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epa06733881 Sweden's forward Rickard Rakell (R) in action against Switzerland's goalie Leonardo Genoni (L) during the IIHF World Championship Group A ice hockey match between Switzerland and Sweden at the Royal Arena in Copenhagen, Denmark, 13 May 2018.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

Konnte es nicht richten: Leonardo Genoni gegen den Schweden Rickard Rakell. Bild: EPA/KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Genoni ist ein «Lottergoalie» – aber wegen ihm haben die Schweizer nicht verloren

Das beste WM-Team aller Zeiten und doch chancenlos gegen Schweden (3:5). Die Schweizer müssen mit der neuen Wirklichkeit leben lernen.

klaus zaugg, kopenhagen



Wenn die Schweizer eine Medaille holen wollen, dann müssen sie dazu in der Lage sein, solche Spiele zu gewinnen. Aber sie hatten gegen Schweden keine Chance und verloren 3:5. Mit dem besten WM-Team aller Zeiten – also erstmals auch mit Roman Josi und Kevin Fiala. Wie konnte das passieren?

Der Grund für die Niederlage ist auf den ersten Blick einfach: Auch ein Titan braucht einen grossen Torhüter. Leonardo Genoni war gegen die Schweden ein kleiner Torhüter hinter einer grossen Mannschaft. Keiner der drei ersten Treffer war – an internationalem Standard gemessen – unhaltbar. Auch das «Eigentor» von Michael Fora zum 0:3 nicht. Leonardo Genoni war – wiederum gemessen am internationalen Standard – gegen die Schweden ein «Lottergoalie». Er strahlte zu wenig Sicherheit aus. Er wirkte zu wenig dominant und blieb zu passiv auf der Linie.

Mit einem «Lottergoalie» ist es nicht möglich, ein solches Spiel zu gewinnen. Damit ist klar: Reto Berra muss uns ins Halbfinale hexen. Auch mit Roman Josi, Kevin Fiala, Timo Meier, Sven Andrighetto, Mirco Müller und Nino Niederreiter brauchen wir Reto Berra in der Halbfinal-Form von 2013.

Die neue Wirklichkeit macht zu schaffen

Aber wir machen es uns zu einfach, wenn wir diese Niederlage gegen Schweden auf respektlose und populistische Art und Weise bloss dem Torhüter zuschreiben. Es stimmt: mit Leonardo Genoni war dieses Spiel nicht zu gewinnen. Aber es ist keineswegs sicher, dass wir mit einem grossen Torhüter die Schweden besiegt hätten.

Das Problem, das nichts mit der Torhüterleistung zu tun hat: die Schweizer mussten sich gegen Schweden zum ersten Mal in einer neuen Wirklichkeit zurechtfinden.

Die grossen WM-Siege unter Patrick Fischer – vor einem Jahr gegen Kanada (3:2 n.V.) und Tschechien (3:1) – feierten die Schweizer als Aussenseiter. In erster Linie kamen spielerische Mittel zum Einsatz. So wie es eben bei Spielen in der Gruppenphase zwischen einem Favoriten und einem Aussenseiter der Brauch ist. In den Grundzügen waren auch die bisherigen Partien gegen die Grossen bei dieser WM so – wie zuletzt beim grandiosen Spektakel gegen die Russen (3:4).

Switzerland's players forward Kevin Fiala, left, and defender Roman Josi, right, arrive to airport for take part to the IIHF 2018 World Championship, in Copenhagen, Denmark, Sunday, May 13, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Kevin Fiala und Roman Josi am Flughafen in Kopenhagen. Bild: KEYSTONE

Aber nun war die Ausgangslage eine andere. Spätestens mit der Ankunft von Roman Josi und Kevin Fiala war auch den Schweden klar, dass die Schweiz kein «Underdog» mehr ist. Also haben sie gegen uns so gespielt, wie gegen die anderen Titanen: keine Risiken. Scheibenkontrolle. Höchste Konzentration. Taktische Disziplin. Defensive Sicherheit.

Keine Aussenseiter mehr

Die Schweizer waren noch in keiner Partie unter Patrick Fischer so wenig in Scheibenbesitz wie während den ersten 40 Minuten gegen diese hellwachen Schweden: 9:29 Torschüsse! Der Nationaltrainer wird später sagen: «Es war nicht so, dass wir zu viel Respekt gehabt hätten. Wir haben einfach kein Mittel gefunden.»

