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Servettes Cheftrainer Chris McSorley, beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen den HC Biel und dem Geneve-Servette HC, am Samstag, 4. Februar 2017, in der Tissot Arena in Biel. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Chris McSorley – seit 2001 ist er bei Servette.  Bild: KEYSTONE

«Status quo is death» – Chris McSorley tritt als Trainer von Servette zurück

22.03.17, 11:55 22.03.17, 12:24


Chris McSorley wird bei Servette-Genf nicht mehr länger an der Bande stehen. Der Kanadier hat seinen Rücktritt im Rahmen einer Pressekonferenz verkündet. Er wird Servette als General Manager aber erhalten bleiben.

«Meine wahre Leidenschaft ist es, Teams aufzubauen und zu gestalten. Das kann ich als General Manager machen», sagt McSorley an der Pressekonferenz. Er werde zudem eng mit dem neuen Coach zusammenarbeiten. Wer der neue Coach werden soll, ist derzeit noch nicht bekannt. Wie der scheidende Trainer aber selbst sagt, soll es aber kein «zweiter Chris McSorley» sein.

Chris McSorley erklärt, warum er nicht mehr Servette-Trainer ist. (englisch) Video: streamable

In den letzten zehn Jahren schaffte es der GSHC fünfmal entweder in die Playoff-Halbfinals oder sogar den Final. «Ich hätte so weiterfahren können – als Coach und General Manager in Personalunion», sagte McSorley. Status quo sei im Sport der Tod. «Mir wurde aber vor Augen geführt, dass Servette nur ein wirkliches Spitzenteam werden kann, wenn es wie ein Spitzenteam geführt wird. Es gibt zu viel Arbeit für einen NLA-Trainer und für einen NLA-Sportchef, als dass einer alleine wirklich alles perfekt erledigen könnte.»

Obwohl Chris McSorley in der Organisation bleibt, geht in Genf eine Ära zu Ende. Nur Arno Del Curto (21 Jahre) steht im Schweizer Profi-Eishockey noch länger an der Bande, als es McSorley in Genf tat. Faktisch wirkt McSorleys Zurückstufung wie eine Entlassung nach der mit 0:4 verlorenen Viertelfinalserie gegen den EV Zug. «Mein Job in Genf stand aber nie zur Diskussion», sagt McSorley.

McSorleys Position war nach der Blamage im Playoff-Viertelfinal gegen Zug (Out in vier Spielen) bei Servette in Frage gestellt worden. Zudem schien es mit Präsident Hugh Quennec und den kanadischen Investoren um Mike Gillis (Ex-GM der Vancouver Canucks) nicht immer rund zu laufen. watson-Eismeister Klaus Zaugg schrieb dazu: «Sie beanspruchen jetzt das letzte Wort in allen Dingen. Aber ein ‹Alphatier› wie Chris McSorley funktioniert nicht als ‹Betatier›. Gegen den Willen des Kanadiers holten die neuen Besitzer Captain Goran Bezina zurück.» (abu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Roaming212 22.03.2017 14:35
    Highlight Auch wenn er manchmal ein fragwürdiges Verhalten an den Tag legte, wird er dennoch fehlen. Irgendwie gehört er einfach zur NLA ähnlich wie Del Curto.
    15 1 Melden
  • Bätzi 22.03.2017 13:42
    Highlight Mc Sorley ist ein Guter Trainer er ist aber der noch bessere Sportchef. Ich denke das dies Genf zu neuen Höhenflügen verhelfen kann. wie er selber in der PK sagt Staus Quo ist im Sport der Tod. Ich denke ein Trainer unter Mc Sorley wird es nicht einfach haben aber er hat auch einen Sportchef der weiss was er tut. Ich hoffe Mc bleibt bei Genf.
    Das CH Hockey braucht Starke Teams aus der West Schweiz die gegen das grosse Zürich und Bern ankommen. PRO CH ICE HOCKEY
    10 0 Melden
  • Voss 22.03.2017 13:21
    Highlight Ich vermute, diese Trainerposition wird zum "Schleudersitz" der NLA.
    Nun haben wir auch einen CC im Eishockey ;-).

