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Lars Leuenberger, neuer Trainer vom SC Bern, gibt den Journalisten Interviews waehrend einer Medienkonferenz des SC Bern in der PostFinance Arena in Bern am Mittwoch, 18. November 2015. Guy Boucher ist per sofort nicht mehr Trainer des SC Bern. Die Berner gaben die Trennung an einer kurzfristig einberufenen Medienkonferenz bekannt. Nachfolger von Boucher wird der bisherige Assistent Lars Leuenberger. (KEYSTONE/Dominic Steinmann)

Steht Leuenberger bald an der Bande des EHC Biel? Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Trotz «Hockey-Rassismus» – Lars Leuenberger ist Biels Kandidat Nummer 1

SCB-Meistertrainer Lars Leuenberger (41) ist aus sportlicher, politischer und wirtschaftlicher Sicht der ideale Nachfolger von Kevin Schläpfer (46). Hiesse er Larry Lionhill, hätte er den Job schon.



Biels Sportchef Martin Steinegger sagt: «Lars Leuenberger ist definitiv einer unserer Kandidaten. Er erfüllt das Anforderungsprofil.» Er wird zusammen mit Manager Daniel Villard dem Verwaltungsrat mindestens einen Zweiervorschlag unterbreiten. So wie es sich für wichtige Personalentscheide in einem gut geführten Unternehmen gehört. Den Entscheid fällt der Verwaltungsrat.

Gibt es einen besseren Kandidaten als Lars Leuenberger? Nein.

Sportlich ist Leuenberger ein Trainer, der die Strategie Biels – Einbau junger Spieler ins Team – weiterführen kann.

Politisch ist er für den Verwaltungsrat perfekt: Er hat den SCB im letzten Frühjahr unter dramatischen Umständen in die Playoffs und dann zum Titel geführt. Auf dem Weg zu meisterlichen Triumph war er in den Playoffs der bessere Bandengeneral als Marc Crawford (ZSC Lions), Arno Del Curto (Davos) und Doug Shedden (Lugano) und obsiegte gegen den Qualifikationssieger (ZSC Lions) und den Titelverteidiger (Davos).

ALS VORSCHAU AUF DIE AM MITTWOCH, 7. SEPTEMBER 2016, BEGINNENDE EISHOCKEY NATIONAL LEAGUE A SAISON, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - SCB Trainer Lars Leuenberger haelt den Meisterpokal hoch, bei der Meisterfeier des SCB am Samstag, 16. April 2016 auf dem Bundesplatz in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Der Meistertrainer: Lars Leuenberger. Bild: KEYSTONE

Der SCB gilt als einer der am schwierigsten zu führenden Klubs ausserhalb der NHL und der KHL. Als «Bayern München des Hockeys.» In Bern Meister zu werden ist die Krönung einer europäischen Trainerkarriere. Meister mit Bern – mehr Prestige geht nicht. Wäre Lars Leuenberger Kanadier und nicht Schweizer, würde er jetzt schon als Wundertrainer gefeiert. Sollte er in Biel scheitern, so kann der Verwaltungsrat wahrlich sagen: Er war der beste Kandidat, sein Scheitern war Pech.

Wirtschaftlich ist er sowieso die beste Lösung. Er zahlt die Steuern selber und kostet alleine dadurch nur die Hälfte eines ausländischen Trainers. Flugreisen, Privatschule für die Kinder und eine Wohnung müssen auch nicht finanziert werden. Lars Leuenberger kann, wenn er in Biel arbeitet, seinen Wohnsitz in der Nähe von Bern behalten. Und durch seine offene, direkte Art garantiert er dem EHC Biel viel Medienpräsenz – was ja auch nicht ganz unwichtig ist.

Hockey-Rassismus

Was spricht gegen Lars Leuenberger? «Hockey-Rassismus»: Er ist Schweizer und wird deshalb in vielen Kreisen nicht ernst genommen. Sein gesundes Selbstvertrauen, das bei einem Nordamerikaner bewundert wird, gilt, da er Schweizer ist, als vorlaut.

Berns Head Coach Lars Leuenberger, im vierten Playoff-Viertelfinalspiel der National League A zwischen dem SC Bern und den ZSC Lions am Donnerstag, 10. Maerz 2016, in der PostFinance-Arena in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Vorlaut oder selbstbewusst? Lars Leuenberger leidet unter seiner Nationalität. Bild: KEYSTONE

Lars Leuenberger wäre also die logische Lösung für Biel. Doch die bunte Welt unseres Hockeys wird nicht durch Logik geprägt.

