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Switzerland's Nico Hischier, left, fights against Russia`s Alexander Ovechkin during the game between Switzerland and Russia, at the IIHF 2019 World Ice Hockey Championships, at the Ondrej Nepela Arena in Bratislava, Slovakia, on Sunday, May 19, 2019. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Nino Hischier zückt gegen die Russen die Fäuste. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Die verlorene Magie des rauen Spiels – die Schweizer am «WM-Nullpunkt»

Die Schweizer sind nach den beiden Niederlagen gegen Schweden (3:4) und Russland (0:3) am emotionalen «WM-Nullpunkt» angelangt. Der Ankunft von Nino Niederreiter kommt entscheidende Bedeutung zu.

klaus zaugg, bratislava



Ein nebliger Tag in der Vorrunde macht noch kein verregnetes Viertelfinale. Nach dem 0:3 gegen Russland kann das Wetter bis zum Viertelfinale am Donnerstag wieder sonniger werden.

Oder war die Zuversicht nach den vier Siegen gegen Italien, Lettland, Österreich und Norwegen und dem Gewinn der «B-WM» ein Irrtum? Sind die Schweizer doch noch keine Titanen des internationalen Hockeys? Fast scheint es so. Sie haben gegen Weltmeister Schweden (3:4) und nun auch gegen Russland (0:3) verloren.

Die leise Enttäuschung ist der Preis für grandiose Leistungen. Noch vor ein paar Jahren wären diese beiden Niederlagen als Ruhmestat, als «Niederlagen, die uns weiterbringen» gefeiert worden. Auf Augenhöhe mit den Besten gespielt! So knapp verloren!

Warum haben wir gegen Russland auch die zweite Partie gegen einen Grossen verloren? Die Antwort ist ziemlich einfach. Die Magie im Spiel der rauen Kerle sind verloren gegangen. Auf dem Eis zeigt sich das so: zu viel Roman Josi, zu wenig Nico Hischier, zu wenig Kevin Fiala, ein gewöhnlicher Reto Berra und ein gewöhnlicher Leonardo Genoni.

Zu viel Roman Josi. Der beste Schweizer Verteidiger aller Zeiten ist zu stark forciert worden. Er leistet ein unglaubliches Pensum. 25 Minuten und 57 Sekunden gegen Russland, gar 27 Minuten und 19 Sekunden gegen Schweden. Auf dem grossen Eisfeld ist das gegen die beiden wahrscheinlich schnellsten und technisch besten Nationalmannschaft der Welt zu viel.

Switzerland's Roman Josi during the game between Switzerland and Russia, at the IIHF 2019 World Ice Hockey Championships, at the Ondrej Nepela Arena in Bratislava, Slovakia, on Sunday, May 19, 2019. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Roman Josi am Sonntag gegen Russland. Bild: KEYSTONE

Weniger wäre in diesem Fall mehr. Denn durch diese extreme Belastung wird er zum «gewöhnlichen» Spieler. Eine entscheidende Prise Leichtigkeit, Unberechenbarkeit, Kreativität und offensive Wirkung seines Spiels geht verloren. Leichtfüssig tanzen ist immer besser als mit schweren Schritten marschieren. Die Gegenspieler können sich auf ihn einstellen. Gegen Schweden und Russland ist ihm nur noch ein Skorerpunkt gelungen.

Zu wenig Nico Hischier und Kevin Fiala. Hischier, das Genie des talentiertesten Schweizer Mittelstürmers der Geschichte flackert immer wieder auf. Aber es erhellt die Offensive der Schweizer zu wenig konstant. Er ringt mit sich. Er ist enttäuscht. Er weiss, dass er mehr kann und er spürt die Belastung dieser Verantwortung. Die Ankunft des NHL-Titanen Nino Niederreiter wird keinem so sehr helfen wie ihm. Auf und neben dem Eis.

