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Lindbäck war bei den Predators nur die Nummer 3. bild: twitter

HCD holt NHL-Goalie Lindbäck – und verändert die Hockey-Landkarte

Arno Del Curto ist nervös. Er hat den NHL-Goalie Anders Lindbäck (30) verpflichtet. Der Transfer verändert die Hockey-Landkarte. Auf die NHL-Drafts Gilles Senn (22) und Joren van Pottelberghe (21) wartet die Ersatzbank.



Eigentlich wollte Trainer Arno Del Curto mit seinen beiden NHL-Drafts Gilles Senn und Joren van Pottelberghe die Saison bestreiten. Mit Gilles Senn als Nummer 1. Aber die Sache ist ihm nun doch nicht geheuer. Weder Gilles Senn noch Joren van Pottelberghe haben sich bisher über eine längere Zeitspanne als solide Nummer 1 bewährt. Es droht zum ersten Mal seit dem Wiederaufstieg das Verpassen der Playoffs.

Nun hat der HCD-Trainer und Sportchef den schwedischen NHL-Torhüter Anders Lindbäck geholt. Vorerst für ein Jahr. Die Bestrebungen gehen aber dahin, den Kontrakt vorzeitig zu verlängern. Präsident Gaudenz Domenig verrät einen klugen Hintergedanken: «Wir müssen damit rechnen, dass unsere zwei Torhüter im Sommer 2019 nach Nordamerika wechseln. Dann brauchen wir einen Ausländer.» Die Wahrscheinlichkeit sei gross, dass dann auch der SCB und Lugano auf der Suche nach ausländischen Goalies seien – mit entsprechender Preistreiberei. Jetzt sei es noch möglich, einen ausländischen Torhüter zu einem vernünftigen Preis zu bekommen.

Anders Lindbäck ist im HCD-Businessplan der fünfte Ausländer – so oder so hätten ja die Davoser im Laufe der Saison einen fünften Ausländer verpflichtet.

Schwedens Antwort auf Berra

Wie gut ist Anders Lindbäck? Der sanfte Riese (198cm/98 kg) ist so etwas wie Schwedens Antwort auf Reto Berra (31). Auch Anders Lindbäck war in der NHL noch nie eine Saison lang die Nummer 1 und hat etwas mehr als 100 NHL-Einsätze für fünf verschiedene Teams (Nashville, Dallas, Arizona, Tampa, Buffalo) bestritten. Die letzte Saison verbrachte er im Farmteam von Nashville.

Arizona Coyotes goalie Anders Lindback (29) stops a shot on goal by the San Jose Sharks during the first period of an NHL preseason hockey game Friday, Sept. 25, 2015, in San Jose, Calif. (AP Photo/Marcio Jose Sanchez)

Lindbäck hat schon in fünf NHL-Teams gespielt, die Nummer 1 war er allerdings nie. Bild: AP/AP

So oder so bestätigt die Verpflichtung eines ausländischen Torhüters: Arno Del Curto hat Gilles Senn (22) und Jorgen van Pottelberghe (21) für die NL gewogen und als zu leicht befunden. Und die Sorge, dass zum ersten Mal seit dem Wiederaufstieg die Playoffs verpasst werden, ist in Davos gross.

Die Verpflichtung des schwedischen Goalies hat die Hockeylandkarte allerdings verändert. Mit Anders Lindbäck im Tor kann Davos die Playoffs nicht mehr verpassen. Ja, das Verpassen der Playoffs wäre unter den neuen Voraussetzungen die grösste sportliche Pleite in der Karriere von Arno Del Curto.

Del Curtos Erfahrung

Der «ewige» HCD-Trainer (seit 1996 im Amt) hat bereits Erfahrung mit ausländischen Torhütern. 1998/99 stand der Kanadier Stéphane Beauregard und 1999/00 der Schwede Petter Rönnqvist im Tor der Davoser.

