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Switzerland’s ice hockey team with Leonardo Genoni arrives and is welcomed by fans at Zurich airport in Kloten, Switzerland, Monday, May 21, 2018. Switzerland won the silver medal at the  IIHF World Championship in Denmark. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Sollte Leonardo Genoni bestätigen, dass er Bern Ende Saison verlässt, gäbe es beim SCB fortan keine ruhige Minute mehr. Bild: KEYSTONE

Leonardo Genoni – SC Bern oder EV Zug

Sein Vertrag beim SCB läuft zwar erst im nächsten Frühjahr aus. Trotzdem will Leonardo Genoni (30) in den nächsten Tagen seine Zukunft regeln. Nun sind die Offerten gemacht und es geht um die Frage: Bleibt er in Bern oder wechselt er zum EV Zug?



Erich Wüthrich lässt sich in diesen Tagen wegen des aufregenden Transfergeschäftes nicht vom Golfspielen abhalten. Inzwischen wird er ja auch weniger ans Hosentelefon verlangt. Der Pulverdampf hat sich verzogen. Die Offerten sind gemacht. Es wird nicht mehr nachgebessert, die Karten liegen auf dem Tisch. Es obliegt nun seinem Klienten, die Entscheidung zu treffen. Erich Wüthrich sagt: «Leo will die ganze Angelegenheit in den nächsten zehn Tagen erledigen.»

Zum ersten Mal bestätigt Erich Wüthrich die drei Interessenten: Der SCB, der Leonardo Genoni behalten möchte, der EV Zug und die ZSC Lions. Und der sonst so diskrete Gentleman wagt sogar eine Prognose: «Ich denke, es geht zwischen Zug und dem SCB».

Geneve-Servette's forward Jeremy Wick, left, scores the 2:0 against Bern's goaltender Leonardo Genoni, right, during the fourth leg of the playoffs quarterfinals game of National League Swiss Championship between Geneve-Servette HC and SC Bern, at the ice stadium Les Vernets, in Geneva, Switzerland, Saturday, March 17, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Leonardo Genonis Vertrag beim SCB läuft erst im nächsten Frühjahr aus. Bild: KEYSTONE

Bern oder Zug sozusagen im Finale der «Genoni-Playoffs». Die Offerten der beiden Klubs seien ungefähr gleich. Erich Wüthrich sagt: «Um Geld geht es nicht mehr.» Nun entscheiden «weiche Faktoren». Wo passt es besser für Leonardo Genoni und seine Familie? Die Kinder werden bald eingeschult, es geht nicht nur um die sportlichen Perspektiven und Wahl des Arbeitsplatzes. Es geht um die Wahl des Lebensmittelpunktes für die nächsten Jahre.

«Das kann ich nicht sagen. Fragen Sie den Sven»

Erich Wüthrich

Zug (am See) oder Bern (an der Aare)? Zugs Vorteil: Von Kilchberg, wo Leonardo Genonis Vater (der bekannte Herzchirurg Michele Genoni) Latifundien besitzt, zum Zuger Hockeytempel ist es bloss eine knappe halbe Autostunde. Zugs Nachteil: Ein Wechsel zum EVZ bedeutet eine Art sportlicher «Vorruhestand» in der Komfortzone eines finanziell sorgenfreien Hockey-Unternehmens, das sich nicht den Unbequemlichkeiten des konsequenten Erfolgsstrebens aussetzen mag. Der SCB hingegen strebt ultimativ nach meisterlichem Ruhm.

Nach wie vor ist allerdings eine dritte Partie im Spiel. Die ZSC Lions. Erich Wüthrich schliesst allerdings aus, dass Leonardo Genoni und Lukas Flüeler gemeinsam im Hallenstadion spielen werden. «Das geht nicht.» Aber Lukas Flüeler hat noch einen Vertrag bis 2020. Warum dann das Interesse der ZSC Lions? Erich Wüthrich hält sich an die Schweigepflicht. «Das kann ich nicht sagen. Fragen Sie den Sven».

Kein Transferfeuerwerk am 1. August

Die Frage geht also an ZSC-Sportchef Sven Leuenberger: Wozu brauchen Sie Leonardo Genoni? Er dementiert das Interesse am WM-Silberhelden nicht, schweigt sich aber über seine Strategie aus. Er könne am 1. August leider nicht mit einem Transferfeuerwerk dienen. Eigentlich schade, da ja richtige Feuerwerke wegen der anhaltenden Trockenheit verboten sind.

Es ginge dann wohl um ein Transfer-Termingeschäft (jetzt schon unterschreiben, erst in zwei Jahren kommen) oder um einen Tauschhandel: Kommt Leonardo Genoni, wird Lukas Flüeler im Rahmen eines Transferspektakels im Tausch gegen hochkarätige Verteidiger oder Stürmer nach Zug oder Lugano oder Lausanne geschickt. Was alles irgendwie nicht so recht zu Leonardo Genoni passt. Deshalb sagt Erich Wüthrich ja auch: «Ich denke, es geht zwischen Zug und dem SCB».

Dieses Transfergeschäft kann dem SCB die ganze Saison verderben. Sollte Leonardo Genoni in den nächsten Tagen offiziell bestätigen, dass er Bern Ende Saison verlässt, gäbe es beim SCB fortan keine ruhige Minute mehr. Sportchef Alex Chatelain müsste zwar nicht um seinen Job bangen. Aber der grantige Unmut seines Trainers würde ihm das Leben schwer machen. Kari Jalonen würde ihm bis ans Ende seiner Tage nicht verzeihen.

