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Ambri's players celebrate after the 2-1 victory, during the fifth match of the playout final of the National League Swiss Championship between HC Ambri-Piotta and EHC Kloten, at the ice stadium Valascia in Ambri, on Thursday, April 5, 2018. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Geschafft! Ambri hält sich am Ende souverän in der National League. Bild: TI-PRESS

Eismeister Zaugg

Warum das beste Ambri aller Zeiten das dümmste Kloten aller Zeiten blamierte

Ambri hat die Playouts gegen Kloten 4:1 gewonnen und den Liga-Erhalt gesichert. Eine polemische Analyse.



Beide haben das gleiche Experiment gewagt. Ambri ist dabei einer der erstaunlichsten Erfolge der Neuzeit geglückt. Die Klotener haben hingegen kläglich versagt, die Playout-Serie 1:4 verloren und müssen nun in der Liga-Qualifikation ihren NLA-Platz gegen den B-Meister verteidigen. Obwohl sie die nominell bessere Mannschaft als Ambri hatten. Warum?

Ambri: Gute Idee, grandiose Umsetzung

Ambri hat die Rückkehr zur finanziellen Vernunft und zu den eigenen Wurzeln konsequent durchgezogen. Wohl wissend, dass ein so riskantes Experiment «halbbatzig» keine Erfolgschance hat.

Luca Cereda, neuer Trainer des HC Ambri-Piotta, rechts, posiert zusammen mit Praesident Filippo Lombardi, Mitte und Sportchef Paolo Duca, links, einer Medienkonferenz des HC Ambri-Piotta in Bellinzona, am Freitag, 28. April 2017. (KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi)

Ehrlich, direkt, konsequent und mit viel Herzblut, die eigenen Kompetenzen wissend: Sportchef Paolo Duca, Präsident Filippo Lombardi und Trainer Luca Cereda. Bild: TI-PRESS

Der wichtigste Entscheid war die Berufung zweier Persönlichkeiten aus dem eigenen Kulturkreis in die zentralen sportlichen Positionen: Trainer Luca Cereda und Sportchef Paolo Duca sind in Ambri gross geworden, haben die Welt auch auf der anderen Seite der Alpen gesehen, Luca Cereda war sogar in Nordamerika.

Luca Cereda, der wahre Trainer des Jahres

Die Fachkompetenz nach innen und aussen war von allem Anfang an unbestritten. Weil von allem Anfang an wahr und klar die Ziele definiert worden sind, konnten in Ambri Sportchef und Trainer in Ruhe arbeiten. Nie haben Intrigen und Unruhen Energie gekostet. In Ambri sind alle Worte in Taten umgesetzt worden und alle haben mit einer Stimme gesprochen.

HC Ambri-Piotta Cheftrainer Luca Cereda im vierten Eishockey Spiel des Playout-Final der National League zwischen dem EHC Kloten und dem HC Ambri-Piotta am Montag, 2. April 2018, in Kloten. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Spricht, schreit und lebt die Sprache der Leventina: Luca Cereda. Bild: KEYSTONE

Normalerweise werden Meistermacher zu Trainern des Jahres erkoren. Wenn wir in unserem Hockey analog der NHL auch einen Trainer des Jahres wählen würden, dann käme dafür nur Luca Cereda in Frage.

Er hat seine Philosophie vom ersten bis zum letzten Spiel kompromisslos und ohne Rücksicht auf Namen durchgesetzt und sich auch in kritischen Phasen nie beirren lassen. Thibaut Monnet und Peter Guggisberg, die teuersten Schweizer Spieler, sassen bald einmal nicht nur wegen Verletzungen, sondern wegen ungenügender Leistung auf der Tribüne. In Kloten hatten bisher selbst allermiserabelste Leistungen noch nie Konsequenzen.

Grosser Zusammenhalt in der Leventina

Der Zusammenhalt der Mannschaft ist in Ambri so gut, dass sie sich auch durch Schicksalsschläge nicht beirren liess. Der Ausfall von Captain Michael Fora (verletzt) und Verteidigungsminister Nick Plastino (verletzt nach Autounfall) hatte in den Playouts praktisch keinen Einfluss auf die Spielstärke der Mannschaft. Wenn je der Spruch «Namen sind nur auf dem Leibchen aufgenähte Buchstaben» in die Wirklichkeit umgesetzt worden ist, dann diese Saison in Ambri.

