Bois, Loeffel; Fora, Maurer; Genazzi; Praplan, Haas, Hollenstein; Ambühl, Corvi, Moser; Herzog, Suter, Hofmann; Baltisberger, Schäppi, Scherwey; Ruefenacht.
Bemerkungen: Schweiz ohne Hiller (Ersatztorhüter) und Kreis (überzählig). - Timeouts: Tschechien (59:27); Schweiz (59.). - Powerplay-Ausbeute: Tschechien 3/8; Schweiz 0/4. - Torschüsse: Tschechien 29 (9-13-7); Schweiz 24 (11-6-7). (pre/sda)

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