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Patrick Fischer, head coach of Switzerland national ice hockey team, reacts, during the IIHF 2016 World Championship preliminary round game between Switzerland and Sweden, at the Ice Palace, in Moscow, Russia, Sunday, May 15, 2016. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Wie fällt Fischers eigene Bilanz nach dem ersten Turnier aus?
Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Patrick Fischer erreicht bei der ersten WM als Cheftrainer immerhin einen «kleinen Final»

Die Schweiz hat bis zum letzten Vorrunden-Spiel die Chance weiter zu kommen. Selbst bei einem Scheitern hat Patrick Fischer bei seiner ersten WM als Cheftrainer nicht versagt.



Wer will, braucht nicht einmal viel Boshaftigkeit, um diese WM kritisch zu beurteilen. Es sollte ja nicht sein, dass nach der intensiven Vorbereitungsphase die Linien während der WM ständig umgestellt werden. Dass das Powerplay und das Boxplay nicht richtig funktionieren. Dass die Jungs mit einer Niederlage gegen den Absteiger ins Turnier hineinstolperten. Zu viele Details stimmen nicht – und Details entscheiden bei einem Turnier auf diesem Niveau.

Aber es gibt auch eine andere, mindestens so wichtige Betrachtungsweise: Patrick Fischer hat die Mannschaft zusammengehalten. Es mag sein, dass all die mathematischen und theoretischen Dinge des Hockeys, diese verflixte Detailarbeit eben, dieses Einüben von Überzahl- und Unterzahlspiel, nicht sein Ding sind. Wie schon in Lugano. Es mag auch sein, dass ihm die Coolness eines grossen Bandengenerals fehlt und dass er deshalb zu viel und zu oft die Linien umstellt.

Die Ausgangslage

Dänemark liegt drei Punkte vor der Schweiz auf dem 4. Platz. Damit ist klar, dass die Eisgenossen heute gegen Tschechien (11.15 Uhr, SRF 2) nach 60 Minuten siegen müssen, um weiterzukommen. Ansonsten ziehen die Dänen in die Viertelfinals.

Doch Fischer kompensiert diese Schwäche durch seine «emotionale Hockey-Intelligenz». Er vermag die Spieler zu begeistern und das «Öfeli der Emotionen» warm zu halten. Er hat genug Selbstvertrauen, um auch in kritischen Situationen selbstsicher aufzutreten und Zuversicht auszustrahlen. Diese «emotionale Hockey-Intelligenz» ist nicht erlernbar. Sie hängt mit der Persönlichkeit (oder dem, was wir Charisma nennen) zusammen. Ein Trainertyp wie Fischer kann trotz Mängeln im mathematisch-theoretischen Bereich erfolgreich sein. Ein Theoretiker ist hingegen verloren, wenn er kein Charisma hat.

Patrick Fischer, top left, head coach of Switzerland national ice hockey team, speaks with assistant coach Reto von Arx, top center, and Felix Hollenstein, top right, behind his players Gregory Hofmann #15, Samuel Walser #94 and Nino Niederreiter #22, during the IIHF 2016 World Championship preliminary round game between Switzerland and Sweden, at the Ice Palace, in Moscow, Russia, Sunday, May 15, 2016. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Das Schweizer Trainertrio steckt die Köpfe zusammen: Fischer, von Arx und Hollenstein (von links).
Bild: KEYSTONE

Verbandsdirektor Kohler ist die Sportwelt zu fremd

So gesehen ist es richtig, den Vertrag mit Patrick Fischer zu verlängern. Zumal er durch Erfahrung besser werden wird. Allenfalls können seine Schwächen auf der theoretisch-mathematischen Seiten durch eine Ergänzung des Coaching-Teams (beispielsweise durch Lars Leuenberger) kompensiert werden. Nationalmannschafts-Direktor Raeto Raffainer kann, anders als einst Peter Zahner, in diesem Bereich keine Hilfe sein. Weil er völlig überfordert ist.