Ambri wie es feiert und lebt.

Wir haben das beste Ambri aller Zeiten gesehen. Gewiss, Ambri war sportlich schon besser, ja sogar schon Qualifikationssieger, Playoff-Finalist (1999) und Sieger in europäischen Klubwettbewerben.

Diesem kurzen Wahn folgten lange Jahre der Reue, der Schulden und der sportlichen Depression. Doch jetzt haben wir das beste, zum ersten Mal seit dem Wiederaufstieg (1985) das wahre, das echte Ambri gesehen. Noch nie seit Einführung der Playoffs (1986) hatte eine Klubführung den Mut zu einem so radikalen Schritt zurück zur Vernunft – am nächsten kommt Ambri in dieser Beziehung der HC Davos.

Genau so ist es.

Ambri wie in einem Lehrfilm

Nichts ist schwieriger als eine Mannschaft, die mehr verliert als gewinnt, durch die Qualifikation zu bringen und zum Schluss eine Playoffserie (die Playouts) zu gewinnen. Luca Cereda hat diese Herausforderung grandios gemeistert. Ambris Weg durch die nun erfolgreich abgeschlossene Saison müsste eigentlich zu einem Lehrfilm verarbeitet werden. Die Frage ist ja auch: Ermutigt das Beispiel Ambri auch andere Hockeyunternehmen?

Und weil die letzte die schönste ist: hier die La Montanara (allerdings diejenige nach dem 4:0 zum Serieauftakt).

Kloten: Ähnliche Idee, kein Plan

Kloten hatte auch den Mut zur Rückkehr zur finanziellen Vernunft. Aber keinen Plan, keine Strategie, keine Vision und keine Männer, die dazu in der Lage sind, einen so radikalen Schritt klug und vernünftig umzusetzen. Deshalb haben sich die Klotener auf dem Weg zurück zur Vernunft und zu den eigenen Wurzeln verirrt.

Noch selten trifft der Spruch «Löwen, geführt von Eseln» so zu wie in Kloten. Wahrscheinlich hat es seit Einführung der Playoffs (1986) noch nie ein solches sportliches Missmanagement gegeben wie in den letzten fünf Jahren in Kloten. Am schlimmsten war es nun in dieser Saison.

Die Eishockeyspieler Felix Hollenstein, rechts, und Roman Waeger des EHC Kloten feiern am 1. April 1995 im Stadion Schluefweg in Kloten, Schweiz, den Sieg der Eishockey Meisterschaft. (KEYSTONE/Str)

Diese Zeiten scheinen Welten entfernt in Kloten. Bild: KEYSTONE

Ausländerentscheid ruinierte Saison

Durch den Verzicht auf die Besetzung aller vier Ausländerpositionen war die Saison bereits ruiniert, bevor sie angefangen hatte. Dieser Fehler war nicht mehr zu korrigieren – und am Schluss mussten dann doch sieben Ausländerlizenzen gelöst werden. Und nicht einer der nachträglich doch noch verpflichteten ausländischen Spieler hat die Erwartungen erfüllt.

EHC Kloten Stuermer Tommi Santala, links, gegen Lausanne HC Verteidiger John Gobbi im ersten Eishockey Spiel der Platzierungsrunde der National League zwischen dem EHC Kloten und Lausanne HC am Dienstag, 20. Maerz 2018, in Kloten. (PPR/Patrick B. Kraemer)

Immerhin noch der beste Ausländer: Tommi Santala. Bild: PPR

Das Auseinanderbrechen der Mannschaft war aus wirtschaftlichen Gründen nicht zu verhindern, hätte aber viel besser gemanagt werden können. Durch fortgesetztes Lügen ist die Vertrauensbasis ruiniert worden.

Hollensteins Transferzirkus

Captain Denis Hollenstein unterschrieb früh einen Fünfjahresvertrag bei den ZSC Lions und hatte nicht den Mut, dazu zu stehen. Erst nach wochenlangen Gerüchten folgte schliesslich doch noch ein Transfer-Geständnis. So verhalten sich kleine Spieler. Kloten hat in der Playoutserie ein Spiel gewonnen. Jenes, wo Denis Hollenstein wegen einer Sperre auf der Tribüne sass.