Switzerland's Nico Hischier during the game between Switzerland and Russia, at the IIHF 2019 World Ice Hockey Championships, at the Ondrej Nepela Arena in Bratislava, Slovakia, on Sunday, May 19, 2019. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Nico Hischier kann sich gegen Russland zu wenig durchsetzen. Bild: KEYSTONE

Gleiches können wir über Kevin Fiala sagen. Er und Nico Hischier können als «X-Faktor» die offensive Differenz machen. Gegen Schweden und Russland haben die beiden zusammen nur noch keinen einzigen Skorerpunkt gebucht. Oder noch krasser: Nico Hischier, Kevin Fiala und Roman Josi haben gegen Österreich, Norwegen, Italien und Lettland zusammen 17 Skorerpunkte gesammelt. Gegen Schweden und Russland noch einen einzigen.

Ob das Powerplay der Schweizer miserabel, schlecht, ungenügend, genügend, gut, sehr gut oder grandios ist, hängt zu einem sehr grossen Teil von Roman Josi, Nico Hischier und Kevin Fiala ab. Das Powerplay war bisher ungenügend.

Wenn Josi oder Hischier und Fiala nicht dazu in der Lage sind, die Differenz zu machen, dann sind es in der Regel Gaëtan Haas, Raphael Diaz, Vincent Praplan, Simon Moser, Lino Martschini, Andres Ambühl oder Sven Andrighetto auch nicht. Nino Niederreiter wird das Powerplay verbessern. Es wird vor dem gegnerischen Tor rumpeln.

Nationaltrainer Patrick Fischer hat alles richtig gemacht. Er steht nun vor der schwierigsten Aufgabe, die es für einen Coach gibt. Es obliegt ihm, die Magie in unser Spiel zurückzubringen.

Ein gewöhnlicher Reto Berra und ein gewöhnlicher Leonardo Genoni. Gegen Schweden und Russland waren Reto Berra und Leonardo Genoni sehr gute, aber keine grossen Goalies.

Darf der Chronist seine Analyse von zwei Niederlagen einfach auf ein paar Spieler (Josi, Hischier, Fiala, Berra, Genoni) beschränken? Ja, er darf. Ohne dabei in den Verdacht der billigen Polemik zu geraten.

epa07585318 Switzerland's Romain Loeffel, left, and Switzerland's Andres Ambuehl, right, against Russia`s Yevgeny Kuznetsov and Russia`s Alexander Ovechkin during the game between Switzerland and Russia, at the IIHF 2019 World Ice Hockey Championships, at the Ondrej Nepela Arena in Bratislava, Slovakia, on Sunday, May 19, 2019.  EPA/MELANIE DUCHENE

Romain Löffel (links) und Andres Ambühl (rechts) suchen den Puck. Bild: EPA/KEYSTONE

Die Schweizer haben gegen Schweden und Russland mit allen vier Linien auf Augenhöhe gespielt und sowohl gegen Schweden (24:29) als auch gegen Russland (31:34) war das Schussverhältnis fast ausgeglichen.

Bei der Ausgeglichenheit auf Weltniveau, die heute so gross ist wie noch nie – die Schweiz und Deutschland haben in sechs Jahren dreimal das Endspiel eines Titelturniers erreicht – machen Details die Differenz.

Beispielsweise die Form von Roman Josi oder Nico Hischier und Kevin Fiala. Beispielsweise Reto Berra oder Leonardo Genoni, wenn sie «auf dem Kopf» stehen. So wie Leonardo Genoni im WM-Halbfinale von 2018 gegen Kanada. Reto Berra und Leonardo Genoni standen hier in Bratislava gegen Schweden und Russland auf den Schlittschuhen.

Nationaltrainer Patrick Fischer hat alles richtig gemacht. Er steht nun vor der schwierigsten Aufgabe, die es für einen Coach gibt. Es obliegt ihm, die Magie in unser Spiel zurückzubringen.

Mannschaften sind nie starre Gebilde. Sie sind unablässig Veränderungen unterworden. Deshalb gibt es ja Formschwankungen. Die Dynamik in dieser Gruppe junger, rauer Kerle verändert sich von Tag zu Tag. Diese Dynamik kann eine positive sein und ein Schweizer WM-Team auf höchste Höhen tragen (wie 2013 oder 2018). Aber sie kann auch eine negative sein und zu einem Scheitern im Viertelfinale beitragen.

