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Die Hockey-Nati bei Olympia 2018 in Pyeongchang –  damals war die Corona-Pandemie noch weit weg.
Die Hockey-Nati bei Olympia 2018 in Pyeongchang – damals war die Corona-Pandemie noch weit weg.
Bild: KEYSTONE
Eismeister Zaugg

Olympische Impfpflicht für Peking – einige Hockey-Stars geraten in die Bredouille

Wer an den Olympischen Winterspielen in Peking im nächsten Februar mitmachen will, muss geimpft sein. Für einige Hockeystars heisst das: zu Hause bleiben oder impfen.
01.09.2021, 15:5601.09.2021, 16:25

Die Information ist noch nicht offiziell bestätigt. Aber IOC-Mitglied und IIHF-Präsident René Fasel sagt: «Wir haben die Weisung erhalten, dass alle, die an den Spielen in Peking teilnehmen, geimpft sein müssen. Ich gehe davon aus, dass das so umgesetzt wird.» Heisst das konkret, dass nur geimpfte Spielerinnen und Spieler am olympischen Turnier teilnehmen dürfen? «Ja», sagt René Fasel. «Davon gehen wir aus.»

René Fasel plaudert beim Eismeister aus dem Nähkästchen.
René Fasel plaudert beim Eismeister aus dem Nähkästchen.
Bild: www.imago-images.de

Bei den Schweizer Hockey-Klubs gibt es keine Impfpflicht. SCB-Sportchef Andrew Ebbett sagt: «Wir können nur sagen, dass eine Impfung gut wäre. Ob sich ein Spieler impfen lassen will oder nicht, ist seine persönliche Entscheidung.»

Bisher gab es vier Themen, über die ein Profi nicht sprach: das Salär, die Religion, das Sexleben und die Politik. Nur hin und wieder gibt es Ausnahmen. Nun gibt es ein weiteres Thema, über das einer lieber nicht reden will: impfen oder nicht impfen.

Eine schöne Episode liefert der SCB in diesen Tagen. Ein wichtiger Spieler, auf den Nationaltrainer Patrick Fischer ganz sicher nicht verzichten wird, dessen Name uns aber soeben entfallen ist, lässt sich nicht impfen. Frage des Chronisten: «Sind die Olympischen Spiele ihr Ziel?» – «Ja klar.» – «Aber dann müssen Sie sich impfen lassen. René Fasel hat das soeben bestätigt.» – «Ähm, wir werden sehen. Ich denke, das ist eine ganz persönliche Sache.» Und geht weiter nicht auf das Thema ein. Und der Chronist, höflich wie er ist, fragt und forscht auch nicht weiter zu diesem Thema.

Über das Thema Impfung spricht man auch beim SCB lieber nicht.
Über das Thema Impfung spricht man auch beim SCB lieber nicht.
Bild: keystone

Auch beim Verband gibt es keine Impfpflicht, weder für Nationalspielerinnen und Nationalspieler noch für Betreuerinnen und Betreuer. Bei Nationalmannschaftszusammenzügen gilt für alle Beteiligten eine Zertifikatspflicht gemäss 3G-Prinzip. Aber bei Turnieren im Ausland müssen die Regeln des jeweiligen Organisators und des Austragungslandes befolgt werden. Im Falle der Olympischen Spiele in Peking heisst das: impfen.

Bisher gab es keinen olympischen Impfzwang. In Tokio wurde dementsprechend nicht kontrolliert. Die Organisatoren in Peking sorgen nun für eine Premiere. Wer an den Spielen (4. bis 20. Februar 2022) teilnehmen will, muss geimpft sein. René Fasel sagt: «Ich gehe davon aus, dass diese Impfpflicht nicht nur die Athletinnen und Athleten, sondern für alle für die Spiele akkreditierten Personen gelten wird.»

Lässt sich dieser Impfzwang tatsächlich durchsetzen? Das ist eine überaus interessante Frage. Und gerade weil die Sache politisch hochheikel ist, gibt es bisher nur die interne Weisung und noch keine offizielle Bestätigung.

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