ZUR MITTEILUNG, DASS TRAINER ARNO DEL CURTO SEINEN VERTRAG BEIM HC DAVOS UM EINE SAISON VERLAENGERN WIRD, STELLEN WIR IHNEN AM DONNERSTAG, DEM 30. APRIL 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Der Davoser Trainer Arno Del Curto im Playoff-Finalspiel der National League A zwischen den ZSC Lions und dem HC Davos am Samstag, 11. April 2015, im Hallenstadion in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Del Curto hat im letzten Moment auf dem Transferwühltisch zugeschlagen – ist Lindbäck die erhoffte Rolex? Bild: KEYSTONE

Der HCD war damals in Goalie-Not und beendete die zwei Saisons mit einem Ausländer als letztem Mann auf dem 6. bzw. 7 Rang. Berühmt wurde Petter Rönnqvist nicht in erster Linie durch grosse Leistungen. Sondern durch eine Schlägerei, die er sich in Langnau mit Torhüter Martin Gerber lieferte. Nie stand der HCD dem Verpassen der Playoffs so nahe wie im Frühjahr 2000 mit dem schwedischen Goalie. Die Differenz zu Platz 9 (Lakers) betrug nur vier Punkte.

Nun mit Anders Lindbäck die Saison vier Punkte vor den Rapperswil-Jona Lakers zu beenden – das wäre eine Schmach sondergleichen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • wurstundbier 17.09.2018 13:10
    Highlight Highlight Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Senn und van Pottelberghe 2019/20 bei Teams wie Langnau (Punnenovs ist durchaus für Höheres berufen (KHL, Lugano oder Bern?)) oder Rappi (M. Nyffeler könnte für andere Vereine (eben Lugano oder je nach Leistungen in dieser Saison sogar Bern) interessant sein) spielen, sofern sie nicht vorher wechseln.
  • MarCer 16.09.2018 17:39
    Highlight Highlight Hoffentlich verpasst Davos die Playoffs😂🙌
  • niklausb 15.09.2018 19:40
    Highlight Highlight Noch keine Partie gespielt und schon die Playoffs am verpassen potzdonner!
  • Goon (Zeuge Del Curtos) 15.09.2018 19:16
    Highlight Highlight Der Grund ist das Davos mit keinem der beiden Jungs einen längerfristigen Vertrag abschliessen konnte. Weshalb sollen sie dann für einen ausländischen oder generell anderen Club Goalis ausbilden?

    Nach dem Motto: Wenn ihr nicht für uns spielen wollt werdet ihr auch nicht für uns spielen.



    • MARC AUREL 15.09.2018 21:34
      Highlight Highlight Da kann ich Goon nur zustimmen!
    • Willy Tanner 15.09.2018 22:34
      Highlight Highlight Du meinst einen den sie in zürich nicht wollen, und dann jahre später nicht mehr kriegen können! 🤣🤣🤣
    • Gretzky 16.09.2018 09:50
      Highlight Highlight Ist doch kompletter Bockmist. Da haben sie zwei der besten jungen CH Torhüter, welche bisher durchaus Leistung brachten und holen jetzt schon einen ausländischen Goalie, weil die beiden ev. Nächstes Jahr Ambitionen haben? Und sowas findet ihr gut? Aber dann wieder was faseln von die jungen würden in der Schweiz zu wenig gefördert oder Davos sei ein Ausbildungsklub. Lächerlich. Und wie hat doch Cläusu letzte Woche gegen mehr Ausländer gewettert, dass würde unseren jungen den Weg verbauen, aber solchen Schwachsinn findet er dann plötzlich gut. Unsäglich!
    Weitere Antworten anzeigen
  • LebeauFortier 15.09.2018 17:19
    Highlight Highlight Jaja, sobald man mal einen Torhüter selber ausbilden kann, endet die Geduld nach einem Jahr...
    Möglicherweise ist der HCD halt doch nicht die Goaliefabrik, für die er sich hält. Aber momoll, Genoni und Berra (und auch Hiller) sind halt schon top Referenzen für eine top Nachwuchs-Förderung!

