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Switzerland goalie Luca Hollenstein and teammates Simon Le Coultre (4), Sandro Schmid (14) and Matthew Verboon (15) react after Russia's Kirill Slepets scores during the first period of the bronze medal game at the world juniors hockey tournament in Vancouver, British Columbia, Saturday, Jan. 5, 2019. (Minas Panagiotakis/HOF-IIHF Images via AP)

Den Schweizern unterliefen zu viele Fehler im «kleinen Final». Bild: AP/Pool The Canadian Press/HOF-IIHF Images

Grosse Enttäuschung: Schweizer Junioren verpassen Medaille

Die Schweizer Junioren verpassen an der U20-Weltmeisterschaft eine Medaille. Das Team von Trainer Christian Wohlwend verliert in Vancouver den «kleinen» Final gegen Russland 2:5.

Wohlwend hatte im Vorfeld der Partie gesagt, dass seine Mannschaft über sich hinauswachsen müsse, um eine Chance zu haben. Das war nicht der Fall. Zwar zeigten die Schweizer eine starke Leistung, sie machten aber den einen oder anderen Fehler zu viel, was die Russen eiskalt ausnutzten.

Nussbaumer erzielt den Anschlusstreffer zum 1:2. 

Das 0:2 von Nikita Schaschkow (14.) fiel zwei Sekunden nach Ablauf einer Strafe gegen die Osteuropäer nach einem Konter, der nicht hätte passieren dürfen. Beim 1:3 von Klim Kostin (33.) standen die Schweizer ebenfalls zu wenig kompakt, kamen die Russen zu einfach zu einer Überzahlsituation. Und auch das 2:4 (47.) des dreifachen Torschützen Kirill Slepez, der den Schweizern davonfuhr, war ärgerlich. Es war der erste Torschuss der Russen im letzten Drittel. Das 2:5, ein Schuss ins leere Gehäuse, kassierte die Wohlwend-Equipe im Powerplay.

Brüschweiler mit dem 2:3.  

Wie bereits beim 1:6 im Halbfinal gegen Finnland hatten die Schweizer Startschwierigkeiten bekundet. Die Folge war ein frühes 0:1 durch Slepez (5.), der Goalie Luca Hollenstein dank einer cleveren Bewegung zwischen den Schonern erwischte. Bis zum ersten Torschuss der Schweizer dauerte es mehr als acht Minuten. Der Anschlusstreffer von Valentin Nussbaumer zum 1:2 (25.) machte dann aber Energie frei. Von da an war der Aussenseiter spielbestimmend. Das Schussverhältnis in den letzten 40 Minuten lautete 30:12 zu Gunsten der Schweizer, was einiges aussagt.



Allerdings konnte einzig Yannick Brüschweiler, der den Puck mit einer Direktabnahme in der Luft zum 2:3 (36.) ins Tor beförderte, den starken russischen Keeper Pjotr Kotschetkow noch bezwingen. Im letzten Abschnitt brachten die Schweizer trotz acht Minuten Powerplay kein Tor zu Stande.

Christian Wohlwend spricht im Interview nach dem Spiel Klartext.

Allerdings hatten sie auch Pech. Das 0:1 hätte nicht zählen dürfen, da der Russe Alexander Romanow klar im Offside stand. Die Schweizer verpassten es aber eine «Coaches Challenge» zu nehmen, was an Kommunikationsproblemen gelegen haben soll. Ausserdem übersahen die Schiedsrichter beim Stand von 2:3 einen Stockwurf der Osteuropäer in deren Defensivzone, was gemäss Reglement einen Penalty zur Folge gehabt hätte. Dem nicht genug war Philipp Kuraschew in der 34. Minute am Pfosten gescheitert. Deshalb mussten sich die Schweizer zum dritten Mal nach 2002 und 2010 an diesem Anlass mit dem 4. Platz begnügen. Die bislang einzige Medaille an einer U20-WM hatten sie 1998 geholt, als sie Bronze gewannen.

Russland - Schweiz 5:2 (2:0, 1:2, 2:0)
Vancouver – 12'025 Zuschauer
SR Alarie/Björk (CAN/SWE), Hynek/Oliver (CZE/USA)
Tore: 5. Slepez (Iwan Morossow, Ilja Morossow) 1:0. 14. Schaschkow (Podkolsin) 2:0. 25. Nussbaumer (Le Coultre, Sigrist) 2:1. 33. Kostin (Denisenko, Romanow) 3:1. 36. Brüschweiler (Sigrist, Gross) 3:2. 47. Slepez 4:2. 58. Slepez (Galimow, Kotschetkow/Ausschluss Kostin!) 5:2 (ohne Goalie).
Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Russland, 3mal 2 Minuten gegen die Schweiz.
Schweiz: Hollenstein; Gross, Le Coultre; Aebischer, Berni; Burger, Moser; Barandun; Lehmann, Tanner, Leuenberger; Brüschweiler, Sigrist, Nussbaumer; Müller, Kuraschew, Eggenberger; Wyss, Sandro Schmid, Verboon; Gerber.
Bemerkungen: Schweiz ohne Geisser (verletzt), Zaetta (überzähliger Goalie) und Akira Schmid (Ersatztorhüter). (sda)

