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Kanadas WM-Topskorer: McDavid schoss bisher fünf Tore und gab elf Assists. bild: ap/watson

Welcher Schweizer Kanadas Superstar Connor McDavid stoppen soll

Connor McDavid ist der spektakulärste Stürmer der Kanadier. Wenn die Schweizer am Samstag in den WM-Final stürmen wollen, müssen sie ihn stoppen.



Connor McDavid ist sozusagen Edmontons neuer Wayne Gretzky. Seit 2015 wird versucht, um ihn herum eine ruhmreiche Mannschaft zu bauen wie einst jene um «The Great One».

Funktioniert hat es bisher nicht. Connor McDavid dominiert zwar das Spiel und ist soeben zum zweiten Mal hintereinander NHL-Topskorer geworden (108 Punkte). Aber die himmelhohen Erwartungen der Fans kann er nicht erfüllen. Die Oilers sind weiter vom Stanley Cup entfernt als Kloten vom nächsten Meistertitel. In der Qualifikation hat es gerade für Rang 23 unter 31 Teams gereicht.

GLENDALE, AZ - DECEMBER 16: Fans of the Edmonton Oilers wearing bags on their heads react during the NHL game against the Arizona Coyotes at Gila River Arena on December 16, 2014 in Glendale, Arizona. The Coyotes defeated the Oilers 2-1 in an overtime shootout.   Christian Petersen/Getty Images/AFP
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In den fantastischen 80er-Jahren hatten Edmontons Fans mehr Grund zur Freude. Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

A man on a mission

Und so ist der 21-jährige McDavid in Kopenhagen sozusagen auf einer Mission. Es gilt, die Saison wenigstens international zu retten. Und er ist gut unterwegs. Im Viertelfinal gegen Russland (5:4) war er am Donnerstag die dominierende Figur auf dem Eis und bereitete drei Treffer vor – auch das Siegestor in der Verlängerung. In acht WM-Partien zelebrierte McDavid bereits fünf Tore und elf Assists. Also zwei Punkte pro Spiel.

Der internationale Verband (IIHF) provozierte Connor McDavid vor den Viertelfinals noch zusätzlich. Er gilt als schnellster Spieler der Welt, musste aber zur Kenntnis nehmen, dass die IIHF Messungen präsentierte, wonach er an der WM vor den Viertelfinals bloss die Nummer sieben gewesen sei. Nur eine Spielerei. Von den Chronisten darauf angesprochen meinte McDavid, er müsse wohl ab jetzt endlich Gas geben. Was er gegen Russland getan hat. Und auch gegen die Schweiz ist Vollgas zu erwarten.

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Die Höhepunkte des WM-Viertelfinals zwischen Kanada und Russland. Video: YouTube/IIHF Worlds 2018

Gemeinsam mit Nugent-Hopkins das beste Sturmduo der WM

Die Schweizer Herausforderung wird es sein, Kanadas Paradelinie zu stoppen. Dazu liefert die WM eine interessante Episode. Hier hat ausgerechnet Bill Peters, der künftige Coach der Calgary Flames, also dem Erzrivalen der Oilers, das grösste Problem der Oilers gelöst.

Während der ganzen miserablen Saison hatte Edmontons Cheftrainer Todd McLellan vergeblich den Flügel für McDavids erste Linie gesucht. Peters lässt am Turnier in Dänemark Ryan Nugent-Hopkins neben dem Superstar fräsen – der 25-Jährige war diese Saison in Edmonton meist in die dritte Linie verbannt und skorte 48 Punkte.

Nun bilden Connor McDavid und Ryan Nugent-Hopkins das beste Sturmduo dieser WM. Wäre auch Edmontons Coach auf diese Linienkombination gekommen, hätte er wohl die Playoffs geschafft.

Canada's Ryan Nugent-Hopkins, right, celebrates with Connor McDavid, left, after scoring his sides second goal during the Ice Hockey World Championships group B match between Canada and Germany at the Jyske Bank Boxen arena in Herning, Denmark, Tuesday, May 15, 2018. (AP Photo/Petr David Josek)

Brillantes WM-Duo: McDavid (links) und Nugent-Hopkins. Bild: AP

Wer stoppt nun dieses Duo der Kanadier? Eigentlich ein Fall für Roman Josi. Erstens ist er einer der besten Verteidiger der Welt, zweitens kennt er ja die beiden aus der NHL und drittens hat er mit den Nashville Predators in dieser Saison beide Partien gegen Edmonton gewonnen (4:0 und 4:2). Roman Josi hat dabei natürlich nie die Rolle eines «Rucksackes» für Connor McDavid gespielt. Aber er ist im Besitze des Wissens, wie eine Mannschaft den NHL-Topskorer am Toreschiessen hindern kann.

