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FILE - In this Feb. 18, 2010, file photo, Rene Fasel, International Ice Hockey Federation President, right, and Gary Bettman, National Hockey League Commissioner,  are seen during a press conference at the Vancouver 2010 Olympics in Vancouver, British Columbia. NHL Players are raising doubts about the finality of the NHL announcement that it won’t participate in the 2018 Olympics. IIHF president Fasel called the NHL’s decision one that robs fans of a best-on-best competition, saying “at the end of the day, ice hockey loses here.”  (AP Photo/Gerry Broome, File)

Einigen sich Gary Bettman (links) und IIHF-Präsident René Fasel doch noch? Bild: Gerry Broome/AP/KEYSTONE

Eismeister Zaugg

René Fasel: «Die Gefahr auf einen erneuten Lock-Out in der NHL ist sehr gross»

Die NHL hat offiziell verkündet, die Spieler für das olympische Turnier 2018 nicht freizugeben. Doch nun wird erstmals von allerhöchster Stelle offiziell bestätigt, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.



Erstmals seit 1998 keine NHL-Stars beim olympischen Turnier – diese offizielle Meldung hat Schockwellen in der Hockeywelt ausgelöst. Inzwischen sind bei den nationalen Verbänden die Vorbereitungen für ein olympisches Turnier ohne NHL-Stars angelaufen.

«Wir halten alle Türen offen. Eine Einigung ist immer noch möglich.»

René Fasel, Präsident IIHF

Kommt am Ende doch alles anders? René Fasel (67), der Präsident des Eishockey-Weltverbandes (IIHF) und Mitglied des IOC, der als ranghöchster Hockeyfunktionär der Welt die Verhandlungen mit NHL-General Gary Bettman (64) führt, sagt: «Definitiv ist nur der Tod» – um dieser philosophischen Betrachtung handfeste Argumente nachzuschieben.

In this photo provided by the Canadian Olympic Committee, Switzerland's men's ice hockey team celebrates their first goal against Canada at the Winter Olympics in Turin, Italy, Saturday, Feb. 18, 2006. Canada's Joe Thornton, left, skates away from the play. Switzerland won 2-0. (KEYSTONE/AP PHOTO/CP, COC, Mike Ridewood)

An den Olympischen Spielen in Turin waren die NHL-Stars dabei. Die Schweiz schlug damals Kanada sensationell. Bild: AP COC

«Wir halten alle Türen offen und eine Einigung ist immer noch möglich. Wir haben uns auch vor dem Turnier von 2006 in Turin erst im Juni 2005 geeinigt. Der späte Termin hat uns damals zwar erhebliche logistische Schwierigkeiten beschert. Aber die konnten wir lösen und so wäre es auch jetzt.» Aber es gibt einen grossen Unterschied: Damals hatte es vorher kein offizielles «Nein!» der NHL gegeben.

«Gary Bettman hat mich gebeten, die Sache nun ruhen zu lassen.»

René Fasel

René Fasel sollte eigentlich in der Öffentlichkeit keine Hoffnungen auf eine Olympia-Teilnahme der NHL wecken. «Gary Bettman hat mich inständig darum gebeten, die Sache nun ruhen zu lassen.» Eine Bitte, die René Fasel ignoriert. Weil er sie letztlich als Zeichen der Nervosität der Gegenseite in diesem grandiosen globalen Hockey-Poker wertet.

Gary Bettman ist seit 1993 NHL-General, René Fasel seit 1994 IIHF-Boss – die beiden haben so manche Verhandlungen geführt und bis heute hat sich René Fasel für die olympische NHL-Teilnahme 1998, 2002, 2006, 2010 und 2014 doch durchgesetzt.