Mit dieser neuen Wirklichkeit werden die Schweizer von nun an leben müssen. Sie können nicht mehr Aussenseiter sein. Niemand kann mit Roman Josi, Kevin Fiala, Timo Meier, Sven Andrighetto, Mirco Müller und Nino Niederreiter ein Aussenseiter sein.

Schweden ist an einem guten Tag die taktisch beste Mannschaft der Welt und lässt nichts zu. Und doch mussten die Schweden nach einer 3:0-Führung noch einmal tief durchatmen. Zittern wäre zu viel gesagt. Aber durchatmen mussten sie schon.

Switzerland's defender Mirco Mueller, center, checks Sweden's forward Mika Zibanejad, right, past Switzerland's forward Gaetan Haas, left, during the IIHF 2018 World Championship preliminary round game between Switzerland and Sweden, at the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark, Sunday, May 13, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Mirco Müller bringt Schweden unter Druck.  Bild: KEYSTONE

Die Schweizer bewiesen im letzten Drittel gegen den starken Gegner wenigstens für eine Viertelstunde ihren Stil, ihren Mut, ihr Tempo, ihre Dynamik. Patrick Fischer erklärte es so: «Es ist uns gelungen, aggressiver zu spielen und das Pressing zu erhöhen.»

«Kompliment an die Schweden. Sie waren einfach besser.»

Patrick Fischer

Dieses letztlich vergebliche Aufblühen, auch ausgelöst durch Neuformation der Linien (am besten funktionierte das Trio Timo Meier, Kevin Fiala, Sven Andrighetto) gehört zum Besten, was wir in der Neuzeit von einem WM-Team gesehen haben und zeigt sich auch in der Torschussstatistik des Schlussdrittels (14:12). Aber eine gute Viertelstunde reicht gegen Schweden nicht. Patrick Fischer gab denn auch unumwunden zu: «Kompliment an die Schweden. Sie waren einfach besser.»

Nerven behalten

Neben einem «Lottergoalie», einer neuen Wirklichkeit und einem starken Gegner gibt es einen vierten Faktor, der wesentlich zur Niederlage beigetragen hat: die Schweizer leisten sich, gemessen an ihrem Talent, zu viele Fehler und Konzentrationsschwächen. Sie haben das Talent eines Titanen, aber noch zu oft die Fehlerquote eines Aussenseiters. Diese Schwäche zieht sich durch die ganze bisherige Amtszeit von Nationaltrainer Patrick Fischer.

epa06734039 Switzerland's forward Kevin Fiala, center, vies for the puck with Sweden's players defender Erik Gustafsson, left, and defender Mikael Wikstrand, right, during the IIHF 2018 World Championship preliminary round game between Switzerland and Sweden, at the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark, Sunday, May 13, 2018.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

Kevin Fiala muss sich am Dienstag nochmals steigern. Bild: EPA/KEYSTONE

Bleibt noch eine letzte Frage: haben Roman Josi und Kevin Fiala das Team bereits besser gemacht? Statistisch noch nicht. Roman Josi ging mit einer statistischen Brille (0 Tore/0 Assists) und einer -1-Bilanz vom Eis. Kevin Fiala assistierte zum 2:3 von Raphael Diaz und beendete die Partie mit einer ausgeglichenen Bilanz. Es bleibt am Dienstag die Partie gegen Frankreich (12:15) um Fialas und Josis Spiel noch besser zu justieren.

