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Toronto Maple Leafs center Auston Matthews, left, celebrates his goal with John Tavares (91) during the third period of an NHL hockey game against the Detroit Red Wings, Thursday, Oct. 11, 2018, in Detroit. (AP Photo/Paul Sancya)

In überragender Frühform: Auston Matthews und John Tavares. Bild: AP

Die Toronto Maple Leafs sind gerade das aufregendste Hockey-Team des Planeten

Den Stanley Cup gewinnt man nicht im Oktober, schon klar. Aber die Toronto Maple Leafs sind furios in die neue Saison gestartet. Auston Matthews, John Tavares und Co. lassen die Fans des Klubs deshalb bereits träumen.

12.10.18, 16:16 13.10.18, 12:00


52 Jahre wird es im Frühling her sein, seit die Toronto Maple Leafs zum letzten Mal den Stanley Cup in die Höhe stemmen durften. Eine ewig lange Zeit des Wartens für die Anhänger eines der populärsten Eishockey-Klubs der Welt. Zumal seither gerade mal ein einziger Division-Titel hinzukam und das ist auch schon ewig her, nämlich im Jahr 2000.

Wird 2019 alles anders werden? Die Maple Leafs begeistern und haben so viele Punkte wie kein anderes Team der Liga auf dem Konto. Das 5:3 gegen die Detroit Red Wings war der vierte Sieg im fünften Spiel. Die «Ahornblätter» sind heiss:

Die Fans der Maple Leafs bekommen wässrige Augen, wenn sie auf die NHL-Skorerliste blicken: Dort belegt das Quartett Matthews (21 Jahre), Rielly (24), Tavares (28) und Marner (21) geschlossen die ersten vier Plätze.

«Wir wissen: Wenn wir hart arbeiten, werden unser Tempo und unsere technischen Fähigkeiten den Unterschied ausmachen.»

Auston Matthews

Toronto Maple Leafs center Auston Matthews (34) celebrates his game-winning goal with fans during during overtime against the Montreal Canadiens in an NHL hockey game Wednesday, Oct. 3, 2018, in Toronto. (Nathan Denette/The Canadian Press via AP)

Er reisst fast jeden aus dem Hocker: Auston Matthews. Bild: AP/The Canadian Press

Zugegeben: Wenn einige Teams schon fünf Partien absolviert haben und andere wie Nico Hischiers New Jersey Devils erst zwei, dann sind statistische Vergleiche eigentlich nicht zulässig. Es macht deshalb auch keinen Sinn, sich aufgrund von 5 von 82 Qualifikationsspielen zu Playoff-Prognosen zu versteifen und ausgiebig PDO-, Corsi- und andere Werte zu analysieren.

«Bei uns können viele Spieler Tore schiessen, gerade im Powerplay. Wenn Matthews frei steht und ich ihn anspielen kann, ist das im Moment automatisch ein Tor.»

John Tavares

Matthews' Abschlussquote ist absurd gut

Fakt ist: Derzeit ist Toronto eine Torfabrik. Zuletzt schossen die Leafs sieben, sieben und fünf Treffer. Die Offensive ist ein Trumpf – und dabei fehlt mit William Nylander ein Stürmer, der in der letzten Saison 61 Punkte in 82 Spielen sammelte.

Überragend ist die Ausbeute des einstigen ZSC-Stürmers Auston Matthews. Seine Abschlussquote ist derzeit geradezu absurd gut: 53 Prozent seiner Schüsse gehen rein. Mit seinen neun Toren in den ersten fünf Spielen ist er in einen exklusiven Zirkel vorgestossen. In der Neuzeit gelang dies in der NHL einzig Alexander Owetschkin, Patrick Marleau, Mario Lemieux und Mike Bossy. In der ruhmreichen Geschichte der Maple Leafs ist Matthews erst der dritte Spieler mit neun Toren in den fünf Startspielen – seine Vorgänger schafften es 1921 und 1944.

Der «Klub» der neunfachen Torschützen. bild: espn

«Matthews ist in dieser Saison ein noch besserer Spieler, mit und ohne Puck. Er hat hart an jedem Detail seines Spiels gearbeitet.»

Mike Babcock, Headcoach

«Für ihn gibt es keine Grenzen»

Der 21-Jährige aus dem sonnigen Bundesstaat Arizona ist mit nunmehr 144 Punkten in 149 NHL-Spielen auf dem Weg, einer der ganz Grossen seiner Zunft zu werden. «Dieser Matthews ist grösser, stärker, schneller, entschlossener und zuversichtlicher», schreibt die «Toronto Sun», «aber wir haben das Beste von ihm noch nicht gesehen.»

Toronto Maple Leafs head coach Mike Babcock, left, explains a drill to forward Auston Matthews during NHL hockey training camp in Niagara Falls, Ontario, Sunday, Sept. 16, 2018. (Aaron Lynett/The Canadian Press via AP)

Der Coach und sein Star: Babcock instruiert Matthews im Training. Bild: AP/The Canadian Press

Die Maple Leafs hatten riesige Erwartungen, als sie Matthews 2016 als Nummer eins drafteten – und er übertrifft diese sogar noch. Der Kommentator schwärmt: «Auston Matthews ist erst am Anfang seines Weges. Für ihn gibt es keine Grenzen.»

Die Wichtigkeit der «Stars in der zweiten Reihe»

Während es vorne also läuft wie geschmiert, hat die Verteidigung noch viel Luft nach oben. Die 25 geschossenen Tore von Matthews und Co. sind Liga-Bestwert – aber es hat auch noch kein anderes Team mehr als die 20 Gegentreffer von Toronto kassiert. Da das Verteidigen ganz vorne beginnt, sind die gelobten Stürmer nicht von einer Mitschuld freizusprechen. Die Balance zwischen Angriff und Abwehr muss stimmen, denn die fabelhafte Torproduktion wird früher oder später wohl sinken.