Die Schlüsselspieler beim EHC Biel

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    Alle Leser-Kommentare
  • manolo 18.11.2016 09:37
    Highlight Highlight @rojo bin der gleichen Meinung wie du! Zaugg spielt sich als Anwalt von LL auf und möchte unbedingt,dass er zu Biel geht. Hoffentlich lassen sich die Verantwortlichen von Biel nicht auf dieses Spiel ein.
    • CheGue 18.11.2016 18:49
      Highlight Highlight Wieso sind wir wohl die Einzigen?!😊😉
  • CheGue 17.11.2016 21:35
    Highlight Highlight Liege ich mit der Meinung der Pressefreiheit in der Schweiz denn falsch?!
  • CheGue 17.11.2016 20:34
    Highlight Highlight Glaubt wirklich jemand, dass es Zufall war, dass Leuenberger weder den Job in Langnau noch in Fribourg erhalten hat! Und ich bin mir sicher, dass er auch den in Biel nicht erhält! Pech für ihn, dass gerade diese drei Klubs Trainer suchten und so seine Trainer-Karriere knickten!!Wieso?! Weil alle drei Clubs Verbindungen nach Bern haben!! Und dort wird kein einziger eine Empfehlung für Lars abgeben! Er ist ein guter Junioren-Trainer, nicht mehr und nicht weniger! Das sollte auch Herr Zaugg und Tikkanen langsam einleuchten!!😁😁
  • Jaromir 17.11.2016 14:31
    Highlight Highlight Im Bern Meister zu werden ist die Krönung einer europäischen Trainerkarriere?

    Ist jetzt doch eher eine gewagte Aussage. Viele Trainer in der KHL werden wohl nicht zum Ziel haben nach Bern zu kommen und so ihre Karriere zu krönen. Bern ist sicherlich sportlich, wirtschaftlich und Zuschauertechnisch (Menge nicht Stimmung) eine sehr gute Adresse. Trotzdem habe ich da doch grössere Zweifel bei einer solchen Aussage.
    • Anonymouse 17.11.2016 19:00
      Highlight Highlight Im Text steht ausserhalb der NHL und KHL
  • manolo 17.11.2016 14:01
    Highlight Highlight warum wird mein kommentar nicht aufgeschaltet?
  • mrcharliebrown 17.11.2016 10:18
    Highlight Highlight bitte bitte lars, komm zu ambri :-)
  • Chloote 17.11.2016 07:35
    Highlight Highlight Gebt Lars in Biel eine Chance einen Beweis zu erbringen, dass er eben nicht nur durch Zufall mit dem SCB Schweizermeister geworden ist.
    Ich meine damit nicht, das er dass mit dem EHC Biel ebenfalls erreichen wird.
    Sondern das er die sicher nicht so schlechte Arbeit von Kevin Schläpfer weiterführen darf und kann.
    Ich traue es Lars Leuenberger jedenfalls zu, das er in Biel etwas bewirken könnte.

    Wer weiss, vielleicht wird ja schon sehr Bald auch in Ambri und Lugano oder bei der CH - Nati. eine Trainer - Stelle frei sein?
    Schläpfer CH Nati.
    Leuenberger Lugano
    Fischer Biel
    Sheddan Ambri



    • Yano 17.11.2016 09:21
      Highlight Highlight Du hast Fribourg vergessen! Wir haben diese Saison zwar schon den zweiten Trainer, sind aber trotzdem auf Platz 11! Larry Hurras weg, L.L. hin!
  • Grundi72 17.11.2016 06:51
    Highlight Highlight Leuenberger hat keinen Leistungsausweis ausser den Meistertitel mit einem Team, mit dem auch mein 4-jähriges Gottlimeitli als TrainerIn den Meistertitel geholt hätte!

    Biel wäre so doof wie der Verband, welcher ebenfalls Trainer ohne Leistungsausweis für die Nati verpflichten..
    • Stogge 17.11.2016 08:16
      Highlight Highlight Du vergisst, dass Guy Metzger wohl nicht in die Playoffs gekommen wäre mit diesem "Selbstläufer-Meisterteam".

