DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Ted Brithén (r.) während einem Testspiel gegen die Schweiz in Arosa (2014).
Ted Brithén (r.) während einem Testspiel gegen die Schweiz in Arosa (2014).
Bild: PHOTOPRESS
Eismeister Zaugg

Ted Brithén definitiv beim SC Bern – aber wer macht nun die Tore?

Was die Gewährsleute aus Schweden gemeldet haben, ist bereits definitiv: Ted Brithén (29) stürmt die nächsten zwei Jahre für den SC Bern.
06.02.2020, 21:13

Für den Rest der Saison hat SCB-Sportchef Alex Chatelain noch ein wenig Transfergeld verschwendet und Casey Wellman (32) verpflichtet. Sozusagen ein typischer «Chatelain-Ausländer»: Im Spätherbst der Karriere, eigentlich reine Geldverschwendung. Es hat schon einen Grund, warum ihn die Lakers ausgemustert haben: 24 Spiele, 9 Tore und eine Bilanz von sage und schreibe Minus-20. Aber der SCB-Sportchef hat diese Saison ja mit Andri Spiller schon einmal temporär einen Stürmer transferiert, der nicht einmal mehr für die Lakers gut genug war und inzwischen zu Thurgau abgeschoben worden ist.

Casey Wellman bleibt ja nur bis Ende Saison. Definitiv für nächste Saison verpflichtet hat der SCB hingegen Ted Brithén. Der schwedische Center hat seine Ausstiegsklausel fürs Ausland genutzt und in Bern einen Zweijahresvertrag mit Option und ohne NHL-Ausstiegsklausel unterschrieben. Der Transfer wird aus Rücksicht auf den bisherigen Arbeitgeber Rögle vom SCB offiziell vorerst nicht bestätigt

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Stolt över att vara grön och vit 💚

Ein Beitrag geteilt von Ted Brithén (@brithen90) am

Ted Brithén noch in Grün.

Damit hat der SCB bereits jetzt für die nächste Saison drei Ausländer unter Vertrag und alle drei sind Stürmer. Andrew Ebbett (bisher), Dustin Jeffrey (kommt aus Lausanne) und eben Ted Brithén (von Rögle).

Die vierte Ausländer-Lizenz wird der SCB für einen Torhüter brauchen. Mit Ted Brithén hat Alex Chatelain zwar mit einem guten Transfer (so er ein Lob verdient, da verdient er eines) sein Center-Problem weitgehend gelöst.

Aber die bange Frage ist nun: Wer schiesst nächste Saison beim SCB die Tore? Sein neuer schwedischer Mittelstürmer wird zwar dazu in der Lage sein, den ersten Block zu führen. Aber ein «Knipser» wie Mark Arcobello (zu Lugano) ist er hingegen nicht.

Wer schiesst nächste Saison für SCB die Tore?
Wer schiesst nächste Saison für SCB die Tore?
Bild: PPR

Der SCB braucht einen «Knipser» auf der Ausländer- und Flügelposition, um mit der überalterten Mannschaft den Absturz zu vermeiden. Das bedeutet, dass Andrew Ebbett nächste Saison nur noch die Rolle des fünften Ausländers bleibt oder der Vertrag des bereits 37-jährigen Kanadiers Vertrag vorzeitig aufgelöst wird. Letzteres wäre allerdings eine Torheit. Als fünfter Ausländer wäre er ideal und noch bei weitem so gut wie der eben vom SCB-Sportchef bis Saisonende als – ja, als was eigentlich – eingekaufte Casey Wellman.

Dass sich der SCB-Sportchef bereits jetzt auf drei Ausländer für nächste Saison festgelegt hat, ohne zu wissen, wer der Coach sein wird, ist kein Problem. Denn der neue Coach wird zur gleichen Erkenntnis kommen: Wir brauchen einen ausländischen Goalie und eine starke Mittelachse. Dass der SCB neben einem ausländischen Goalie drei Stürmer auf den Ausländerpositionen braucht, liegt also auf der Hand.

Die berechtigte Frage ist natürlich, ob es bei den Neuverpflichtungen nicht noch bessere Lösungen als Dustin Jeffrey und Ted Brithén gegeben hätte. Die Antwort ist: Ja. Aber in diesem Falle können wir sagen: Besser bewährte Spatzen aus der eigenen Liga (Jeffrey) oder dem nahen Schweden (Brithén) in der Hand als irgendein NHL-Star auf dem Dach. Sonst kommt am Ende noch der nächste Andrew MacDonald.

watson Eishockey auf Instagram
Selfies an den schönsten Stränden von Lombok bis Honolulu, Fotos von Quinoa-Avocado-Salaten und vegane Randen-Lauch-Smoothies – das alles findest du bei uns garantiert nicht. Dafür haben wir die besten Videos, spannendsten News und witzigsten Sprüche rund ums Eishockey.

Folge uns hier auf Instagram.
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

NLA-Trikotnummern, die nicht mehr vergeben werden

1 / 72
NLA-Trikotnummern, die nicht mehr vergeben werden
quelle: keystone / fabrice coffrini
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eismeister Zaugg

Warum Bern die Sporthauptstadt der Schweiz ist – und bleiben wird

SCB und YB sind Meister. Allen ist in diesen Tagen wieder einmal klargeworden: Die wahre, die echte, die einzige Sportstadt heisst Bern – auch wenn YB und der SCB ausnahmsweise mal nicht Meister werden sollten.

Bern war schon immer die Sporthauptstadt der Schweiz. Halten wir kurz inne und denken zurück ans Jahr 1954. Am 4. Juli wird in Wankdorf der Fussball-WM-Final Deutschland gegen Ungarn gespielt (3:2). Am Abend des 22. August verstummen die Motoren nach dem letzten Formel-1- und Töff-GP in der Schweiz im Bremgartenwald für immer.

Ein Formel-1-GP und ein Fussball-WM-Final innert 50 Tagen. So etwas haben Zürich oder Basel nie erlebt und werden Zürich und Basel auch nie erleben. Und nun kommen die …

Artikel lesen
Link zum Artikel