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Switzerland`s coach Patrick Fischer during the semi final game between Canada and Switzerland, at the IIHF 2019 World Ice Hockey Championships, at the Steel Arena in Kosice, Slovakia, on Thursday, May 23, 2019. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Patrick Fischer zieht nach dem 2:3-Gegentreffer in der Verlängerung enttäuscht von dannen. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Patrick Fischer ist der grosse WM-Sieger – das wird für den Verband zum Problem

Nun beginnt das grosse Pokerspiel um Patrick Fischers Vertrag. Die bange Frage für Verbandsboss Michael Rindlisbacher: Verlängert er vorzeitig für weniger als 600'000 Franken?

klaus zaugg, bratislava



Keine Medaille. Die WM 2019 endete nach einer Bahnfahrt nach Kosice mit dem Viertelfinal gegen Kanada (2:3 n.V). Mit der dramatischsten WM-Niederlage unserer Hockeygeschichte. Fürs zweite Halbfinale hintereinander fehlten 0,4 Sekunden. Kanada hat dieses Viertelfinal-Drama gewonnen, ohne während einer Spieldauer von 65 Minuten und 7 Sekunden auch nur eine einzige Sekunde in Führung zu liegen.

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Diese verflixten 0,4 Sekunden. Video: streamable

Die Schweizer kehren also als unglückliche WM-Helden heim. Aber Nationaltrainer Patrick Fischer (43) ist trotzdem der grosse WM-Sieger. Er ist definitiv der neue Ralph Krueger.

Patrick Fischer versteht es meisterhaft, die Nationalmannschaft zum Schmelztiegel der Hockeykulturen zu machen: er begeistert unsere NHL-Profis und Dollarmillionäre für eine Frühjahrsreise an die WM und holt ein Maximum aus dem helvetischen Personal unserer heimischen Liga heraus. Das Resultat ist ein WM-Team, das über die am Eishockey interessierten Kreise hinaus begeistert. Und für die hohe Qualität unserer Liga steht.

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Die Highlights der Partie. Video: YouTube/IIHF Worlds 2019

Im Amt gewachsen

Nie mehr seit den Zeiten von Bibi Torriani und den Gebrüdern Poltera in den 1920er, 1930er, 1940er und 1950er Jahren war die Eishockeynationalmannschaft so populär wie heute. Und das ist zu einem ganz grossen Teil auch Patrick Fischers Verdienst.

Ein Blick zurück zeigt uns, wie wichtig er geworden ist. Am Anfang seiner Amtszeit war im Herbst 2015 das Chaos. Fast wie am Anfang der Schöpfung, von dem es im Buch der Bücher heisst: «Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe». So ungefähr war die Stimmung in den Verbandsbüros, als im Herbst 2015 der völlig überforderte Nationaltrainer Glen Hanlon den Rücktritt eingereicht hatte.

Vier Jahre später ist unser Eishockey international so erfolgreich wie nie zuvor in seiner Geschichte. Nationaltrainer Patrick Fischer und Verbands-Sportdirektor Raëto Raffainer haben bei vier WM-Turnieren zweimal das Viertelfinale (2017, 2019) und einmal das Finale (2018) erreicht. Beide stehen als Beispiele dafür, wie es möglich ist, im Amt zu wachsen.

Switzerland`s team director Raeto Raffainer and the coach Patrick Fischer, from left, at the pressconference after losing the quarter final game between Canada and Switzerland, at the IIHF 2019 World Ice Hockey Championships, at the Steel Arena in Kosice, Slovakia, on Thursday, May 23, 2019. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Raffainer (l.) und Fischer können ihre Enttäuschung nicht verbergen. Bild: KEYSTONE

Raëto Raffainer war in Bratislava und Kosice zum letzten Mal dabei. Nun zügelt er nach Davos und übernimmt dort das Amt eines Sportchefs. Sein Nachfolger wird Lars Weibel. Patrick Fischers Vertrag läuft nach der WM 2020 aus. Aber das Pokerspiel um seinen Vertrag hat mit dem Ende der WM 2019 begonnen.