    Chapeau!
    (Nicht.)
    • der Denker 15.09.2018 17:35
      Highlight Highlight Genoni: Zürich
      Berra: Zürich
      Nur Hiller ist ein eigengewächs. Aber wie sie es geschrieben haben sind gute Referenzen für die Ausbildung anderer
    • LebeauFortier 15.09.2018 17:50
      Highlight Highlight Danke Denker, exakt das wollte ich dabei andeuten. Da wurden Sie Ihrem Namen wieder mal voll und ganz gerecht!
    • Freilos 15.09.2018 19:24
      Highlight Highlight Hiller wurde beim SC Herisau ausgebildet und hat seine ersten Schritte in der NLB gemacht.
      Er ist aber bereits als ganz junger nach Davos gewechselt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • exeswiss 15.09.2018 16:29
    Highlight Highlight "Weder Gilles Senn noch Joren van Pottelberghe haben sich bisher über eine längere Zeitspanne als solide Nummer 1 bewährt."

    «Wir müssen damit rechnen, dass unsere zwei Torhüter im Sommer 2019 nach Nordamerika wechseln. Dann brauchen wir einen Ausländer.»

    da stimmt was nicht...

    • dho 15.09.2018 18:46
      Highlight Highlight Man nennt das in der Fachsprache: Chronisten-Geschwafel, oder???
    • exeswiss 16.09.2018 03:44
      Highlight Highlight ich geh eher davon aus, das weder senn noch van Pottelberghe je übersee in der NHL spielen werden.

      keiner der beiden hat das format eines starters oder eines backups in der NHL
  • Sloping 15.09.2018 16:21
    Highlight Highlight Das Verhalten des HCD ist für mich nicht glaubwürdig. Sich dauernd über die Kosten beklagen und vom engen Budget wegen der neuen Halle sprechen, sich dann aber total 6 Ausländer diese Saison leisten. 5 sind schon unter Vertrag und einer soll ja noch gesucht werden. Dazu immer von Juniorenförderung sprechen, dann aber einen ausländischen Torhüter den beiden Jungen vor die Nase setzen und sich in der Ausländerdiskussion der Liga für 6 aussprechen.
    • Doeme 15.09.2018 16:56
      Highlight Highlight Du weisst schon, dass Ausländer das bessere Preis-Leistung-Verhältnis mit sich bringen...?
    • What’s Up, Doc? 15.09.2018 17:28
      Highlight Highlight Das kann man so sehen. Die Frage ist aber auch was für ein finanzieller Verlust entstehen würde wenn man die Playoffs nicht erreichen würde oder noch schlimmer. Am Ende wird man schon abgewogen haben was finanziell besser ist.
    • goldmandli 15.09.2018 18:00
      Highlight Highlight Das Gerede vom kleinen Budget kann ich auch nicht mehr hören. Möglich, dass es jetzt etwas weniger Geld in der Kriegskasse hat, dennoch haben sie bestimmt noch immer ein massiv grösseres Budget als die Strichteams.
    Weitere Antworten anzeigen
  • HabbyHab 15.09.2018 16:16
    Highlight Highlight "NHL-Torhüter Anders Lindbäck" nö. AHL-Torhüter. Und NHL-Flopp, wenn man es mit Zaugg'schen Worten ausdrücken will.
    • mad_aleister 15.09.2018 17:01
      Highlight Highlight Vielleicht eine Rolex vom Transferwühltisch... wir werden sehen.
    • Freilos 15.09.2018 19:26
      Highlight Highlight Und wenn es Richtung PlayOffs geht stellt Zaugg fest, dass eben doch kein Titan zwischen den pfosten steht.
  • einschweizernamens 15.09.2018 16:12
    Highlight Highlight Arno hätte besser den Melvin Nyffeler geholt..
    janu..die Panik ist ja offenbar gross... die Infrastruktur wird für die NLB schon reichen!
    ;-)
    • Seebube91 15.09.2018 20:48
      Highlight Highlight Haha Nyffeler wird auch in die nhl wechseln. oder bei rappi bleiben, da kann er wenigstens einmal meister werden.
    • Tugium 15.09.2018 23:52
      Highlight Highlight Rappi und Meister🤣🤣🤣

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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