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Minnesota Wild's Jared Spurgeon (46), Greg Pateryn (29) and Nick Seeler (36) congratulate teammate Nino Niederreiter (22), of Switzerland, on his goal against the Florida Panthers during the first period of an NHL hockey game Thursday, Dec. 13, 2018, in St. Paul, Minn. (AP Photo/Hannah Foslien)

Diese Saison ein zu seltenes Bild: Nino Niederreiter klatscht nach einem Treffer seine Teamkollegen ab. Bild: AP

Niederreiter auf dem Trade-Schleudersitz? Die Halbzeitbilanz in der Western Conference

Die Hälfte der Regular Season ist in der NHL gespielt und die Positionen sind schon ziemlich klar bezogen. Fünf Teams in der Western Conference können praktisch schon mit den Playoffs planen. Für den Rest stellt sich die Frage: Weiter verstärken – oder die Saison abschreiben?



Das Playoff-Rennen ist im Westen etwas ausgeglichener als im Osten. Während sich fünf Teams bereits ziemlich klar abgesetzt haben, kämpfen fünf weitere um die restlichen drei Plätze für die entscheidende Phase. Die anderen Mannschaften dürfen langsam den Draft vom Frühsommer dieses Jahres ins Auge fassen und auf dem Trade-Markt entsprechend handeln.

Die Tabellen

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Bild: nhl.com

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Calgary und Las Vegas führen derzeit die Western Conference an. Dicht dahinter liegen San Jose, Winnipeg und Nashville. Diese fünf Teams dürfen mit grosser Sicherheit schon mit den Playoffs rechnen. Auch Dallas scheint sich auf einem guten Weg zu befinden. Mit sechs Siegen aus den letzten zehn Partien haben die Texaner etwas Abstand auf die Wildcard-Plätze geschaffen. Dahinter wird es allerdings sehr spannend.

Colorado Avalanche

Die beste Sturmlinie der Liga mit Nathan MacKinnon, Mikko Rantanen und Gabriel Landeskog – und nichts dahinter? Nach einem hervorragenden November ist die Colorado Avalanche aus dem Tritt gekommen. In den letzten zehn Spielen gab es nur noch zwei Siege zu feiern. Die «Avs» kriegen zu wenige Tore von ihren hinteren Reihen. Unter anderem auch, weil Sven Andrighetto oft in der vierten Linie versauert.

Was machen vor der Trade-Deadline?

Abwarten. Möglicherweise ist die erste Linie gut genug, um das Team in die Playoffs zu schleppen. Möglicherweise kommt plötzlich Hilfe vom Rest des Teams. Und möglicherweise hat man dank den Ottawa Senators nach dem Draft plötzlich einen weiteren (potenziellen) Weltklasse-Center in den eigenen Reihen. (Siehe Eastern-Conference-Bilanz von gestern.)

Minnesota Wild

Nach einem eher schwachen Dezember haben sich die Wild wieder etwas gefangen. Momentan ist man punktgleich, aber vor Anaheim auf dem letzten Wildcard-Platz – auch weil die Ducks einen steilen Sturzflug hinlegen. Doch auch bei Minnesota klappt nicht alles nach Wunsch, wie die heutige 0:4-Niederlage in Boston gezeigt hat.

Man ist zu sehr von Mikael Granlund und Zach Parise abhängig. Charlie Coyle, Jason Zucker und auch Nino Niederreiter blieben bislang deutlich unter den Erwartungen.

Was machen vor der Trade-Deadline?

Noch abwarten. Wenn man vor der Deadline immer noch auf einem Playoffplatz ist und Niederreiter und/oder Zucker immer noch enttäuschen, kann man einen der beiden gegen einen anderen Stürmer tauschen, um frischen Wind in das Team zu bringen. Liegt man hinter einem Playoffplatz zurück, muss man versuchen, weitere Draft-Picks zu ergattern.

Anaheim Ducks

Die Saison der Ducks gleicht einer Achterbahnfahrt. Zum Saisonstart steil hinauf, dann wieder hinunter. Ende November und Anfang Dezember folgte wieder ein Hoch, ehe es nun wieder im Sturzflug nach unten geht. Die letzten acht Spiele haben die Ducks allesamt verloren. Geht es so weiter, ist es bald vorbei mit den Playoffträumen.