Klubs zwingen Verband zum Sparen

Bratislava, 22. Mai. Small Talk in der VIP-Loge der Hockey-Arena. Feines Essen. Guter Wein. Gedämpftes Licht. Eine Mischung aus Nachtklub, Jahresversammlung der Freimaurer und Mustermesse. Noch ist die Schweiz im Turnier. Das Viertelfinalspiel gegen Kanada, das wir so dramatisch verlieren werden, steht erst am nächsten Tag auf dem Programm.

Das Thema ist die Zukunft. Ein der zahlreichen anwesenden helvetischen Hockeygeneräle macht sich Sorgen. Verbandspräsident Michael Rindlisbacher wolle unbedingt noch vor der neuen Saison mit Patrick Fischer vorzeitig verlängern. Man befürchte, er werde «dreinschiessen». Also übereilt und viel zu teuer verlängern. Die Personalie Nationaltrainer ist Sache des Verbandspräsidenten.

Patrick Fischer, head coach of Switzerland national ice hockey team, reacts during a training camp of Swiss national hockey team ahead the IIHF 2019 World Championship, at the ice stadium Les Vernets, in Geneva, Switzerland, Wednesday, April 24, 2019. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Patrick Fischer ist aus der Nationalmannschaft nicht mehr wegzudenken. Bild: KEYSTONE

Der Hintergrund ist klar: die Liga will aus dem grossen Topf der TV-Gelder, der jedes Jahr mit etwas mehr als 30 Millionen gefüllt wird, mehr Geld. Das bedeutet, dass der Verband, wenn er den Klubs mehr Geld gibt, das diese subito in die Löhne investieren, weniger Mittel für die Nationalmannschaftsprogramme hat.

Auf Druck der Klubs ist inzwischen ein Sparprogramm angelaufen, mit dem eine halbe Million Verbandausgaben (Administration, Nationalteams) eingespart werden soll. Und bereits laufen Planspiele für eine weitere halbe Million Einsparungen. Da passt eine Lohnaufbesserung für den Nationaltrainer schlecht in die finanzielle Architektur.

500'000 – mehr liegt nicht drin

Patrick Fischers Agent Daniel Giger sagt, der Vertrag laufe ohne Wenn und Aber nach der WM 2020 aus. Eigentlich kein Grund zur Eile. Aber die WM 2020 findet in Zürich und Lausanne statt (8. bis 24 Mai 2020). Nationaltrainer Patrick Fischer wird während der ganzen nächsten Saison und erst recht vor und während der WM ein Medienthema und eine der bekanntesten Schweizer Persönlichkeiten der Zeitgeschichte sein.

Ständige Spekulationen um seine Zukunft würden rund um die Nationalmannschaft für permanente Unruhe sorgen. Also ist es durchaus klug, vorzeitig bis zum Ende der olympischen Saison 2021/22 zu verlängern.

Noch steht ja den Verbandsgenerälen das unglückselige Ende der «Ära Simpson» (2010 bis 2014) in den Knochen. Sean Simpson, der Silberschmied von 2013 hat im Sommer 2014 den Posten des Nationaltrainers mit viel Groll und ständigem Hin und Her um seinen Vertrag Richtung KHL verlassen. Das war ein Grund, warum die Silber-WM von 2013 – ganz im Gegensatz zur Silber-WM 2018 – noch wenig nachhaltige Wirkung hatte.

Der Schweizer Eishockey Nationalspieler Andres Ambuehl nach dem Eistraining auf dem Rad, beobachtet vom Nationaltrainer Sean Simpson, links, am Freitag, 7. Mai 2010, in der SAP Arena in Mannheim, Deutschland. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Sean Simpson verliess die Nati im Groll. Bild: KEYSTONE

Diesen Fehler gilt es zu vermeiden. Patrick Fischer, der Silberschmied von 2018 soll bleiben. Aber zu welchem Preis? Ein hochrangiger Hockeygeneral, der auch hier in Bratislava weilte, sagt: «Die absolut oberste Schmerzgrenze ist eine halbe Million – Erfolgsprämien eingerechnet. Mehr liegt nicht drin.»