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Video: watson/Adrian Bürgler, Emily Engkent

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • whatthepuck 19.05.2018 18:27
    Highlight Highlight Mit messerscharfem Verstand analysiert. Hoffentlich schnallt Fischer, dass er die guten Verteidiger auf die guten Stürmer ansetzen muss. Hat ja nicht jeder soviel Zeit für eine Analyse wie der Eismeister, da kann das schon auch mal unter gehen.
    0 1 Melden
  • Kevin von Dort 19.05.2018 05:34
    Highlight Highlight Naja ich glaube mit 108 punkten war wohl eher das Problem, dass die anderen Linien den Beitrag für eine Playoffteilnahme nicht geleistet haben. Zumal sich McDavid mit Draisaitl ähnlich gut versteht wie mit Nugent-Hopkins. Viel mehr hats der Trainer verpasst, eine funktionierende Reihe um Nugent-Hopkins zu kreieren.
    19 1 Melden
  • Staedy 18.05.2018 22:56
    Highlight Highlight Die Oilers werden noch viele Jahre vergeblich versuchen, eine neue ruhmreiche Mannschaft aufzubauen.
    9 7 Melden
  • Darkside 18.05.2018 22:32
    Highlight Highlight Das ist halt das Draftsystem. Die grössten Talente können bei nem Hinterbänkler-Team versauern. Wenn sie Pech haben viele Jahre bevor sie Free Agent werden. Und dann sind sie vielleicht nicht mehr so begehrt. Siehe John Tavares. Nevertheless, mit all den Picks die die Oilers in den letzten Jahren hatten, hätten sie viel mehr rausholen sollen. Aber Connor Mc Jesus wird seinen Weg machen, er ist jetzt schon praktisch auf dem Niveau von Crosby.
    38 4 Melden
  • ReziprokparasitischerSymbiont 18.05.2018 22:02
    Highlight Highlight Genoni wird ihn stoppen, er hat schliesslich beschlossen Weltmeister zu werden!
    89 11 Melden
  • Fedorov 18.05.2018 20:44
    Highlight Highlight Nugent-Hopkins und McDavid haben bereits die letzten Spiele zusammen gespielt und waren durchaus erfolgreich noch mit Rattie als 3. Mitglied der Reihe. Jedoch stimmts, dass sie wohl erfolgreicher gewesen wären, wenn sie diese Kombination schon früher getestet hätten (was auch von vielen Fans gefordert wurde).
    41 2 Melden
  • Pegi9999 18.05.2018 20:42
    Highlight Highlight Ich würde Scherwey auf ihn loslassen, der kann ihn in ein paar mal in die Mangel nehmen und an die Bande klatschen (ohne zu foulen) genau wie er es schon mit Aho angestellt hat, der war richtig wild auf ihn.

    Zusätzlich gilt: nicht nur diese 2 können Tore schiessen(wie bei Ajoje), also braucht es eine sehr gute Gesammtleistung in der Defensiv.

    Offensiv sind wir dieses Jahr wohl genug gut besetzt um ihnen die Hölle heiss zu machen Hopp 🇨🇭🇨🇭
    87 6 Melden
  • Ludwig XVI 18.05.2018 20:23
    Highlight Highlight Nach der Analyse gewinnen wir definitiv :-D

    Unser Königstöter heisst,



    "Team"
    114 3 Melden

3 Tore in 4 Minuten – wie die Schweiz in den WM-Halbfinal stürmte

Das Eishockey-Nationalteam steht an der WM in Dänemark in den Halbfinals. Die Schweizer besiegten Finnland nach einem 0:1-Rückstand bis zur 30. Minute mit 3:2. Im Halbfinal trifft die Schweiz am Samstag auf Kanada.

In magischen 235 Sekunden wurde das Fundament für den historischen Sieg gelegt. Gegen Finnland hatte die Schweiz an Weltmeisterschaften seit 1972 nie mehr gewonnen. In den 46 Jahren seither gab es bloss an den Olympischen Winterspielen 1988 in Calgary einen glückhaften 2:1-Sieg über die Suomi.

Mit Glück und Fortune hatte der Schweizer Sieg in Herning wenig zu tun. Die Schweizer rissen im zweiten Abschnitt die Initiative vehement an sich und wurden für ihre mutige Spielweise mit drei Toren …

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