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National League, 38. Runde

Davos – Zug 1:2 (0:0, 1:1, 0:0, 0:0) n.P.

SCL Tigers – Bern 1:5 (0:3, 0:0, 1:2)

ZSC Lions – Fribourg 3:4 (1:1, 1:0, 1:2, 0:0) n.P.

Tiger's Eric Himelfarb, Mitte, kaempft um den Puck, gegen Bern's Goalie Leonardo Genoni, Ramon Untersander, und Gaetan Haas, von links, waehrend dem Meisterschaftsspiel der National League, zwischen den SCL Tigers und dem SC Bern, am Sonntag 7. Januar 2018 in der Ilfishalle in Langnau. (KEYSTONE /Marcel Bieri)

Bild: KEYSTONE

Fast 40-jähriger Holden schiesst Zug zum Sieg – Fribourg dreht Partie gegen ZSC

Fribourg-Gottéron kann ein erfolgreiches Weekend verbuchen. Die Saanestädter holen fünf Punkte im Kampf um die Playoffs. Nur einen Zähler verbuchten die SCL Tigers in zwei Partien.



SCL Tigers – SC Bern 1:5

Am Samstag verloren die Langnauer auswärts unglückhaft mit 2:3 nach Verlängerung. Am Sonntagnachmittag gab es am klaren Verdikt nichts mehr zu husten. Die Berner gingen schon nach drei Minuten mit der ersten Torchance in Führung und bauten das Skore im ersten Abschnitt durch einen Doppelschlag innerhalb von 74 Sekunden auf 3:0 aus. Gaëtan Haas erzielte zwei Powerplay-Tore (1:0 und 3:0). Dazwischen profitierte Simon Bodenmann von einem Fangfehler von Langnaus Keeper Ivars Punnenovs, der nach der ersten Pause den Platz für Damiano Ciaccio räumen musste. Der SCB nützte seine ersten drei Powerplay-Chancen zu Toren.

Die SCL Tigers stehen nun vor wegweisenden Wochen. Trotz sechs Niederlagen hintereinander ist Platz 8 (Freiburg) noch nicht aus den Augen verloren. In den nächsten zwei Wochen folgen bedeutsame Spiele gegen Lausanne (9./a), Lugano (2./h), Kloten (12./h) und Ambri-Piotta (11./a). Die Emmentaler benötigen mindestens drei Siege, um den Anschluss an den Playoff-Strich wieder zu schaffen.

In den nächsten Spielen müssen die SCL Tigers aber auf PostFinance-Topskorer Antti Erkinjuntti verzichten. Der Finne verletzte sich am Samstag an der Schulter; erwartet wird eine Pause von rund zwei Wochen. Erkinjuntti wurde (nicht in Scheibenbesitz) von Berns Topskorer Mark Arcobello bös gecheckt. Arcobello verpasste das zweite Derby wegen einer vorsorglichen Sperre ebenfalls; gegen den Kanadier läuft ein Verfahren. Bei 17 Punkten Vorsprung fällt der temporäre Verlust des Topskorers aber nicht derart ins Gewicht wie bei Langnau.

Berns Eric Blum, links, und Berns Luca Hischier, Mitte, gegen Langnau's Topskorer Antti Erkinjuntti, rechts, waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem SC Bern und den SCL Tigers am Samstag, den 6. Januar 2018 in der Postfinance Arena in Bern. (PPR/Christian Merz)

Bild: PPR

ZSC Lions – HC Fribourg-Gottéron 3:4 n.P.

Die ZSC Lions verlieren im dritten Spiel seit dem Trainerwechsel zum zweiten Mal. Gegen Gottéron (3:4 n.P.) entglitt der Equipe von Hans Kossmann spät eine 3:1-Führung. Zwei Fehltritte gegen Fribourg innerhalb von 22 Stunden sind eine enttäuschend Bilanz

Einen weiteren Schusshagel hatte Gottéron nicht über sich ergehen zu lassen, aber die Lions kontrollierten die Partie am Tag nach dem 0:2 in Freiburg erneut mehrheitlich klar. Sie führten 3:1 und 38 Sekunden vor Schluss 3:2, ehe ihnen die Kontrolle doch noch entglitt. Nach 125 Minuten und 98:53 Schüssen resultierte für die Lions nur ein Zähler.