Die nächsten 72 Stunden sind die wichtigsten bei dieser WM. In diesem Zeitraum wird sich entscheiden, ob die Dynamik wieder eine positive wird.

Das Glas ist halb voll. Nicht halb leer. Und zwar auf sehr hohem Niveau. Nun geht es darum, das Glas wieder zu füllen. Die Schweizer sind nach fabelhaftem Beginn nun emotional sozusagen am «WM-Nullpunkt» angelangt. Alles befindet sich jetzt in der Schwebe. Die nächsten 72 Stunden sind die wichtigsten bei dieser WM. In diesem Zeitraum wird sich entscheiden, ob die Dynamik wieder eine positive wird, ob die Schweizer diesen «Nullpunkt» zu überwinden vermögen.

Manchmal braucht es bei einer Mannschaft, die so intakt ist und so gut gecoacht wird wie das Schweizer WM-Team gar nicht viel. So wie der Flügelschlag eines Kolibris einen Tornado auslösen, so kann ein Detail die positive Dynamik wieder in Gang setzen.

Beispielsweise die Ankunft von Nino Niederreiter. Auch einer der besten der Welt. Einer, der sich in der NHL durchgesetzt hat. Wie Roman Josi, Nico Hischier und Kevin Fiala.

ARCHIVBILD - NINO NIEDERREITER UNTERSCHREIBT FUENFJAHRESVERTRAG BEI MINNESOTA WILD - Switzerland's Nino Niederreiter looks on his teammates from the bench, during a training session of the IIHF 2016 World Championship at the practice arena of the Ice Palace, in Moscow, Russia, Friday, May 13, 2016. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Kann es Nino Niederreiter richten? Bild: KEYSTONE

Am Dienstag gegen Tschechien (12.00 Uhr) wird dieser Titan, Dollarmillionär und WM-Silberheld von 2013 und 2018 zum ersten Mal antreten. Im Idealfall als Flügel und Mutmacher neben Nico Hischier.

Seine Gegenwart wird eine emotional erfrischende Wirkung haben wie Kohlensäure im Mineralwasser und dazu führen, dass jeder so spielen wird, als sei er ein paar Zentimeter grösser, ein paar Kilo kräftiger und ein paar Stundenkilometer schneller.

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    Alle Leser-Kommentare
  • egemek 20.05.2019 15:00
    Highlight Highlight Warum hat Kuraschew nicht mehr gespielt gestern? Verletzt oder von Fischer auf der Bank gelassen?
  • Chase Insteadman 20.05.2019 13:07
    Highlight Highlight Niederreiter ist ein guter bis sehr guter Eishockeyspieler. Aber "einer der besten der Welt"? Das dann wohl doch nicht gerade.
    • egemek 20.05.2019 13:48
      Highlight Highlight Kommt darauf an wie weit du den Begriff "die besten der Welt" auslegst. Wenn du nur 10 Spieler meinst, gehört er sicher nicht dazu. Nimmst du aber 300, so sind das pro NHL-Team 10 Nasen, da gehören sicher ein-zwei Schweizer dazu. ;)
  • scarnuz 20.05.2019 12:45
    Highlight Highlight Der Ruhetag wird gut tun. Josi war im letzten Drittel bös auf den Felgen; wohlgemerkt aber gegen überragende Russen.

    Die extra Kilos Niederreiters werden auch helfen. Leider aber ist der gute Nino nicht mehr in der Form wie bei seiner Ankunft bei den Canes.

    Aber wer weiss, auch letztes Jahr schloss er eine mittelmässige Saison bei den Wild, mit einem fulminanten Auftritt in der Nati ab.

    Glaube auch, dass die Chemie zwischen Nino und Nico/Kevin stimmen könnte.

    Tja, sollte man verlieren morgen, gehts halt gegen die Finnen im Viertelfinal. Machbar!

