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Das sind die besten Spieler der laufenden National-League-Saison – Rang 50 bis 41

Wer war in dieser Saison der beste Eishockey-Spieler der National League? Wer könnte dies besser wissen als einer der grössten Eishockey-Experten und mehrfacher «Sportjournalist des Jahres» Klaus Zaugg? Eben. Drum hier seine Liste.



Wer ist gut? Wer ist wichtig? Wir können wochenlange Seminare veranstalten und doch finden wir in dieser Frage keine Einigkeit.

Tore, Assists, Strafminuten und diverse andere Statistiken sagen zwar viel. Aber bei weitem nicht alles. Wäre die Beurteilung von Spielern so einfach, dann hätten die Sportchefs ein geruhsames Leben.

Was die Statistiken nicht sagen: welche Bedeutung ein Spieler in der Chemie einer Mannschaft hat. Welche Verdienste aus der Historie. Welche Ausstrahlung auf die Fans. Und erschwerend kommt hinzu, dass nicht nur das Talent entscheidet. Die Persönlichkeit spielt eine fast so wichtige Rolle. Sportchefs holen Spieler, aber es kommen Menschen. Junge Männer, die dafür bezahlt werden, um zu spielen.

Es ist also extrem schwierig, die wahre Stärke eines Spielers zu beurteilen. Wer mag also in einer so komplizierten Wissenschaft von einem Chronisten verlangen, keinem Irrtum zu unterliegen?

Wir zeigen die Top 50 der besten Spieler der ersten Qualifikationshälfte in einer fünfteiligen Serie. Hier der erste Teil:

50. Jérôme Bachofner (ZSC Lions)

Seine Spielkameraden ächzen unter dem Meisterblues, er aber stürmt frech und froh, als sei das Spiel bloss eine Jamsession. Er ist sozusagen ein «Krisengewinnler» und zügelt Ende Saison nach Zug. Aber Achtung: kein kompletter Stürmer, sondern ein eindimensionaler offensiver «General Vorwärts».

Lions Topscorer Jerome Bachofner, im Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen den ZSC Lions und dem Lausanne HC, am Sonntag, 14. Oktober 2018, im Hallenstadion in Zuerich. (PPR/Melanie Duchene)

Bild: PPR

49. Andres Ambühl (HC Davos)

Ja, ja, der Chronist weiss schon, dass der Leitwolf nicht mehr sein bestes und produktivstes Hockey spielt. Aber in der schwierigsten Situation dieses Jahrhunderts ist er der ruhende Pol in einem sturmumtosten Team und hat mit seiner Vertragsverlängerung ein Zeichen gesetzt.

L'attaquant davosiens Andres Ambuehl lors de la rencontre du championnat suisse de hockey sur glace de National League entre le HC Fribourg-Gotteron et le HC Davos, ce samedi, 22 decembre 2018, a Fribourg. (KEYSTONE/Adrien Perritaz)

Bild: KEYSTONE

48. Nick Plastino (HC Ambri-Piotta)

Der Verteidigungsminister der italienischen Nationalmannschaft ist mit ziemlicher Sicherheit der meistunterschätzte Ausländer der letzten 20 Jahre. Arbeitet in Ambri am längsten (der einzige mit mehr als 20 Minuten Eiszeit) und dürfte das beste Preis-Leistungs-Verhältnis aller ausländischen Arbeitnehmer haben.

Ambri's player Nick Plastino during the Swiss Ice Hockey Cup 2018/19 between the HC Ambri Piotta and the HC Lausanne at the ice stadium Valascia in Ambri Switzerland, Sunday, October 21, 2018 (KEYSTONE/Ti-Press/Davide Agosta)

Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

47. Samuel Kreis (EHC Biel)

Behauptet sich in der so schwierigen zweiten Saison der Bestätigung in Biel. Moderner, scheibensicherer Konstrukteur. In Bern ist Aurélien Marti höher eingeschätzt worden – nun spielt Marti in Langenthal und Kreis auch in der Nationalmannschaft.

Biels, Samuel Kreis, rechts, kaempft um den Puck, gegen Lions Topscorer Denis Holenstein, rechts, waehrend dem Meisterschaftsspiel der National League, zwischen dem EHC Biel und den ZSC Lions, am Samstag 1. Dezember 2018 in der Tissot Arena in Biel. (PPR /Marcel Bieri)

Bild: PPR

46. Félicien Du Bois (HC Davos)

Wie ein einsamer Arvenbaum in den Bergen, so trotzt der freundliche 35-jährige Verteidiger den Stürmen, die durch seine Abwehrzone brausen. In Zeiten der defensiven Not ist er statistisch doppelt so zuverlässig (−7) wie der ausländische Verteidiger Magnus Nygren (−16).

Davos' Felicien Du Bois, beim Eishockey-Qualifikationsspiel der National League A zwischen dem HC Davos und dem HC Fribourg-Gotteron am Dienstag, 2. Oktober 2018, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Bild: KEYSTONE

45. Fredrik Pettersson (ZSC Lions)

Letzte Saison 26 Tore in 46 Qualifikationspartien, jetzt erst 8 in bloss 18 Spielen. Aber soeben haben wir erfahren, dass wir den schwedischen Feuerkopf nicht abschreiben dürfen – mit zwei Treffern gegen Gottéron hat er womöglich den Trainer «gerettet». Sind am Ende doch noch 20 Saisontreffer möglich?