Swiss Rene Fasel, President of the International Ice Hockey Federation, IIHF, speaks to the media during a news press conference, at the 2014 IIHF Ice Hockey World Championships, in Minsk, Belarus, Monday, May 19, 2014. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

René Fasel: bis jetzt hat er sich immer durchgesetzt. Bild: KEYSTONE

Die Frage deshalb an René Fasel: Kann es sich Gary Bettman überhaupt ohne Gesichtsverlust leisten, auf seinen Entscheid zurückzukommen und doch noch grünes Licht für Olympia 2018 geben? «Warum nicht? Die Lage könnte sich so entwickeln, dass er vielleicht ganz froh sein wird, seinen Entscheid ändern zu können.»

«Die Gefahr auf einen erneuten Lock-Out ist sehr gross.»

René Fasel

Der ranghöchste Schweizer Sportfunktionär sieht nämlich in den Zeiten der globalen Erwärmung eine politische Eiszeit im nordamerikanischen Hockey heraufziehen. Er erklärt das so: «Die Geschäfte der NHL brummen, inzwischen ist es ein Vier-Milliarden-Business geworden. Und doch ist offensichtlich eine erspriessliche Zusammenarbeit zwischen der Liga und der Spielergewerkschaft nicht möglich.»

René Fasel sagt, das «Nein» zu Olympia habe zu einer tiefgreifenden Verstimmung bei den Spielern geführt, die offenbar nach wie vor unterschätzt werde. «In unserer schnelllebigen Zeit kann sich in kurzer Zeit sehr viel verändern. Aber die Gefahr, dass die Spielergewerkschaft die erste Möglichkeit zur Aufkündigung des Gesamtarbeitsvertrages nützen wird und dass die NHL erneut in einen diesmal noch gewaltigeren Lock-Out steuert, ist sehr gross.»

«Bettman hat bewusst Forderungen gestellt, die wir nicht erfüllen können.»

René Fasel

Es sei doch bemerkenswert, dass in Nordamerika keine andere der grossen Ligen so «lock-out-geplagt» sei und so grosse Probleme mit der Spielergewerkschaft habe wie die NHL. Er sagt, es müsste doch im Interesse aller Beteiligten sein, die olympische Frage langfristig im Abkommen mit der Spielergewerkschaft zu verankern.

Die Gründe für das «Nein» der NHL sieht René Fasel vor dem Hintergrund dieser Auseinandersetzung. «Garry Bettman hat wohl bewusst an uns Forderungen gestellt, die wir nicht erfüllen können. So kann er gegenüber der Spielergewerkschaft ein Zeichen setzen und dabei seine Hände in Unschuld waschen und sagen, er sei am Scheitern der Verhandlungen nicht schuld.»

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Neuverhandlungen und neue Bedingungen für eine Olympia-Teilnahme der NHL-Stars schliesst René Fasel aus. «Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und die Bedingungen sind klar. Nun halten wir die Türe offen und bleiben «Stand By».» Es sei klar, dass das IOC in Zukunft nicht mehr darum herumkomme, den Profisportarten (wie Eishockey, Basketball oder Tennis – die Red.) alle technischen Kosten für eine Olympiateilnahme zu bezahlen. «Aber dafür ist jetzt noch nicht der Moment gekommen. Da braucht es umfassende Gespräche.»

Gibt es einen letzten möglichen Termin für eine Zusage der NHL? «Ein Datum gibt es nicht. Sagen wir es so: Wenn die Meisterschaften in Europa im September beginnen müssen wir Klarheit haben.»

Affaire à suivre.

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
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    Alle Leser-Kommentare
  • chara 21.04.2017 22:37
    Highlight Highlight Fasel, die Antwort im Eishockey auf Sepp Blatter...traurig!
    • supergurke22 22.04.2017 00:07
      Highlight Highlight da hast du was nicht verstanden kollege. das eishockey hat rene fasel sezr viel zu verdanken....
    • Spi 22.04.2017 01:00
      Highlight Highlight chara, erzähl kein schmara
    • Der müde Joe 22.04.2017 01:22
      Highlight Highlight Bitte nenne mir 5 Gründe die diesen Vergleich bestätigen.
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