Auch Goalie Frederik Andersen muss noch zulegen, seine Fangquote liegt nach dem Saisonstart bei bescheidenen 89,3 Prozent. Zudem täuscht der jüngste 5:3-Sieg über die Red Wings über die Tatsache hinweg, dass die Maple Leafs im letzten Drittel unter die Räder kamen. 18:9 Schüsse für Detroit lautete die Statistik am Ende, Torontos Headcoach Mike Babcock war unzufrieden: «Wir trugen dem Puck keine Sorge mehr und haben den Fuss vom Gaspedal genommen. Das hat mir nicht gefallen.»

Die Highlights in fünf Minuten. Video: YouTube/SPORTSNET

Zwei Routiniers kommt dabei die Aufgabe zu, die vielen jungen Spieler in dieser Hinsicht zu leiten. Der 39-jährige Patrick Marleau und der 37-jährige Ron Hainsey können mit ihrer reichen Erfahrung Gold wert sein. Marleau bestritt 20 Playoff-Kampagnen, Hainsey gewann 2017 als Verteidiger der Pittsburgh Penguins den Stanley Cup.

Es gibt also trotz einem begeisternden Saisonstart noch viel zu tun. Aber Auston Matthews, der «Hometown Boy» John Tavares und der Rest des Teams werden alles daran setzen, die grossen Träume von ganz Toronto kein weiteres Mal platzen zu lassen und sich zu den Helden von 1967 zu gesellen, den bislang letzten Meisterspielern der Maple Leafs.

Ein Rückblick auf die Feierlichkeiten des bislang letzten Titelgewinns Torontos. Video: YouTube/SPORTSNET

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    Alle Leser-Kommentare
  • ben_fliggo 13.10.2018 11:02
    Highlight Sauberer Artikel, Meile! 👍😘
    2 0 Melden
  • Quärulant 13.10.2018 08:09
    Highlight ...und dem Willy stinkts in Schweden gewaltig. Nachts schaut er sich die Spiele am TV an und merkt, dass es ihn gar nicht braucht. Tagsüber trainiert er alleine und schaut sich potenzielle neue Wohnorte (Raleigh/Sunrise FL) auf Google-Earth an.
    10 0 Melden
  • Pana 13.10.2018 00:21
    Highlight Neh, das ist der HC Thurgau.

    Kloten Fans dürfen jetzt blitzen :)
    9 3 Melden
  • Lümmel 12.10.2018 20:29
    Highlight Patrick Marleau würde ich den Cup definitiv gönnen!
    16 1 Melden
  • Röbi Roux 12.10.2018 17:03
    Highlight Halt halt halt
    Es sind immer noch die Leafs, die verkacken es sicher noch bis im Frühling
    48 14 Melden
    • Thermoskanne 12.10.2018 17:42
      Highlight Das haben vor einem knappen Jahr auch alle über YB gesagt ;-)
      36 8 Melden
  • Thurgauo 12.10.2018 16:51
    Highlight Ich bin zwar kein Toronto-Fan, aber das was ich in den ersten Spielen gesehen habe, war einfach: GEIL! Es macht einfach Freude zuzuschauen. Da verfalle ich in meiner NLB manchmal fast in eine Depression 😉 und ich stinme Steven86 zu, den Kanadiern würde ich es auch wieder einmal gönnen!
    71 2 Melden
  • Hawk21 12.10.2018 16:39
    Highlight Offense wins Games, defense wins Championships.
    No frage?
    29 34 Melden
    • Patrick C. 12.10.2018 16:58
      Highlight Hat bei PIT vor zwei Jahren auch keine Sau interessiert...
      43 4 Melden
    • Schreiberling 12.10.2018 17:14
      Highlight Nur eine:

      Wenn „Defense“ Titel gewinnt, warum hat Nashville dann noch keinen? 😉
      65 4 Melden
  • Steven86 12.10.2018 16:21
    Highlight Währe mal Zeit das wieder einmal eine Kanadische Mannschaft den Pokal stemmen würde :)
    162 2 Melden
    • Hawk21 12.10.2018 16:41
      Highlight Definitiv.
      Meiner Meinung nach die besten Chancen darauf haben die Winnipeg Jets. Da stimmt eigentlich alles. Vom Goalie über die Verteidigung bis zum Sturm. We‘ll see.
      27 3 Melden
    • zellweger_fussballgott 12.10.2018 16:44
      Highlight Wird wohl wieder schwierig. Da mit den Canucks, Habs und Senators drei Teams selbsterklärend wegfallen. Den Flames und Oilers traue ich den grossen Wurf nicht zu und die Leafs sind vorne Hui und hinten Pfui. Die Frage stellt sich nur, wie lange man mit einer guten Offensive die eher schwache Defensive kompensieren kann. Gerade die anderen grossen Cup-Anwärter sind in der Defensive einiges besser besetzt (Tampa, Preds, Sharks, Pens).
      38 1 Melden
    • Patrick C. 12.10.2018 17:02
      Highlight Ich denke Toronto wird sich defensiv auch noch fangen. Babcock sollte halt einfach aufhören dem Hainsey soviel Eiszeit zu geben. Der ist leider mit dem Tempo masslos überfordert. Lieber Dermott neben Rielly spielen lassen. Aber Babcock ist halt alte Schule und Veteranen schenkt er mehr vertrauen, auch wenn nicht immer gerechtfertigt.
      23 1 Melden
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