Kloten's player Denis Hollenstein, right, celebrates the 2-1 goal, during the fifth match of the playout final of the National League Swiss Championship between HC Ambri-Piotta and EHC Kloten, at the ice stadium Valascia in Ambri, on Thursday, April 5, 2018. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Verlässt Kloten ohne Meisterpokal, dafür mit viel Brimborium: Denis Hollenstein. Bild: TI-PRESS

Zum Vergleich: Leonardo Genoni unterschrieb, als er noch Torhüter beim HC Davos war, bereits im Herbst 2015 beim SC Bern. Kaum war die Tinte trocken, bestätigten Leonardo Genoni und der SCB den Transfer und im Sommer 2016 zog er nach Bern. So verhalten sich grosse Spieler.

ZUM TRANSFER VON NATIONALGOALIE LEONARDO GENONI VOM HC DAVOS ZUM SC BERN STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Der Davoser Torhueter Leonardo Genoni haelt den Pokal nach dem fuenften Playoff-Finalspiel der National League A zwischen den ZSC Lions und dem HC Davos am Samstag, 11. April 2015, im Hallenstadion in Zuerich. Der HC Davos hat die Playoff-Final-Serie mit 4:1 gewonnen und damit die Meisterschaft fuer sich entschieden. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Leonardo Genoni verliess Davos auch nicht mit dem Meisterpokal, aber mit Stil. Bild: KEYSTONE

Wie ein Tuareg in der Polarforschung

In Ambri mischte sich Präsident Filippo Lombardi, aus Erfahrung klug geworden, nicht mehr ins sportliche Tagesgeschäft ein. In Kloten ist Präsident Hans-Ueli Lehmann, mit den besonderen Gesetzen des Sportes so wenig vertraut wie ein Tuareg mit der Polarforschung, ein ständiger Störfaktor. Die Differenz zwischen Worten und Taten ist einfach zu gross.

Tuareg und Lehmann: Der eine ist mit Polarforschung so sehr vertraut wie der andere mit den besonderen Gesetzen des Sportes.

In Ambri ist es gelungen, mit Luca Cereda und Paolo Duca für die sportlichen Schlüsselpositionen (Trainer, Sportchef) Persönlichkeiten der eigenen Hockeykultur zu finden.

Umfrage

Steigt der EHC Kloten jetzt ab?

  • Abstimmen

2,579

  • Ja, egal gegen wen.50%
  • Nur wenn es gegen Rappi geht.27%
  • Nur wenn es gegen Olten geht.2%
  • Nein.21%

In Kloten reden viele rein, aber die Verantwortung scheuen gerade die in Kloten gross und reich gewordenen Legenden wie der Teufel das geweihte Wasser. Aber eine neue Philosophie können letztlich wohl nur ein Sportchef und ein Trainer aus der eigenen Klubkultur entwickeln und nach innen und aussen verkaufen und durchsetzen.

Kloten ist noch nicht verloren

Noch ist Kloten nicht verloren. Vier Siege gegen den Sieger der Swiss League genügen zum Ligaerhalt. Nun geht wenigstens Präsident Hans-Ueli Lehmanns Wunsch in Erfüllung: Kloten muss nicht mehr vier Ausländer einsetzen. In der Liga-Qualifikation sind nur drei erlaubt. Wenn sich Kloten retten sollte, dann wird die Mannschaft, wenn der Präsident weiterhin so fuhrwerkt, nächste Saison in der NLA nicht zehn Spiele gewinnen.

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Hans-Ulrich Lehmann: «Ja, jetzt müssen wir in die Liga-Qualifikation. Das ist so.» Video: YouTube/MySports

Aber es gibt auch die Chance, vom echten Ambri zu lernen und nächste Saison als «urbanes Ambri» den Ligaerhalt oder den Wiederaufstieg zu schaffen.

