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Ob Maxim Lapierre (mitte) und Kevin Klein (rechts) bald mehr ausländische Unterstützung erhalten?

Mehr Ausländer für unser Hockey? Dann lösen wir die «Dummheitsbremse»

Eine der grössten Torheiten unseres Hockeys kehrt immer wieder zurück. In regelmässigen Abständen fabulieren unsere Hockeymacher über mehr Ausländer.



Der 2016 verstorbene italienische Universalgelehrte Umberto Eco hat ein wunderbares Buch geschrieben. «Die Geschichte der legendären Länder und Städte». Es geht um die Welten, die sich die Menschen seit Anbeginn der Zeiten erträumen. Vom Garten Eden über die Orte auf Tolkiens Mittelerde, Gullivers Inseln, das Schlaraffenland bis hin zu Atlantis, Mu und Lemuria.

epa05171417 (FILE) A file photo dated 11 October 2007 shows Italian author Umberto Eco at the Frankfurt Book Fair in Frankfurt am Main, Germany. The Italian best-selling writer and philosopher Umberto Eco, best known for his novel 'The name of the Rose', has died at his home in Italy late on 19 February 2016 according to his family.  EPA/BORIS ROESSLER

Umberto Eco. Bild: EPA/EPA FILE

Wir wissen natürlich, dass es all diese phantastischen Länder und Städte nicht gibt. Und doch üben sie eine ewige Faszination aus.

Was hat das alles mit dem helvetischen Eishockey zu tun? Nun, unsere Hockey-Macher träumen auch in regelmässigen Abständen von einer phantastischen Welt. Von einer eidgenössischen Liga, in der die Spielerlöhne sinken, formidables ausländisches Personal für höchstens 80'000 Fränkli seine Künste vorträgt, das einheimische Personal in der dritten und vierten Linie weniger als 100'000 Franken verdient und sich die roten Zahlen schwarz verfärben.

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Meinen die das wirklich ernst mit den 80'000 Franken für Ausländer?

Sie träumen von einer Liga, so phantastisch wie Atlantis, Mittelerde, Mu und Lemuria.

Der grandiose Erzähler Umberto Eco begnügte sich damit, uns diese phantastischen Welten zu schildern. Unsere klugen Hockeymacher gehen weiter: sie glauben den Schlüssel zu diesen Welten zu haben: die Erhöhung des Ausländerkontingentes von heute vier auf wahlweise sechs, acht oder zehn. Inzwischen sinnieren sie bei jeder Liga-Zusammenkunft über mehr Ausländer.

Praktisch alles Ausländer: Die NL-Topskorer der Qualifikation seit 2002/2003

Erstaunlicherweise sind so kluge Männer und Manager wie SCB-General Marc Lüthi von dieser Idee fasziniert.

Das zentrale Argument ist auf den ersten Blick ja auch bestechend: es gibt doch genügend Spieler drüben in Amerika, oben in Dänemark, Finnland und Schweden, vielleicht sogar unten im Südtirol, die besser sind als unsere Dritt- und Viertlinien-Helvetier und nur halb so viel kosten. Die sich für 60'000 bis 80'000 Franken verdingen.

Portrait vom CEO des SC Bern, Marc Luethi, am Montag, 13. August 2018, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Auch SCB-General Marc Lüthi ist von der Idee fasziniert. Bild: KEYSTONE

Wenn wir nun die Anzahl Ausländer erhöhen – sagen wir mal auf sechs – dann wird der dritte und vierte Block günstiger. Weil wir billige Ausländer statt teure Schweizer einsetzen. Und wenn ein smarter Agent frech für einen Drittlinienflügel 220'000 Franken verlangt, dann kann der Sportchef sich lächelnd zurücklehnen und sagen: «Weisst Du was Dani, da nehmen wir doch lieber einen günstigeren Ausländer …»

Mindestens eine Million teurer

Es gibt noch ein weiteres scheinbar starkes Argument: um die Jahrhundertwende spielten nur einzelne Schweizer in Nordamerika. Inzwischen liesse sich mit den Übersee-Eidgenossen eine Meistermannschaft zusammenstellen.

