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Berns Thomas Ruefenacht, links, und Zuerichs Pius Suter, rechts, kaempfen um den Puck, beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem SC Bern und den ZSC Lions, in der Postfinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Kann der SCB nächste Saison die ZSC Lions kopieren? Nein.

Ein Titan kann sich schnell erholen. Die ZSC Lions verpassten im letzten Frühjahr als Meister die Playoffs. Nun haben sie bereits wieder die Qualifikation gewonnen. Die grosse Frage deshalb: Ein Grund zur Hoffnung für den entthronten Meister SC Bern?



Zum zweiten Mal hintereinander hat der Meister die Playoffs verpasst. Vor einem Jahr waren es die ZSC Lions, die im allerletzten von 50 Spielen mit einer Niederlage in Genf scheiterten. Jetzt hat es den SC Bern erwischt. Auch im 50. und letzten Spiel.

Aber die ZSC Lions haben gezeigt, wie rasch sich eine Mannschaft zu erholen vermag. Sie haben soeben die Qualifikation gewonnen. Auffallend ist die offensive Steigerung von 129 zu 166 Toren. Die hoffnungsvolle Frage also in Bern: Der SCB nächste Saison wie die ZSC Lions?

BILDPAKET -- ZUM JAHRESRUECKBLICK 2018 NATIONAL, STELLEN WIR IHNEN HEUTE FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -- Mathias Seger haelt den Pokal nach ihrem Meisterschaftssieg im Eishockey Playoff-Finalspiel der National League zwischen dem HC Lugano und den ZSC Lions, aufgenommen am Samstag, 28. April 2018, in der Messe in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Merz)..

Der SCB wie die ZSC Lions im 2018: Zuerst Meister, in der folgenden Saison die Playoffs verpasst. Bild: KEYSTONE

Die Antwort ist: «Nein.» Das Scheitern der beiden Titanen hat nämlich völlig unterschiedliche Ursachen. Das Scheitern der ZSC Lions war ein «Betriebsunfall» einer verhältnismässig jungen Mannschaft mit einem enormen Zukunftspotenzial. Geschuldet der Verführung durch Hockey-Götter: Die Versuchung, Kulttrainer Arno del Curto nach seinem Rücktritt in Davos verpflichten zu können, war einfach zu gross.

Wenn der Trainer den Status eines Popstars bekommt und wichtiger wird als die Mannschaft, ist sportliches Unheil programmiert. Ohne Trainerwechsel hätten die ZSC Lions die Playoffs letzte Saison locker geschafft. Logisch also, dass sie sich rasch erholt haben. Sie zelebrieren diese Saison gut strukturiertes, modernes, schnelles, dynamisches, intensives, «totales» Lauf- und Tempohockey. Sportchef Sven Leuenberger hat mit Rikard Grönborg den richtigen Trainer engagiert. Einer, der die neue Zeit und das neue Eishockey personifiziert. Sven Leuenberger hat aus dem Scheitern die richtigen Schlüsse gezogen. Die ZSC Lions sind wieder ganz oben angekommen und werden nächste Saison Titelanwärter sein.

Das Scheitern der Berner ist hingegen das unausweichliche Resultat eines durch sportliches Missmanagement verursachten Zerfalls einer überalterten Meistermannschaft. Daran vermochte auch ein Trainerwechsel nichts zu ändern. Ein konservativer Bandengeneral (Kari Jalonen) hatte die Mannschaft gnadenlos ausgepresst und gecoacht, als gäbe es kein Morgen. Mit einer der langsamsten und ältesten Mannschaften der Liga sind die Playoffs schliesslich verpasst worden.

Dieses Team wird nächste Saison zwar etwas schneller sein. Aber nach wie vor bei weitem nicht auf dem Temponiveau von Zug, Ambri, Davos, Servette, Biel oder der ZSC Lions. Bern braucht zwei bis drei Jahre, um das Fundament für ein neues Meisterteam zu bauen.

Es gibt noch einen Unterschied zwischen den ZSC Lions und dem SC Bern. Die Zürcher leisten sich nicht nur die grösste Nachwuchsabteilung im Land. Sie unterhalten mit den GCK Lions ein Farmteam. Auch der SCB kümmert sich um die Ausbildung, leistet sich aber kein Farmteam. Ein Farmteam ist das «Missing Link» zwischen Junioren- und Männerhockey. So haben die ZSC Lions eine viel breitere Basis als der SCB.