Übrigens: Nach der Niederlage gegen Schweden ist für heute Montag Zittern ums Viertelfinale angesagt. Wenn die Slowaken gegen die Russen gewinnen (16:15 Uhr) – ein Zwei-Punkte-Sieg genügt – und im letzten Spiel am Dienstag auch Absteiger Weissrussland besiegen, dann wird uns am Schluss auch bei einem Sieg im letzten Spiel gegen Frankreich der Punkt fürs Viertelfinale fehlen, den wir gegen Österreich verschenkt haben. Es wäre das bitterste Scheitern an einer WM seit dem Abstieg von 1995. Patrick Fischer sagt es so: «Am Montag sitzen wir mit Russen-Leibchen auf der Tribune.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Tim-titig 14.05.2018 22:16
    Highlight Highlight Sage ich doch schon lange. Wenn wirklich bessere Gegner als die Slk, die Weissrussen oder sonst durchschnittliche Clubs gegen uns spielen, dann schwimmt die ganze Manschaft. Was glauben eigentlich die Schweizer, dass nur unser Hockey sich entwickelt. Wenn wir denn grossen Nationen paroli bieten wollen, müssen wir immer etwas mehr wachsen als die bessten.
  • Italian Stallion 14.05.2018 19:07
    Highlight Highlight Man stelle sich vor, was mit dieser Mannschaft und einem anderen Coach alles möglich wäre.....
  • Wayne99 14.05.2018 18:56
    Highlight Highlight Also ich finde man kann es auch so sehen.
    Die Schweden haben wirklich in den 2 ersten Dritteln Weltklasse gespielt (das können auch sie nicht immer auf Knopfdruck)! Und unsere Jungs unter Wert, nicht bereit und wohl etwas überrascht.
    Aber es ist nicht immer so (siehe Russen Spiel) und es liegt sicher mehr drin mit diesem Team. Also nicht zu hart sein im Urteil.
    Freue mich auf die nächsten Spiele!
  • p***ylover 14.05.2018 13:50
    Highlight Highlight Ich habe mal versucht den NHL-Spielerwert pro Team auszurechnen. 1 Punkt für Mitläufer, 2 Punkte für solide Spieler, 3 Punkte für Stars. Nordamerikanische Teams haben logischerweise höhere Werte, weshalb ich bei anderen Teams Spieler erwähne, welchen ich in der aktuellen Verfassung die NHL zutrauen würde.

    US: 35
    CA: 34
    SWE: 29 (E. Petersson)
    CZE: 15 (Repik, Nestresil)
    RUS: 13 (Datsyuk, Andronov, Grigorenko, Nestresov, Gusev)
    FIN: 13 (Pesonen, Koivisto, Nutivaara)
    CH: 11 (Kukan)
    DE: 5
    SLO: 3 (Nagy)

    feel free to comment
  • eldo 14.05.2018 13:04
    Highlight Highlight Ein Weiterkommen bei einer WM ist so unglaublich "einfach". Ich sehe die Schweiz hinter den ganz Grossen (SWE, CAN, FIN, RUS) und den leicht besseren Teams (USA, CZE) höchstens auf Platz 7. Das reicht dann für die Viertelfinals, wenn man gegen die vermeintlich schwächeren Teams keine Punkte liegen lässt. Dieses Jahr ist uns das nicht geglückt und jetzt gilt es auf die Karte Hoffnung zu setzen um eine Runde weiterzukommen.
  • ch2mesro 14.05.2018 12:48
    Highlight Highlight ....aber auch nicht dank ihm gewonnen.
  • Jabba77 14.05.2018 12:46
    Highlight Highlight Regt sich von euch niemand darüber auf, dass fischi bei ca. 5min restliche Spielzeit Genoni bereits rausnimmt? :) Versteht mich nicht falsch, kann man schon machen und könnte ja auch gut kommen.. Aber die Schweiz hatte in dieser Phase die besten Minuten und das 2:5 ins leere Tor war der defintive K.O.-Schlag. mMn zu viel Risiko.
  • SBP 14.05.2018 11:53
    Highlight Highlight Man will mutig und selbstbewusst nach vorne spielen, aber dann wird auf Rod statt Riat und auf Frick statt Genazzi gesetzt. Klar, Genazzi hatte gegen die Weissrussen ein, zwei Aussetzer, aber dass man einen der spielstärksten Verteidiger auf die Bank setzt, würde ich nur verstehen, wenn die anderen absolut tadellos wären. Riat war in der Vorbereitung einer der Produktivsten, eine wirkliche Chance hat er an der WM aber noch nicht erhalten. Wenn Fischer davon spricht einen neuen (mutigen) Weg einzuschlagen, dann soll er dies auch konsequent durchziehen.
  • Ranger#10 14.05.2018 10:48
    Highlight Highlight Als grösstes Manko der Schweizer sehe ich persönlich auch die (fehlende) Passqualität. Nicht nur wie gestern bei Schweden gesehen, auch bei den Finnen kamen Laserpässe aber sowas von präzise auf die Schaufel. ( Tape to Tape )
  • Myk38 14.05.2018 08:59
    Highlight Highlight Von Fialas Spielwitz sollte sich man einer eine Scheibe abschneiten. Er und Josi waren gute Verstärkungen gegen SWE.
  • Amboss 14.05.2018 08:59
    Highlight Highlight Treffende Analyse. Die Schweiz hat das Spiel definitiv nicht wegen Genoni verloren. Da haben zu viele andere Dinge nicht gepasst.
    Und dennoch hat man einfach gesehen, dass Genoni einfach die internationale Erfahrung fehlt.
    Eigentlich müsste Genoni nach der Erfahrung gestern folgendes machen: Die Komfortzone SCB verlassen. Den Vertrag SCB beenden und einen Verein im Ausland zu suchen. NHL fällt wohl weg wegen seiner geringen Körpergrösse. Aber gäbe es nicht einen passenden Verein zb in Schweden oder Finnland?
    Ich denke, so könnte er nochmals einen Schritt nach vorne machen.
    • fandustic 14.05.2018 09:40
      Highlight Highlight Er wird eher nach Vertragsablauf 2019 zum Z wechseln....sicher nicht mehr ins Ausland mit 31, obwohl es sicher nicht schaden würde, da gebe ich dir recht.
    • Amboss 14.05.2018 10:00
      Highlight Highlight Dass er noch ins Ausland wechselt, bezweifle ich auch eher. Und ich finde es schade, denn er hätte wirklich das Potenzial, ein Spieler zu werden, an den man sich erinnert, der etwas mehr war als nur ein guter CH-Goalies mit einigen Meistertiteln...

