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ARCHIV -- EISHOCKEY MEISTERSCHAFTSBETRIEB UNTERBROCHEN --- Berns Berns Alain Berger kommt aufs Eis, im ersten Eishockey Playoff-Finalspiel der National League zwischen dem SC Bern und dem EV Zug, am Donnerstag, 11. April 2019, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Hinter der NHL hat die Schweiz den besten Zuschauerschnitt weltweit. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Zu hohe Saläre? Das Problem ist nur die viel zu grosse Macht der Sportchefs

In den nächsten Wochen machen sich unsere Hockey-Bosse daran, das Erfolgsmodell der besten Liga Europas zu demontieren indem sie den Abstieg aussetzen und neu acht statt vier Ausländer erlauben wollen. Weil sie in Zeiten der Krise die Löhne nicht in den Griff bekommen. Dabei gäbe es eine einfache Lösung für das Salär-Problem.



Unser Profihockey ist ein Erfolgsmodell ohne Beispiel. Unsere höchste Spielklasse hat sich ab den 1980er Jahren von einer Operettenliga zur erfolgreichsten Liga Europas entwickelt. Parallel dazu ist der Schweiz der Aufstieg aus der internationalen Bedeutung in die Weltklasse mit zwei WM-Finalqualifikationen (2013, 2018) gelungen. Letzte Saison eilten durchschnittlich 6791 Männer, Frauen und Kinder in die Stadien. Mehr als in jeder anderen Liga ausserhalb der NHL. Also auch mehr als in Finnland (4232), Schweden (5828) oder in der KHL (6397).

Abgesehen davon, dass die Schweiz ein reiches Land der kurzen Wege ist und sich viele die Matchbesuche leisten können, gibt es zwei Faktoren, die diesen Erfolg ausmachen: Der Auf-/Abstieg zwischen den beiden höchsten Ligen und die Beschränkung der Ausländer (vier pro Spiel dürfen eingesetzt werden). Und ausgerechnet an der Auf-/Abstiegsregelung und an der Ausländer-Beschränkung wird in den nächsten Wochen geschraubt.

Am Montag wird bei der Liga-Versammlung der Abstieg für eine Saison ausgesetzt. Aber bereits hoffen viele, dass es künftig gar keine Relegation geben wird. Es ist zwar richtig und vernünftig, in diesen unsicheren Zeiten auf den Abstieg zu verzichten, um unnötige «Angstinvestitionen» zu vermeiden. Aber es wäre fatal, wenn daraus eine Dauerlösung würde. Hohe Zuschauerzahlen gibt es nur, wenn es immer um etwas geht. Entweder nach oben oder nach unten. Ohne Drama keine gute Show, keine so hohen Zuschauerzahlen und weniger Einnahmen. So einfach ist das. Und am 17. Juni machen sich die Klubs daran, die Anzahl der Ausländer zu erhöhen. Zur Abänderung der Ausländerregelung gibt es eigentlich nur einen Satz: Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.

Der Antrieb für die Demontierung unseres Erfolgsmodells sind die zu hohen Löhne in Zeiten der Krise. Gerade in diesen Tagen haben die Sonntagsreden «die Löhne müssen runter» Hochkonjunktur. Zu Recht. Bei der Virus-Krise sitzen alle im gleichen Boot. Nie in der Geschichte gab es eine so gute Möglichkeit, die Saläre zu kürzen. Aber diese einmalige Chance wird nicht genutzt. Dafür gibt es einen einfachen Grund: Die viel zu grosse Macht der Sportchefs.

Löhne tief halten bzw. Löhne zu kürzen ist Verhandlungssache. Dazu braucht es Selbstsicherheit, Beharrlichkeit, Klugheit, Schlitzohrigkeit und natürliche Autorität. Ich bringe es jetzt mal auf den Punkt: Über diese Qualitäten am Verhandlungstisch, eigentlich die wichtigsten für den Job, verfügen zu wenige unserer Sportchefs. Die Folge: Die Löhne steigen und steigen und steigen.

