DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ARCHIV --- ZU DEN PASSAGIERZAHLEN DER SBB STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Passagiere warten auf einem Perron im Bahnhof Bern auf den Zug, am Montag, 25. November 2013 in Bern, nach einem Stromausfall. Grund dafuer war ein Brand, wie SBB-Sprecher Christian Ginsing der Nachrichtenagentur sda sagte. Ein mit Altkleidern beladener Gueterzug streifte beim Rangieren eine herabhaengende Leitung. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Hier trafen sich Hischier und Devils-GM Shero erstmals: Auf einem Perron des Bahnhofs Bern. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Darum haben sich die New Jersey Devils für Nico Hischier entschieden

Pünktlichkeit gilt als eine Schweizer Tugend. Auch dank ihr ist Nico Hischier nun bei den New Jersey Devils. Weil der junge Walliser zur richtigen Zeit am richtigen Ort war – nicht auf dem Eis, sondern am Bahnhof der Schweizer Hauptstadt.

klaus zaugg, chicago



New Jerseys General Manager Ray Shero ist ein charismatischer Kommunikator. Er versteht es, viel zu sagen und doch wenig zu verraten. Er würde als Politiker eine grandiose Karriere machen. Immerhin lässt er durchblicken, dass er sich nach dem Gewinn der Draft-Lotterie früh für Nico Hischier entschieden hat.

Nachdem New Jersey das Erstziehungsrecht erhalten hatte, reiste Shero im Frühling nach Bern. Um seinen Kandidaten besser kennen zu lernen. Er erzählt: «Ich war noch nie in Bern und hatte Nico noch nie vorher persönlich getroffen. Ich nahm den Zug von Zürich nach Bern und er kam mit dem Zug von Naters. Bei der Einfahrt in den Bahnhof dachte ich: ‹Wow, da ist aber was los, hoffentlich finde ich ihn›. Aber er wusste genau, wo und wann ich ankomme und erwartete mich schon auf dem Perron. Ich dachte für mich: ‹Hey, das ist richtig gut.›»

FILE -  In this Tuesday, June 2, 2015 file photo, New Jersey Devils general manager Ray Shero speaks during a NHL hockey news conference introducing John Hynes as the team's new head coach in Newark, N.J. If anyone needs the No. 1 pick in the NHL Draft, it’s the New Jersey Devils. After making the playoffs for 20 of 22 seasons, the Devils have fallen on hard times. They have missed the postseason for the last five seasons and they are coming off their worst season in nearly three decades.(AP Photo/Julio Cortez, File)

GM Shero, der Hischiers Wahl zu verantworten hat. Bild: Julio Cortez/AP/KEYSTONE

Diese präzise Organisation, für uns Schweizer ja selbstverständlich, hat den Bub des legendären Fred Shero sichtlich beeindruckt. «Wir haben uns zum Essen getroffen, dann kam der Kaffee und schliesslich sassen wir fünf Stunden zusammen. Ich sagte Nico, dass dieses Treffen für mich sehr wichtig sei und mir sehr gefallen habe.» Das Eis war, im besten Wortsinne, gebrochen, der Nummer-Eins-Draft aufgegleist.

Schweizer Pass spielte keine Rolle

War es ein schwieriger Entscheid? Ray Shero sagt: «Wir hatten das erste Ziehungsrecht und waren deshalb nicht unter Druck. Niemand konnte uns in die Quere kommen, wir konnten alle Optionen prüfen.» Aber rund um einen solchen Draft gebe es hohe Erwartungen.

Zwischen den Zeilen seiner Ausführungen lässt sich herauslesen, dass der Entscheid für ihn klar war. Er hat ihn für sich behalten und das Geheimnis bewahrt. Niemand ausser ihm wusste, dass Hischier die Nummer Eins wird. «Das hat die Spekulationen in den Medien angeheizt und war ja für euch Journalisten gut …»

Shero sagt, der Schweizer Pass habe keine Rolle gespielt. «Es geht um den Spieler Nico Hischier.». Aber er sei sich schon bewusst, dass dieser Draft für das Schweizer Hockey etwas Besonderes sei.

Wie sieht die Zukunftsplanung aus? Shero sagt, Hischier werde nun nacheinander das Development Camp, das Rookie-Camp und das NHL-Camp durchlaufen. «Es ist klar, dass wir für ihn einen Platz im Team reserviert haben.» Aber ob seine Neuerwerbung gleich in der NHL zum Einsatz kommen werde, könne er jetzt noch nicht sagen. Er nimmt auch gleich Druck weg und hält den Ball flach. «Wir kündigen Nico Hischier nicht als den nächsten Connor McDavid oder Auston Matthews an. Das sind nicht unsere Erwartungen. Aber er wird unsere Organisation auf eine positive Art und Weise verändern.»