Der Jürgen Klopp des Schweizer Hockeys

Patrick Fischer verdient seit der Verlängerung im Dezember 2017 inklusive Prämien und Zusatzleistungen knapp 300'000 Franken. Das ist viel, wenn wir bedenken, dass er im Herbst 2015 als arbeitsloser Jungtrainer – er war soeben in Lugano gefeuert worden – froh war, überhaupt Arbeit zu finden. Das ist immer noch ein bäumiges Salär, wenn wir bedenken, dass er im Dezember 2017 noch ohne grossen Leistungsausweis (2016 Viertelfinals verpasst, 2017 Viertelfinal verloren) den Ende Saison auslaufenden Vertrag vorzeitig bis 2020 verlängern durfte.

Aber inzwischen ist Patrick Fischer der wichtigste Mann des Verbandes. Der telegene, charismatische Kommunikator ist für das Schweizer Eishockey von fast unbezahlbarem Wert wie einst Ralph Krueger. Nach der grandiosen WM 2000 in St.Petersburg (mit dem Sieg über Russland, der uns ins Viertelfinale brachte) verlängerte Ralph Krueger im Sommer 2000 vorzeitig um sechs Jahre. Sein Vertrag kostete den Verband im Jahr ziemlich genau eine Million. Da sollte man bei Patrick Fischer nun 19 Jahre später nicht zu knausrig sein.

Switzerland’s ice hockey team with head coach Patrick Fischer arrives and is welcomed by fans at Zurich airport in Kloten, Switzerland, Monday, May 21, 2018. Switzerland won the silver medal at the IIHF World Championship in Denmark. (KEYSTONE/PATRICK HUERLIMANN)

Patrick Fischer ist längst zum Liebling der Fans geworden. Bild: KEYSTONE

Der Nationaltrainer ist ja nicht nur der Trainer und Coach der Nationalmannschaft. Ebenso wichtig: er ist der Verkäufer, der erste Botschafter unseres Eishockeys mit Ausstrahlung weit übers Eishockey hinaus.

Patrick Fischer ist inzwischen der perfekte Nationaltrainer. Er repräsentiert den neuen, kommunikativen Trainertyp für die Generation Smartphone. Wie Jürgen Klopp im Fussball. Er ist trotz des Scheiterns im Viertelfinale der grosse Sieger dieser WM – und das wird für den Verband zum Problem. Sein Marktwert beträgt nämlich inzwischen mindestens 600'000 Franken plus Prämien und Extraleistungen. Weil es auch ausländische Klubs gibt, die an ihm interessiert sind.

Verlängert der Nationaltrainer vielleicht trotzdem für weniger als 600'000 Franken? Das ist die grosse, bange Frage für Verbandspräsident Michael Rindlisbacher.

Lieber Michael – er wird nicht. Und er hat recht.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Pascolo 25.05.2019 14:57
    Highlight Highlight Soll P. Fischer selber entscheiden ob Er bleiben will, nur wegen des Geldes bleiben, wird kaum funktionieren, ein Nati Trainer muss das in erster Linie aus Leidenschaft machen!
  • Herr Berger 25.05.2019 13:24
    Highlight Highlight Ohne Sieg gegen ein grosses Team, kann man nie und nimmer von Sieger schreiben. Ich denke auch Fischer und die Spieler sehen das so.
  • feuseltier 25.05.2019 11:45
    Highlight Highlight Das Geld besser mal in Infrastruktur setzen! Anstatt auf peinlich kleine Bildschirme zuschauen bei Video Entscheidung, etc. ..
    Oder Kameras auf der blauen Linien etc etc
  • Chloote 25.05.2019 08:07
    Highlight Highlight Hallo! CHF 500'000.- Lohn für Fischer als Nati. Coach sind doch masslos übertrieben. Die Lohnpolitik gerät immer mehr aus dem Ruder. Solche Lohnzahlungen sind ganz einfach absurd. Was hat Fischer den erreicht an dieser WM??? Die 4 Siege gegen die sogenannt schwächeren Teams, plus die 3 Niederlagen gegen Top Teams und das Out in den 1/4 Finals reicht doch niemals aus, um sich weiterhin als Nati Coach zu empfehlen und solch einen Lohn in Anspruch zu nehmen.

