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ARCHIV --- HC Fribourg-Gotteron Trainer Hans Kossmann waehrend dem zweiten Playoff-Halbfinalspiel der National League A zwischen den Kloten Flyers und dem HC Fribourg-Gotteron, am Samstag, 29. Maerz 2014, in der Kolping Arena in Kloten. Der Tabellenletzte Ambri-Piotta nimmt einen Trainerwechsel vor. Die Leventiner entliessen am 25. Oktober 2015 Serge Pelletier und gaben die Verpflichtung von Hans Kossmann als neuen Coach bekannt. Der ehemalige Trainer von Fribourg-Gottéron unterschrieb mit Ambri einen bis zum Ende der Saison 2016/17 gueltigen Vertrag. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Hans Kossmann soll beim ZSC das Feuer wieder entfachen. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Kossmann übernimmt beim ZSC – Fabrice Herzog: «Ich bin gewarnt»

Nun rockt es bei den ZSC Lions. Sportchef Sven Leuenberger hat Cheftrainer Hans Wallson gefeuert und per sofort durch Hans Kossmann ersetzt. Bob Hartley war leider zu teuer – aber das ändert wenig: Kossmann ist noch härter als der berühmte NHL-General und Meistertrainer.



Heute Vormittag rappelte das Hosentelefon bei ZSC-Captain und Nationalmannschafts-Titan Patrick Geering. Am Apparat sein Sportchef. Er meldete gegen 10 Uhr nach Davos hinauf, dass der Trainerwechsel vollzogen ist. «Patrick hat mich dann kurz vor dem Training informiert, dass Hans Kossmann unser neuer Trainer ist», sagt Fabrice Herzog (23), der auch mit der Nationalmannschaft in Davos am Spengler Cup spielt.

Für den sanften Riesen (189 cm/92 kg) eine gute Nachricht. Er kann seine Erleichterung nur hinter seinem freundlichem Wesen verbergen. Es wäre ja unanständig, wenn sich ein Spieler über die Entlassung seines Chefs freut. Er sagt das, was ein Musterprofi in einer solchen Situation sagt: «Der Trainerwechsel ist für mich die Chance zum Neuanfang.»

Es sei für ihn unter Hans Wallson nicht einfach gewesen, ja die laufende Saison sei die schwierigste in seiner ganzen Karriere. Vorwürfe macht er keine und stellt ganz sachlich fest: «Er hat nicht auf mich gesetzt». So wirkte Fabrice Herzog die meiste Zeit unter dem schwedischen Kommando wie sich selbst überlassen. Er sagt: «Dieser Eindruck ist nicht ganz falsch.»

Westentaschen-Ausgabe von Bob Hartley

Der Trainerwechsel hat ihn nicht überrascht. Er mag nicht dementieren, dass es eigentlich schon Ende der letzten Saison (klägliches Scheitern im Playoff-Viertelfinal gegen Lugano) nicht mehr richtig funktioniert hat. «Aber wir sind alle mit besten Absichten in die neue Saison gestartet.» Im November habe sich dann aber die Stimmungslage verschlechtert. Nun freut er sich auf die Rückkehr zum nordamerikanischen Führungsstil. «Ich hatte es schon mit Marc Crawford gut. Ich mag eher Trainer, die Feuer machen.»

Für Feuer wird Hans Kossmann (55) sorgen. Er ist sozusagen eine Westentaschen-Ausgabe von Bob Hartley. Obwohl er mit Gottéron 2013 ins Finale stürmte, natürlich weniger berühmt als der NHL-General, Stanley-Cup-Sieger und Schweizer Meister mit den ZSC Lions (2012). Und nur halb so teuer – die Verhandlungen um eine Rückkehr mit Bob Hartley scheiterten ja am Geld.

Der Zuercher Fabrice Herzog, links, spielt um den Puck mit Servettes Henrik Toemmernes, rechts, waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League zwischen den ZSC Lions und dem Geneve Servette HC, am Freitag, 22. Dezember 2017, im Hallenstadion in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Fabrice Herzog kam bei den ZSC Lions zuletzt nicht mehr wie gewünscht zum Zug. Bild: KEYSTONE

Aber Hans Kossmann ist mindestens so rau im Umgang mit den Spielern. Fabrice Herzog sagt, er sei bereits gewarnt worden. «Yannick Rathgeb hat mir schon ein paar Episoden erzählt.» Der Gottéron-Verteidiger kennt viele Episoden aus der Zeit von Hans Kossmann als Cheftrainer bei Fribourg.