Zuerichs Fredrik Pettersson, rechts, und Zuerichs Maxim Noreau freuen sich im Eishockeyspiel der National League zwischen den ZSC Lions und dem EV Zug am Dienstag, 13. November 2018, im Zuercher Hallenstadion. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Bild: KEYSTONE

44. Tim Berni (ZSC Lions)

Er bekommt bei den ZSC Lions nicht einmal 10 Minuten Eiszeit pro Spiel. Hoffentlich hat ihn Sven Leuenberger ob dem fleissigen Krisenmanagen nicht übersehen. Wir sehen im U20-Nationalspieler (Nr. 159/Columbus) einen künftigen Verteidigungsminister auf Augenhöhe von Philippe Furrer oder Rafael Diaz.

Der neue ZSC Spieler Tim Berni gibt ein Interview nach dem Training in der Eishalle in Oerlikon aufgenommen am Freitag, 10. Juli 2018, in Zuerich. (KEYSTONE/Aladin Klieber)

Bild: KEYSTONE

43. Andrea Glauser (SCL Tigers)

Eigentlich ein Grund, um Gottérons Sportchef Christian Dubé den Lohn zu kürzen. Er hat eines der grössten Talente nach Langnau entwischen lassen. Der freundliche, bescheidene, mental robuste Verteidiger hat den Mut zum Risiko und gleichzeitig den Verstand zur defensiven Vernunft und ist diese Saison zum nationalen Verteidiger gereift.

Tigers, Goalie Ivars Punnenovs , Andrea Glauser, Larry Leeger, geschlagen, waehrend dem Meisterschaftsspiel der National League, zwischen den SCL Tigers und dem HC Lugano, am Samstag 22. Dezember 2018 in der Ilfishalle in Langnau. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Bild: KEYSTONE

42. Niklas Schlegel (ZSC Lions)

Der kleine, zierliche Goalie (178 cm / 66 kg) wirkt im Zeitalter der charismatischen, mächtigen Blocker wie aus der Zeit gefallen. Aber es ist ihm gelungen, im Schatten des meisterlichen Titanen Lukas Flüeler so zu glänzen, dass er nächste Saison in Bern den grossen Leonardo Genoni ersetzen darf.

ZSC Lions Torhueter Niklas Schlegel waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League A zwischen den ZSC Lions und dem HC Ambri-Piotta am Donnerstag, 4. Oktober 2018, in Zuerich. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Bild: KEYSTONE

41. Inti Pestoni (HC Davos)

In der grossen Stadt (Zürich) war der freundliche Sohn aus Ambris Bergen verloren. In den Bündner Bergen hat er die Leichtigkeit seines Spiels neu entdeckt und trägt den gelben Helm.

HC Davos Stuermer Inti Pestoni waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League A zwischen den ZSC Lions und dem HC Davos am Sonntag, 25. November 2018, in Zuerich. (PPR/Patrick B. Kraemer)

Bild: PPR

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    Alle Leser-Kommentare
  • Tigerherz 27.12.2018 22:50
    Highlight Highlight Glauser auf Platz 43? Ernsthaft?
  • mukeleven 27.12.2018 19:16
    Highlight Highlight also, nochmals vollständig:

    wer büahli nicht auf der liste hat, der versteht tatsächlich gar nichts von eishockey!
    ich sehe ihn sogar in den top40.
    seine power on ice ist die eine bewertung/betrachtungsweise - was er nach wie vor auch off-ice fuer das team und den hcd liefert, (gerade jetzt in einer tatsaechlich schwierigen phase) ist unglaublich (fuer sein alter)!

  • goldmandli 27.12.2018 15:04
    Highlight Highlight Dubois wird also besser eingeschätzt als Nygren, weil er eine weniger schlechte +- Bilanz hat? Sehr seriöse Bewertung...
  • Hallo22 27.12.2018 14:28
    Highlight Highlight Sorry aber Ambühl und DuBois haben diese Saison meiner Meinung nach nichts in dieser Liste zu suchen. Pestoni und Kreis sind sehr realistisch eingeordnet, der Rest kann man so einordnen muss man aber nicht...
    • Ikarus 27.12.2018 14:51
      Highlight Highlight Geht immerhin ums ganze jahr 2018 und nicht nur um die spiele in der saison 18/19. desweiteren hats knapp 300 spieler in der höchsten liga, da kann man immer diskutieren wer wo hingehört. Einen ambühl oder dubois nicht zu den 50 besten zu zählen wäre definitiv unrealistischer als die zwei hinteren plätze..
    • Hallo22 27.12.2018 15:34
      Highlight Highlight @Ikarus stimmt wenn man das ganze Jahr ansieht kann man Ambühl und DuBois sehr wohl in die Liste aufnehmen. Tut mir Leid habe mich nur auf diese Saison fokussiert.
    • Pascal Mona 27.12.2018 15:46
      Highlight Highlight “besten Spieler der ersten Qualifikationshälfte“
      also NICHT für Ende Quali und Playoffs 2017/2018
    Weitere Antworten anzeigen

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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