    Runter mit dem Lohn oder Fischer kann gehen wohin er will!!!
    • feuseltier 25.05.2019 11:48
      Highlight Highlight Ich verstehe dich und bin teils deiner Meinung. Wieso soviel verdienen. .. Es sind nati spiele und keine Meisterschaft etc..
  • Wisi53 24.05.2019 17:36
    Highlight Highlight Fischer ist der Klopp des Eishockey?
    Ich hoffe es nicht für die Zukunft. Sonst holen wir nur Silber und nie Gold!!
    Letzter Titel von Klopp: 2012
    Verlorene Finalspiele seit 2012: 7!!!(in einer Woche 8)
    • egemek 24.05.2019 23:12
      Highlight Highlight Klopp holte mit Dortmund das Double. Sollte Fischer das 2022 auch schaffen, nehme ich nachher gerne ein paar verlorene Finals in Kauf..
  • SBP 24.05.2019 14:15
    Highlight Highlight Man kann den Spiess auch umdrehen und in klausscher Manier behaupten, dass Fischer Glück hat solche Topprofis wie Josi, Niederreiter, Hischier,... im Team zu haben, die zudem alle auch sehr stolz sind für die Schweiz zu spielen. Da muss man die anderen gar nicht gross motivieren, das läuft von selbst. Ich würde ihm empfehlen ein entsprechendes Angebot vom Verband anzunehmen, denn so gute Vorraussetzungen wird er anderswo definitiv nicht haben.
  • Pana 24.05.2019 14:07
    Highlight Highlight "Und für die hohe Qualität unserer Liga steht"

    Da bin ich mir nicht so sicher. Der qualitative Unterschied der aktuellen Nati, verdankt man der immer grösser werdenden Präsenz von NHL Spielern. Ohne die wäre man schon an der B-WM ins Schwitzen gekommen.
    • matu123 24.05.2019 18:03
      Highlight Highlight An der B-WM sicher nicht. DIE Teams haben Spieler aus weitaus schlechteren Ligen (Frankreich, Italien, Slowenien, Kanadische Provinzligen, soll ich weitermachen?). Eigentlich sind es immer die selben 8 (plus minus 2) die sich für die VF qualifizieren. Wann war die Schweiz das letzt mal nicht dabei?
    • Pana 24.05.2019 19:16
      Highlight Highlight 2016? Natürlich sind die "B" Gegner eine Klasse schwächer. Aber wir haben immer Probleme gegen sie gehabt. Deshalb auch die Euphorie über die "B-Weltmeisterschaft". Die souveränen 4 Siege (ok gegen Lettland weniger) sahen statistisch so aus: NHL Spieler: 27 Punkte (11 Tore), Rest: 24 Punkte (9 Tore).
  • You’re out of your element, Donny! 24.05.2019 10:37
    Highlight Highlight just-a-sec...der war ja gar nicht drin bei 0:00!
    kann da bitte rené fasel noch mal seine stoppuhren kontrollieren ;-)
    Benutzer Bild
  • Heini Hemmi 24.05.2019 09:17
    Highlight Highlight Man könnte ja bei den Funktionären sparen, die nicht viel mehr machen, als am Buffet zu stehen, Cüpli zu trinken und eine grosse Röhre zu schwingen. Mit dem Gesparten könnte man dann Fischis Lohnerhöhung finanzieren.
    • Jo Blocher 25.05.2019 08:32
      Highlight Highlight @Heini. Jaja, solche Sprüche kommen vielleicht beim Pöbel gut an, analytisch jedoch wertlos.
  • Dr no 24.05.2019 09:13
    Highlight Highlight Ich sehe absolut keine Not hier in Hektik zu verfallen. Man darf nicht die gleichen Fehler machen wie bei Krüger. 1 Mio. für einen Naticoach, dessen Pensum vielleicht 20 % beträgt ? WTF ???
    Die Nati hat gut gespielt, aber am Schluss die ambitionierten Ziele (Gold ???) weit verfehlt. Als Clubtrainer hat Fischer (noch) nichts erreicht. Ich glaube nicht, dass er mit sehr hoch dotierten Clubofferten überschwemmt wird. Also einfach mal cool bleiben.
    • Jo Blocher 25.05.2019 08:33
      Highlight Highlight Mindestziel Viertelfinale, Gold für Träumer.
  • geissli 24.05.2019 08:50
    Highlight Highlight Leider sehe ich dies anders. Die Bedeutung: man hat das Maximum herausgeholt, diese ist meiner Meinung komplett falsch!! Wenn man gegen die Grossen im Schnitt 3.5 Gegentoren erhält, kann dies nicht der wahrheit entsprechen.
    Zudem gibt es den perfekten Nationaltrainer nicht, ich denke es ist wie in der Privatwirtschaft: Jeder ist ersetzbar!! Nicht das ich den Kopf von Fischi fordere, aber seine Bilanz als Trainer ist jetzt nicht so lobenswert...
    • beaetel 24.05.2019 11:26
      Highlight Highlight Niemand ist ersetzbar, weil jeder einzigartig ist.
    • geissli 24.05.2019 13:34
      Highlight Highlight Leider ist jeder ersetzbar, ansonsten würde sich die Welt nicht mehr drehen bzw. jede Stelle könnte nicht mehr belegt werden. Klar ist jeder einzigartig, aber das war ja auch gar nicht der Sinn meiner Aussage...