Die Sportchefs sind in der Regel ehemalige Spieler. Sie haben ihr ganzes Leben in einer Art «Disney-Land» verbracht. Sie haben als Spieler nie gelernt, was es bedeutet, jeden Tag einer geregelten Arbeit nachzugehen. Und die wenigsten wissen, was im richtigen Leben für ein sechsstelliges Salär geleistet werden muss. Und dann sitzen diese Jungmillionäre dann als Sportchefs am Verhandlungstisch mit ihren Kumpels, den Spielern und den Agenten, die auch meistens ehemalige Spieler sind, und verteilen grosszügig das Geld der Klubbesitzer. Kein Witz: Es gibt sogar Klubs, die Spieleragenten zu Sportchefs gemacht haben. Und kein Schuft, wer sagt, dass sich wohl da und dort auf Kosten der Klubbesitzer Seilschaften bilden. Bei uns werden im Hockey-Business zu viele Böcke zu Gärtnern. Aber eben: das Problem sind nicht die Spieleragenten. Sie sind am Verhandlungstisch halt einfach besser als viele Sportchefs.

Verhandlung

Gemäss Eismeister Zaugg liegt die Wurzel des Problems bei den Sportchefs. Bild: KEYSTONE

Das Problem wäre einfach zu lösen. Die Klubbesitzer, die jetzt auf allen Kanälen jammern, das Geld gehe ihnen aus und die Löhne müssten runter, sollten ihre Verantwortung und Aufsichtspflicht als Verwaltungsräte wieder wahrnehmen. Sie sollten die Kompetenz, die Macht ihrer Sportchefs beschneiden, die Löhne der wichtigeren Spieler selbst aushandeln und nicht einfach unterschreiben, was ihnen die Sportchefs zur Signatur vorlegen. Und wenn gepokert wird, dann hindert sie nichts daran, ihren Verwaltungsratskollegen beim anderen Klub anzurufen und zu fragen, ob der Sportchef tatsächlich diese oder jene Offerte gemacht habe.

Es genügt nicht, einfach der sportlichen Abteilung ein Budget vorzugeben, das dann am Ende der Saison doch wieder überschritten wird. Wenn es darum geht, Spielerlöhne auszuhandeln, dann gehört einer der Klubbesitzer bzw. Verwaltungsräte an den Verhandlungstisch. Also Männer (oder Frauen), die im richtigen Leben mit grossem Erfolg Verhandlungen führen und sehr wohl wissen, wie ein Salär ausgehandelt wird. Sonst wären sie nicht so reich, dass sie es sich leisten können, ihr Geld in unserem Hockey zu verlieren. Aber wichtig ist, dass sie dabei so cool und berechnend vorgehen wie bei ihren sonstigen Geschäften und sich nicht von Fan-Emotionen leiten lassen. Die Nordamerikaner sagen, reiche Männer werden durch drei Dinge ruiniert: Langsame Pferde, schnelle Frauen und dem Einstieg in einen Proficlub.

SCB CEO Marc Luethi praesentiert die Bilanz der SCB-Eishockey AG der vergangenen Saison am Mittwoch, 5. September 2018, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Setzt sich für eine Erhöhung der Ausländeranzahl ein: SCB-Boss Marc Lüthi. Bild: KEYSTONE

Das kommerzielle Erfolgsmodell NHL können wir aus zwei Gründen nicht kopieren. Die Klubs sind bei uns nicht bereit, alle Macht an einen Liga-Boss (wie Gary Bettman) zu delegieren, und es gibt keine Spielergewerkschaft und dadurch auch keinen Gesamtarbeitsvertrag, um die Löhne zu regulieren. Unsere Spielergewerkschaft ist eine völlig bedeutungslose, ja lächerliche lose Interessengemeinschaft von Jungmillionären. Jetzt, in der Krise, hätte sich eine Spielergewerkschaft profilieren können. Das Dossier, das sie bei er Ligaführung zur Lohnfrage einreichte, hatte einen Ratschlag: Jeder Klub muss die Lohnfrage selbst regeln.