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Livia Peperoncini 06.01.2019 20:59
    Highlight Highlight "2 Siege in 7 Spiele. Verstehe diesen Hype nicht so ganz."
    So etwas schreibt nur einer der von Hockey keine Ahnung hat. Es ist ja nicht ganz unwichtig wie man spielt... und so gesehen hat diese Junioren Nati viel Spass gemacht. Die Schussstatistik 30:12 zu Gunsten der Schweizer in den letzen 2 Dritteln gegen die Russen sagt ja genug aus. Im Eishockey ist es viel schwieriger, als z.B. im Fussball, gegen ein Topteam gut auszusehen.
  • Mia_san_mia 06.01.2019 08:28
    Highlight Highlight So jetzt reichts aber langsam mal mit diesem Hype... Ich verstehe nicht was das soll. Die haben von 7 Spielen nur 2 gewonnen. Der Trainer ist ein Witzbold der junge Spieler sinnlos zusammenscheisst und gelobt wird als wäre er AdC.
    • 00892-B 06.01.2019 09:18
      Highlight Highlight Du setzt aber seit Tagen unheimlich viel Energie ein, um deine Ablehnung gegenüber der U20 zum Ausdruck zu bringen.

      Schlecht gerutscht?
      Frustriert über den Wintermeister?
    • Raembe 06.01.2019 09:58
      Highlight Highlight Wann war zuletzt eine Schweizer Eishockey Junioren Mannschaft in einem Halbfinal? Ganz unhistorisch ist diese Leistung nun auch wieder nicht.
    • Mia_san_mia 06.01.2019 11:10
      Highlight Highlight @00892-B: Bin super gerutscht, der Winermeister ist auch der richtige und gegen die U20-Nati habe ich sicher nichts. Ich bin für jede Schweizer Natie, egal wo. Mich nervt nur diese übertriebene Berichterstattung wegen dem komischen Trainer. Und einen Kommentar verfassen, geht nur ein paar Sekunden...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Goon 06.01.2019 07:00
    Highlight Highlight 2 Siege in 7 Spiele. Verstehe diesen Hype nicht so ganz.
    • Karl24 06.01.2019 11:20
      Highlight Highlight Sie spielten um einiges attrakiver, als dies am Spengler Cup zu sehen war. Und in den ersten 5 Spielen schnupperte man stets an einem Sieg.
    • Andre Bachmann 06.01.2019 11:39
      Highlight Highlight ausser gegen finnen immer eine tolle leistung der jungen 🇨🇭 eiahockey vom feinsten...

      kein vergleich zum fernsehsubventierten grümpelturnier in den bergen....
    • Goon 06.01.2019 11:40
      Highlight Highlight Mmmmhhh, habe ich irgendwo einen Vergleich zum SC gezogen?

      Und solange man fürs am Sieg schnuppern nichts zu gewinnen gibt zählen wir doch besser weiterhin Siege und Niederlagen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • feuseltier 06.01.2019 01:40
    Highlight Highlight Ihr seit trotzdem Helden!
    Bitte behaltet diese Leidenschaft und den Kampfgeist! War ein geiles Turnier. Danke ich bin Fan der U20
    • weah 06.01.2019 07:35
      Highlight Highlight 7 Spiele, 2 Siege, 5 Niederlagen. So überragend finde ich dies nicht...
    • Mia_san_mia 06.01.2019 08:30
      Highlight Highlight @feuseltier: Kannst Du mir erklären, wieso das Helden sind? Die haben fast alle Spiele an einem Kinderturnier verloren und fahren ohne Medaille heim...
    • sste87 06.01.2019 10:42
      Highlight Highlight @Mia_san_mia
      „Kinderturnier“ - really?
    Weitere Antworten anzeigen

0,4-Sekunden-Schock und das Aus in der Verlängerung – die Schweiz scheitert an Kanada

Unglaublich! Das Schweizer Nationalteam verpasst in einem der grössten Dramen an Eishockey-Weltmeisterschaften den Halbfinal. Die Schweizer verlieren in Kosice gegen Kanada nach einer 2:1-Führung bis 0,4 Sekunden vor Schluss mit 2:3 nach Verlängerung.

Der letzte Schuss in der regulären Spielzeit, der 38. Torschuss Kanadas, traf die Schweizer wie ein Stich ins Herz. Damon Severson feuerte den Schuss ab. Der Puck fand einen Weg an Leonardo Genonis Oberkörper und Oberarm vorbei. 0,4 Sekunden vor Schluss überschritt er die Torlinie. Kanada hatte sich in extremis in die Verlängerung mit drei gegen drei Feldspieler gerettet.

In dieser Overtime gelang den Schweizern nicht mehr viel. Nach 65:07 Minuten erzielte Mark Stone das Siegtor für die …

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