      Also Ahnung von Eishockey hat er, ein Team kann er führen, der Rest ist aus meiner Sicht Glück- bzw. Formsache. Ich würde auch einem Trainer ohne grossen Leistungsausweis eine Chance geben. No risk, no fun.

      Übrigens: Kevin Schläpfer hatte bei Amtsantritt in Biel gar keinen Leistungsausweis als Trainer.
    • superfluum 17.11.2016 08:31
      Highlight Highlight Schläpfer hatte ja einen rieeeesen Leistungsausweis, bevor er in Biel Trainer wurde ... Juniorentrainer und Sportchef. Und irgendwie muss man ja zu seinem Leistungsausweis kommen. Ist für mich wie in der Wirtschaft, wo man mit 25 Jahren bereits 30 Jahre Berufserfahrung haben muss.
    • Yano 17.11.2016 09:02
      Highlight Highlight Dann schicken Sie doch bitte Ihr 4-jähriges Gottimeitli mal nach Fribourg!
  • Tikkanen 17.11.2016 06:13
    Highlight Highlight ..guter Artikel, Chlöisu👍 Natürlich holt Biel den Laser. In die Playoffs kann auch er die Lottertruppe nicht coachen, aber der Abstieg wird definitiv verhindert. Ganz anders verhält es sich, sollten plötzlich noch der alte Langweiler Guschti geholt werden. Dann wäre der Absturz vorprogrammiert😳 Und Kevin braucht schon bald einen zünftigen Wintermantel, in der lottrigen Valascia zieht's wi nä Morä❄️☃️😎
    • CheGue 17.11.2016 21:07
      Highlight Highlight Stoney wird den Lars ganz bestimmt nicht holen! Glaubst du, er erkundigt sich nicht bei seinen ehemaligen Mannschaftskollegen??!
  • c_meier 16.11.2016 22:29
    Highlight Highlight Er zahlt die Steuern selber und kostet alleine dadurch nur die Hälfte eines ausländischen Trainers. Flugreisen, Privatschule für die Kinder und eine Wohnung müssen auch nicht finanziert werden
    ---
    Wird das effektiv bei einigen Klubs zusätzlich zum Trainerlohn vom Klub finanziert??
    • Tom B. 17.11.2016 06:13
      Highlight Highlight So läufts....
    • MaskedGaijin 17.11.2016 06:43
      Highlight Highlight Ich denke bei den meisten. Auch bei den ausländischen Spielern.
    • CheGue 18.11.2016 18:45
      Highlight Highlight Nicht nur bei ausländischen Trainern und Spielern! Dieses Privileg besitzen auch gutbezahlte Schweizer-Spieler, im Fall!😉😁
  • Sloping 16.11.2016 22:24
    Highlight Highlight Nix Rassismus, sondern nur Realismus. Der einzige wirkliche rationale Grund der gegen Leuenberger spricht, ist ein fehlender langfristiger Erfolgsausweis. Ist er ein so ausgezeichneter Trainer wie es dieses "Titelwunder" erahnen lässt, oder war er nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort und der Titel war ein Selbstläufer? Ich würde ihm einen Vertrag bis Ende Saison geben inklusiver leistungsbezogener Option. Alles andere wäre eine Torheit.
    • Ketchum 16.11.2016 23:13
      Highlight Highlight Gut, dass der EHC Biel diesen "langfristigen Erfolgsausweis" hat
  • fan-crack2 16.11.2016 22:21
    Highlight Highlight Genau der richtige für das Team

Eismeister Zaugg

Joe Thornton kann nächste Saison mit Davos spielen – wenn er will

Am Samstag ist NHL-Star Joe Thornton (41) in Davos eingetroffen. Er kann nächste Saison für den HC Davos spielen. Sofern er das wünscht. Er hat den Schweizer Pass und würde keine Ausländerlizenz beanspruchen.

Seit der Saison 2004/05 ist Joe Thornton ein Teil der HCD-Kultur. Er verbrachte damals die verlorene NHL Saison («Lockout») zusammen mit Rick Nash und Niklas Hagmann bei Davos, feierte den Meistertitel und den Spengler Cup-Triumph. In 40 Partien produzierte er 54 Punkte und in den Playoffs schwebte er über dem Eis: 29 Punkte in 14 Partien. Beim zweiten Lockout (2012/13) kehrte er erneut zum HCD zurück (33 Spiele/36 Punkte).

Seither gehört Joe Thornton sozusagen zum HCD. Jedes Jahr «pilgert» er …

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