Es geht nur, wenn die Verwaltungsräte die Dinge vermehrt an die Hand nehmen. Die Lohnfrage im Eishockeygeschäft ist inzwischen viel zu wichtig geworden, um sie den Sportchefs zu überlassen.

Alle anderen Mittel zur Lösung des Lohnproblems sind untauglich. Die Erhöhung der Anzahl Ausländer von vier auf acht (und dafür keine Ausländer mehr mit Schweizer Lizenz) wird die Löhne nicht reduzieren, sondern jedem Klub höhere Salärkosten im siebenstelligen Bereich bescheren. Dass sich ausgerechnet Marc Lüthi, der sich mit Zahlen auskennt wie kein anderer, für eine höhere Anzahl Ausländer einsetzt, ist wohl die grösste Kuriosität unserer neueren Hockeygeschichte. Aber jeder kann sich irren. Ende der 1940er Jahr sagte der oberste Boss von IBM, es lohne sich nicht, in Computer zu investieren. Es gebe einen Weltmarkt für bloss ein paar Computer. Marc Lüthi ist also in guter Gesellschaft.

Für den Moment nur so viel zur Ausländerfrage. Bis zum 17. Juni ist ja noch etwas Zeit, um den Unsinn einer veränderten Ausländerregelung darzulegen.

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46Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Jekyll & Hyde 11.05.2020 11:36
    Highlight Highlight Kein Abstieg und eine evtl. Aufstockung geht für mich in Ordnung.

    Ausländerregelung hingegen sollte so beibehalten werden,
    oder man regelt gleichzeitig das mindestens 5-6 Spieler in der Aufstellung nicht älter als 22 sein dürfen.
  • Bowling 11.05.2020 10:29
    Highlight Highlight In dieser Krise gibt es jetzt eine Chance 3 bis 5 u 21 Spieler in die Mannschaft zu integrieren anstatt Ausländer zu holen wo zu denn Fans keine Verbindung haben. Und die u 21 Spieler genug Spielzeit geben so wirt die Liga auf die Dauer Stärker
  • Matafino 11.05.2020 05:59
    Highlight Highlight Die Anzahl Teams in der NL durch Olten und Visp oder wer auch immer aufstocken?!? Wenn sich die Geld und Machtverhältnisse in der NL tatsächlich so weiter entwickeln sollten wird dann wohl eher die SL durch NL Teams aufgestockt. 😉
  • BOSELLI 11.05.2020 03:11
    Highlight Highlight Dass neu die Pseudo Schweizerlizenz für einen eigentlichen Auslánder abgeschafft werden soll und diese dann als reine Ausländerlizenzen zählen, ist nur richtig.
    Etliche Clubs die damals gegen die Idee von 6 Ausländer stimmten...setzten letzte Saison einfach junge Auslánder ein die sie per Trickli zuvor schnell im Elitealter
    zum Club holten.
    Ihr greift den SCB an....jener Club der wie lange ausgeglichene Zahlen präsentiert?

  • forest high 11.05.2020 01:01
    Highlight Highlight Tja, wenn sie das beschliessen, wird sie das sehr viele Saisonkarten kosten.

