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ARCHIV - ZUM ANGEKUENDIGTEN TRANSFER DES TORHUETERS TOBIAS STEPHAN VOM EV ZUG ZU LAUSANNE HC AUF DIE SAISON 2019/20 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Zugs Torhueter Tobias Stephan waehrend dem Cup 1/4-Final zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem EV Zug am Dienstag, den 21. November 2017 in der St. Galler Kantonalbank Arena in Rapperswil. (KEYSTONE/Christian Merz)

Noch ein Jahr in Zug, dann am Genfersee: Tobias Stephan. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Nun, da Tobias Stephan kommt, wissen wir: Lausanne wird nicht Meister

Nicht einmal Lugano hat in den 1980er-Jahren so aggressiv aufgerüstet wie Lausanne. Aber die Tessiner rüsteten mit Verstand auf und wurden so zum «Grande Lugano». Lausanne rüstet bloss mit Geld auf und wird scheitern.



Was fehlt Lausanne bisher zum stabilen Spitzenteam? Eine charismatische Nummer eins. Der grosse Franzose Cristobal Huet hat sich inzwischen in den Ruhestand verabschiedet und nächste Saison setzt Lausanne auf zwei 1B-Torhüter: auf Sandro Zurkirchen (28) und Luca Boltshauser (25).

Le gardien lausannois Sandro Zurkirchen, droite, montre sa deception avec ses coequipiers a la fin de la rencontre du championnat suisse de hockey sur glace de National League entre le HC Fribourg-Gotteron, HCFG, et le Lausanne Hockey Club, LHC, ce lundi 5 mars 2018 a la patinoire de la BCF Arena a Fribourg. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

1B-Goalie: Sandro Zurkirchen. Bild: KEYSTONE

Bei Zurkirchen hat sich letzte Saison in seinem ersten Jahr in Lausanne bereits gezeigt, dass er nicht zur Nummer eins taugt. Boltshauser ist der hochtalentierte, aber zerbrechliche und tragische Held aus dem Klotener Abstiegsdrama. Beide stehen bis 2020 unter Vertrag.

So gesehen macht es Sinn, wenn Lausanne einen neuen Torhüter holt. Aber ausgerechnet Tobias Stephan? Er wird im nächsten Frühjahr, wenn er mit einem Dreijahresvertrag nach Lausanne umzieht, bereits 35 Jahre alt sein. Er hat bis heute nichts gewonnen und wird auch nach seinem 35. Geburtstag nichts gewinnen. Lausanne wird mit ihm nicht Meister.

Klotens Goalie Luca Boltshauser, im siebten Eishockey Spiel der Ligaqualifikation der National League zwischen dem EHC Kloten und den SC Rapperswil-Jona Lakers, am Mittwoch, 25. April 2018, in der Swiss Arena in Kloten. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

1B-Goalie: Luca Boltshauser. Bild: KEYSTONE

Stephan die Nummer zwei hinter einem starken Ausländer?

Sinn macht dieser Transfer nur dann, wenn Lausanne am Ende der nächsten Saison Luca Boltshauser und Sandro Zurkirchen aus den laufenden Verträgen ausbezahlt oder irgendwo gegen Spieler eintauscht und auf einen starken ausländischen Torhüter setzt. Dann wäre Tobias Stephan eine formidable Nummer zwei.

Klubs, die im nächsten Frühjahr einen Torhüter brauchen, sollten sich bereits jetzt bei den Agenten von Zurkirchen und Boltshauser melden. Mindestens einer der beiden wird, wenn er seine Karriere retten will, Lausanne verlassen.

Das gab es noch nie

Item, der HC Lausanne hat ab dem nächsten Frühjahr als erster Nationalliga-Klub der Geschichte drei Torhüter unter Vertrag, die in der NLA schon mal die Nummer eins waren und gibt alleine für die Goalieposition mehr als eine Million Franken aus. Ein Wahnsinn, der nur möglich ist, wenn Geld keine Rolle spielt.

Geld spielt in Lausanne tatsächlich keine Rolle. Der milliardenschwere amerikanische Besitzer Ken Stickney investiert in das Sportunternehmen, weil er davon ausgeht, dass in der neuen Arena ab der Saison 2019/20 endlich, anders als vorher in Kloten, ordentlich Geld verdient werden kann.

Kann Lausanne Meister werden?