  • beaetel 20.05.2019 12:43
    Highlight Highlight Ich sah jedenfalls klare Fortschritte gegen Russland. Nämlich beim Bully, wo gegen Schweden praktisch jedes verloren ging, gewannen „wir“ neu ca. die Hälfte, was ich sensationell gut finde. Auch das Überzahlspiel zeigte sich extrem verbessert, nur das Goal fehlte noch. Gekämpft wurde bis zum Schluss. Bravo! In der Deffensive, vor allem beim 1:0 schien der Verteidiger noch ein bisschen zu schlafen. Schade. Ich finde die Schweiz spielt eine hervorragende WM und anders als früher, wurden die „schwächeren“ Teams besiegt Viel Spass noch in die Slowakei.
  • Lance 20.05.2019 11:22
    Highlight Highlight Russia mit diesem Team sehr stark. Brillante Technik, Tempo, Teamspirit und defensive Verantwortung.
    Hat Freude gemacht dieses Spiel zu schauen. CH mit den Möglichkeiten entsprechend, tollem Spiel.
    Ab und zu dachte ich....jetzt kommt mal ein Schuss, dann wars wieder ein Pass:-) Die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Aber es geht weiter. Freue mich auf das nächste Spiel!
  • Connor McSavior 20.05.2019 11:04
    Highlight Highlight Hey Eismeister, Schussverhältnis alleine sagt imfall nicht viel über ein ausgeglichenes Spiel aus.
    • Lance 20.05.2019 11:31
      Highlight Highlight Das Spiel gestern hat dies gut gezeigt.
  • Pierre Beauregard 20.05.2019 10:53
    Highlight Highlight Ich freue mich sehr über die gute Leistung der Eishockeynati. Aber Fakt ist: die Attraktivität dieser Sportart ist bei den Jungen schweizweit tief. Fakt ist, dass unsere U-Natis einfach nicht gut genug sind, es fehlt an professionellen Strukturen und Personal. Fakt ist, dass wir bis zu 3x weniger lizenzierte Spieler haben im Vergleich zu zbsp SWE, FIN. Das sind langfristig wesentliche Faktoren. Ich prophezeie in den nächsten 10 Jahren wieder einen Rückschritt: max 1 bis 2 NHL CH Spieler und Kampf um Platz 8. Wir wären so gern näher bei SWE oder FIN, realistisch ist eher DE,SVK,NOR,LAT
    • Lance 20.05.2019 11:40
      Highlight Highlight Da gebe ich dir recht. Es läuft alles über die Jugend. Wir haben die Mittel und es wurde in der Vergangenheit gut gearbeitet. Aber es muss noch mehr kommen um das Niveau zu halten und zu erweitern.
    • holden27 20.05.2019 13:59
      Highlight Highlight Rückschritt? 1-2 NHL Spieler aus der Schweiz?? Wtf?!
      Es gehen immer mehr junge Spieler schon früh nach Nordamerika. Viele Ausbildungsstätten werden professioneller. Es werden eher immer mehr Schweizer nhl Spieler
  • Bätzi 20.05.2019 10:49
    Highlight Highlight
    Die schweizer haben auch gestern Eishockey der Spitzenklasse gezeigt.
    Allerdings! Waren die Russen im etwas schneller immer etwas flinker und auch kaltblutiger als die schweizer.
    Aber die Russen haben die unsere Jungs auch nie Uterschätzt. Auch wenn unsere Jungs kein Tor erzielt haben waren sie oft für die Russen so unangenehm das sie strafen nehmen mussten. (leider ohne erfog für unsere helden).
    Und zu guter letzt der beste spieler der Partie war Gregoiev was bedeutet er hatte auch viel arbeit was bedeutet die schweizer waren nicht ganz so schlecht.
  • bullygoal45 20.05.2019 10:14
    Highlight Highlight Geil war Rotaris:

    „Kutscherow braucht keine 100 Chancen für 100 Tore!“

    Krass.. so einen hätte ich auch gerne im Team 😜😜
    • Coliander 20.05.2019 16:07
      Highlight Highlight Aber nur in der Regular Season 😂
    • Ambraham 20.05.2019 19:27
      Highlight Highlight @bullygoal45: Ja, Supermario, der Hockeyrotarier? War in einer Supermannschaft mit Bykov und Chomutov und was hat er gewonnen? Nichts! Ach ja, er war beim HCFG 😜
  • Gender Bender 20.05.2019 10:12
    Highlight Highlight Wehe uns, die Grossen nehmen uns jetzt ernst!
  • egemek 20.05.2019 09:45
    Highlight Highlight Ich schätze Kanada, Finnland oder die USA nicht so stark ein wie die Russen. Entsprechend kann für die Schweiz ein Sieg drin liegen gegen diese Gegner. Natürlich muss alles zusammen passen und wohl auch der eine oder andere Treffer im PP fallen, aber chancenlos wird die Schweiz definitiv nicht sein.
  • SBP 20.05.2019 09:12
    Highlight Highlight Wie sagt man so schön: Powerplay ist die Aufgabe des Trainers. Auch wenn Fischer viele Dinge hoch anzurechnen sind, z.B. das Aufgebot für Kuraschew und Moser, so wachsen die Bäume noch nicht in den Himmel, auch wenn der Eismeister das noch so oft herbeibeschwört.
    • ta0qifsa0 20.05.2019 10:00
      Highlight Highlight Wer sagt denn solchen Schwachsinn? 😅

      Powerplay hängt zu grossen Srücken mit der Qualität der Spieler zusammen. Oder denken Sie es ist Zufall, das ITA, GB und NOR das statistisch schlechteste PP an diesem Turnier haben?