Die Schweizer in der NHL und AHL 2017/18:

Dieser Abgang der Besten kann mit ausländischen Spielern kompensiert werden. Nur durch mehr Ausländer lässt sich das Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Spielermarkt wieder einigermassen ins Lot bringen.

Fassen wir zusammen: mehr Ausländer helfen, die Lohnkosten zu senken und die Qualität des Spektakels wird erst noch besser.

Und wie ist es in der richtigen Welt? Es gibt keine billigen Ausländer. Mehr Ausländer treibt die Löhne weiter in die Höhe. Werden sechs statt wie bisher vier erlaubt, wird jede Mannschaft um mindestens eine Millionen Franken teurer.

Marc Lüthi und andere kluge Männer bestreiten dies vehement. Weil sie die wahre Natur des Sportkapitalismus unterschätzen oder gar ausblenden. Obwohl sie doch tüchtige Sportkapitalisten sind.

Das Streben nach Ruhm und Titeln liegt in der Natur des Sportes. Der Wettbewerb findet aber nicht nur auf dem Spielfeld statt. Diese Dynamik wirkt auch auf dem Spielermarkt. Sportunternehmen konkurrenzieren sich sportlich und wirtschaftlich.

Welche Sportunternehmen die Schweizer dominieren? Natürlich die Berner.

Tatsächlich gibt es drüben in Amerika, oben in Dänemark, Finnland und Schweden, vielleicht sogar unten im Südtirol Spieler, die mindestens das Niveau eines eidgenössischen Operetten-Internationalen haben und nicht mehr als 80'000 Franken kosten. Sie verdienen so wenig, weil ihnen bisher in Europa kein Sportchef, der bei Sinnen ist, mehr Geld anbietet.

Wenn nun bei uns durch die Erhöhung von vier auf sechs Ausländer 24 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, wird die Nachfrage angeheizt. Die Spieleragenten haben heute schon zwei verschiedene Preislisten. Eine für die Schweiz und eine mit halben Preisen für die übrigen europäischen Ligen.

Unsere Klubs werden zwar sehr gut gemanagt. Deshalb ist die National League die erfolgreichste Liga ausserhalb Europas. Aber wenn es um ausländische Arbeitskräfte geht, sind sie zu gutgläubig, ja oft gar naiv. Deshalb bezahlen sie mit Abstand die höchsten Löhne ausserhalb der NHL und KHL, zwischen 30 und 80 Prozent zu viel. Ohne Not.

Linus Klasen winkt den Fans zu an der offiziellen Team-Praesentation des HC Lugano, am Sonntag, 12. August 2018 in Lugano. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Verdient im Tessin einen guten Batzen: Luganos Linus Klasen. Bild: TI-PRESS

Hie und da findet ein Klub, begünstigt durch besondere Umstände, auf dem Ausländertransferwühltisch tatsächlich eine Rolex. Aber das sind Ausnahmen.

Das kopflose Nachrüsten

Unter diesen Voraussetzungen sechs Ausländer zu bewilligen, wäre fatal. Keiner der zusätzlichen Schweden, Kanadier, Dänen, Amerikaner, Tschechen oder Finnen würde für weniger als 200'000 Franken netto unterschreiben. Was tatsächliche Kosten von mindestens 400'000 Franken nach sich zieht. Unsere Sportchefs sind die einzigen der Welt, die allen ausländischen Arbeitskräften ein teures Rundum-Wohlfühlpacket mit bezahlten Steuern, Gratiswohnung, Gratisschulen für die Kinder plus Gratisauto und Gratisflugtickets anbieten. Was bei jedem ausländischen Spieler Zusatzkosten in sechsstelliger Höhe verursacht.

Weil sportlich nur konkurrenzfähig ist wer gute Ausländer hat, werden auch die Kosten für die Ersatzausländer ausufern, die während der Saison laufend eingestellt werden. Die Sportchefs haben ja bereits Mühe, die vier Positionen gut zu besetzen. Erst recht werden sie nicht dazu in der Lage sein, sechs gute ausländische Spieler zu rekrutieren. Wenig hat in den letzten 20 Jahren den Klubkassen so sehr geschadet wie das kopflose Nachrüsten auf den Ausländerpositionen während der Saison.