Le top scorer bernois Mark Arcobello montre sa deception sur le banc lors du match du championnat suisse de hockey sur glace de National League entre le Lausanne HC et le SC Bern ce samedi 29 fevrier 2020 se deroulant a huis-clos suite a l'epidemie de Coronavirus (2019-nCoV) a la patinoire de la Vaudoise Arena a Lausanne. (PPR/Laurent Gillieron)

Berns Beste wurden diese Saison forciert, bis die Energietanks leer waren. Bild: KEYSTONE

Das Eishockey wird jünger, schneller, intensiver und offensiver. Die Verteilung der Belastung auf möglichst viele Beine spielt eine immer wichtigere Rolle. Eine einfache Statistik zeigt uns, warum der SCB auch gescheitert ist. Die Berner forcierten diese Saison die Besten bis die Energietanks leer waren. Topskorer Mark Arcobello ist am stärksten forciert worden. Er erzielte in den ersten 10 Spielen der Saison 6 Tore. In den letzten 17 hingegen nur noch ein einziges.

Anzahl Spieler, mit mehr als 20 Minuten Eiszeit pro Spiel:

Der letzte Spieler mit 60 Minuten Eiszeit pro Partie (der also gar nie vom Eis ging) war der kanadische Verteidiger Ted Snell Ende der 1970er Jahren beim SC Langenthal in der NLB. Die Philosophie der sportlichen Führung in Bern ist den fernen Zeiten von Ted Snell näher als dem modernen Hockey.

Das Scheitern des Titelverteidigers ist letztlich erfreulich. Weil es zeigt, wie gut unser Eishockey ist. Weil es zeigt, dass die Hockeygötter jene belohnen, die den Mut zur Jugend und zum modernen Hockey und zur Offensive haben. Auch Davos (letzte Saison noch in den Playouts) und Servette sind für diesen Mut belohnt worden.

Die Erfolge der jüngeren Vergangenheit (drei Titel in vier Jahren) haben im SCB die Balance zwischen Sport und Kommerz (vorübergehend?) aus dem Gleichgewicht gebracht: Manager Marc Lüthi ist ein Mann des Geldes, nicht des Sportes. «Mighty Marc» hat erfahren müssen, dass sein SCB eben doch eine Hockeyfirma und kein Gastronomie-Unternehmen und keine Vermarktungsfirma ist. Dass wieder höhere Investitionen ins Kerngeschäft Sport notwendig sind. Weil ihm das niemand zu sagen wagt, haben es ihm nun die Hockey-Götter vor Augen geführt. Wie zu Gotthelfs Zeiten: Geist ist wichtiger als Geld. Das ist gut so.

Aber der SCB wird länger als eine Saison und eine kompetente sportliche Führung und den richtigen Trainer benötigen, um diese Fehlentwicklung zu korrigieren und wieder ein stabiles Spitzenteam zu werden.

Ein Comeback nach dem Muster der ZSC Lions wird nächste Saison noch nicht möglich sein. Aber für die Playoffs müsste es eigentlich wieder reichen – vorausgesetzt, dass die richtigen Schlüsse aus dem Scheitern dieser Saison gezogen werden.

Das macht immerhin schon ein bisschen Hoffnung.

Die Zeiten werden sich in Bern allerdings erst wieder nachhaltig und dauerhaft bessern, wenn Marc Lüthi auf dem Weg ins Büro gut gelaunt und leise, damit es Sportchef Alex Chatelain nicht hört, einen Hit der Scorpions durch die Zähne pfeift:

«The future’s in the air
I can feel it everywhere
Blowing with the wind of change.»