Anaheim Ducks goaltender John Gibson stops a shot during the third period of an NHL hockey game against the Tampa Bay Lightning Monday, Dec. 31, 2018, in Anaheim, Calif. (AP Photo/Mark J. Terrill)

Dank John Gibson sind die Ducks noch einigermassen im Playoffrennen. Bild: AP/AP

Was machen vor der Trade-Deadline?

Abwarten und auf John Gibson hoffen. Dank dem starken Goalie ist man noch zu nah dabei, um die Saison bereits jetzt abzuschreiben. Sollte Anaheim noch tiefer abrutschen, muss man dringend in mehr Kadertiefe bei den Stürmern investieren. Entweder via Spielertausch oder mit dem Erwerb von Draft-Picks für die Zukunft.

Vancouver Canucks

Dass die Canucks nach der Hälfte der Regular Season überhaupt noch im Playoff-Rennen sind, ist eine Überraschung. Doch Elias Pettersson und seine jungen Kollegen in Vancouver spielen attraktives und einigermassen erfolgreiches Eishockey. Von den Teams rund um die Wildcard-Plätze haben die Canucks aus den letzten zehn Spielen die beste Bilanz. Allerdings haben sie auch schon zwei respektive drei Spiele mehr ausgetragen als die vor ihnen liegenden Colorado und Minnesota.

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Highlights von Elias Petterssons bisheriger Rookie-Saison. Video: YouTube/GoCanucksGo

Was tun vor der Trade-Deadline?

Nichts. Mit Elias Pettersson, Bo Horvat, Brock Boeser, Sven Bärtschi und Nikolay Goldobin ist man im Sturm bestens gerüstet. In der Verteidigung stösst bald der Nummer-7-Draft von 2018, Quinn Hughes, dazu. Und sollte man die Playoffs (erwartungsgemäss) verpassen, gibt es dieses Jahr im Draft einen weiteren vielversprechenden Spieler dazu.

Edmonton Oilers

Connor McDavid alleine kann es nicht richten. Auch gemeinsam mit Leon Draisaitl und Ryan Nugent-Hopkins ist es schwierig genug. Den Oilers fehlen zwei Punkte auf den letzten Wildcard-Platz. Ohne etwas Hilfe vom Rest des Teams scheint das aber schwierig einzuholen.

Was tun vor der Trade-Deadline?

Zuerst sollte man den unfähigen umstrittenen General Manager Peter Chiarelli loswerden, der zuletzt Chris Wideman gegen Alexander Petrovic und davor schon Taylor Hall gegen Adam Larsson getauscht hat. Danach muss man schauen, dass man sich auf der Flügelposition verstärken kann.

Arizona Coyotes

Mit den Arizona Coyotes beginnt die Sparte von Teams, welche die Playoffs langsam aber sicher abschreiben können. Die Stürmer der Franchise aus dem Südwesten der USA schiessen ganz einfach zu wenig Tore. Der beste «Sniper» des Teams ist Brad Richardson mit elf Toren aus 39 Spielen. Das reicht nicht.

Was tun vor der Trade-Deadline?

Saison abschreiben. Sofern es möglich ist, den einen oder anderen Spieler gegen gute Prospects oder Draft-Picks eintauschen. Und in der Draft-Lotterie muss man auf einen der beiden ersten Picks hoffen. Kaapo Kakko wäre die Art von Spieler, welche die «Yotes» dringend benötigen.

Chicago Blackhawks

Die Hawks haben sich schon Anfang Dezember mit vielen Niederlagen aus dem Playoff-Rennen verabschiedet. Die Lage ist allerdings weniger schlimm, als sie aussieht. Man ist in den Spielen oft nahe am Gegner dran. Der 21-jährige Alex De Brincat ist dabei, seine gute Rookie-Saison vom letzten Jahr noch zu übertreffen. Patrick Kane und Jonathan Toews haben noch 2-3 gute Saisons in sich.

Was tun vor der Trade-Deadline?