      Ein Trainer kann/muss gewisse Ideen reinbringen, sog. Plays. Aber die wirkliche Arbeit dabei obligt immer noch den Spielern. Fischer kann auch nur wenig dafür, dass sowohl Hofmann als auch Martschini bereits gefühlte 20 Mal aus der selben Position verschossen haben.
    • feuseltier 20.05.2019 10:41
      Highlight Highlight An der U20 WM hat die Schweiz ein echt eindrückliches und starkes PP gespielt. . Es wurde eintrainiert von Paul di Pietro!
    • SBP 20.05.2019 12:14
      Highlight Highlight IT, GB und NOR sind überall die schlechtesten, viel mehr Qualität als an dieser WM werden wir im PP auch in Zukunft nicht haben und PP ist System pur! Das CH-PP ist zu statisch und berechenbar. Aber ja Ta0qifsa0, jedem seine Meinung 😉
  • Bobby Sixkiller 20.05.2019 09:10
    Highlight Highlight Der Hauptgrund ist das Powerplay!!!
  • äti 20.05.2019 09:09
    Highlight Highlight Ist doch egal. Ich habe bestes Eishockey gesehen. Und freue mich auf weitere solche Matches.
  • Martin Fahrni 20.05.2019 09:08
    Highlight Highlight Lieber Herr Eismeister Zaugg
    Manchmal sind Sie schon ein wenig ein „Ploderi“
    Die Russen waren eine Klasse für sich. Warum hat wohl die Schweiz am Schluss auf drei Linien umgestellt?! In meinen Augen hat die Schweiz ein Problem in der Wasserverdrängung. Wenn ein Simu Moser mit seinen 100kg einen so harten Check einstecken muss, als wäre er 70kg und wir an den Banden kein Durchkommen finden, so nützt auch jeder Speed nicht viel. Bekanntlich passiert viel im Kopf. Ich bin stolz auf unsere Nati! Auf jeden Spieler!!! Mit El Nino kommt noch einmal ein wichtiger Schlüsselspieler. Hopp Schwiiz!!!
  • Zbude 20.05.2019 09:05
    Highlight Highlight Ich habs ja gesagt, Klaus Zaugg: die Schweizer sind schnell und technisch brillant, aber sie sind zu klein und zu leicht. Das reicht gegen die Grossen nicht. Jetzt wünschst du selber mit Nino Niederreiter mehr Physis („es wird rumpeln vor dem Tor“...). Aber Hockey ist ein Mannschaftssport, und Nino allein kann es nicht richten.
    Ich schaue der Nati gerne zu, sie spielen kreativ und Viertelfinal erreicht ist super, mehr ist halt bei unserem Spielerreservoir nicht jedes Jahr drin.
  • CuJo 20.05.2019 09:01
    Highlight Highlight Ach Zaugg, der Unterschied zu vergangenen Partien liegt doch einzig und allein im Line-up der gegnerischen Teams. Die Schweiz kommt an einer WM genau so weit, wie es die NHL-Spieler anderer Nationen zulassen. Sind Teams wie Schweden, Russland, Kanada und die USA mit so vielen NHL-Söldnern gespickt wie an dieser WM, wird's für uns (egal, wieviele NHL-Söldner wir selber in der Mannschaft haben) automatisch schwer. Einfach eine logische Sache.
    Im Übrigen finde ich, dass die CH ihre Sache gestern trotz Niederlage sehr gut gemacht hat, habe selten ein defensiv so diszipliniertes Russland gesehen.
  • MikeT 20.05.2019 08:42
    Highlight Highlight Niederreiter ist ein sehr guter Spieler und hat, wie leider sonst kaum ein Schweizer, viel Wasserverdrängung und Zug auf Tor. Er kann der Schweiz sehr gut tun. Aber auf Watson und andernorts wird so getan, dass die Schweiz mit Connor McDavid oder Sidney Crosby oder gleich beiden verstärkt wird. Dabei hat El Nino in den Playoffs genau 1 Tor erzielt.
  • Coliander 20.05.2019 08:35
    Highlight Highlight Ich mache mir keine Sorgen, wir sind ja zu 66% Prozent Weltmeister.😂
  • länzu 20.05.2019 08:30
    Highlight Highlight Ausser unseren NHL-Cracks verfügt leider kein Spieler über die Klasse, die es braucht, um eine Medaille zu gewinnen. Diaz hat es verpasst, rechtzeitig zurückzutreten. Scherwey, Bärtschi, Martschini und Hofmann haben zwar gute Ansätze, erweisen sich aber alle als Chancentod: Praplan findet hoffentlich einen Verein in der NHL/AHL, damit er dem SCB erspart bleibt. Moser erhält zu wenig Eiszeit und wird im PP geschont. Wieso eigentlich? Ja, und Herr Fischer muss in Sachen Coaching noch einiges dazulernen. Z.B. wie man nach einem Torerfolg etwas auf die Euphoriebremse tritt.
    • napoleon_dynamite 20.05.2019 10:09
      Highlight Highlight Also..
      Ich weiss ja nicht was für eine WM du bisher geschaut hast, ich hab eine Schweizer Mannschaft gesehen, die gegen die kleinen Mannschaften so was von souverän gewonnen, gegen den Weltmeister Schweden absolut auf Augenhöhe agiert und gegen eine russische Übermannschaft alles gegeben hat und ungefärdet im 1/4 Final steht und du nörgelst hier rum als ob wir abgestiegen wären?! Klar sollte man auf dem Boden bleiben aber wir müssen uns sicher nicht kleiner machen als wir schon sind. P.S Der Christoph heisst Bertschy zum Nachnamen ;)