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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ironmike 03.03.2020 04:44
    Highlight Highlight tatsache ist dass Kari Jalonen seine besten Spieler sowohl in der Meisterschaft als auch in der CHL über Gebühr forcierte, dies brachte Erfolg in der Meisterschaft, aber in der CHL kam der SCB nie in den Final. war sicherlich frustrierend für einige Spieler dies zu sehen und wenig motivierend. klar ist dass der Kern der Schlüsselspieler langsam überaltert ist, dies braucht effektiv ein paar Jahre um korrigiert zu werden. dazu braucht man einen Trainer der auch den jungen eine Chance gibt ansonsten werden diese den Klub verlassen.
  • runthehuber 02.03.2020 10:48
    Highlight Highlight ich bin verwundert, wie Zaugg volle Kanone gegen den SCB wettert. Ich bin nicht SCB Fan, aber von einem Hockeyexperten kann man eine etwas dezidiertere Berichterstattung erwarten. Soll er doch mal - Kraft seines "Wissens" - konstruktive Vorschläge bringen - oder als wirklicher Chronist weitermachen.
    Uebrigens, die Definition eines Chronisten: Wortbedeutung/Definition:
    1) Person, die eine Chronik verfasst oder zumindest mitverfasst hat (Quelle: https://www.wortbedeutung.info/Chronist/)
    • Warumnicht 02.03.2020 11:56
      Highlight Highlight Trotz der Blitzer kann ich dem Kommentar von runthehubler nur beipflichten. Die Berichterstattung des Herrn Zaugg gegenüber des SCB und insbesondere gegenüber Spieler und Staff sind in letzter Zeit wirklich trotz Pressefreiheit grenzwärtig. Ich frage mich ob er das wirklich nötig hat?
    • Klartext 02.03.2020 13:24
      Highlight Highlight Das kommt daher, weil Herr Zaugg ein grosser Bewunderer des SCB ist. Folglich sind die Niederlagen des SCB, speziell das Verpassen der Playoffs, eben auch persönliche Niederlagen. Die Enttäuschung verpackt er dann jeweils in seine Berichterstattung. Selbiges ist bei Erfolgen des SCB der Fall, da übertrifft er sich dann einfach regelmässig mit Superlativen im positiven Sinn.
  • Sapperlot! 02.03.2020 09:37
    Highlight Highlight Wer gerne einen sachlichen und etwas weniger polemischen Beitrag zur SCB-Krise lesen möchte, dem empfehle ich den Betrag von German in der NZZ...
  • Tikkanen 02.03.2020 08:37
    Highlight Highlight ...ja, der Lüthi steht vor einer entscheidenden Weichenstellung. Ich sehe das ganze so: Sportchef Müller, Plüss oder Bestoption McSorley, da Sorley sich evtl. nicht unterordnen würde = Tendenz #1 Müller oder #2 Plüss. Coaches bleiben bis zur Ankunft vom Cereda 2021 Housi/Laser, einfach ohne Kari's finnische Assi-Eunuchen. Weiter muss ausnahmsweise das Budget überzogen werden, AC's Gurkenspieler (Scharoni, Bieber, Alain etc.) müssen aussortiert und durch junge ersetzt werden. Zwei Top Ausländer müssen für viel Geld verpflichtet werden! Und: Hoffentlich bleibt Schwerwey...

    Item, Hopp SCB!
    • Lindros88 02.03.2020 09:16
      Highlight Highlight gestern beklagst du dich über das Niveau der Kommentare und heute schreibst du von finnischen Assi-Eunuchen!

      Das ist doch mal konsequent!
    • Sapperlot! 02.03.2020 09:34
      Highlight Highlight Sportchef und Scouting muss def. verbessert werden. mit Schiaroni bin ich nicht einverstanden, er bringt viel Energie auf der Aussenbahn und einen wie Alain brauchts in der 4. auch - in einem anderen System kommt er auch besser zu Geltung (wie unter Lars z.B.).
    • mukeleven 02.03.2020 09:35
      Highlight Highlight eins kann ich dir jetzt schon sagen:
      cereda könntet ihr einen 2mio vertrag und 1mio sign-off antrittsbonus anbieten - das mit dem SCB tut er sich NIE an, selbst dann nicht, wenn die rigozzi sportchefin waere.
      das ist so sicher, wie das amen in der kirche.
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  • Bundschu 02.03.2020 07:36
    Highlight Highlight Gut, der SCB ist nicht in den Play-off‘s. Wahrscheinlich schafft der Verband es die Meisterschaft zu annulieren. Da bei dieser Playout Ausgangslage der SCB in die Liga Quali müsste.
    Sie waren schon nur am grünen Tisch aufgestiegen und jetzt schützt der Verband sie noch vor dem Abstieg.
    • Sapperlot! 02.03.2020 09:30
      Highlight Highlight Meine Güte, aus welchem Loch kommst du denn an einem Montagmorgen? 786 v.Chr. hat auch mal jemand was gemacht... Solch doofer Kommentar, echt jetzt. Lüthi hat wohl auch aufs BAG Einfluss genommen.
    • Ich hol jetzt das Schwein 02.03.2020 10:00
      Highlight Highlight Tut das eigentlich weh?
    • Sapperlot! 02.03.2020 10:24
      Highlight Highlight Scheint so, irgend ein unüberwundenes Trauma muss da vorliegen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • maylander 02.03.2020 07:09
    Highlight Highlight Die ZSC Lions hatten unter Leuenberger einige Coaches durchgetestet und einfach Glück gehabt. Das mit AdC ging in die Hose aber sonst konnten sie es immer ins positive drehen. Leuenberger hat mit zwei Klubs als Meister die Play Offs verpasst und ist immer noch als Sportchef tätig.
    Mit einem Coach, der auf Verschleiss fährt nützt auch ein Farmteam wenig. Auch Kossmann ist jetzt nicht der Trainer um eine Mannschaft neu aufzubauen.
    • feuseltier 02.03.2020 11:20
      Highlight Highlight Echt jetzt? ? Beide Trainer waren untauglich für die ZSC Lions. .. Man sah es ja an der Spielweise. .. Man konnte fast nicht zuschauen, so wie die Spiel für Spiel spielten..