Chris McSorley, Head coach of Geneve-Servette HC, instructs his players, during the first training session of Geneve-Servette HC team for the new season 18-19 of the Swiss National League, at the ice stadium Les Vernets, in Geneva, Switzerland, Thursday, August 9, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Auch Genfs Chris McSorley lässt sich die Ausländerpositionen gerne mal etwas kosten. Bild: KEYSTONE

Marc Lüthi argumentiert, man müsse halt das Scouting verbessern, um günstige Ausländer zu finden. Ausgerechnet dieser kluge Rechner blendet aus, dass dieses Scouting, soll es erfolgreich sein, auch viel kostet und die fähigen Leute dafür gar nicht auf dem Markt sind.

Und warum würde keiner der neuen «Imports» unter 200'000 Franken netto unterschreiben? Ganz einfach: weil die Klubs jedem so viel oder mehr bezahlen werden. Alle brauchen ja gute Ausländer. Gerade auf dieser Position darf man nicht sparen. Sonst werden wir nicht Meister. Oder sonst schaffen wir die Playoffs nicht. Oder sonst steigen wir am Ende gar noch ab.

Zusätzlich käme eine Preistreiberei in Gang, weil sich die Sportchefs gegenseitig noch viel mehr als bisher die guten ausländischen Spieler abjagen würden.

Aber würden dann die Schweizer für die dritte und vierte Linie nicht billiger? Nein. Wenn ich Meister werden, in die Playoffs kommen oder nicht absteigen will, dann brauche ich auch mindestens so gute Schweizer für die dritte und vierte Linie wie meine Konkurrenz. Oder bessere.

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Nicht die teuren Schweizer für den dritten und vierten Block würden durch die zusätzlichen Ausländer vom Markt gedrängt. Sondern die günstigsten eigenen Nachwuchsspieler. Zwei zusätzliche Ausländer wären praktisch das Ende für die wettkampfmässige Ausbildung der jungen Spieler.

Schliesslich und endlich kommt dazu, dass der Mangel an einheimischen Spielern bei weitem nicht so gross, wie immer wieder gerne behauptet wird.

Switzerland's scout Christian Wohlwend poses for the photographer, after a training session of the IIHF 2016 World Championship at the practice arena of the Ice Palace, in Moscow, Russia, Monday, May 9, 2016. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Christian Wohlwend betreut die Schweizer U20-Nationalmannschaft. Bild: KEYSTONE

Die Schweiz ist bei allen Nachwuchs-Weltmeisterschaften in der höchsten Leistungsstufe präsent. Die Nachwuchsausbildung der Klubs ist exzellent.

Keine Chance ohne Bart

Die Sportchefs müssten bloss ihre Coaches dazu bringen, den eigenen Talenten eine echte Chance zu geben. Und nicht nur in Alibi-Einsätzen in den letzten zehn Minuten beim Stande von 4:0.

Zug baut einerseits eine grandiose Nachwuchsakademie auf, beschäftigte aber andererseits in den letzten vier Jahren mit Harold Kreis einen Trainer, der fast nur durch Androhung von Gewalt dazu gebracht werden konnte, hie und da eines der Talente aufs Eis zu lassen. Ende der letzten Saison ist er endlich gefeuert worden.

Portrait von SC Bern Cheftrainer Kari Jalonen, am Dienstag, 14. August 2018 vor dem Training in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Ohne Bart ist mit SCB-Trainer Kari Jalonen nicht zu spassen. Bild: KEYSTONE

Und der SCB beschäftigt mit Kari Jalonen einen Bandengeneral, der jedem misstraut, der keinen Bartwuchs hat und nicht mindestens 25 ist. Die günstigen eigenen Junioren (Marco Müller, Samuel Kreis, Luca Hischier, Dario Meyer) müssen ihre Karriere anderswo retten und dafür sind teure Mitläufer (Daniele Grassi, Gregory Sciaroni, Matthias Bieber) eingekauft worden.