In der entscheidenden Phase rückten zwei routinierte Nordamerikaner in den Fokus: Der US-Topskorer Jim Slater (35) erzwang den Ausgleich in der Schlussminute und traf auch im Penaltyschiessen. Der kanadische Keeper Barry Brust stoppte den ZSC endgültig - drei Zürcher Penaltys parierte der 34-jährige Spengler-Cup-Sieger.

Den Romands ist hoch anzurechnen, dass sie im Hallenstadion unter Bedrängnis und trotz einer eher mässigen Tagesform in der Lage waren, sich ein Comeback zu erkämpfen. Für den Liga-Achten ist der üppige Weekend-Ertrag gegen die Lions im Kampf um einen Playoff-Platz in der Endabrechnung womöglich Gold wert.

Fribourgs Topscorer Jim Slater im Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen den ZSC Lions und HC Fribourg-Gotteron, am Sonntag, 7. Januar 2018, im Zuercher Hallenstadion in Zuerich. (PPR/Melanie Duchene)

Fribourg entfernt sich wieder langsam vom Strich. Bild: PPR

HC Davos – EV Zug 1:2 n.P.

In zehn Tagen feiert Holden seinen 40. Geburtstag. Seit zwölf Jahren spielt der Kanadier mit zuweilen heissem Blut in der Schweiz, seit zehn Jahren für den EV Zug. In Davos gelangte Holden am Sonntag nur zum Einsatz, weil der Schwede Viktor Stalberg für sein Rencontre mit einem Linienrichter aus dem Verkehr gezogen wurde. Gegen Stalberg läuft wegen der Verletzung der Spielregel 116 (Schlag/Stoss gegen den Schiedsrichter) ein Verfahren.

Holden erweist sich für den EV Zug immer noch als äusserst wertvoll. Er gewinnt Bullys und krampft mit jungen Akteuren (Sven Senteler und Yannick Zehnder) in der vierten Linie. In Davos verwandelte er den zehnten Penalty zum Auswärtssieg. Schon am 14. Dezember hatte Holden in Genf beim 4:3-Auswärtssieg als letzter Schütze ein Penaltyschiessen entschieden.

Zug setzte sich glückhaft durch. Die Zuger gingen nach 23 Minuten durch Carl Klingberg in Führung, wurden anschliessend aber dominiert. Davos glich nur 54 Sekunden später durch Marc Wieser aus, vergab aber alle anderen Torchancen. Insbesondere versagten die Davoser beim Penaltyschiessen. In der 60. Minute verschoss Broc Little einen Penalty, weil ihm der Puck von der Stockschaufel sprang. Das gleiche Missgeschick unterlief ihm im Penaltyschiessen nochmals. Von sechs Davoser Penaltyschützen reüssierte nur Brandon Buck, nur einen Versuch (von Enzo Corvi) musste Zugs Goalie Tobias Stephan parieren, die übrigen Davoser schossen entweder daneben oder verloren auf dem Weg vors Tor den Puck. (sda)

Zugs Torhueter Tobias Stephan beobachtet Davos Dino Wieser, Zugs Dominik Schlumpf und Josh Holden, von links, beim Eishockey-Qualifikationsspiel der National League A zwischen dem HC Davos und dem EV Zug, am Sonntag, 7. Januar 2018, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Bild: KEYSTONE

Die Tabelle

Image

Telegramme

ZSC Lions - Fribourg-Gottéron 3:4 (1:1, 1:0, 1:2, 0:0) n.P.
10'092 Zuschauer. - SR Massy/Piechaczek, Kovacs/Stuber.
Tore: 14. Schmutz (Mottet, Cervenka/Ausschluss Prassl) 0:1. 19. Pettersson (Ausschluss Rivera) 1:1. 39. Hinterkircher (Pettersson) 2:1. 41. Pelletier (Ausschluss Cervenka) 3:1. 49. Slater (Rathgeb/Ausschluss Pettersson) 3:2. 60. (59:22) Mottet (Rathgeb/ohne Torhüter) 3:3.
Penaltyschiessen: Künzle -; Mottet-; Wick 1:0, Slater 1:1; Pelletier -, Rossi 1:2; Pettersson -, Bykow 1:3.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 7mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron.
PostFinance-Topskorer: Pettersson; Slater.
ZSC Lions: Flüeler; Klein, Chris Baltisberger; Sutter, Geering; Guerra, Seger; Karrer; Künzle, Shore, Wick; Pettersson, Suter, Herzog; Pestoni, Pelletier, Schäppi; Hinterkircher, Prassl, Bachofner.
Fribourg: Brust; Rathgeb, Chavaillaz; Holös, Stalder; Kühni, Abplanalp; Mottet, Slater, Marchon; Rossi, Bykow, Cervenka; Fritsche, Rivera, Neuenschwander; Meunier, Schmutz, Chiquet.
Bemerkungen: ZSC ohne Korpikoski, Blindenbacher, Nilsson, Sjögren, Kenins, Marti (alle verletzt), Chris Baltisberger (krank), Fribourg-Gottéron ohne Vauclair, Waeber, Glauser, Schilt, Sprunger (alle verletzt), Birner (überzählig). 4. Karrer verletzt ausgeschieden. 59. Timeout von Fribourg-Gottéron. Gottéron von 58:16 bis 59:22 ohne Goalie. 62. Timeout der ZSC Lions.