      Und eigentlich würde ja nichts dagegen sprechen, diesen Schritt einfach zu tun (allenfalls auch nächstes Jahr, um den Vertrag einzuhalten). Ist er halt 31, na und?
  • Ehrenmann 14.05.2018 08:49
    Highlight Highlight Genoni hat einfach kein internationales Format.
    Er hat diese Saison sowieso geschwächelt, was aber nicht überrascht, hatte er doch 5,6 Saisons praktisch den verlässlichsten und besten CH Torhüter gestellt. Irgendwann musste der Einbruch ja kommen.
    International ist seine grösse das Problem.
    Er ist zu klein, praktisch jeder Spieler ist grösser, so sieht er einfach nichts. Vergleich. Genoni 180, Berra 194. Zudem ist sich Berra das schnellere Spiel und die höhere intensität von der AHL gewöhnt. Nicht weil die das bessere Niveau haben, sondern wegen des kleineren Eisfeldes...
  • Myk38 14.05.2018 08:15
    Highlight Highlight Noch sind wir nicht mal weiter. Wir haben zwar "nur" noch Frankreich (mit einem Aussetzer könnte auch das noch heikel werden). Die Slowaken sind knapp hinter uns und haben "nur" noch die Weissrussen und dürfen dann gegen die Russen nicht punkten.
  • Focke 14.05.2018 08:12
    Highlight Highlight Unsere Angriffsauslösung ist Fehleranfällig und unsere defensive Arbeit ist ungenügend.
    Aber anstelle uns klein zu reden, sollten wir auch stolz sein! Gegen so eine Mannschaft, die so diszipliniert ist, hat es die CH unglaublich schwer! Macht Spass zu sehen, wie die CH Teams wie SWE herausfordert und mitspielt!

    Allenfalls wäre zur Abwechslung mal ein gut fundierter Bericht über unsere Topp Gegner (geschr: von Adrian Bürgler) lesenswert. Swe hat ein unglaubliches Kader mit gefühlten 20 NHL Spielern. Vielleicht zeigt ein solcher Bericht auch mal die Ralitäten auf.

    Hopp Schwiiz
    • Coffey 14.05.2018 10:24
      Highlight Highlight Gefühlt?? Was ihr immer so alles fühlt, mir geht diese Redewendung langsam auf die Nerven. NHL-Spieler kann man zählen, man muss da gar nichts fühlen.
    • Hoscheho 2049 14.05.2018 12:11
      Highlight Highlight @ Coffey, ich fühle unzählbaren Zorn in Dir😋
  • marak 14.05.2018 07:50
    Highlight Highlight Es ist simpel: Die grossen Eishockeynationen haben bedeutend mehr sehr gute Spieler. Gestern sah man es klar. Schweden war vorne effizienter, hatte viel weniger Scheibenverluste und die Verteidigung war auch höchstem Niveau. Die Schweiz wird sich noch lange im gehobenen Mittelfeld aufhalten. Das bedeutet: 1. Keine Punkte gegen nominell schwächere Mannschaften liegenlassen. 2. Alle paar Jahre gibt es Ausschläge nach oben, die sehr weit führen können. 3. Alle paar Jahre gibt es Ausschläge nach unten.
  • N. Y. P. D. 14.05.2018 07:46
    Highlight Highlight Kann man es so formulieren :