Wenn alle Cheftrainer so mutig den Jungen eine Chance geben würden wie Luca Cereda in Ambri oder Arno Del Curto in Davos, dann käme die Idee, den eigenen Talenten zusätzliche Ausländer vor die Nase zu setzen gar nicht erst auf.

HC Ambri-Piotta Cheftrainer Luca Cereda im vierten Eishockey Spiel des Playout-Final der National League zwischen dem EHC Kloten und dem HC Ambri-Piotta am Montag, 2. April 2018, in Kloten. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Ambri-Coach Luca Cereda vertraut den jungen Talenten. Bild: KEYSTONE

Das wunderbare am Sport sind die Emotionen. Deshalb lieben wir den Sport und erst recht das Eishockey. Zu den Nebenerscheinungen gehört allerdings, dass diese Emotionen eher früher als später auf die Büros der Manager übergreifen und sie alle guten Vorsätze vergessen lassen. Zwischen Mai und August träumen sie von Eishockeywelten wie aus dem Buch von Umberto Eco. Mit vielen billigen Ausländern, noch billigeren Schweizern, schwarzen Zahlen und Ruhm und Siege für alle. Zwischen September und April vergessen die meisten in den Emotionen des Tagesgeschäftes alle guten Vorsätze.

Die aktuelle Ausländer-Beschränkung (vier pro Team) ist ein kluger helvetischer Kompromiss. Genau richtig für unser Hockey. Eine wirkungsvolle Schulden- und Dummheitsbremse die unsere Sportchefs und Manager vor unsinnigen Ausgaben bewahrt. Ja, die Lösung mit vier Ausländern ist einer der erfolgreichsten Kompromisse unseres Sportes. Dass es ohne ausländische Spieler nicht geht, ist ja ebenso unbestritten wie die Erkenntnis, dass eine unbegrenzte Anzahl unser Hockey ruinieren würde. Vier Ausländer sind gerade richtig.

ALS VORSCHAU AUF DIE AM MITTWOCH, 7. SEPTEMBER 2016, BEGINNENDE EISHOCKEY NATIONAL LEAGUE A SAISON, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - HC Davos Cheftrainer Arno Del Curto waehrend dem vierten Eishockey-Playoff-Viertelfinalspiel der National League A zwischen den Kloten Flyers und dem HC Davos am Donnerstag, 10. Maerz 2016, in der SWISS Arena in Kloten. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Arno Del Curto schafft es immer wieder, junge Schweizer in seine Teams einzubauen. Bild: KEYSTONE

Sollte es zu einer Abstimmung über die Erhöhung der Anzahl Ausländer kommen, ist es in Tat und Wahrheit eine Abstimmung darüber, ob die Kosten pro Mannschaft um mindestens eine Million erhöht, der Einbau von jungen Spielern praktisch verunmöglicht und die Klubs mit begrenzten wirtschaftlichen Möglichkeiten ruiniert werden sollen.

Die Erhöhung der Anzahl Ausländer ist uns in den letzten Tagen wieder einmal als die einfache Lösung für ein so komplexes Problem wie die Lohninflation im helvetischen Eishockey angepriesen worden. Da geben wir Umberto Eco das letzte Wort: «Für jedes komplexe Problem gibt es eine einfache Lösung, und die ist die falsche.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • faustus 05.09.2018 10:40
    Highlight Highlight 3 Ausländer wären genug!
  • Rookie 05.09.2018 08:02
    Highlight Highlight Ich bin für den Vorschlag von Thomas Roost: Das Matchblatt von 22 auf 20 Spieler kürzen. In der NHL bereits schon aktuell.
  • chrisdea 05.09.2018 01:10
    Highlight Highlight Toller Artikel, absolut einverstanden.