Davos - Zug 1:2 (0:0, 1:1, 0:0, 0:0) n.P.
5013 Zuschauer. - SR Mollard/Wehrli, Kaderli/Obwegeser.
Tore: 23. Klingberg (Diaz, Roe/Strafe angezeigt) 0:1. 24. Marc Wieser (Kousal) 1:1.
Penaltyschiessen: Kessler -, Roe -; Little -, Martschini 0:1; Du Bois -, Klingberg -; Buck 1:1, Kast -; Corvi -, Holden 1:2.
Strafen: 5mal 2 plus 10 Minuten (Marc Wieser) gegen Davos, 5mal 2 Minuten gegen Zug.
PostFinance-Topskorer: Little; Roe.
Davos: Senn; Nygren, Du Bois; Schneeberger, Paschoud; Heldner, Jung; Payr, Grossniklaus; Sciaroni, Corvi, Ambühl; Marc Wieser, Kousal, Little; Kessler, Buck, Dino Wieser; Simion, Aeschlimann, Frehner.
Zug: Stephan; Diaz, Morant; Schlumpf, Alatalo; Thiry, Leeger; Fohrler, Helbling; Klingberg, McIntyre, Suri; Martschini, Roe, Lammer; Schnyder, Diem, Kast; Zehnder, Holden, Senteler.
Bemerkungen: Davos ohne Lindgren, Rödin, Jörg, Kindschi (alle verletzt), Walser (krank), Eggenberger (20) und Johansson (überzähliger Ausländer), Zug ohne Stalberg (gesperrt), Geisser (U20) und Grossmann (verletzt). - Pfostenschuss Marc Wieser (14.). - Little verschiesst Penalty (59:09).

SCL Tigers - Bern 1:5 (0:3, 0:0, 1:2)
6000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Salonen/Tscherrig (FIN/SUI), Borga/Wüst.
Tore: 3. Haas (Raymond, Andersson/Ausschluss Blaser) 0:1. 17. Bodenmann 0:2. 18. Haas (Blum, Andersson/Ausschluss Erni) 0:3. 47. Thuresson 1:3. 51. Noreau (Ebbett/Ausschluss Blaser) 1:4. 58. Raymond (Ebbett) 1:5.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen SCL Tigers, 1mal 2 Minuten gegen Bern.
PostFinance-Topskorer: Elo; Ebbett.
SCL Tigers: Punnenovs (21. Ciaccio); Seydoux, Zryd; Blaser, Huguenin; Lardi, Erni; Randegger; Thuresson, Gustafsson, Himelfarb; Elo, Gagnon, Dostoinow; Nils Berger, Albrecht, Nüssli; Kuonen, Pascal Berger, Neukom; Gerber.
Bern: Genoni; Untersander, Blum; Noreau, Gerber; Andersson, Krueger; Kamerzin, Burren; Bodenmann, Ebbett, Raymond; Hischier, Haas, Scherwey; Berger, Pyörälä, Meyer; Kämpf, Randegger.
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Erkinjuntti, Stettler und Peter, Bern ohne Moser, Ruefenacht (alle verletzt), Heim (U20) und Arcobello (gesperrt).