Alle NLA-Absteiger seit Einführung der Zwölfer-Liga

Despacito mit Eishockey-Spielern

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Video: watson/Laurent Aeberli, Reto Fehr, Lea Senn

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    Alle Leser-Kommentare
  • greenfields 06.04.2018 21:59
    Highlight Highlight Eine sehr interessante Analyse aus einmal einem etwas anderen Blickwinkel. Gut getroffen, zeigt auch mal auf, wie es in einem kleinen Verein eben auch funktionieren kann, ziehen alle am gleichen Strick, egal auch wenn es gerade nicht so läuft wie erhofft, und keine grossen Sprüche und hohlen Phrasen gedrescht werden. Darum finde ich den klar etwas überspitzten Begriff vom besten Ambri aller Zeiten treffend, die Arbeit der Leventiner, vor der Saison eigentlich fast von allen schon abgeschrieben, wurde doch noch mit dem Ligaerhalt belohnt. Dass das nicht alle verstehen, so what.
  • Röbi Roux 06.04.2018 18:40
    Highlight Highlight Guggisberg war auch in Kloten auf der Tribüne wegen schlechter Leistung
    • davej 07.04.2018 14:23
      Highlight Highlight Guggisberg wurde vor 2 Wochen am Knie operiert. Der Verein hat das nicht Kommuniziert. Deshalb glauben alle, Er war überzählig. Wen er fit war, hat er immer gespielt. Weil er auch heute noch gut ist. Bei Kloten war er einfach ein Sübdenbock. Aber schön, das ihr alles "besser" wisst....
  • Hoopsie 06.04.2018 13:20
    Highlight Highlight Ambri ist nur nicht in die Ligaquali geraten, weil Kloten gerade noch schlechter ist. Deshalb gleich Ambri zu "adeln" ist übertrieben.

    Ambri verliert Jahr für Jahr an Substanz und an Rückhalt. In den letzten 5 Jahren ein Zuschauerrückgang von knapp 20 % . Das sollte zu denken geben. Auch vom neuen Stadion (Lombardi versprach Baustart März 18 !!), nichts zu sehen ... Es fehlen offenbar immernoch 16 Mio Franken ... wie vor einem Jahr.

    Klar hat Ambri nun die Serie gewonnen, aber besser machen die das nun wirklich nicht. Ambri war schlicht "der Einäugige" unter den Blinden.
    • Marius Künzli 06.04.2018 15:09
      Highlight Highlight Im Vergleich zu 5 Jahren haben wir etwa 100 Zuschauer weniger pro Spiel gehabt diese Saison. Das sind Zufallsdifferenzen und können durch die Wochentagsspiele erklärt werden. Klar, ging das Interesse zurück, weil die Nachwehen Zanattas (ehemaliger Sportchef) gross waren und die Identität verloren ging. Doch nächste Saison ist das Kader praktisch neu. Die alten Velos Guggi Monnet Gautschi Collenberg werden durch Kienzle Guerra evt Pestoni und evt Hofer ersetzt. Mal schauen, wer dann an Substanz verloren hat.
    • Hoopsie 06.04.2018 17:22
      Highlight Highlight @Marius:
      Leider nein. Die Zuschauerzahlen vom Verband sagen etwas anderes:

      13/14 - 5'631
      14/15 - 5154
      15/16 - 5'298
      16/17 - 4'955
      17/18 - 4'730

      Sind im Schnitt rund 900 Zuschauer weniger seit 13/14 , also knapp 20% in den letzten 5 Jahren. Nichts von zufällig und Wochentagsspiele!

      Und ja, das Stadion ... Der Berliner Flughafen wird wohl vorher fertig, bevor sich Ambri an die Auflagen halten muss/will. Wie gesagt, es wird versprochen und versprochen und versprochen und .....
    • Amboss 06.04.2018 19:07
      Highlight Highlight @Sportfan: schon irgendwie komisch, dass deine Zahlen just in dem Jahr beginnen, in welchem Ambri eine super Saison spielte, zeitweise Tabellenführer war (!) und die Playoffs erreichte.
      Aber ja, das ist siiiicher nur reiner Zufall. Achtung, Ironie.

      Leg doch noch die Zahlen drei, vier Jahre offen und gib bekannt, ob es sich um die Zahlen der Regular Season handelt oder ob auch Playoffs/-out dabei sind.
      Die Zwischenrunde wäre zB eine Erklärung für den diesjährigen tiefen Schnitt. Wenn es sportlich um nx geht, klar kommen dann die Zuschauer nicht
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ketchum 06.04.2018 12:11
    Highlight Highlight Bestes Ambri aller Zeiten - geht's noch? Zur Erinnerung: Sie haben gerade mal die Ligaquali abgewendet.
  • bullygoal45 06.04.2018 11:24
    Highlight Highlight Für Clubs die ein wenig Geld haben (6-8mio Budget), ist eine paar Jährige NLB Runde sehr heilsam.

