DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
HCD-Trainer Arno Del Curto.
HCD-Trainer Arno Del Curto.Bild: KEYSTONE
Eismeister Zaugg

Interview mit Arno Del Curto: Ist Zug ganz einfach übermächtig?

Zug führt im Halbfinale gegen den HC Davos 2:0. HCD-Trainer Arno Del Curto über die Chancen und Schwierigkeiten, doch noch eine Wende herbeizuführen.
25.03.2017, 08:0725.03.2017, 09:28

Ist es noch möglich, das 0:2 gegen den EV Zug aufzuholen?
Arno Del Curto: Wir spielen heute Abend Spiel drei.

Ja, aber mit guten Chancen, die Wende herbeizuführen?
Wir spielen heute Abend Spiel drei.

Ja. Aber trotzdem die Frage: Gelingt die Wende?
Am Stammtisch würde ich sagen: Ja klar, alles ist möglich, wir schaffen das noch. Als Trainer müsste ich das auch so sagen. Aber mit Worten alleine können wir die Wende nicht herbeiführen. Ich sage nicht, es sei unmöglich. Aber es wird sehr, sehr schwierig.

Sie tönen ein wenig desillusioniert. Welche Hockey-Sorgen bedrücken Sie?
Wir können wahrscheinlich nur mit zwei Ausländern spielen (Rahimi und Kousal – die Red.) Lindgren ist so angeschlagen, dass wir entweder auf ihn verzichten oder ihn fitspritzen müssen. Er ist zuletzt zu Unrecht kritisiert worden und das hat er nicht verdient. Er hätte eigentlich gar nicht spielen dürfen und opferte sich trotzdem für uns auf.

Die Ausländer als entscheidender Faktor?
Nein. Hockey ist ein Teamsport. Wenn zwei Ausländer fehlen, dann spielen wir weiter. Wenn wir keine Ausländer haben, wir spielen weiter. Wenn Andres Ambühl ausfällt, wir spielen weiter. Ich akzeptiere einzelne Ausfälle nicht als Entschuldigung.

Die Chancenauswertung könnte besser sein – der Ausfall eines ausländischen Stürmers wirkt sich also umso stärker aus.
Ja, wir müssten eigentlich mehr Tore schiessen. Aber der Grund ist nicht der Ausfall der ausländischen Stürmer. Wahrscheinlich liegt es an mir. Ich bin wahrscheinlich zu sehr Teamtrainer.

Das müssen Sie erklären.
Wir sind auf das Mannschaftsspiel fixiert. Das ist richtig so. Aber vielleicht spielt das eine Rolle. Im Vordergrund steht nicht der direkte, kompromisslose Schussversuch. Wir tendieren darauf, in vielen Situationen nach einem besser postierten Mitspieler Ausschau zu halten. So fehlt die Entschlossenheit im Abschluss.

Oder ist Zug ganz einfach übermächtig?
Nein.

Aber stärker, als Sie erwartet haben?
Nein, wir wussten, wie gut diese Mannschaft ist. Auch eine flaue Phase vor den Playoffs hatte nichts an unserer Einschätzung geändert.

Wir haben bisher in dieser Serie grosses Hockey gesehen.
So? Na ja, ich würde sagen: recht gutes Hockey. Ich bin nicht zufrieden. Wir liegen 0:2 zurück und es ist an mir, der Mannschaft zu helfen und Lösungen zu finden.

Sie könnten beispielsweise als Überraschung heute Joren van Pottelberghe ins Tor stellen.
Nein, wir spielen wieder mit Gilles Senn. Er hat seine Sache bisher gut gemacht.

NLA-Trikotnummern, die nicht mehr vergeben werden

1 / 148
NLA-Trikotnummern, die nicht mehr vergeben werden
quelle: keystone / fabrice coffrini
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Unvergessene Eishockey-Geschichten

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Einer überstrahlt selbst Brady und Mahomes – 5 Erkenntnisse aus den Wild-Card-Playoffs
Gleich drei Quarterbacks liefen in der ersten Playoff-Runde der NFL zu absoluter Höchstform auf. Der grosse Hoffnungsträger der New England Patriots hielt dem Druck dagegen nicht stand.

Fünf der sechs Wild-Card-Duelle gingen am Wochenende über die Bühne. Für die einzige grössere Überraschung sorgten die San Francisco 49ers, die sich bei den Dallas Cowboys mit 23:17 durchgesetzt haben.

Zur Story