Bleibt die Rendite jedoch aus, können wir nicht ausschliessen, dass er die Stadt und den Klub über Nacht verlassen wird wie zuvor Kloten. Das kann noch während der Laufzeit des Vertrages von Tobias Stephan (bis 2022) passieren. Was zu einem romantischen Happy-End einer grossen Karriere führen kann (obwohl nie Meister, ist Tobias Stephan einer der grossen Schweizer Goalies): Er könnte dann nach Kloten zurückkehren, an den Ort seiner Bestimmung, an den Ort, von wo aus er einst ausgezogen ist, die Hockeywelt zu erobern. Und Kloten entweder in die höchste Liga zurückhexen oder helfen, oben zu bleiben.

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    Alle Leser-Kommentare
  • hanibal79 01.09.2018 20:31
    Highlight Highlight Leicester City – Die Überraschung in der Premiere League Warum sollte es dies im Schweizer Eishockey nicht geben? Was ist im Leben schon sicher?
  • Focke 01.09.2018 11:39
    Highlight Highlight Stephan zu holen zeigt lediglich, dass das Vertrauen zu den anderen zwei Goalies gering ist. Wer nicht das Renomé eines Spitzenclubs geniesst, jedoch Geld hat, muss aggressiv einkaufen. Der stark begrenzte Spielerpool in der Schweiz macht dann noch den Rest. Jedoch zu sagen Lausanne wird wegen Stephan nicht Meister ist typische Eismeisterpolemik!!! In den letzten 18 Jahren holten gerade mal 4 Clubs den Pot! Der Trend zeigt keine Entwicklung, dass sich da was ändern könnte. Somit währe es ehrlicher zu sagen, dass Lausanne auch nicht Meister mit Flühler/Genoni/Elivs wird!
  • Tim-titig 01.09.2018 09:49
    Highlight Highlight Stephan hatte in seiner Karriere einfach immer das Pech, nicht in die besten Manschaften integriert zu werden. Deshalb hatte er halt bisher nur Blumentöpfe gewonnen.
  • Wrister18 31.08.2018 16:12
    Highlight Highlight Jeder weiss das im Eishockey Namen und personlichkeit keine Rolle spielt. Aber wie bitte soll einer der beiden Lhc Torhütern Topleistungen erbringen wenn er weiss das nächstes Jahr ein anderer im Tor steht trotz laufenden Verträgen? Ich hoffe für die Lausanner für die nächsten Jahre auf ein ähnlich schlechtes Abschneiden wie letzte Saison. Diese Transferpolitik ist ungesund für das schweizer Eishockey.
    • Scrj1945 31.08.2018 16:40
      Highlight Highlight Mit starken leistungen macht man werbung für sich, dass wiederrum heisst das andere dich wollen. Und jeder spieler sollte den ehrgeiz haben meister werden zu wollen egal bei welchem team du bist. Darum gibt man immer alles
  • kanu 31.08.2018 14:34
    Highlight Highlight Je nach Zusammensetzung, wieso soll Lausanne nicht Meister werden, das Personal haben sie und so eine blöde These Stephan könne nicht Meister werden.
  • magicfriend 31.08.2018 14:33
    Highlight Highlight Der Investor müsste sich den SCB mit der ganzen Arena kaufen, dann könnte man Geld verdienen.
  • kupus@kombajn 31.08.2018 13:24
    Highlight Highlight Stickney wird weder in Lausanne noch sonst wo in der Schweiz mit einem Eishockeyclub das Geld verdienen, wie er sich das vorstellt. Das ist nun einmal nicht Nordamerika.
  • goldmandli 31.08.2018 12:53
    Highlight Highlight Lausanne wird vielleicht dieses Jahr nicht Meister, aber wenn sie so weiter machen, ist es nur eine Frage der Zeit. Der Kader wird jedes Jahr ein bisschen besser (und teurer).
    • Der müde Joe 31.08.2018 13:41
      Highlight Highlight Bei teurer gebe ich dir recht.
    • chandler 31.08.2018 14:30
      Highlight Highlight Teurer ist noch lange nicht besser.
      Und Lausanne ist drauf und dran, unsere Liga Schritt für Schritt kaputt zu machen, wenn hier die anderen Clubs nicht die Augen offen halten...
    • goldmandli 31.08.2018 17:43
      Highlight Highlight Ich behaupte nicht, dass das Vorgehen positiv ist, aber Geld ist nunmal der #1 Faktor für den Erfolg. Natürlich gehört noch mehr dazu, aber der Grundstein ist vorhanden. Und viele werden jetzt schreiben, mit Geld lässt sich nicht Erfolg kaufen. Das nicht, aber es hillft halt verdammt viel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ehringer 31.08.2018 12:09
    Highlight Highlight Von diesem 31. August 2018 werden die ehrenwerten Chronisten noch in vielen Jahren schreiben. Es ist ein Einschnitt, wie ihn die Welt seit der Erfindung der Glühbirne nicht mehr erlebt hat.