Den Kern um Toews, DeBrincat und Kane beisammen halten. Mit MacKenzie Entwistle, Adam Boqvist und dem Schweizer Philipp Kurashev verfügt man über einige interessante Prospects. Zudem können die «Hawks» dieses Jahr vermutlich wieder früh draften. Möglicherweise muss man sich nach einem Ersatz für Goalie Corey Crawford (34) umsehen, der sich erneut verletzt hat.

Canada's MacKenzie Entwistle, front right, and Joe Veleno celebrate Entwistle's goal against the Czech Republic during second-period IIHF world junior hockey championship game action in Vancouver, British Columbia, Saturday, Dec. 29, 2018. (Darryl Dyck/The Canadian Press via AP)

Blackhawks-Prospect MacKenzie Entwistle freut sich über einen Treffer an der U20-WM. Bild: AP/The Canadian Press

St.Louis Blues

Ryan O'Reilly ist die erhoffte Verstärkung auf der Centerposition. Das ist aber auch schon alles, was bei den Blues diese Saison gut läuft. Vladimir Tarasenko und Brayden Schenn spielen enttäuschend. Auch David Perron ist eher unter den Erwartungen. Und die Torhüter Jake Allen und Chad Johnson sind alles andere als stilsicher. 

New York Rangers goalie Henrik Lundqvist (30), of Sweden, blocks a shot by St. Louis Blues' Vladimir Tarasenko (91), of Russia, during the second period of an NHL hockey game Monday, Dec. 31, 2018, in St. Louis. (AP Photo/Bill Boyce)

Diese Saison eine Enttäuschung: Vladimir Tarasenko. Bild: AP

Was tun vor der Trade-Deadline?

Saison abschreiben. Letztes Jahr hat man eine gute Ausgangslage ohne Not verspielt, als man Paul Stastny an Winnipeg abgegeben hat. Der diesjährige Draft-Pick gehört eigentlich Buffalo. Doch wenn es ein Top-10-Pick wird (wonach es momentan aussieht) dürfen die Blues ihn behalten und den Erstrunden-Pick vom nächsten Jahr an Buffalo abgeben.

Lieber dieses Jahr noch einmal früh draften und dann das Team mit den vielversprechenden Prospects Klim Kostin und Dominik Bokk und allenfalls dem Draft von 2019 ergänzen. Die Torhütersituation muss ebenfalls geklärt werden.

Los Angeles Kings

Der Stanley-Cup-Champion von 2012 und 2014 ist am Tiefpunkt angelangt. Die Zeit von Dustin Brown (34) und Ilya Kowaltschuk (35) ist wohl vorbei. Sie sind zu alt und zu langsam geworden für diese Liga. Acht Punkte auf- und sieben Teams überholen für einen Playoffplatz ist mit dieser Mannschaft ein Ding der Unmöglichkeit.

Was tun vor der Trade-Deadline?

Das Team verjüngen. Um Drew Doughty und Anze Kopitar kann man mit jungen Talenten ein gutes Team aufbauen. Zwei solche hat LA mit Rasmus Kupari und Gabe Vilardi bereits. Dieses Jahr können die Kings früh draften und so ein weiteres Talent hinzufügen. Und vermutlich kriegt man für Jeff Carter, Kovalchuk oder Brown noch einen gewissen Gegenwert vor der Trade-Deadline.

Hier kannst du auf einem gefrorenen See toben

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gremlinboy 10.01.2019 01:03
    Highlight Highlight nur so aus neugier, es sind noch ca. 40 spiele, und Kings hat z.b. 11 punkt rückstand... warum ist dies den so unrealistisch? sind ja 80punkte die man holen könnte.. und 11 punkte sind ja ~6 siege mehr als konkurrenz..
    • CuJo 10.01.2019 09:51
      Highlight Highlight Meiner Meinung nach ist das deshalb so schwierig, weil du einfach zuviele Teams vor Dir hast. Klar sind es auf dem Papier nur 11 Punkte, aber auch wenn du eine massive Serie starten kannst: Du hast einfach zuviele Teams über dir die immer wieder gegeneinander spielen, somit immer eines als Sieger vom Feld geht und für den immer noch gleichen Punkteabstand sorgt.
  • Al Paka 09.01.2019 19:13
    Highlight Highlight Ich hoffe nur, dass die oben genannten fünf Teams nicht so denken wie du.
    Vorallem die Preds.
    In fast 40 Spielen kann noch viel passiern.
    Bei so vielen Spielen sind die 10 Punkte Vorsprung schnell weg.
    Wie bei den Preds gesehen, vor ein paar Wochen im Kampf mit Tampa und jetzt 13 Punkte zurück und das obwohl sie jetzt fünf Spiele immer Punkte holten.