      Ich bleibe trotz den Blitzen bei der Aussage: Mit einem besseren Defensiv-Konzept wären wir weiter!!
    • Jo Blocher 25.05.2019 08:36
      Highlight Highlight Jeder ist ersetzbar....nur ein Spruch. Hat man an ja nach Krüger gesehen#Simpson#Hanlon😉
  • Gubbe 24.05.2019 08:44
    Highlight Highlight Die besten Spieler der CH, inklusive den Topleuten aus der NHL, hat die Mannschaft nichts gewonnen. Italien, Östereich waren keine starken Gegner. Sich an ihnen rauf zu hangeln ist die falsche Richtung. Die Schweizer Mannschaft muss sich dem Niveau der Schweden angleichen, das eine annähernd gleiche Einwohnerzahl hat. Darum muss das Gehalt von Herrn Fischer den schweizerischen Rahmen nicht sprengen. 500'000 CHF sind absolut genug.
    • kupus@kombajn 24.05.2019 09:33
      Highlight Highlight SWE hat 20% mehr Einwohner und 122% mehr lizenzierte Eishockeyspieler als die Schweiz und hat entwicklungstechnisch einen gewaltigen Vorsprung.

      Unsere Gegner:

      SWE: 21 NHL-Spieler, gegen uns knapp gewonnen, gegen CZE und RUS klar und deutlich verloren, ebenfalls im 1/4-Finale ausgeschieden.

      CZE: 12 NHL-Spieler und die besten Spieler der tschechischen Liga, dank Empty Neter gegen uns gewonnen

      CAN: komplettes NHL-Team: mit viel Dusel gegen uns gewonnen.
    • Gubbe 24.05.2019 13:12
      Highlight Highlight kupus@kombajn: Du meinst 22% mehr Eishockeyspieler, da gebe ich dir recht. Ich nahm S als Vorbild, weil wir Einwohnermässig nicht all zu weit weg sind. Aber schon Weltmeister waren...
      Du scheinst Interesse zu haben. Tack.
    • kupus@kombajn 24.05.2019 13:49
      Highlight Highlight Nein, ich meinte 122%. Die haben mehr als doppelt so viele. FIN, mit 3 Mio. weniger Einw. als wir, hat sogar mehr Spieler als SWE, reicht aber trotzdem nicht an SWE heran.

      Im Vergleich mit den Top6 haben wir mit Abstand am wenigsten lizenzierte Eishockeyspieler. Wir haben auch weniger der dafür notwendigen Infrastruktur.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno Wüthrich 24.05.2019 08:41
    Highlight Highlight Es gibt nicht nur eine Seite die beachtet werden muss. Zwar hätte auch ich gerne, wenn Patrick Fischer weiterhin Nati-Coach bleibt, selbst wenn er dabei 600'000 verdient.
    Aber muss ein Wechsel zwangsweise für Unruhe sorgen? Ist die Personalie - egal ob Abgang oder Weterbeschäftigung - mal bereinigt, herrscht Ruhe. Einzig die Ungewissheit kann für Unruhe sorgen. Das heisst: Die Zukunft von Patrick Fischer muss geklärt sein, bevor 2020 die WM in unserem Land beginnt.