    Und grüne Tische darf es nicht mehr geben.
  • Canuck79 11.05.2020 00:38
    Highlight Highlight Mich würde mal interessieren, wie es den skandinavischen Teams finanziell geht. Haben diese die selben Probleme wie hier oder schaffen sie es mehr oder weniger eine schwarze 0 zu schreiben?
  • lushütte 10.05.2020 22:57
    Highlight Highlight Gut gebrüllt Klaus Zaugg! Es ist effektiv so, dass die vorgegebenen Budgets durch den VR abgesegnet werden und eingehalten WERDEN MUESSEN!
    Es kann einfach nicht sein, dass Sportchefs sich gegenseitig von Agenten (oft eben wie gesagt alte Kollegen...) ausnehmen lassen und mit dem Klubkapital spekulieren. Jeder Klubpräsident der nun über zu hohe Spielersaläre jammert nimmt seine Führungsaufgabe nicht wahr. Alle sog Fans mit "Klubbrille" die immer wieder Verstärkungen und ausl. Material fordert ist nicht Ernst zu nehmen! Denn wer verantwortlich ist hat sich dementsprechend zu verhalten.
  • Bivio 10.05.2020 22:41
    Highlight Highlight Dass Bern hier mehr Ausländer möchte, versteht sich irgendwie. Sie können es sich trotz allem leisten. Wie stehen Clubs wie Ambri, Langnau oder auch Zug, welche viel in die Ausbildung junger CH-Talente investeirt haben, dazu? Es liegt ja auf der Hand, dass Ausländer oft teurer sind als Einheimische.
    • MARC AUREL 11.05.2020 06:19
      Highlight Highlight Ach, Zug hat viel investiert für die Ausbildung???😂 Der Strebel meinst du? Ambri ok, sonst..
    • maylander 11.05.2020 08:12
      Highlight Highlight Das Thema hatten wir bereits kürzlich. Die Berner wollten mehr Ausländer und der Rest hat abgelehnt. Ich denke die Positionen haben sich kaum verändert.
      Zudem ziehen viele Ausländer bei einem Angebot zB. Aus der KHL auch schnell wieder weg.
      Alls Fan will ich einen stabile Mannschaft.
    • Blitzer 11.05.2020 08:45
      Highlight Highlight Ambri spielt nach dieser Regelung mit 11 Ausländern, Langnau mit 9....
      nur so apropo Ausbildung junger CH-Talente.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lomit 10.05.2020 22:21
    Highlight Highlight Ich liebe Klaus wenn er den Nagel auf den Kopf trifft
  • MacB 10.05.2020 21:37
    Highlight Highlight Wäre ein Salary Cap in der Schweiz machbar und sinnvoll, Klaus Zaugg?
  • maylander 10.05.2020 21:37
    Highlight Highlight Ein Salary cap ist die einzige Lösung. Solange sich die Klubs Erfolg kaufen wollen, solange werden sie versuchen andere Klubs zu überbieten.

  • Zbude 10.05.2020 20:39
    Highlight Highlight Was die Anzahl Ausländer betrifft, bin ich sehr einverstanden mit Zaugg. Mehr Ausländer würde unserem Hockey schaden, das erkennt man unschwer bei unserem Nachbarn Deutschland. Die Anzahl Ausländer ist natürlich mit der Anzahl Clubs, die in der obersten Liga spielen, verbunden, denn unser Reservoir an guten Spielern ist beschränkt. Wieviel Qualität man allerdings für eine bestimmte Lohnsumme bei einem Ausländer erhält, ist auch beschränkt. In den letzten Jahren hat man immer deutlicher gesehen, dass unsere jungen Schweizer da gut mithalten können.
    • lomit 10.05.2020 22:24
      Highlight Highlight Aber es würden weniger die Chance erhalten,
      und der einte oder andere Spätzünder verloren gehen
  • DINIMAMIISCHNDUDE 10.05.2020 20:39
    Highlight Highlight Gary Bettman hat nicht einfach alle Macht. Gary Bettman ist von den Klubbossen eingesetzt um ihre Interessen als NHL zu vertretten, der Gegenpol zu Bettman und den Klubbesitzer, bilden die Spieler mit der NHLPA. Nur so als Info.
  • släppschött 10.05.2020 20:29
    Highlight Highlight Damit bin ich zu 100% einverstanden. Die reichen Klubs werden dann einfach mehr Top Aussländer holen und das Problem bleibt ungelöst.
    Bedenklich finde ich aber auch, dass darüber diskutiert wird ob es Pre-Playoffs geben soll. Ist es nicht genug, dass ein Team das 50 Spiele lang mehr Spiele verlieren als gewinnen kann immer noch Meister werden kann?! Mit Pre-Playoffs wird das noch schlimmer und die ganze Regular season wird wertlos!
  • Tikkanen 10.05.2020 20:19
    Highlight Highlight ...gut argumentiert, Chlöisu. Allerdings dürfte am Chef-Treffen in der VIP-Loge von Europas Hockeyhauptstadt ein Verdikt für mind. 2 zusätzliche Ausländer gefällt werden. Und das ist auch gut so. Die Zaugg'sche Mär von den wankelmütigen Sportchefs stimmt heutzutage nicht mehr, schlussamänd ist der Markt an A-tauglichen Spielern deutlich zu klein für Lohnoptimierungen. Erhält der einigermassen gute Spieler den Lohn hier nicht, wird im dieselbe Summe subito andernorts bezahlt. Lüthi's Sicht ist weise und wird Gehör finden, nur so kann die Lohnspirale korrigiert werden.