    Ich bin mir 100% sicher, Kloten käme nach 3 Jahren wieder zurück ins A. Mit jungen Talenten wie Spiller, Bader, Egli etc. könnte man ein super B-Team stellen.

    Und glaubt mir, es gibt auch gutes an der NLB! —> Olten, Langenthal und mein absoluter Favorit: HC Thurgau 🍎🇮🇳!! (keine Ironie!)
  • ralck 06.04.2018 11:05
    Highlight Highlight Zitat Lehmann: «EHC Chlotä muss i de erschtä Liga blibä.»

    Soviel zur «Sport-Kompetenz» des Präsidenten. Oder ist die erste Liga das eigentliche Ziel?! Dann freue ich mich doch auf Spiele in der KEW gegen Wetzikon. :-)
  • Der müde Joe 06.04.2018 10:51
    Highlight Highlight Wenigstens sind sich Klaus und ich in einer Sache einig, -Hollenstein ist ein Versager! Nicht weil er zum Z wechselt, sonder weil er ein Feigling ist. Denis hat mit seinem Verhalten dieses Team komplett ruiniert! Von mir aus kann er seine Tasche heute schon packen. Schlimmer kann es ja nicht mehr werden.
  • Viktor mit K 06.04.2018 10:18
    Highlight Highlight Wieso grinst der Lehmann, beim Interview die ganze Zeit?
    Ich glaube die haben immer noch nicht begriffen das schon lange, über 5vor12 ist!!!
  • MARC AUREL 06.04.2018 09:44
    Highlight Highlight Man kann Ambri nur loben was sie geleistet haben und trotzdem wird es auch so schwierig in Zukunft oben zu bleiben.. Sollte Rappi aufsteigen wird nächstes Jahr Olten alles daran setzen aufzusteigen!
    • davej 06.04.2018 12:24
      Highlight Highlight Wen du die Transfers von Ambri siehst + die 2 die noch bestätigt werden, in den nächsten Wochen. Wüsstest du das Ambri bestimmt nicht gegen den Abstieg spielen wird, nächste Saison. Und vor einem Gurkenteam wie Olten, muss man sich bestimmt nicht fürchten. Glaube nicht mal, dass dieses "starke" Rappi aufsteigen wird..
  • manuro 06.04.2018 09:24
    Highlight Highlight Als jahrzehnterlanger Ambrifan bin ich natürlich beruhigt, dass es der HCAP geschafft hat. Ich denke, Kloten wird es mit diesen Voraussetzungen (die Hälfte der Spieler sind nächstes Jahr an einem anderen Ort) sehr schwer haben. Den leidenschaftlichen Fans des EHC Kloten wünsche ich trotz allem, dass sie die Leidenschaft für ihren Klub nicht verlieren
    • dechloisu 06.04.2018 10:57
      Highlight Highlight Der harte Kern wird bleiben aber natürlich gibt es immer jene welche sich die NLB nicht antun
  • Bieler95 06.04.2018 09:15
    Highlight Highlight Kloten wird frücher oder später abstiege.. Wenn nid diä Saison denn nechst Saison..
  • Zaungast 06.04.2018 08:53
    Highlight Highlight Kloten soll genauso absteigen wie GC im Fussball.
    • Beggride 06.04.2018 11:05
      Highlight Highlight Plötzlich keine zürcher Derbys mehr wäre sehr schade, aber vielleicht eine Voraussetzung, diese in langfristiger Zukunft wieder geniessen zu können... Mal schaun.
  • marak 06.04.2018 08:39
    Highlight Highlight Ja, es ist wirklich ein Drama, was da bei unserem Kantonsrivalen abspielt. Dank Playout kann man jahrelang so wursteln. Ausser einem nicht vorhandenen obskuren Fünfjahresplan erinnert vieles an das damalige Rappi.
    Gut, dass der erste Bericht des Tages von dieser Serie handelt. Auch wenn es in Bern dramatisch war. Das wahre Drama spielt sich hier ab.
    • Röbi Roux 06.04.2018 18:41
      Highlight Highlight Stimmt
      Danke

Die «Operetten-Ligaquali» ist Betrug am Publikum und kostet Millionen

Weil die Klubbosse der höchsten Liga zu mächtig sind, funktioniert der Auf- und Abstieg zwischen den beiden höchsten Ligen nicht. Das kostet die Klubs Millionen.

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