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Lars Leuenberger, rechts, neuer Trainer SC Bern, und sein Bruder, Sportchef Sven Leuenberger, links, waehrend einer Medienkonferenz des SC Bern in der PostFinance Arena in Bern am Mittwoch, 18. November 2015. Guy Boucher ist per sofort nicht mehr Trainer des SC Bern. Die Berner gaben die Trennung an einer kurzfristig einberufenen Medienkonferenz bekannt. Nachfolger von Boucher wird der bisherige Assistent Lars Leuenberger. (KEYSTONE/Dominic Steinmann)

Nicht mehr lange in Bern: Trainer Lars (rechts) und Ex-Sportchef Sven Leuenberger.
Bild: KEYSTONE

Lars Leuenberger wird U20-Natitrainer – und was geschieht in Bern mit Bruder Sven?

In der Hauptstadt geht wohl eine Ära zu Ende. Lars Leuenberger, bis Ende Saison Cheftrainer des SC Bern, übernimmt nächste Saison die U20-Nati. Auch bei Bruder Sven, dem Ex-Sportchef des SCB, stehen die Zeichen auf Abschied.



Aus dem Theater um Kevin Schläpfer hat Verbandsdirektor Raeto Raffainer etwas gelernt. Als er Schläpfer als Nationaltrainer wollte, ging er so ungeschickt vor, dass daraus eine Hockey-Staatsaffäre wurde. Bei der Besetzung des zweitwichtigsten nationalen Trainerpostens geht er nun diskreter vor.

Lars Leuenberger bekommt nächste Saison den Job. Er ist für diese Position die bestmögliche Besetzung. Er hat Erfahrung in der Nachwuchsarbeit und als Chefcoach in der höchsten Liga. Aber das bleibt, da ja die Meisterschaft noch läuft, vorerst geheim. Einzig Sven Leuenberger äussert sich zu dieser heiklen Personalie: «Es ist mir lediglich bekannt, dass der Verband bei Lars angefragt hat…»

05.02.2016; Bern; Eishockey NLA - SC Bern - HC Fribourg-Gotteron; 
Trainer Lars Leuenberger (Bern)
 (Urs Lindt/freshfocus)

Lars Leuenberger kämpft mit dem SCB zwei Runden vor Schluss noch um den Einzug in die Playoffs.
Bild: freshfocus

Sven Leuenbergers Vertrag gilt noch bis im Sommer 2017

Offen wird hingegen die Position des ehemaligen SCB-Sportchefs Sven Leuenberger diskutiert. Er ist am 18. Dezember bei der Beförderung seines Bruders zum Berner Cheftrainer freiwillig von seinem Amt zurückgetreten: «Wir sind zum Schluss gekommen, dass Lars der fähigste Mann war um den Trainerposten zu übernehmen. Aber der Verwaltungsrat entschied, dass er nicht Trainer sein könne, wenn ich Sportchef sei. Also bin ich zurückgetreten.»

Sven Leuenberger hat beim SCB einen Arbeitsvertrag mit einjähriger Kündigungsfrist, jeweils kündbar per 1. November auf Saisonende. Da am vergangenen 1. November keine Kündigung erfolgte, steht der ehemalige National- und Meisterverteidiger noch mindestens bis zum Ende der Saison 2016/17 beim SCB unter Vertrag. Er bestätigt: «Ja, das ist so.» Und was dann?

epa04379110 Sporting director Sven Leuenberger of Swiss Ice Hockey club SC Bern poses for the photographer during the season media day of the SC Bern, 01 September 2014, Bern, Switzerland.  EPA/ANTHONY ANEX

Beinahe ein Leben lang seine Heimat: Ex-Nationalspieler Sven Leuenberger im Berner Stadion.
Bild: EPA/KEYSTONE

Sven Leuenberger arbeitet zurzeit als Chefcoach der Elite-Juniorenmannschaft, aber er führt nicht die ganze Nachwuchsabteilung. «Das würde keinen Sinn machen.» Die Administration laufe über Marc Weber, sportliche Entscheidungen treffe der neue Sportchef Alex Chatelain.

Zukunft fernab der Eisstadien?

Nach dieser Saison wird Marco Bayer, jetzt noch Assistent von Lars Leuenberger bei der ersten Mannschaft, wieder die Elite-Junioren übernehmen. Was macht dann Sven Leuenberger? «Das ist offen. Ich werde die Arbeit übernehmen, die mir zugeteilt wird. Der SCB ist mein Arbeitgeber.» Er spricht mit weiser Zurückhaltung. Schliesslich steht sein Vertrag und damit sein Salär für die nächste Saison auf dem Spiel.

