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Biels Stuermer Matthias Rossi, links, und SC Bern Verteidiger Justin Krueger, rechts, kaempfen um den Puck, beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem SC Bern und dem HC Biel, am Samstag, 29. Oktober 2016, in der Postfinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Matthias Rossi (l.) behauptet die Scheibe gegen Berns Justin Krueger. Bild: KEYSTONE

Matthias Rossi personifiziert Biels Problem: Glücksgriffe können nicht gehalten werden

Matthias Rossi (25) ist als Glückstreffer vom Transferwühltisch zu Biel gekommen. Er geht Ende Saison und personifiziert das Problem von Sportchef Martin Steinegger.



Wieder wird Biels Sportchef Martin Steinegger für seine Tüchtigkeit bestraft. Er sagt, er verliere Ende Saison Matthias Rossi. «Ich rechne nicht mehr mit einer Einigung. Wir haben unsere finanziellen Limiten, die wir nicht überschreiten.» Er bestätigt damit, was gerüchteweise schon lange herumgeboten wird.

Steineggers Bedauern über den Abgang hält sich in Grenzen und er sagt lakonisch: «Es ist, wie es ist.» Und er wird wohl die Skorerliste im Kopf haben. In 19 Partien hat Matthias Rossi bloss zwei Tore erzielt. Aber er hat das Potenzial für 20 Saisontreffer.

Le directeur sportif biennois Martin Steinegger, lors du match du championnat suisse de hockey sur glace de National League A, entre EHC Biel Bienne et HC Lugano ce samedi 9 janvier 2016 a la Tissot Arena de Bienne. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)

Martin Steinegger wird Matthias Rossi ziehen lassen. Bild: KEYSTONE

Immer wieder findet Biels Sportchef Spieler, die von der Konkurrenz übersehen worden sind. Wenn sich diese vergessenen Talente in der höchsten Liga durchsetzen, lockt die Konkurrenz (in diesem Falle Lausanne) mit höheren Löhnen. So oder ähnlich war es bei Ramon Untersander (SC Bern), Dario Trutmann (Lausanne), Clarence Kparghai (Lugano) oder Noah Schneeberger (Davos). Was die Gelassenheit von Martin Steinegger erklären mag, die Gemütslage in der Bieler Chefetage, lässt sich in einem Satz so zusammenfassen: 

«Matthias Rossi geht – na und?»

Kombination aus Lindros und Niederreiter

Matthias Rossi ist nicht als gefeierter Transfercoup oder als Jahrzehnt-Talent, sondern durch die Hintertüre nach Biel gekommen. Ja, wäre Basel im Sommer 2014 nicht dem Konkurs verfallen, dann würde ihn die NLA vielleicht gar nicht kennen.

Der Menziker hat seine Karriere im Wynental beim SC Reinach angefangen und kam mit 15 Jahren in die Nachwuchsabteilung des EV Zug. Dort konnte er sich nicht durchsetzen. Im Frühjahr 2013 wechselte der kräftige Powerstürmer (185 cm/101 kg) deshalb in die NLB zu Basel und wurde schliesslich so etwas wie eine «Konkurs-Dividende» für die Bieler. Er habe bereits am Tag, als Basel die Bilanz deponiert habe, einen Anruf von Martin Steinegger bekommen. «Es ging alles sehr schnell und Biel ist für mich zum Glücksfall geworden.»

Der Schweizer Matthias Rossi, links, im Kampf um den Puck gegen den Finnen Juha-Pekka Hytoenen, rechts, im Eishockey WM Vorbereitungsspiel der Schweiz gegen Finnland in der St. Jakob-Arena in Basel, am Freitag, 3. April 2015.   (PHOTOPRESS/Georgios Kefalas)

Rossi spielte sogar schon für das Nationalteam, wie hier 2015 bei einem Testspiel gegen Finnland. Bild: PHOTOPRESS

Der tüchtige Bieler Sportchef hatte den Stürmer schon lange auf dem Radarschirm gehabt und verlängerte in weiser Voraussicht bereits im November 2014 den Vertrag vorzeitig bis 2017. Was intern erst nicht ganz unumstritten war, sich aber bald einmal als kluger Schachzug erwiesen hat.

Nun kapitalisiert Matthias Rossi sein Talent und verlässt Biel am Ende der Saison. Er mahnt vom Stil her ein bisschen an eine dynamische Version des ehemaligen Bieler Meisterstürmers Urs Bärtschi oder, wer es gerne in grossen Dimensionen hat, eine Kombination aus Eric Lindros und Nino Niederreiter. Zumindest wird der Spieleragent Sven Helfenstein seinen Klienten Lausanne so angepriesen haben. Der ehemalige Stürmer, Schwiegersohn von FIFA-Kultkritiker Guido Tognoni, ist ein Neuling in der Agenten-Branche und am ehesten kann er sich mit der «Vergoldung» eines eher unbekannten Spielers einen Namen machen.

Die Schlüsselspieler beim EHC Biel

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • chandler 03.11.2016 07:41
    Highlight Highlight Es ist eher beunruhigend, wie und warum Lausanne für einen solchen Spieler dermassen viel Geld ausgibt.
  • The Throw 03.11.2016 00:11
    Highlight Highlight Ich wünsche Matthias auch am neuen Ort viel Erfolg!!
  • hochi_ch 02.11.2016 19:02
    Highlight Highlight zu langsam für die nla. kein zu grosser Verlust für Biel.
  • andre63 02.11.2016 17:47
    Highlight Highlight und noch zur ergänzung für den herrn chronisten... mit dufner und fey haben 2 solche "trouvailles" ihre verträge langfristig verlängert 😂
  • andre63 02.11.2016 17:22
    Highlight Highlight rossi ist diese saison eine nulpe...
    aber wenn man nur langnull und börn live sieht......
    • genoni 02.11.2016 17:56
      Highlight Highlight Alter... hast du nichts Wichtigeres zu sagen?
    • fan-crack2 02.11.2016 19:36
      Highlight Highlight hey, gleichberächtigung! :_(
    • RedWing19 03.11.2016 09:53
      Highlight Highlight Natürlich schaut er Bern und Langnau. Biel interessiert keine Sau..

Nun ist es offiziell: Langenthal kann nicht in die höchste Liga aufsteigen

Liga-Direktor Denis Vaucher bestätigt, was bisher krampfhaft geheim gehalten worden ist: Wird der SC Langenthal Meister, kann er nicht aufsteigen und die Rapperswil-Jona Lakers bzw. Davos sind gerettet.

Auf die Frage, ob der SC Langenthal in seinem Kultstadion «Schoren» in der NL spielen dürfte, sagt Liga-Direktor Denis Vaucher klipp und klar: «Nein, der Schoren erfüllt die Anforderungen an ein Stadion in der höchsten Liga nicht und kann auch mit infrastrukturellen Anpassungen in der Sommerpause 2019 nicht National-League-tauglich gemacht werden.»

Päng! Das ist Klartext in der reinsten Form. Endlich wissen wir: das Thema Aufstieg ist für Langenthal ganz offiziell vom Tisch.

Da bleibt die Frage: …

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