    Und noch was: Ob der Verband nun spart oder nicht, ist einerlei. Das Geld wird sowieso in irgendwelche Löhne fliessen.
    • kupus@kombajn 24.05.2019 08:52
      Highlight Highlight Grundsätzlich richtig, nur fällt mir momentan gerade keiner ein, der Fischers Arbeit fortsetzen könnte. Aus meiner Sicht ist er genau der richtige, denn er hat etwas geschafft, was meiner Meinung nach keiner vor ihm geschafft hat: Team-Spirit und unbändiger Wille, mit der Nati Grosses zu erreichen. Aus meiner Sicht sind es nicht hauptsächlich seine Trainerfähigkeiten, die zum Erfolg geführt haben, es sind seine menschlichen Eigenschaften.
    • Neruda 24.05.2019 11:26
      Highlight Highlight Im Sport ist es häufig so, dass die Athleten, wenn sie kurz vor Vertragsende sind, besonders gut Spielen, da es ja dann auch um ihre persönliche Karriere geht. Heisst, schlechte Leistung, schlechter Vertrag. Daher kann man auch gut bus nach der nächsten WM warten, dann ist Fischer besonders motiviert.
    • Fruchtzwerg 24.05.2019 14:30
      Highlight Highlight Fischer hat sicher viel erreicht. Unersetzbar ist er dennoch nicht. Und ein Salär von CHF 500'000.- für einen Job, der ganz sicher weit weg von einem 100%-Pensum ist, ist schon verdammt bäumig.

      Selbst wenn man Scouting noch zur Arbeitszeit zählt, beschränkt sich die Arbeit auf ganz wenige Wochen, v.a. im Frühling.
      Da hat es ein Nati-Trainer im Fussball schon deutlich strenger, auch was die Anzahl Spiele/Einsatzdauer betrifft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ironiker 24.05.2019 08:32
    Highlight Highlight Die Macht der Klubs ist viel zu gross. Sobald irgendwo Mehreinnahmen generiert werden, wollen sie den Löwenanteil davon. Dieses Geld wird dann in die Spielerlöhne gesteckt. Da aber alle Teams gleichviel erhalten, gibts dafür keine besseren Spieler.

    Oder auch die unsäglichen, meisterschaftsverfälschenden Zusatzrunden in unserer Liga.

    Vertragsverhandlungen mit Spielern aus anderen Teams, kaum hat die Saison begonnen.

    Wir brauchen einen starken Verband, ohne Seilschaften zu den Klubbossen, der Angstfrei und unabhängig Entscheidungen treffen kann. Zum Wohle unseres Eishockeys!
    • Jo Blocher 25.05.2019 09:02
      Highlight Highlight @Ironiker. Träum weiter von einem unabhängigen Verband. Der lebt von den Klubs und die finanzieren den Verband. Das ist auf der ganzen Welt so. Nicht nur im Eishockey.
  • chandler 24.05.2019 08:04
    Highlight Highlight Ganz nüchtern betrachtet haben wir an dieser WM rein gar nichts erreicht. Die letzten 4 Spiele wurden alle verloren. Wir sollten also den Ball flach halten und nicht zu Euphorisch werden.
    • Gretzky 24.05.2019 08:19
      Highlight Highlight Ist halt Zaugg. Bis vor der letzten WM war Fischer der Vollversager schlechthin und jetzt plötzlich der Messias. Der heutige Journalismus wie er leibt und lebt...
    • kupus@kombajn 24.05.2019 08:46
      Highlight Highlight 1/2: Rein auf die Platzierung bezogen, mag das korrekt sein. Die reine Platzierung mag für die Top6 das einzige sein, was Relevanz hat. Das gilt aber nicht für die Schweiz.

      Es ist nicht lange her, da war die Schweiz niemand in der Eishockeywelt, belächelter Punkteliferant. Ich kann mich an Zeiten erinnern, als die Top6 in Unterzahl gegen unsere gar nicht erst an ein Boxplay dachten. Sie stürmten auf unser Tor!