    Off Topic, aber sehe nur ich das so, dass der Marc Lüthi mit dem alten Mann aus Pixars UP verwandt sein muss...?
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  • Ranger#10 04.09.2018 21:05
    Highlight Highlight Bester Artikel von Zaugg den ich bis jetzt gelesen habe. 👍
  • Don43 04.09.2018 17:36
    Highlight Highlight „Die beste Liga ausserhalb Europas“
  • hasenschwarte 04.09.2018 17:31
    Highlight Highlight nein sorry, aber das stimmt so nicht. Die Preise werden durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Da man den Markt durch die Ausländerbegrenzung eindämmt und dadurch die CH-Löhne antreibt ist wohl klar. Durch mehr Ausländer sinken die Lohnkosten durch CH-Spieler. D.h. Schwanzclubs können mehr Geld für Ausländer investieren. Dadurch würde die Liga spannender, da kleinerer Klassenunterschied. Alles basiert nach dem Grundsatz: Für X Franken, bekommt man am Markt einen besseren Ausländer als Schweizer, weil der Markt verknappt wird.
    • supremewash 04.09.2018 18:47
      Highlight Highlight Die Erhöhung der Leistungsdichte wird sicher nicht über eine Erhöhung des Ausländerkontingents erreicht werden.
      Anders gesagt, nicht der Spielerpool muss vergrössert werden, sondern die Slots verknappt.
  • pachnota 04.09.2018 17:11
    Highlight Highlight Sind jetzt dies Lohnkosten jährlich oder Monatlich gemeint?
    • pachnota 04.09.2018 20:45
      Highlight Highlight Echt, ich weiss es wirklich nicht. 😅😘
    • Willy Tanner 04.09.2018 21:32
      Highlight Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.
  • Adrian78 04.09.2018 16:57
    Highlight Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.
  • manolo 04.09.2018 16:51
    Highlight Highlight es braucht einen salary-Cap im schweizer Eishockey!
  • why_so_serious 04.09.2018 16:02
    Highlight Highlight Seit froh, dass ihr diese Begrenzung habt - ihr werdet dafür sehr beneidet! In Österreich gibt es keine zahlenmäßige Höchstgrenze für Legionäre mehr, stattdessen wurde ein Punktesystem eingeführt (welches sehr undurchsichtig ist) in dessen Rahmen Spieler mit Punkten bewertet werden. --> Wo die Nationalmannschaft steckt, kann man sich vorstellen - Jugendarbeit gibt es in der Liga nur von drei Vereinen.
  • Gondeli 04.09.2018 15:50
    Highlight Highlight Ob Thomas Roost mit Herrn Zaugg einverstanden ist, dass unsere Juniorenförderung gut ist...? Ich zweifle mal...
  • LittleBallOfHate63 04.09.2018 14:53
    Highlight Highlight Wow, Ich stimme mit Klaus Zaugg überein. Gut geschriebenen, Interessant und wohlüberlegt! Wusste gar nicht, dass das geht ;)
  • marak 04.09.2018 14:45
    Highlight Highlight Ja, den Jungen mehr Verantwortung übertragen. So ganz nebenbei lernt man dann auch in welchen Bereichen man noch besser ausbilden muss. Denn sich auf dem Ruhekissen "alle Juniorenauswahlen spielen auf der höchsten Stufe" niederlassen ist kontraproduktiv. Immer dranbleiben ist die Devise.
    • chandler 04.09.2018 15:07
      Highlight Highlight Vorallem sind die Juniorenmannschaften auf allen Stufen momentan leider nicht sonderlich erfolgreich unterwegs
  • Patho 04.09.2018 14:45
    Highlight Highlight Man siehts ja wie es im Fussball läuft, warum nicht aus deren Fehlern lernen?
  • Marius Künzli 04.09.2018 14:34
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht, wie man überhaupt auf die Idee kommen könnte, dass die Löhne sinken. Klar ist, dass es viele gleich oder bessere Ausländer gibt, die billiger sind als Schweizer Viertlinienspieler.

    Aber wieso sollte ein Team einen Viertlinienausländer kaufen? Kein Team würde einen Viertlininenausländer kaufen! Sondern ein ausländischer Top Six Spieler, welcher dann doppelt so viel verdienen würde wie ein CH-4-Linien Spieler. Das ganze würde sich einfach um eine Linie nach hinten verschieben.