    • länzu 20.05.2019 14:14
      Highlight Highlight Ob Bertschy oder Bärtschi - es ändert nichts an der Tatsache, dass er einfach nur schnell ist und dann nicht weiss, was er mit der Scheiben anfangen soll. Auch ihm wurden die Limiten in der NHL klar aufgezeigt. Und, natürlich hat die Schweiz bisher gut gespielt. Aber es geht ja nicht darum, Italien oder Oesterreich zu besiegen. Die eigenen Ansprüche sind viel höher. Gegen Schweden hat Fischer nicht gut gecoacht und gegen Russland hätte wohl jedes andere Team auch verloren. Die spielen schon fast überirdisch. Aber eben, es gibt Gründe, wieso wir gegen solche Teams nicht gewinnen.
  • napoleon_dynamite 20.05.2019 08:03
    Highlight Highlight Das Spiel gestern hat einfach gezeigt, wenn die Topnationen ihre besten Spieler am Start haben wird es extrem schwer um dagegenzuhalten. Wenn ich aber die bisherigen Auftritte der möglichen 1/4 Finalgegner (CAN, USA, FIN) anschaue ist mir überhaupt nicht Angst und Bange. Auch dieses Jahr ist wieder alles möglich und es macht einfach Spass unserer Nati zuzusehen.
  • Gigi,Gigi 20.05.2019 07:43
    Highlight Highlight Der talentierteste Schweizer Mittelstürmers der Geschichte: Uli Poltera. 112 Tore in 111 Länderspielen
    • Gigi,Gigi 20.05.2019 08:14
      Highlight Highlight Was sollen die Blitzer? Die Zahlen sprechen für sich. Allein 25 Tore an zwei olympischen Spielen und 1950 Torschützenkönig mit 17 Treffern und 6 Assist an der A-WM. Sicher lässt sich das Hockey von damals nicht mit dem von heute vergleichen, und es gab talentiertere Spieler wie Trepp oder sein Bruder Gebi, aber Mittelstürmer mit seinem Torriecher ind seinem Durchsetzungsvermögen im Slot? Wohl kaum! Im übrigen hat Klaus Zaugg die Geschichte ins Spiel gebracht.
    • Devante 20.05.2019 09:04
      Highlight Highlight damals hatten die goalis noch nicht mal masekn an - und flutlicht war auch kein thema :) da hätte noch manch einer der heutigen spieler 150+ tore erzielt wage ich mal zu behaupten
    • Gigi,Gigi 20.05.2019 09:22
      Highlight Highlight Es geht um Geschichte. Da hätten die heutigen Spieler ebenfalls die gleichen Holzstöcke und Schlittschuhe wie damals! Und Flutlicht gab es schon. Und wenn wir schon bei Geschichte sind, der Arosa-Sturm hatte sogar eine Offerte als ganze Sturmlinie zu den Chigaco Blackhawks in die NHL zu wechseln!
    Weitere Antworten anzeigen
  • SD1980 20.05.2019 07:40
    Highlight Highlight Was es zu verbessern gilt, ist die Effizienz, 7 PP-Chancen nicht genutzt (=miserabel) und aus 31 Schüssen kein Tor zu Stande gebracht.
    Die Frage ist, wie Nino in Form ist. Auch wenn er als Persönlichkeit viel bringen mag, in den Playoffs war seine Punkteausbeute eher bescheiden.
  • manolo 20.05.2019 07:33
    Highlight Highlight zuerst das: die Schweizer machen Freude und in der Manschaft stimmts! Sie werden die Tschechen schlagen und im viertelsfinal auf eine schlagbare Equipe treffen!
    aber: gestern sah man das einige Spieler Mühe mit dem Tempo hatten und gefährliche Fehlpässe spielten! ich nenne dabei die Nr. 45 und die Nr. 38 !
    Weiter frage ich mich, warum ein Moser fast keine Eiszeit im PP bekommt? Er ist der einzige, der immer im Slot steht und Schüsse ablenkt !
  • DerSeher 20.05.2019 07:21
    Highlight Highlight War es nicht der Flügelschlag eines Schmetterlings? (Butterfly effect und so...) 🤔
    • sup3rfish 20.05.2019 09:45
      Highlight Highlight Ja aber mit dem schnelleren Flügelschlag eines Kolibri hat der Chlöisu eine grössere Wahrscheinlichkeit richtig zu liegen 😂
  • Coffey 20.05.2019 07:21
    Highlight Highlight „Das Glas ist halb voll. Nicht halb leer.“
    Spielt keine Rolle, weil die Menge im Glas dieselbe ist.
  • wasps 20.05.2019 07:13
    Highlight Highlight Ihr Spielstil ist halt ziemlich kräfteraubend. Mein Finaltipp: Schweden vs. Russland (falls dies überhaupt möglich ist).
  • Jacques #23 20.05.2019 06:56
    Highlight Highlight Es war natürlich schon das russische Staatsballet. Und diese Russen werden meiner Meinung nach klar Weltmeister. Es sei denn, sie mutieren zu Alleinikows oder Überheblichkows.