Fabrice Herzog ist zwar gewarnt, aber keineswegs eingeschüchtert. Vielmehr freut sich auf eine neue Ära des nordamerikanischen Rock’n’Rolls. Diese wird im Sommer nach Kossmanns Abgang dann von Serge Aubin fortgeführt, der letzte Saison mit den Vienna Capitals Meister geworden war.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sloping 29.12.2017 16:06
    Highlight Highlight Herzog im Tagi: «Wir sind vielleicht eine Mannschaft, die Feuer unter dem Hintern braucht. Ich selber gehöre zumindest sicher dazu.»

    Höchst bedenklich, dass ein Spieler mit dem Gehalt eines KMU Topmanagers solche Phrasen von sich gibt. Der kann seine Passion ausleben, ein höchst privilegiertes Leben führen und braucht zur Motivation einen, der dauernd mit der Peitsche hinter ihm her läuft? Merkt der eigentlich nicht, dass eine solche Aussage nur auf ihn selbst zurückfällt? Kein Wunder, dass hier ein auf Selbstverantwortung basierender schwedischer Führungsstil nicht funktionieren kann.



    • reaper54 29.12.2017 17:48
      Highlight Highlight Kenne jetzt den Schwedischen Hockeyführungsstyl nicht Persönlich aber wenn er so liebevoll und flach ist wie der Schwedische IT Führungsstyle (welchen ich sehr gut kenne) verstehe ich die Spieler. (Und genau nach einer solch flachen Art klingt es ja im Text)

      Es braucht, überall, einen Visionär der sich durchsetzt und den Ton angibt. Sei das in der Wirtschaft oder im Sport, ohne eine solche Führung verlottert ein Team. Da ist es egal wieviel jemand verdient.
      In Wallsons vorherigem Team gab es offenbar Spieler die diese Rolle einnehmen konnten, aber das ist nicht die Aufgabe eines Spielers.
    • Coffey 29.12.2017 18:45
      Highlight Highlight In "Wallsons vorherigem Team" war vor allem Johansson Chefcoach und nicht Wallson...
    • Freilos 29.12.2017 20:53
      Highlight Highlight Falsch Coffey. Johansson war Manager.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Freilos 29.12.2017 14:44
    Highlight Highlight Ich schätze dass der ZSC dadurch sehr gefährlich für die Bärlis werden könnte. Auf alle Fälle verspricht es immerhin ein wenig Spannung für die Play-Offs.
    • PizzaPestoni 29.12.2017 18:29
      Highlight Highlight Das ZSC Kader wird überschätzt, auch mit diesem Trainer wird es schwer, in den PO‘s etwas zu reissen. (Mir ist schoh bewusst, dass die Mannschaft nominell eigentlich stärker ist, als die Mannschaft aus der Meistersaison 13/14 und dem folgenden Jahr) es fehlt einfach eine gewisse Magie, welche beim ZSC nur Nilsson und abunzu der dicke Inti aufs Eis bringen. Ich vermisse Cunti, beim Z fehlt auf der Centerposition (Pius ausgenommen) an Kreativität und Scorerqualität

      Mein Tipp: Halbfinal ist Endstation
  • Tikkanen 29.12.2017 14:31
    Highlight Highlight ...nicht überraschend, mir allerdings wäre der Hans in Biel lieber gewesen. Jetzt beim Z siehts anders aus🤔Der Hans wird die kuschligen Schönwetterpussy‘s aus Hipsterville so richtig nach vorne treiben, das Saisonziel Ausscheiden im QF dürfte deutlich übertroffen werden😳Wenn Hans mit genügend Rückendeckung aus der Teppichetage versehen wird und so phlegmatische Typen wie den dicken Inti richtig in der Ars** treten kann, ja dann könnte der ZSC sogar zum ernsthaften Herausforderer der magistralen Hockeymaschine🐻 mutieren...😱🤭🍻
    • Brucho 29.12.2017 15:01
      Highlight Highlight Das Tikki mir im alten Jahr tatsächlich noch ein zustimmendes Kopfnicken und positives Lächeln entlockt, hätte ich nicht erwartet.
    • Snakeman 29.12.2017 15:09
      Highlight Highlight Hey bei allem Respekt, nichts gegen unseren Inti. Sonst holen wir ihn wieder zurück. Um es in deinen Worten zu sagen: So schön wie er rockt und rollt nämlich niemand in der Leventina.
    • Antiklaus 29.12.2017 15:20
      Highlight Highlight Inti kommt zu Bern, Ambri Sturm. Grassi, Sciaroni, Pestomi. Friss Kreide Tikki
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