    Zaugg hat diesmal einfach zu 100% recht. Fertig!
    • hasenschwarte 04.09.2018 17:39
      Highlight Highlight ganz einfach: weil ein 1 Linien CH durch einen 1 Linien Ausländer verdrängt wird. Der verdrängte Schweizer wird 2. Linien-Spieler. Der 2. wird 3. und der 4.-Linien-Spieler überzählig. D.h. ein CH-Spieler wird überzählig, welcher die hohle Hand macht. Es entsteht zum ersten mal etwas wie Konkurrenzkampf, CH-Löhne werden sinken. Schwanzclubs können für den freigewordenen Betrag einen Ausländer holen. Der sportliche Unterschied wird kleiner.
    • goldmandli 04.09.2018 19:39
      Highlight Highlight Nur sind nicht die 4. Linien Spieler teuer sondern die der ersten 2 Linien (die 3. Warscheinlich auch überteuert). Die grossen Klubs würden einfach etwas besser, während die von dir genannten Schwanzklubs noch weiter ins Hintertreffen geraten würden.
    • CaptainObvious 04.09.2018 19:45
      Highlight Highlight @Hasenscharte:
      Der eingekaufte Ausländer wird mehr kosten als der schlussendlich verdrängte 4.-Linienspieler => hier wird es mehr Lohnausgaben geben.
      Umgekehrt bleiben die besten Schweizer nach wie vor gesucht und werden entsprechend umworben => keine Lohnanpassung.

      Die verdrängten 4.-Linienspieler werden so höchstens bei kleineren Clubs und/oder in einer tieferen Liga für Konkurrenz sorgen.
      So gesehen würde bestenfalls die Qualität der NLB steigen bei gleichbleibenden Ausgaben der NLB-Clubs — allerdings bin ich mir da nichtmal sicher.
  • Thomas J. aus B. 04.09.2018 14:31
    Highlight Highlight Bin zwar eher pro statt kontra mehr Ausländer, aber das mit den Kosten kommt wohl hin. Bin nicht ganz überzeugt, aber das tut nix zur Sache. Ändern wird sich über kurz oder lang sowieso nichts.

    Eine Frage habe ich: wie kommt der Eismeister immer wieder darauf, dass wir die erfolgreichste Liga innerhalb Europas (wenn man KHL nicht zu Europa zählt) haben?
    An den Resultaten bei den internationalen Vergleich kann's nicht liegen. Unterhaltsam ist die NL, aber übermässig erfolgreich?
    • Freilos 04.09.2018 17:29
      Highlight Highlight Das Frage ich mich auch jedes Mal. Ich schätze zumindest die schwedische und finnische Liga stärker ein. Die Tschechische Liga ist wohl auch nicht ganz so schlecht.
    • AllknowingP 04.09.2018 18:04
      Highlight Highlight @Thomas
      Wer Bern resp. den SCB die "Hockeyhauptstadt Europas" nennt, meint wohl auch das die NL Toppish ist....

      Ohne KHL würde ich die NL auf Platz drei nach Schweden und Finnland sehen.
    • Hallo22 04.09.2018 18:22
      Highlight Highlight Die schwedische ist sicher besser. Bei der finnischen und tschechischen Liga bin ich mir nicht ganz so sicher. Zumindest skoren Tschechen und Finnen tendenziell in der Schweiz weniger Punkte als in ihrer eigenen Liga. Beispiele: Immonnen (letzte EVZ Saison 49 Spiele/26 Punkte, Saison 17/18 59 Spiele/50 Punkte), Cervenka (letzte Saison in Cze 49 Spiele/61 Punkte, Saison 17/18 32 Spiele/37 Punkte) oder Hytönen (Saison 15/16 in CH 48 Spiele/21 Punkte, Saison 17/18 58 Spiele/36 Punkte). Ein weiteres Beispiel wäre Petr Sykora, der mit 39 Jahren in Cze noch ein guter Skorer ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Best of 7 04.09.2018 14:09
    Highlight Highlight Klaus, für einmal ziehe ich meinen nichtvorhandenen Hut vor dir. Das ist mal ein Beitrag mit Hand und Fuss. Nichts von Schillerfalter, Lottergoalis und Titanen, sondern einfach ein Beitrag der es auf den Punkt bringt. Das ist mit Abstand das beste was ich von dir gelesen habe.