Eine charismatische Persönlichkeit, die mit dem mathematisch-theoretischen Handwerk nicht so vertraut ist, ergänzt durch fleissige, kluge Assistenten, die solche Hausaufgaben wie Powerplay und Boxplay erledigen – dieses Modell ist in der NHL eher die Regel als eine Ausnahme. Nicht alle Hockeytrainer sind beides: detailbesessene Theoretiker und charismatische Bandengeneräle mit hoher «emotionaler Hockey-Intelligenz». Ralph Krueger, Arno Del Curto und Chris McSorley sind es – und alle drei können auf Amtszeiten von nachgerade biblischer Länge zurückblicken.

Eishockey Deutschland-Cup: Schweiz - Kanada am Freitag, 7. November 1997, in Fuessen (D). Unser Bild zeigt den Ralph Krueger(links) bei seinem ersten Einsatz als Nationaltrainer. Im Hintergrund hat sich sein Team aufgestellt. .            (KEYSTONE/Michael Kupferschmidt)

Ralph Krueger: Der «ewige» Nationaltrainer.
Bild: KEYSTONE

Eine der Lehren aus Moskau 2016: Die Schweiz kann ihre Position in der Weltrangliste (7. Platz) nur halten, wenn diese WM und Patrick Fischers Stärken und Schwächen verbandsintern kritisch und schonungslos analysiert, wenn seine Unzulänglichkeiten thematisiert werden. Weil das Marketing (also die fröhliche Aussenwahrnehmung und das Ausblenden aller kritischen Töne) unter Verbandsdirektor Florian Kohler wichtiger geworden ist als der Sport (dessen Gesetze er nicht versteht), ist die Gefahr des «Schönredens» allerdings gross. Die bisweilen bis zur Lächerlichkeit übersteigerte Patriotismus-Folklore des Marketing-Hexenmeisters Kohler wirkte rund um diese WM- Expedition bisweilen irritierend.

Die Gegner haben aufgeholt

Die Quittung für zu viel Marketing, zu wenig Selbstkritik und die Vernachlässigung der sportlichen Detailarbeit wäre schon in zwei bis drei Jahren … der Abstiegskampf. Nationen wie Deutschland, Norwegen und Dänemark, die wir eigentlich aufgrund unseres wirtschaftlichen und sportlichen Potenzials dauerhaft hinter uns lassen müssten, sind auf Verbandsebene sporttechnisch inzwischen besser aufgestellt. Einst waren wir in diesem Bereich auf Augenhöhe mit den Grossen.

Die meisten Vorgänger von Patrick Fischer in der Neuzeit haben bei ihrer ersten WM die Zielsetzung erreicht oder weit übertroffen. Simon Schenk stieg 1986 völlig überraschend auf. Hans «Virus» Lindberg schaffte 1991 den Klassenerhalt, Bill Gilligan und John Slettvoll kamen 1992 ins Halbfinale, Ralph Krueger 1998 auch. Sean Simpson startete 2010 mit vier Siegen in Serie und kam ins Viertelfinale und vor einem Jahr schaffte auch Glen Hanlon in Prag den WM-Viertelfinal.

Die beiden Trainer John Slettvoll, links, und Bill Gilligan, rechts, bei einem Training der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft in Davos, 14. April 1992. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

John Sletvoll (links) und Bill Gilligan waren vor einem Vierteljahrhundert erfolgreich.
Bild: KEYSTONE

Die WM ist objektiv gesehen ein Erfolg

So gesehen wäre ein Verpassen der Viertelfinals für Patrick Fischer theoretisch ein Scheitern. Aber, wie wir dargelegt haben, nur theoretisch. Praktisch hat er die Erwartungen erfüllt. Wir können es auch so sagen: Fischer hat es zwar nicht bis in den Final geschafft (wie Sean Simpson 2013). Aber er hat immerhin bei seiner ersten WM den «kleinen Final» erreicht. Will heissen: die Hoffnung lebt bis zum allerletzten Vorrundenspiel. Diese letzte Partie gegen die Tschechen ist also wie ein Finalspiel. Es geht im Kampf um die Viertelfinals um alles oder nichts.