Der ehemalige Nachwuchschef, ab 2006 SCB-Sportchef und Architekt der Meisterteams von 2010 und 2013 sagt, er habe inzwischen Anfragen von anderen Klubs für die Position eines Sportchefs bekommen: «Aber nicht aus der NLA». Die NLB reize ihn jedoch nicht. Der gelernte Schreiner mit abgeschlossener Handelsschule und Sportmanagement-Ausbildung sowie allen Hockey-Trainerdiplomen bleibt gelassen: «Ich habe auch Anfragen ausserhalb des Eishockeys. Das sind ernsthafte Optionen für mich.»

Lüthi knurrt: «Ich rede jetzt nicht über die nächste Saison»

Vieles deutet also darauf hin, dass die Gebrüder Leuenberger, die mehr als sieben Jahre lang die sportliche Abteilung des SC Bern als Nachwuchschef, Juniorentrainer, Assistent des Cheftrainers, Cheftrainer und Sportchef ganz entscheidend geprägt haben, nach dieser Saison zu Ende geht.

Bei Sven Leuenberger zeichnet sich ab, dass SCB-General Marc Lüthi erst weiss, was er an seinem ehemaligen Sportchef hatte, wenn er ihn nicht mehr in seiner Organisation hat. Knurrig sagt er: «Ich rede jetzt nicht über die nächste Saison.»

Sven Leuenberger wurde 1989, 1991, 1992 und 1997 Meister mit dem SCB – alle Champions seit Einführung der Playoffs

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    Alle Leser-Kommentare
  • manolo 25.02.2016 09:37
    Highlight Highlight da hat der Berner-mief wieder gut zusammen gespielt!
    wer es noch nicht weiss: im verband gibt es fast nur Berner die etwas zu sagen haben! es gibt aber auch ausserhalb von Bern gute nachwuchstrainer!
  • Grinder 25.02.2016 07:32
    Highlight Highlight Da wünscht man sich doch das LL die Playoffs schafft, und dann ist eh alles möglich.
    Sollte man wieder erwarten dann noch Meister werden, bin ich gespannt wie man der Meute den Trainerwechsel des dann nicht mehr Lars der kleine Bär sondern Lars der Meistermacher erklären will...

    Alles zurzeit utopisch aber doch im Rahmen des môglichen ...
    • Thomas J. aus B. 25.02.2016 08:17
      Highlight Highlight Möglich ist vieles, auch noch eine Playout-Serie gegen Biel.
      Angenommen, Bern schafft die Playoffs. Ich sehe aktuell nicht vor mir, wie Bern in der Verfassung im Jahr 2016 (Herbst/Winter 2015 klammern wir mal grosszügig aus) an ausgeglicheneren Equipen wie dem ZSC, HCD oder EVZ vorbei soll. HCGS und HCL sehe ich eher als bezwingbar, aber die anderen drei nicht...

      Aber dass LL sich selber abgesichert hat ist perfekt. Kann kommen was will, die Gefahr dass er es weiter bei Bern an der Bande versuchen darf, ist somit gebannt. Weil viel mehr als ein "Versuchen" war es die letzten 3 Monate nicht.
  • chrigi81 24.02.2016 21:31
    Highlight Highlight Seit Wochen lese ich auf Watson.ch nur noch Eismeister Zaugg und seine Berner Inhalte... gibt es in der Hauptstadt keine Medien, die diesen Lokaljournalisten unterbringen?
  • Tikkanen 24.02.2016 17:26
    Highlight Highlight Wieder mal bringts der Chlöisu als Erschtä. Bravo👍
    Morgen können sich dann auch die beiden Hofschreiber der BZ aus der Deckung wagen😂😂

Unsere Hockey-Manager haben den Intelligenztest bestanden

Weiterhin vier Ausländer. Ein Votum für unser Hockey und für unsere Klubkassiere. Ein anderer Entscheid war eigentlich undenkbar.

Die Abstimmung der NL-12-Klubs über eine Erhöhung von vier auf sechs Ausländer war eigentlich keine demokratische Entscheidungsfindung. Es war ein Intelligenz-Test für unsere Klubmanager.

Niemand, der noch bei Verstand ist, konnte für eine Erhöhung auf sechs Ausländer sein. Es gab dafür weder wirtschaftliche noch sportliche Gründe. Der klare Ausgang der Abstimmung von 9:3 zeigt: Die meisten Klubmanager können denken und rechnen. Den Hockey-Göttern sei Dank.

Der Entscheid stärkt die Marke …

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