    "Gotthelf wäre stolz auf dich."😊

    Wenn du Gotthelf nicht ins Spiel bringst, dann mach ich es halt.
    • marak 05.09.2018 08:39
      Highlight Highlight Best of 7, du meinst, du hast die Rolex auf dem KZ-Berichte-Wühltisch gefunden.
  • Simon Probst 04.09.2018 13:56
    Highlight Highlight Ist dann aber auch logisch dass die leistungen der Eisgenossen in der Nati nur noch durchschnittlich sein werden.
  • Fraessnapf 04.09.2018 13:54
    Highlight Highlight Ostligen haben die Entwicklung schon gemacht, ebenfalls nachdem die Nachfrage nach Ihren Spielern in der NHL und KHL grösser wurde. (z.B. Slowakei, Tschechien). U.a. darum wurde das Ausländerkontingent erhöht. Die Nachwuchsförderung wurde dadurch massiv eingeschränkt, was einige Experten als Mitgrund für die gesteigerte Nachfrage nach Schweizer Talenten in Übersee sehen. Zudem hat die Popularität der Ligen abgenommen, auch in eigenen Fanlagern, was zu einem Grossteil durch fehlende Identifikation entstand. Wollen wir das auch?
    • Saasi 05.09.2018 10:09
      Highlight Highlight Fressnapf. In der tschechischen Liga gibt es Vereine die nur 1-2 Ausländer haben und auf den Nachwuchs setzen. Letzte Saison ein Beispiel aus der Champions Hockey League. EVZug vs Kometa Brno.
      Ein Ausländer, 8 Spieler unter 19 Jahren und gewinnen gegen ein schwach spielendes Zug hoch. Glaubst du jetzt, diese jungen Nachwuchsspieler würden als Team so gut funktionieren, wenn sie so nicht schon des öftern zusammen gespielt hätten? So fördert man den Nachwuchs wenn diesen auch in einem ganzen Spiel in einem CHL Spiel gibt. Und was macht die Schweiz? Sie diskutieren über mehr Ausländer. Hohl.
  • Vord Lader 04.09.2018 13:51
    Highlight Highlight Man darf Ihn auch mal loben wenn der Klaus einen guten Beitrag verfasst hat.
    Kann dem nur zustimmen das die Nachwuchsförderung wichtiger ist als noch mehr Ausländer einzukaufen.
  • f303 04.09.2018 13:40
    Highlight Highlight Für einmal 100 % Zustimmung.
  • Bätzi 04.09.2018 13:34
    Highlight Highlight Guter Bericht vom Klaus!!
    Trifft den Nagel auf den Kopf und versenkt ihn in einem schlag.
    Ist nur zu hoffen das die Clubbosse zur selben besinnung kommen und den weg aus Phatasia finden.
  • Seebube91 04.09.2018 13:28
    Highlight Highlight Man könnte auch statt zwei zusätzliche Ausländer, die Klubs verpflichten zwei Junioren pro Match einzusetzen.
    • Tugium 04.09.2018 15:14
      Highlight Highlight Das wäre mal ein geiler Vorschlag👏😍
    • goldmandli 04.09.2018 15:16
      Highlight Highlight Oder einfach einen salary cap. Dann müssten die Klubs eigene Junioren einsetzen, damit sie sich gute spieler für die Linien 1&2 leisten können.
    • greenfields 04.09.2018 23:27
      Highlight Highlight Endlich einer, der es wirklich richtig sieht. Aber bring das mal unseren Clubverantwortlichen oder z.B. Trainern wie Jalonen bei. Die würden gleich Amok laufen. Dabei sage ich schon lange, dass mehr "Eigenkapital" auf längere Sicht wesentlich ertragreicher ist als immer wieder hereingeholtes "halbbatziges Fremdkapital".
  • messanger 04.09.2018 13:23