    Item, Schweizermeister
    • mukeleven 10.05.2020 20:46
      Highlight Highlight das war jetzt absoluter blödsinn tikkanen, aber das weist du selber.
      aber ja fuer deinen verein macht das durchaus sinn. ihr koennt euch das leisten und habt hierfuer eine saugute loesung um euren scherbenhaufen im nachwuchsbereich ueber die vergangenen 5-8 jahre “ganz laessig” zu kaschieren.
      hoffentlich herrscht an diesem tisch vernunft, alles andere waere einen schritt zurueck und macht die liga wieder weniger spannend.
      gerade vergangene saison hat gezeigt, wie spannend und ausgeglichen unsere liga war.
      dies jetzt zu aendern waere ein fataler fehler, auch im hinblick auf nachwuchsspieler.
    • PostFinance-Arena 10.05.2020 20:55
      Highlight Highlight Um dann wieder die Biebers, Grassis und Pestonis zu vergolden...
    • Hühne Bueber 10.05.2020 23:18
      Highlight Highlight Tikkanen, der Klub den du als Eishockeyhauptstadt nennst konnte trotz gefüllter Kasse nicht einmal 4 Ausländer die genügen verpflichten, wie sollen sie da noch weitere finden? Zudem entlarft dieser Vorschlag, dass dieser Klub seine hochgelobte SCB Future AG wohl nur als Imageträger und Beitragszahler benutzt. Wenn man die Junioren spielen lässt anstatt nur als Lösliverkäufer zu sehen, werden Talente gefördert die Minimum so gut sein werden wie die Ausländer 5-8.....
  • Think Twice 10.05.2020 20:14
    Highlight Highlight Mehr Ausländer = höhere Salärkosten. Wer kann sich diese Löhne in Zeiten von Coronakrise (aber auch vorher schon) leisten? Genau die Ligakrösen SCB, ZSC, HCL und ev. EVZ. Wer will seit Jahren schon mehr Ausländer? Genau! Weitere Diskussion überflüssig und die Hoffnung dass im Sinne des Schweizer Eishockey dieser Schwachsinn von einzelnen Clubbossen auch zum x-ten Mal von den kleineren Clubs abgeschmettert wird. Ici c‘est Bienne!
    • HabbyHab 10.05.2020 21:27
      Highlight Highlight Biel hatte die Idee mit den 8 Ausländern.. (schreibt Le Matin)
    • ralck 11.05.2020 08:17
      Highlight Highlight Schreibt von kleinen Clubs, vergisst aber dass sich «Ici c'est Bienne» in den letzten Jahren mit Hiller, Brunner und Forster schöne Lohn-Kaliber leisten konnte…
    • Think Twice 11.05.2020 09:03
      Highlight Highlight Biel hat aktuell nur 2 Ausländer im Kader und wird die Saison gemäss Sportchef mit wohl nur 3 Ausländern starten. Ausserdem geht Biel schon seit Jahren nicht auf Lohntreiberei ein... siehe zbsp. Fall Berra. Die Aussage ist also sicher falsch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • AndOne 10.05.2020 20:07
    Highlight Highlight Der SCB muss ganz schön ruhig sein. Immerhin gründet sein Erfolgs-Rezept darauf, Spieler von anderen Vereinen mit viel Geld nach Bern zu locken. Zum Glück gibt es nun mehrere Clubs die Finanziell mitspielen können.
    • NB 13 10.05.2020 21:22
      Highlight Highlight Sicherlich die beste Lösung die Schuld einfach einem Verein zuzuschieben.
    • das Otzelot 10.05.2020 22:39
      Highlight Highlight Und das sagt der EVZ Fan. Gewagt gewagt.
    • Eiswalzer 10.05.2020 23:43
      Highlight Highlight Otzelot:
      Hmmm der $CB hat die Lohnspirale mit dem ZSC und teilweise Lugano in den letzten 20 Jahren VERURSACHT! Hauptverantwortlich. Die Kommerzialisierung im Volltempo vorangetrieben. Deswegen nimmt ausserhalb von Bern auch niemand mehr den Chole-Marc ernst, wenn er wieder mal eine Dünnpfiff-Idee äussert...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Teslerigs 10.05.2020 19:59
    Highlight Highlight "Dass sich ausgerechnet Marc Lüthi, der sich mit Zahlen auskennt wie kein anderer, für eine höhere Anzahl Ausländer einsetzt, ist wohl die grösste Kuriosität unserer neueren Hockeygeschichte. Aber jeder kann sich irren."