      Jetzt unter grönborg ist das zum Glück zu Ende
    • maylander 02.03.2020 12:27
      Highlight Highlight @feuseltier
      Du hast ja Recht.
      Alle Trainer wurden von Leuenberger geholt. Das ist try und hire. Die Lions können sich die Strategie leisten. Ob Leuenberger jetzt der super Sportchef ist und in Reichweite des Kevin Schläpfer Goldstandards kommt lasse ich mal offen.
    • Antiklaus 02.03.2020 14:23
      Highlight Highlight @fmaylander
      Der Erfolg gibt Leuenberger recht. Der SCB wäre noch so froh, wenn er noch dort wäre.
      Alle Trainer wurden von Leuenberger geholt: Huras, Ruhnke, etc. auch?
  • Lindros88 02.03.2020 07:05
    Highlight Highlight Eigentlich spielt es für den neutralen Eishockeyfan (sofern es solche überhaupt gibt) keine Rolle ob der SCBern, die ZSC Lions der HC Lugano, HC Davos oder auch der EV Zug. Ein grosser Verein, der während der Qualifikation in Problemen steckt und im besten Fall sogar an den Playoffs scheitert ist immer ein grosser Spass!!
  • bärner1931 02.03.2020 06:44
    Highlight Highlight Und? Muss man den Z kopieren? Nein!
    Jetzt ausmisten und wieder was aufbauen mit Spielern, die das SCB Herz tragen werden.
    • mukeleven 02.03.2020 09:37
      Highlight Highlight most young players give a shit on that SCB heart.
      das scheint ein weiteres problem zu sein...
    • Stolperstein777 02.03.2020 13:03
      Highlight Highlight Falsch, der scb give a shit on young players wäre wohl treffender....
  • Einer Wie Alle 02.03.2020 05:23
    Highlight Highlight Die Zaugg'sche Glaskugel hat wieder einmal zugeschlagen. Niemand kennt die Zukunft so gut wie der Eismeister!
    Schlussendlich weiss niemand, was passierem wird, vielleicht dominieren die Berner auch wieder die Liga. Bern hat nämlich diese Saison ab und zu gezeugt, dass sie einzelne Mannschaften dominieren können, dieses Potenzial müssen die Hauptstädter nur abrufen, dafür brauchts den richtigen Trainer.

    Item, Playouts.
    • Warumnicht 02.03.2020 12:23
      Highlight Highlight Item Schwitzermeischter…gsi
  • Sloping 02.03.2020 05:22
    Highlight Highlight Ich sehe beim SCB Parallelen zur Situation von Lugano nach der schmächlichen 0:4 Viertelfinalniederlage in den letzten Playoffs. Damals wurde der Vergolder, was der Hinterletzte seit Jahren gemerkt hat, auch aufgrund des immensen Drucks der Fans, endlich zum Teufel gejagt. Das Problem für den neuen Sportchef Domenichelli war das Gleiche wie es für einen möglichen Nachfolger von Chatelain sein wird: Die Mannschaft für die nächste Saison hat der alte Sportchef quasi schon fixfertig aufgestellt und die besten Schweizer Spieler sind längst vom ausgetrockneten Markt.
    • maylander 02.03.2020 07:18
      Highlight Highlight Der HC Lugano hat mit Merziklins den besten Goalie und mit Hoffmann den besten Schweizer Scorer abgegeben. In der Tabelle hat sie das genau ein Platz gekostet.
      Domenichelli hat so ziemlich das Maximum herausgehohlt was man während der Saison an Transfers machen kann.
      Der SCB hat gleich neun Tabellenplätze eingebüsst.
    • CuJo 02.03.2020 12:01
      Highlight Highlight Nein, hat Domenichelli nicht. Er hätte die Ausländer auswechseln müssen, die sind nämlich praktisch alle Mittelmass.

Eismeister Zaugg

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