    Highlight Highlight Im sportlichen Wettbewerb wird keiner zurückstecken. Keiner wird freiwillig die Lohnkosten senken, denn das würde die Qualität und somit die Wettbewerbsfähigkeit reduzieren. Somit wird jeder Verein das Maximum ausgeben für seine Mannschaft. Gespart wird höchstens drumherum. Und/Oder es wird versucht die Einnahmen zu erhöhen. Die Anzahl Ausländer hat darauf keinen Einfluss.
  • Hans_Olo 04.09.2018 13:19
    Highlight Highlight Bin für einmal einig mit Klaus. Besser in die eingen Jugendabteilung als in zusätzliche Ausländer investieren. Bin der Meinung Zug macht das vorbildlich, hatte einfach den falschen Trainer bis jetzt. Und wieso kein Salarycap wie in der NHL? Das würde die Liga ausgeglichener gestallten.
    • Züzi31 04.09.2018 13:39
      Highlight Highlight Wird wohl gesetzlich schwierig. Dafür benötigt es ja eine gewisse Lohntransparenz, welche in der Schweiz ja mehr gehasst ist, als vom Teufel das Weihwasser.
      Aber bitte bitte, auf keinen Fall mehr Ausländer pro Team. Eine zweite DEL will hier doch echt keiner haben.
    • Hans_Olo 04.09.2018 14:13
      Highlight Highlight ich verstehe nicht was das mit dem Gesetzt zu tun haben soll wenn man sagen würde, pro Mannschaft darf pro Jahr nicht mehr als Betrag X für Spielerlöhne ausgegeben werden. Aber vielleicht kannst du es mir ja erklären.
      Die Löhne sind sowiso schon recht transparent. Man weis welche Mannschaft wie viel Budget hat für Spielerlöhne und man weis, z.B von Genoni, das er um die 800k in Zug verdienen wird. Gleiches damals bei Brunner mit 3.3 Mio für die 3 Jahre in Lugano. Vielleicht nicht auf den Franken genau, aber nah drann würde ich mal behaupten.
    • exeswiss 04.09.2018 16:05
      Highlight Highlight @hans_Olo solange man spieler ausserhalb des budgets bezahlen kann (ja auch das gibt es), ist es mit der transparenz nicht weit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MacB 04.09.2018 13:18
    Highlight Highlight Gut gebrüllt und analysiert!
  • PostFinance-Arena 04.09.2018 13:15
    Highlight Highlight Ein sachlicher und meiner Meinung nach korrkter Artikel! Überraschend, aber gut! :)
  • Swissclimber 04.09.2018 13:13
    Highlight Highlight Ausnahmsweise kann ich die Aussagen von Herrn Zaugg zu 100% unterstützen.
    Statt ein Kontingent für Nachwuchsspieler zu installieren, will man die Zahl der ausländischen Spieler erhöhen - unverständlich und dumm!
  • eupho 04.09.2018 13:09
    Highlight Highlight Wo der Klaus recht hat, hat der Klaus recht.
  • AllknowingP 04.09.2018 13:04
    Highlight Highlight Bester KZ Bericht .... umm... ever.

Der Tag ist gekommen – Arno Del Curto ist nicht mehr Trainer des HC Davos

Paukenschlag beim HC Davos: Der «ewige» Trainer Arno Del Curto hat seinen Rücktritt erklärt. Er stand beim Rekordmeister seit 1996 an der Bande und führte den Klub in dieser Zeit zu sechs Meistertiteln.

Der Klub schwärmt in einer Mitteilung vom langjährigen Coach: «Einzigartig die leidenschaftliche Art, mit der er seine Spieler formte. Und mit einem ausgeprägten, offensiven Tempospiel hat er nicht nur die HCD-Fans, sondern sämtliche Anhänger von attraktivem, spektakulärem Eishockey …

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