Kein Besuch der Reitschule …

Was sind die ganz besonderen Vorzüge Hischiers? Shero nennt die vielen hockeytechnischen Qualitäten, aber er kommt auch immer wieder auf die charakterlichen Eigenschaften zu sprechen. Auf die Art und Weise, wie sich Nico Hischier als Junior in Halifax ins Team integriert hat.

Der ganz persönliche Eindruck, den er beim intensiven Gespräch in Bern von Nico Hischier gewonnen hat, dürfte auch eine sehr wichtige Rolle gespielt haben. Glücklicherweise sind die beiden auf dem Rückweg zum Bahnhof nicht noch in die Reitschule geraten …

Alle Schweizer, die in die NHL gedraftet wurden

24.03.1936: Im längsten Hockey-Spiel aller Zeiten fällt das goldene Tor erst im 9. Drittel – um 2.35 Uhr nachts

Link zum Artikel

18.02.2006: Die «Eisgenossen» spielen kanadischer als die Kanadier und rächen sich für eine uralte Schmach

Link zum Artikel

Bobby Orr entscheidet mit dem «Flying Goal» den Stanley-Cup-Final

Link zum Artikel

24.02.2006: Neunmal das F-Wort in einer Minute – Greg Holst macht sich mit legendärem Ausraster-Interview unsterblich

Link zum Artikel

08.04.1980: Sie wissen nicht, was sie tun, als sich zwei Schweden als erste Hockeyspieler einen Playoff-Bart wachsen lassen

Link zum Artikel

28.12.1999: «La Montanara» erklingt in Berlin – Ambri krönt sich zum europäischen Champion

Link zum Artikel

Amerikas College-Boys erlegen den russischen Bären

Link zum Artikel

16.01.1905: Nach 23 Tagen Anreise werden die Dawson City Nuggets im Stanley-Cup-Final mit 2:23 vermöbelt

Link zum Artikel

22.09.2012: Rick Nash meldet sich mit einem Blitz-Hattrick in der Schweiz zurück

Link zum Artikel

Nie haben wir uns mehr über ein Tor gegen die Schweiz gefreut als bei Omarks Penalty-Trick

Link zum Artikel

28.01.2009: Die Zürcher Löwen krönen sich zu Europas Eishockey-Königen

Link zum Artikel

Deutschland verpasst die grosse Sensation, weil der Puck auf der Linie kleben bleibt

Link zum Artikel

NHL-Star Darryl Sittler stellt einen Rekord für die Ewigkeit auf

Link zum Artikel

26.12.1993: Dank Chomutow und Bykow träumt Aufsteiger Davos vom ersten Spengler-Cup-Titel seit 35 Jahren

Link zum Artikel

14.05.2008: Philippe Furrer schiesst das kurioseste Eigentor der Schweizer Hockey-Geschichte

Link zum Artikel

19.10.1996: Del Curto klärt seine Spieler auf: «Zum Schiri nüma ‹Fuck you› sägä, äs git zwei Minuta, hä!»

Link zum Artikel

10.10.1979: Ein gewisser Wayne Gretzky bestreitet sein erstes Spiel in der NHL – er wird sämtliche Rekorde pulverisieren

Link zum Artikel

30.12.1981: Wayne Gretzky schafft den verrücktesten seiner Rekorde: 50 Tore in 39 NHL-Spielen

Link zum Artikel

Ralph Krueger schreibt das wichtigste SMS der Schweizer Hockey-Geschichte 

Link zum Artikel

04.01.1987: Als nach der grössten Prügelei aller Zeiten die Lichter ausgingen und ein Spiel die Eishockey-Welt veränderte

Link zum Artikel

11.03.1979: NHL-Haudegen Randy Holt prügelt sich zu einem bis heute gültigen Rekord – 67 Strafminuten in einem einzigen Spiel

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eismeister Zaugg

Allen ist klar, dass die Party eigentlich vorüber ist – Kloten wird aufsteigen

Kloten gewinnt den ersten Final gegen Ajoie 5:2. Aber das ist eigentlich unerheblich: Der Aufstieg ist vollbracht.

Früher gab es allerorten Tanzabende. Wenn es Zeit wurde, nach Hause zu gehen (allein oder auch nicht) und sich der Saal langsam leerte, spielte die Band leise noch ein paar Takte.

So ist es irgendwie mit dem Final der Swiss League zwischen Kloten und Ajoie. Die Saison ist eigentlich gelaufen. Unten auf dem Eis spielen die Teams noch ein wenig. So wie damals die Band. Durchaus flott. Aber allen ist klar, dass die Party eigentlich vorüber ist.

Kloten hat die Liga im Frühjahr 2018 nach einem der …

Artikel lesen
Link zum Artikel