    Der letzte Satz fällt - insbesondere bei diesem Thema - auf den Autor zurück.
  • fools garden 10.05.2020 19:49
    Highlight Highlight Danke!!!
  • pierolefou 10.05.2020 19:48
    Highlight Highlight Bravo Herr Zaugg. Ein sehr gut fundierter Bericht. Wie Sie sagen, ums Himmels Willen, bitte nicht 8 ausländische Spieler, die unseren jungen, aufstrebenden Nachwuchskräfte die Plätze wegnehmen würden.
  • darkstef 10.05.2020 19:38
    Highlight Highlight Tut mir Leid, Herr Zaugg. Der aktuelle Modus is7 eine Farce. Der B-Meister will nicht , der A 12. soll nicht . Wenn es so sein soll, lassen wir Kloten wieder aufsteigen, in 1 oder 2 Jahren Visp, Olten dazu. Oder kommen wir zurück zu 2 zehn-Klub Ligen. Die Swiss League ist zurzeit eine Juniorenliga. Es ist Zeit die A Liga auf 14 bis 16 Klubs aufzubauen, und in diesem Sinne, ist die Abschaffung der Ausländer-Beschränkung Notwendigkeit. So oder so... Die besten Schweizer Spieler hauen sowieso nach Nordamerika ab (ob in die NHL oder in Juniorenligen). Sonst kommt es zurück zur Operettenliga
    • Antiklaus 10.05.2020 22:40
      Highlight Highlight das ist gelinde gesagt Bullshit, wie man sieht wechseln die guten Ausländer (Pesonen, Lindbergh et.) lieber in die KHL und wir würden nur noch die Restposten erhalten (siehe die Ausländer die zusätzlich noch für die Playoffs geholt wurden) Plätze freihalten für unsere jungen Spieler. (evt. früher einbauen)
  • Couleur 10.05.2020 19:26
    Highlight Highlight Die kommerziell erfolgreichste Liga und die beste Liga Europas sind zwei paar Schuhe. Nur das eine trifft auf die Schweiz zu (wenn überhaupt) und nicht beides wie der Text suggeriert. Und wenn wir beim Kommerz sind: Das einfach nur anhand der absoluten Zuschauerzahlen zu beurteilen, halte ich auch nicht für korrekt. Mir wäre eine finanziell gesunde Liga mit vernünftigen Lohnen und schwarzen Zahlen fast sämtlicher Vereine lieber als das durch Mäzene aufgeblasene Modell der Schweiz. Also ist die NLA streng genommen auch kommerziell nicht erfolgreich. Erfolgreich sind nur die Agenten und Spieler.

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