    Es ist der Tag, an dem Chlöisu Zaugg in einem Artikel weder den SCB noch die Tigers erwähnt und zudem auf eine Gotthelf-Analogie verzichtet.

    Merkt euch diesen Tag, wir werden noch unsern Grosskindern davon erzählen!
    • magicfriend 31.08.2018 14:32
      Highlight Highlight Holy cow! Du hast recht! What a day. Ist der Chlöisu geläutert?
    • zeusli 31.08.2018 17:12
      Highlight Highlight Aber auf Tobias Stephan rum hacken geht auch so...
  • MacB 31.08.2018 11:45
    Highlight Highlight Jetzt fängt Zaugg auch schon mit diesem "item" an :D

    Aber der Artikel ist stark. Ich stufe das auch als gefährlich ein.
    • MacB 31.08.2018 15:33
      Highlight Highlight Haha, Der Sportjourni, dem ich am Wühltisch begegnet bin, hatte eine Rolex in der Hand :)
  • holden27 31.08.2018 11:40
    Highlight Highlight Dass lausanne nicht meister wird, da geb ich zaugg recht.
    Jedoch wird es definitiv nicht an Stephan liegen!
    (Allgemein hinterfrag ich oft seine Theorie: man kann nur mit einem meistergoalie meister werden, und da er noch nie meister wurde, kann er ja auch kein meistergoalie sein, was wiederum bedeutet er wird nie meister...
    also wird es dann in ein paar jahren eigentlich keine meister mehr geben, wenn alle meistergoalies aufgehört haben?)

    Bin vom thema abgeschweift 😅 lausanne hat, so hoffe ich doch, einen besseren vertrag mit den Investoren ausgehandelt als kloten, sonst ruft bald die nlb
    • Peedy 31.08.2018 12:40
      Highlight Highlight Vielleicht ist der Stephan ja nächste Saison bereits ein Meistergoalie? Allein der Hockey-Gott weiss darauf eine Antwort 😄
    • Simon Probst 31.08.2018 12:46
      Highlight Highlight Vielleicht entscheidet sich ja der Genoni mal noch Meister zu werden. wer weiss, könnte ja sein ;) Dann hätte Zug einen Meistergoli. mit einer jungen Nummer 2, könnte zug dann meister werden, und die nummer 2 wäre somit ein neuer meistergoli - und wenn zug den dann behält, werden sie neuer serienmeister!!!! crazy shit!!

  • magnet1c 31.08.2018 11:11
    Highlight Highlight In Lausanne wird seit geraumer Zeit gewaltig Investiert, daher gehören Sie nun auch zum erweiterten Kreis der Favoriten. Zudem bringt das Einzugsgebiet von Lausanne alles mit. Meister werden sie aber trotzdem nicht, da bin ich einer Meinung mit Klaus Zaugg. Fraglich ist, was passiert wenn der Erfolg ausbleibt. Meiner Meinung nach ist in Lausanne ein ähnliches Vorgehen wie in Kloten sichtbar. Wird jemand zur Stelle sein und Lausanne retten, falls es schief läuft?
    P.S: Der Eismeister hat die Gebete erhört.

    • c_meier 31.08.2018 14:00
      Highlight Highlight dieser Hugh Quennec hat ja in Genf mittlerweile seine Anteile verkauft, somit könnte er in Lausanne wieder mitmischeln.... ;)
  • Der müde Joe 31.08.2018 10:41
    Highlight Highlight Da gebe ich dem Klaus für einmal recht. Hoffen wir, dass Lausanne ihre arrogante Art nicht zum Verhängnis wird. Mal schauen wie lange die Avenir-Group noch mitmacht. Wenn denen die Lust vergeht, ist bei Lausanne schneller Ausverkauf als bei Media Markt nach Weihnachten.

    Bon chance!

Eismeister Zaugg

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