    Klar wenn alles normal läuft, sollten es diese Teams schaffen, aber im Sport läuft nicht immer alles normal. 🙂
    • Schreiberling 09.01.2019 22:24
      Highlight Highlight @Al Paka: Tampa ist im Moment auch ein unfairer Vergleich. Logisch ist noch nichts fix. Aber dass Nashville die Playoffs nicht erreicht, das müsste verdammt viel schiefgehen.
    • Al Paka 10.01.2019 05:52
      Highlight Highlight Zugegeben, der Vergleich zu Tampa ist etwas unfair, er sollte einfach zeigen, dass man relativ schnell an Boden verlieren kann.

      Darum habe ich auch geschrieben, „wenn alles normal läuft, sollten sie es schaffen“.
      Aber wenn sie wieder zehnmal nacheinander Auswärts verlieren und im schlimmsten Fall noch ihre Lebensversicherung Rinne ausfallen würde. Kann es schnell nach unten gehen.
      Grundsätzlich nehme ich das Wort Playoffs erst in den Mund, wenn es so weit ist oder 20+ Punkte Vorsprung besteht. 😉
      Aber zum Glück sieht es die letzten sechs Spiele wieder besser aus für die Preds. 🤗
  • zellweger_fussballgott 09.01.2019 17:43
    Highlight Highlight Es wird wohl davon abhängen, bei welchem Team die (Schlüssel)spieler am schnellsten ihr Potenzial oder Können abrufen können über mehrere Spiele. Sei das ein Gettzlaf oder Perry von den Ducks oder Zucker/Niederreiter von den Wild etc. Ein wichtiger Faktor könnten auch die Torhüter werden, wobei die Wild und Ducks einen Vorteil gegenüber den restlichen Teams der Conference haben, die noch um die Playoffplätze kämpfen. Dubnyk und Gibson gehören zu den stärkeren Torhüter der Liga.
  • Couleur 09.01.2019 17:23
    Highlight Highlight Am Beispiel der Coyotes lässt sich aufzeigen, dass es falsch ist Advanced States zu verteufeln, sie aber auch überzubewerten, was in dieser Franchise getan wird und auch hier auf Watson vor einigen Monaten der Fall war. Der GM von Arizona gilt als Advanced States Genie und -Vorreiter. Nur hat dieser in mehreren Jahren so ziemlich nichts erreicht, eine PO Teilnahme bleibt eine Illusion. Nachdem hier darauf hingewiesen wurde, dass die Avanced States klar für eine positive Entwicklung hindeuten, hat Arizona fast nichts mehr gewonnen. Advanced sind ein wichtiges Puzzlestück, aber nicht alles.

Kein Witz: Arno Del Curto ab sofort Trainer der ZSC Lions!

Paukenschlag im Schweizer Eishockey: Die ZSC Lions trennen sich von Trainer Serge Aubin und ersetzen ihn durch den langjährigen Davos-Trainer Arno Del Curto.

22 Jahre lang war Arno Del Curto Trainer des HC Davos, er führte die Bündner zu sechs Meistertiteln. Ende November trat er zurück – nun ist er bereits wieder als Eishockeytrainer auf höchster Ebene tätig.

Der 62-jährige Del Curto übernimmt per sofort und bis Ende Saison die ZSC Lions, die gestern 1:2 nach Verlängerung gegen Davos verloren hatten und sich nach wie vor im Strichkampf befinden. Für Del Curto ist es eine Rückkehr ins Hallenstadion: Dort war er schon zwischen 1991 und 1993 Trainer.

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