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15
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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Brucho 07.01.2018 23:40
    Highlight Highlight Das Beste nach einem Spiel zwischen zwei heute ganz schwachen Teams im Hallenstadion war, dass der 22-jährige Mattia Hinterkircher von seinem 94-jährigen Grossvater Heinz Hinterkircher den Preis zum coolest Scorer übernehmen durfte. Das ist eben auch Hockey und nach einer Niederlage ein schöner Aufsteller!
  • Thurgauo 07.01.2018 20:19
    Highlight Highlight Ich prognostiziere einen Zaugg-Artikel zu Kossmann, spätestens morgen.
    • Altorez 08.01.2018 16:03
      Highlight Highlight Habe ich auch erwartet. Aber Kloten hatte nochmals Vorrang ...
  • Lümmel 07.01.2018 20:05
    Highlight Highlight Josh Holden! Er kanns halt einfach immernoch! 👏😃
  • sansibar 07.01.2018 19:35
    Highlight Highlight Die armen Davoser waren sicher zu müde, um den Puck bei den Penaltys den ganzen Weg bis zum Tor mit sich zu schleppen...
  • sansibar 07.01.2018 19:27
    Highlight Highlight Tja der angeblich drittbeste Spieler der Liga greift in letzter Zeit etwas oft daneben...
  • HockeyTime 07.01.2018 19:15
    Highlight Highlight Bravo Josh! Da hat der junge Mann den Puck besser getroffen als andere ;)
  • Cyril Brunner 07.01.2018 19:10
    Highlight Highlight selten eine so unverdiente Niederlage gesehen wie heute gegen Fribourg...
    • Dynamischer-Muzzi 08.01.2018 13:21
      Highlight Highlight Wieso? Weil der Z genau wie am Samstag unfähig war die Scheibe mindestens einmal mehr im Tor unterzubringen als die Fribourger??
    • Altorez 08.01.2018 16:10
      Highlight Highlight @Dynamischer-Muzzi
      Konnte zwar gestern leider nicht live im Stadion dabei sein ich denke er meint wegen der Anzahl Schüsse aufs Tor.
      In zwei Spielen gegen Fribourg hat der ZSC 98x aufs Tor geschossen und dabei mikrige 3 Tore erzielt. Das entspricht einer Schusseffizienz von ca. 3.06%. Der Durchschnittswert der Lions liegt in dieser Saison bei (ebenfalls nicht überragenden) 8.73%.
      Aber es bringt nichts sich aufzuregen .. Schüsse aufs Tor bringen keine Punkte, Tore tun es.
      Bestes Bsp: Finale 2014/15
      Der ZSC hatte ca. 3x mehr Schüsse aufs Tor und 4x mehr Chancen.
      Die Serie ging 4:1 für Davos aus.
    • Dynamischer-Muzzi 08.01.2018 22:43
      Highlight Highlight Ich meinte auch die Chancenauswertung Altorez. Wenn man ein Spitzenteam sein will, muss man mehr aus den Chancen machen. Ich bin auf die Playoffs gespannt.
  • Sloping 07.01.2018 19:08
    Highlight Highlight Breaking, Teil 2: Da die Überweisung von Cholä Marc an die Schiedsrichterchefs für 2018 via Postfinance noch immer nicht angekommen ist, wechselt man per sofort den Partner. Der Z konnte Ikea als Matratzensponsor gewinnen: Der Konzern will beweisen, dass es nicht an den Schweden lag und die nun durch Peitschen und Feuer gepeinigten Diven sollten mindestens geruhsam schlafen.
    • hockeyaner 07.01.2018 23:00
      Highlight Highlight Läck und das söll jetz lustig sii?🙈 Du loufsch mit Tempo wärbig ume, natürlich de Tüechli dazu, will Di Verein nie öbis gwinnt......😭😅 Tippe ufe Zuger 😭
  • Sloping 07.01.2018 19:07
    Highlight Highlight Breaking, Teil 1: Aus Davos, Bern und Zürich werden spektakuläre Sponsoringdeals vermeldet: Der HCD bezieht über Pangas Sauerstoffflaschen und Atemgeräte, die auch bei einer Everestbesteigung verwendet werden. Diese sollen zu Spenglercupzeiten in den Drittelspausen und im Januar im Notfall auch auf der Spielerbank verwendet werden. Zudem übernachten die Spieler in dieser Phase in Sauerstoffzelten. Der SCB geht eine Partnerschaft mit Bitcoin ein...
    • Goon (Zeuge Del Curtos) 07.01.2018 22:13
      Highlight Highlight Einen auf Tikkanen versucht? Sorry, nicht geklappt. Aber sowas von nicht.

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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