Das ist, wenn wir objektiv sind, ein Erfolg. Selbst unter Ralph Krueger und Sean Simpson hatten wir mehrmals den Viertelfinal schon vor dem letzten Vorrundenspiel bereits verpasst. Unter anderem sogar 2014, als wir als WM-Finalist schon in der Vorrunde scheiterten. Wir dürfen uns 2016 immerhin auf den «kleinen Final» gegen Tschechien freuen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • f303 17.05.2016 22:05
    Highlight Highlight Es hat da einen Fehler in der Headline. Es müsste doch "seiner letzten WM" heissen, oder?
  • manolo 17.05.2016 10:14
    Highlight Highlight "klausi" redet wieder einmal zick-zack! aber mit der feststellung von KOHLER hat er recht!
    dieser mann versteht vom Sportgeschäft wirklich nichts, siehe auch das geplänkel das er mit schläpfer/ehcb angestellt hat. der gehört mitsamt dem verbandspräsident ausgewechselt!
  • länzu 17.05.2016 09:10
    Highlight Highlight Welche Kreide haben Sie denn gegessen, Eismeister Zaugg? Oder, was soll die Schönfärberei von Fischers Leistung vor und während der WM. Das Elend begann schon mit dem Aufgebot. Anstelle von Spielern, die noch im Rhytmus waren, wurden solche aufgeboten, die schon seit Wochen keinen Ernstkampf mehr bestritten haben. Ausserdem ist es Fischer und seinen Clowns nicht gelungen, Special Teams so einzustellen, dass sie funktionieren. Und, Hand aufs Herz, was haben ein Grossmann und ein Weber in einem WM-Team verloren. Bin enttäuscht von Ihrer Einschätzung.
    • leonidaswarmegahappy 17.05.2016 10:22
      Highlight Highlight Also ich finde Grossmann ist grösstenteils solid und Weber hat sich im Verlauf des Turniers enorm verbessert und auch ein wichtiges Tor geschossen! Ansonsten finde ich die Mischung an Spielern nicht schlecht..
    • Hockrates 17.05.2016 10:23
      Highlight Highlight Was haben Grossmann und Weber da verloren? Wer ausser Roman Josi ist den wirklich spürbar besser?!?
  • Lindros88 17.05.2016 08:38
    Highlight Highlight Fakt ist, vor der WM war der Viertelfinal das Ziel. Das wird man vermutlich nicht erreichen. Also hat man die Zielsetzung nicht erreicht. Wieso hat jetzt also Fischer soviel Kredit?? Nur weil er ein Schweizer ist? Gerade deshalb sollte er doch die Spieler besser einschätzen können und ihnen ein System erklären können. Davon ist aber nichts zu sehen.
    Vor einem Jahr hat Hanlon das Viertelfinale erreicht, aber es wurde an allem was er tat und wie er spielen liess rumgenörgelt.
    Versteht mich nicht falsch, ich fand Hanlon auch nicht gut, aber so gut wie die Drei jetzt, war er sicherlich auch...
    • Dogbone 17.05.2016 08:54
      Highlight Highlight Den Viertelfinal wird man vermutlich nicht erreichen? Die Statistik sagt etwas anderes und der Glaube daran auch. Zaugg sagt es schon richtig, das ist wie ein kleiner Final und die Jungs müssen nun einfach alles geben. Dann passt das!

Die Schweiz ist «B-Weltmeister» – der erstaunlichste Reifeprozess aller Zeiten

4:1 gegen Norwegen. Vier Siege zum WM-Auftakt hatten wir auch schon. Aber noch nie auf diese Art und Weise. Die grosse Frage lautet nun: Wie weit kommt die «neue» Schweiz?

Kehren wir ein wenig in die Vergangenheit zurück, um die Leistungen der Schweizer hier in Bratislava einzuordnen. Die Vergangenheit hilft uns, die Gegenwart besser zu verstehen.

Also: Im letzten Jahrhundert mit der alten Ordnung des «Kalten Krieges» war auch die Hockeywelt überschaubar. Eingeteilt in eine A-, B- und C-WM. Die A-WM als oberste Stufe umfasste bloss 6 und später 8 Nationen. Und nicht 16 wie heute.

Die Schweiz gehörte mit Ausnahme von zwei schmachvollen Jahren in der C-WM (1969, …

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