    Bin gespannt wer Genf nun einstellt.
    28 8 Melden
  • Sportfan 22.03.2017 12:42
    Highlight Wow, das hat Grösse. Viele würden verbittert den Hut nehmen und täubelen. Aber McSorley macht das irgendwie Klasse. Ausser seinen gezielten Ausrastern und dass er seine Mannschaft zT. zu sehr "auf den Mann" spielen liess, habe ich seine Art gemocht. Er war ein unglaublicher Chrampfer an und neben der Bande. Jetzt halt nur noch neben der Bande. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass er bald nicht mehr in Genf arbeiten wird. Die Spatzen haben die Verbindungen nach Lausanne ja schon lange von den Dächern gepfiffen. Oder vielleicht kehrt er ja auch nach Kanada zurück.
    37 3 Melden
    • Yotanke 22.03.2017 15:01
      Highlight Das hat nichts mit verbittert sein zu tun oder mit teubeln. Die Besitzer haben mit grösster Wahrscheinlichkeit McS angeboten, dass er bei gleichem Lohn Sportchef bleiben kann. Hätte das McS nicht akzeptiert, wäre das einer Kündigung durch McS gleichgekommen = kein Salär mehr. Sicherlich auch so, dass McS darum gebeten hat, in der Öffentlichkeit den Sachverhalt so darzustellen, dass ER zu diesem Schluss gekommen sei. Also freiwillig "nur" noch Sportchef ist. So funktioniert es halt in real life.
      8 0 Melden
  • Dynamischer-Muzzi 22.03.2017 12:37
    Highlight EILMELDUNG!!!

    McSorley hat als erste Amtshandlung als neuer Sportchef Kevin Schläpfer und Lars Leuenberger als neues Trainer-Duo eingestellt.





    :-D
    39 6 Melden
    • Eskimo 22.03.2017 14:21
      Highlight Jetzt hast du Klausis morgige Schlagzeile versaut...
      11 0 Melden
  • Patrick59 22.03.2017 12:23
    Highlight .......McSorley zum ZSC. Da würde mir als SCB Fan Angst und Bange werden. Und NEIN: Schläpfer und Leuenberger werden nicht Trainer in Genf.
    27 0 Melden
  • Yotanke 22.03.2017 12:07
    Highlight Da brechen spannende Zeiten an, am Lac Leman. Kann mir kaum vorstellen, dass dieser Schritt von McS freiwillig erfolgte - auch wenn es in der PK so dargestellt wird. Bin gespannt wies sich McS zurückhalten und einen neuen Trainer in Ruhe arbeiten lassen kann. Das kann man sich eigentlich nicht vorstellen. Mal schauen wie lange es geht bis Klaus Zaugg entweder Lars Leuenberger oder Kevin Schläpfer als Trainer nach Genf "schreiben" wird. :-)
    37 5 Melden
  • Dogbone 22.03.2017 12:05
    Highlight War abzusehen. Trotzdem, eine Aera geht nicht nur in Genf, sondern im CH Eishockey zu Ende. Schade eigentlich. Er hat Genf weit gebracht und so ganz nebenbei oft für gute Unterhaltung gesorgt an der Bande.
    66 0 Melden
  • emptynetter 22.03.2017 11:56
    Highlight er wird fehlen in den schweizer eishallen.
    72 7 Melden
    • no-way 22.03.2017 14:19
      Highlight meinst du wenn er fake-verletzung ankuendigt um ein Penalty an einen andere Speiler schiessen zu lassen? McSorley bleibt eine der unfairste Coach allgemein. er wird ganz sicher nicht vermisst.
      3 18 Melden

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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