    Wenn uns die grossen Nationen ernst nehmen, haben wir (fast) keine Chance das Spiel zu gewinnen ?
  • Jakal 14.05.2018 07:42
    Highlight Highlight In der Vergangenheit konnten wir in solchen Spielen halt nur etwas reissen, weil ein Torhüter von Weltklasseformat verhindern konnte, dass defensive Aussetzter nicht wie gestern bereits nach 25 Minuten ein 0:3 auf der Anzeigetafel aufleuchten lies. Wir haben nicht wegen Genoni verloren, aber das fehlen eines Weltklassetorhüters hat einen Punktegewinn gegen Schweden gestern nicht gerade begünstigt ...
  • Normi 14.05.2018 07:41
    Highlight Highlight Ein weiteres Problem ist dass die Schweizer viel zu wenig auf das gegnerische Tor schiessen und lieber noch ein Paar pässe spielen was bei dieser Passqualität leider viel zu selten funktioniert
  • bau-mi 14.05.2018 06:51
    Highlight Highlight Die beste Mannschaft aller Zeiten ist doch die erfolgreichste Mannschaft, bis jetzt ist es "erst" die nominell beste Mannschaft aller Zeiten, dass Turnier dauert ja immernoch an...
  • BeatBox 14.05.2018 06:22
    Highlight Highlight Genoni befindet sich wirklich nicht in Bestform. Wie bei uns in Bern in der zweiten Saisonhälfte hat er immer wieder so komische Aussetzer (Tor 1 und 2). Dann spielt er wieder Phasenweise wieder bombastisch, wie bei den vielen 1gegen1 Situationen gegen die Schweden.

    Ich hatte aber das Gefühl, dass die Mannschaft wieder nicht richtig auf das Spiel eingestellt wurde, das ist halt einfach auch Coachsache...
    • Ehrenmann 14.05.2018 08:51
      Highlight Highlight Ich verstehe fischi, dass er Genoni bringt. Nun kann er die beiden Torhüter vergleichen und festellen dass Berre die Nummer 1 sein wird. Genoni war diese Saison nicht wirklich gut, hatte auch in den Playoffs keinen Impact...
      Berra hingegen fällt au. Die aggressivität im richtigen Moment, die übersicht, Big saves und eine Ausstrahlung, welcher den Spieler Sicherheit gibt.. zu guterletzt spricht auch die Statistik für Berra
  • länzu 14.05.2018 05:55
    Highlight Highlight Das Hauptübel bleibt die miserable Passqualität bei den Schweizern. In der Defensive führt das immer wieder zu heiklen Situationen und die Offensive kann gar nicht richtig in Schwung kommen, wenn die Scheibe immer zuerst hinter dem Rücken zurückerobert werden muss oder sie wieder einen Meter von der Schaufel abspringt. Was auch bedenklich ist, dass viele Scheiben in der Vorwärtsbewegung irgendwie verloren gehen, ohne dass ein Gegner eingreift. Aber eben, wir haben wohl alle zu grosse Erwartungen. Die Schweizer Nati ist nicht halb so gut.
  • AllknowingP 14.05.2018 03:33
    Highlight Highlight Hm, vieleicht hal Leinardo Genoni einfach entschieden nicht ins Halbfinale zu kommen ?

    Das gute an der Sache ist das uns die Geschichte lehrt das Genonis „Beschlüsse“ i.d.R nur heisse Luft sind.
    • Boixos1234 14.05.2018 08:22
      Highlight Highlight .... langsam ist es ausgelutscht ;)
  • Sloping 14.05.2018 02:31
    Highlight Highlight "Niemand kann mit Roman Josi, Kevin Fiala, Timo Meier, Sven Andrighetto, Mirco Müller und Nino Niederreiter ein Aussenseiter sein."

    Das ist gegen die absoluten Spitzenteams ein Trugschluss. Wenn diese fast in Bestbesetzung wie die Schweden antreten haben sie dieses (und besseres Spielermaterial) über vier Linien zur Verfügung. Bei der Schweiz ist das Leistungsgefälle zwischen den NHL Spielern und den Ergänzungsspielern der hinteren Linien sehr gross.
    • horst 14.05.2018 08:53
      Highlight Highlight Genau so! Falls die Schweiz mit 10-15 NHL-Spielern antreten könnte, DANN wären wir keine Aussenseiter mehr... Aber so reicht es einfach (noch) nicht.

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