      Wir sind noch nicht so weit, als dass wir nun kontinuierliche Spitzenresultate erwarten könnten bzw. dass nur das zählt. Dafür fehlt nicht zuletzt die internationale Kaderbreite.
    • kupus@kombajn 24.05.2019 08:49
      Highlight Highlight 2/2: Für uns geht es darum, mit den Spitzennationen konstant auf Augenhöhe zu spielen, und das ist auch an dieser WM durchaus gelungen. Dieses Mal hat man es zwar nicht geschafft, einen der Top6 zu schlagen, aber 3 von diesen 4 Spielen fanden durchaus auf Augehöhe statt. Nicht in jeder Phase des jeweiligen Spiels, aber alles in allem. Auch von den Top6 scheiden jeweils mind. 2 spätestens im ¼-Finale aus, wie dieses Mal SWE und USA.

      Es geht nicht darum, ob wir im ¼-Finale ausscheiden, es geht darum, wie wir ausscheiden. Dieses Ausscheiden ist zwar sehr bitter, aber es ist keine Schande.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jo Blocher 24.05.2019 08:04
    Highlight Highlight Es droht die Wiederholung des geknatsches um Simpson. Ausser, der Verband hat daraus gelernt. Die Absprüche an die Nati sind hoch. Es gibt in diesen Sphären keinen Trainer zum Discounttarif. Vielleicht mal vergleichen, was der die Coaches der anderen Spitzenteams der WM, zu denen sich die Schweiz ja zählt, verdienen und bitte, nicht schon vorher fixe Zahlen rausposaunen.
  • Speedy Düsentrieb 24.05.2019 08:00
    Highlight Highlight Jürgen Klopp vertritt die Generation Smartphone? Der Witz des Tages.
  • Gondeli 24.05.2019 07:44
    Highlight Highlight Tja, dann soll der Herr Fischer halt woanders hin wenn dem Herrn die Kohle nicht reicht. Del Curto steht bereit. Oder der Schläpfer Kevin kommt doch noch zum Traumjob. Alternativen gibt es genügend... Und persönlich stehe ich, durch Fischers offensichtliche Abneigung mal einen Tiger ins Kader zu holen, einem neuen Nati Coach auch sehr offen gegenüber.
    • johnny lässig 24.05.2019 09:26
      Highlight Highlight ok, die Tiger hatten eine tolle Saison. Tolle Mannschaftsleistung! Aber leider spielt kein Einzelspieler der Tigers auf dem Niveau eines Hoffmanns, Haas' oder Scherweys. Also sorry hat wohl nichts mit persönlicher Abneigung Fischers ggü. den Tigers zu tun, sondern einfach ein Mangel an Klasse der einzelnen Spieler.
      btw: Del Curto m.E. vorbei, coaching nicht mehr Zeitgemäss. Dann eher Schläpfer.
      Fischers Schlüssel m.E. sein alter, er ist noch nah bei den Jungen bzw. hat mit diversen noch aktiven auch noch zusammengespielt und versteht es, die Jungen zu motivieren und zur Einheit zu formen.
    • zsalizäme 24.05.2019 09:30
      Highlight Highlight @Gondeli
      Eine Frage. Wen hättest du zu Hause gelassen und welchen Tiger hättest du mitgenommen?
    • Gondeli 24.05.2019 09:42
      Highlight Highlight @Tsali
      Chiacco für Mayer / Glauser für J. Moser... So spontan...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bill3290 24.05.2019 07:27
    Highlight Highlight Ich muss eingestehen, dass ich überhaupt kein Fan von Fischer war. Nach seiner erfolglosen Zeit bei Lugano und den ersten eher misslungenen Auftritten mit der Nati, dachte ich das er ein klassischer Blender und "schönschnurri" sei. Mea culpa, bin beeindruckt was er für einen Spirit in dieses Team gebracht hat und wie er es anscheinend versteht die Spieler zu motivieren und zu einer Einheit zu formen. Einzig die Personalie Malgin hätte man wohl beiderseits geschickter lösen können, gehe aber davon aus dass dies im laufe des Sommers unter vier Augen geklärt wird. Freue mich auf die Heim-WM.
    • Nilda84 24.05.2019 13:18
      Highlight Highlight Ging mir anfangs auch so. Meine Einstellung zu ihm habe ich bei einem Interview geändert. Er ist sehr authentisch und hat eine unglaublich ansteckende Ausstrahlung. Ausserdem ist er sehr sympathisch.

      Er tut der Mannschaft sehr gut und der Verband würde gut daran tun, diese Causa schnell zu erledigen. 😌

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