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42
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42Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • MARC AUREL 01.08.2018 17:21
    Highlight Highlight Zug wäre ein grosser Rückschritt für Genoni...
    • Tugium 01.08.2018 18:10
      Highlight Highlight Weil?
    • MARC AUREL 01.08.2018 21:12
      Highlight Highlight Weil???😂 Das fragst du ehrlich?
    • Eingestein 01.08.2018 21:18
      Highlight Highlight Ja, Neid ist eine der schlimmsten Krankheit...
    Weitere Antworten anzeigen
  • löpersonelldacompagnemo 01.08.2018 16:48
    Highlight Highlight Er wechselt zu dem Klub welcher entscheiden hat Meister zu werden 😋
  • Tikkanen 01.08.2018 12:55
    Highlight Highlight ...lustiger Artikel Chlöisu👍🏻Ich sehe das ganze deutlich gelassener und weil bei uns heute die Eidgenössische-National-Chlöpferei wie gewohnt abläuft kann ich auch ruhig bei feinem🍺zuwarten bis sich der Pulverdampf gelegt hat😎
    Item, Genoni kam nicht umäsüsch nach Bern, er wusste und weiss auch künftig die Einzigartigkeit von Europas Hockeyhauptstadt zu schätzen🤔Nirgendwo anders werden grosse Goalies zu Helden, zum wahren Champion wirst
    du nur in der Bundesstadt😳Einäwäg gilt auch bei ihm: Namen sind bloss aufgestickte Buchstaben, Spieler kommen und gehen, der SCB bleibt. Hopp Bärn🐻🍺🇨🇭
    • Tugium67 01.08.2018 16:09
      Highlight Highlight Ach so ja....😂😂 Du meinst so zum Champion wie letzte Saison...🤔 Oh warte...🙄🤣
    • LebeauFortier 01.08.2018 17:19
      Highlight Highlight Sulo und Flüeli werden den Kopf schütteln.

      Ach, noch eine Frage: Das klingt ja alles schön, was Du schreibst, aber sind S, C und B denn nicht auch bloss aufgestickte Buchstaben?
    • Patrick59 01.08.2018 22:30
      Highlight Highlight Warum Zug? Es gibt keinen einzigen Grund nach Zug zu wechsen. Sportlich keine Verbesserung und finanziell dürfte der SCB genau wissen was er an Genoni hat, auch da keine grosse Steigerung. Anders der ZSC. Die Organisation kann Genoni ebensoviel bieten, auch für einen Masterplan nach der aktiven Karriere. Und Leuenberger, der sein Handwerk in Bern gelernt hat, ist ein guter Verkäufer. Die grosse Frage ist halt auch, was passiert mit Flüeler? Vor seiner Leistung während der letzten PO ziehe ich meinen Berner Hut. Man darf gespannt sein..
    Weitere Antworten anzeigen
  • goldmandli 01.08.2018 12:45
    Highlight Highlight Peitscht mich, wenn ich falsch liege, aber ich glaube, dass der Eismeister Zug nur wegen des Artikels als ernstzunehmender neuer Arbeitgeber Genonis darstellt. Die Sache ist warscheinlich schon klar und er bleibt in Bern. Ein Wechsel fände ich aber durchaus spannend. Nur schon deshalb, weil sich dann die Frage nach seinem Ersatz in Bern stellen würde.
    • il grischun 01.08.2018 19:34
      Highlight Highlight Genoni hat beim HCD super gespielt, leider ging er dann zu Bern, die mehr zahlten.
      Meine Meinung: wäre besser bei Davos geblieben und hätte sich auf einen Wechsel nach USA/Canada (NHL) vorbereiten können.
      Er kann noch viel mehr Genoni, man muss ihm nur noch die höheren Levels zeigen die möglich sind für ihn.
  • Amboss 01.08.2018 12:44
    Highlight Highlight Finde es immer noch sehr schade, dass das Ausland kein Thema ist.
    Denn egal ob Bern oder Zug, beides ist Komfortzone.
    und er hätte es echt drauf, im Ausland ( wie wäre es mit Schweden?) seine Spuren zu hinterlassen.
    Wäre nicht zuletzt für das CH-Hockey eine tolle Sache
  • Goon (Zeuge Del Curtos) 01.08.2018 12:40
    Highlight Highlight Genoni bei Zug? Neeeeeeeee, kann ich mir nicht vorstellen.
    • goldmandli 01.08.2018 14:55
      Highlight Highlight Kann ich mir auch nur schwer vorstellen. Zudem ich nicht wüsste, woher sie die Asche dafür her haben.
    • Rockii 01.08.2018 15:52
      Highlight Highlight Von der Asche her kein problem... Zug kann finanziell problemlos mit dem SCB mithalten...
    • Mia_san_mia 01.08.2018 15:56
      Highlight Highlight Ist schwer zum vorstellen, aber alles ist möglich.
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  • Andy14 01.08.2018 12:24
    Highlight Highlight Hmm.. wäre eigentlich viel interessanter wenn er zum EVZ wechseln würde.. dann wäre bei Bern bereits vor der Saison einiges Los und wir dürfen uns über viele knackige Transfergerüchte freuen. Wer würde dann Genoni ersetzen bei SCB
    • CASSIO 01.08.2018 12:41
      Highlight Highlight ein Ausländer, so ungern sie in den Toren hier gesehen werden...
    • desmond_der_mondbaer 01.08.2018 12:56
      Highlight Highlight Was Bern dann machen würde? Wie immer: den Goalie von davos einkaufen und fertig. 😉
    • Freilos 01.08.2018 13:51
      Highlight Highlight @desmond welche Torhüter sind denn schon von Davos nach Bern gewechselt?
    Weitere Antworten anzeigen

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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