    Nun zu etwas Knock Out-, Oldies- und Ex-Bar Spekulation. 1/4-Final Gegner USA, Kanada und Finnland können besiegt werden. Dito die Tschechen morgen Mittag.

    Und so ist bis Silber alles möglich. Sollten die Russen wider Erwarten nicht im Finale sein... Lasst uns frohlocken und die Goldkehle spülen.

    In diesem Sinne: auf den WM-Swiss-Sweep-Sieg! 🏆

    Hoffe, dass Jann Billeter genug Ricola mit hat.

    Guete Start id Wuche!
  • violetta la douce 20.05.2019 06:29
    Highlight Highlight Gut geschrieben 👍
    Watson hat eben auch (ganz wenige) brauchbare Leute.
  • 123und456 20.05.2019 06:29
    Highlight Highlight Der Zaugg lebt auch ein bitzeli im Fantasia-Land...
    Gegen die Schweden waren wir klar besser unf hätten wir die Konzentration auch unmittelbar nach den Ausgleichstreffern hochgehalten, wäre was dringelegen.
    Gegen die Russen sahen wir schlicht und einfach alt aus...Das PP, das gerade gegen Gegner von diesem Kaliber essenziell wäre, war wieder mal nix. Genoni war sackstark, ansonsten hat man die Limiten des Teams gesehen. Viel zu kompliziert und ungenau und für meinen Geschmack zu viele Sololäufe. Zu allem Übel hatt3 die Sbornaja mit Georgiev auch noch einen Klasse-Goalie..
  • dani81 20.05.2019 06:13
    Highlight Highlight Gegen Schweden war man auf Augenhöhe, aber gegen Russland?? Also bitte, die Russen hätten jede Zeit noch zwei Gänge rauf schalten können. Wahr ein gutes Spiel der Schweiz aber gegen dieses Russland wird jeder Gegner seine Mühe haben. Und Genoni wahr nicht gut sondern überragend. Ohne Ihn wäre nach 10min das Spiel entschieden gewesen.
    • Coffey 20.05.2019 07:23
      Highlight Highlight Was wahr war, war wahrlich die Wahrheit des Spiels.
    • chandler 20.05.2019 08:09
      Highlight Highlight Ich bezweifle es, dass Russland noch höher schalten kann als in den ersten 10min. Das war Eishockey vom feinsten. Dass wir das mit einem 0-1 überstanden haben grenzt an ein Wunder oder zeigt halt doch die Klasse der Mannschaft. Da reichen einzelne Spieler nicht um eine solche Welle zu überstehen. Und gleichzeitig zeigt es auch, dass die "Grossen" mittlerweile Respekt vor uns haben.
    • kupus@kombajn 20.05.2019 10:10
      Highlight Highlight Ich glaube auch nicht, dass die Russen noch einen Gang hätten höher schalten können. Im Gegensatz zu früher nahmen die Russen die Schweizer von Beginn weg ernst, gaben Vollgas und spielte sehr diszipliniert, um nicht plötzlich in Bedrängnis zu geraten. Dass die Schweizer später etwas besser ins Spiel kamen, hat wohl in erster Linie auch damit zu tun, dass selbst diese russische Auswahl dieses Tempo nicht über 60 Min. durchziehen kann. Gerade zu Beginn war das schon heftig.
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Die Schweiz spielt an der Heim-WM 2020 in Zürich – ein grober Fehler

Die Schweiz trägt ihre Gruppenspiele in Zürich und nicht in Lausanne aus. Eine Respektlosigkeit sondergleichen gegenüber der welschen Eishockey-Kultur.

Alles in Zürich. Zürich ist der Nabel der Schweiz. Der Verband («Swiss Ice Hockey») hat den Sitz in Zürich. Also trägt die Schweiz bei der Heim-WM vom 8. bis 24. Mai 2020 ihre sieben Gruppenspiele gegen Russland, Finnland, die USA, Lettland, Norwegen und Italien in Zürich aus. Das ist bequemer und entspricht dem Selbstverständnis und der Arroganz der Deutschschweizer und Zürcher. Alles logisch? Alles klar?

Nein. Die erfolgreichen Organisatoren der letzten beiden WM-Turniere in Dänemark (2018) …

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