Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Der Davoser Trainer Arno Del Curto beim ersten Playoff-Finalspiel der National League A zwischen den ZSC Lions und dem HC Davos am Donnerstag, 2. April 2015, im Hallenstadion in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Findet HCD-Trainer Arno del Curto einen Weg, um die ZSC Lions in diesem Finale noch niederzuringen? Bild: KEYSTONE

Selbst wenn Arno Del Curto alles richtig macht, droht ihm das gleiche Schicksal wie Kevin Schläpfer und Chris McSorley

Scheitert der HC Davos gegen die mächtigen ZSC Lions aus dem gleichen Grund wie Biel und Servette? Nur Leonardo Genoni kann es verhindern.



Arno Del Curto sagt gegenüber watson, dass Marc Wieser heute im zweiten Playoff-Finalspiel nicht antreten kann. Perttu Lindgren sei fraglich. Eine Meisterschaft nach Playoff-Mouds mündet am Schluss immer in einem «Zermürbungskampf». Um es in der Sprache des grossen Clausewitz zu sagen: Nicht die alte Garde entscheidet. Sieger ist, wer das letzte frische Bataillon auf dem Schlachtfeld hat.

Die ZSC Lions haben im Laufe der Jahre eine mächtige Hockeymaschine aufgebaut. Mächtig nicht nur im Sinne von politischer und wirtschaftlicher Macht. Mächtig auch durch die grösste Nachwuchsorganisation im Lande und das eigene Farmteam in der NLB (GCK Lions).

Reto Schaeppi, Mitte, von Zuerich spielt um den Puck gegen Dino Wieser, rechts, und Reto von Arx, links, von Davos beim ersten Playoff-Finalspiel der National League A zwischen den ZSC Lions und dem HC Davos am Donnerstag, 2. April 2015, im Hallenstadion in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Wem geht in dieser Final-Serie zuerst die Energie aus? Bild: KEYSTONE

Das Kader der Zürcher ist so breit, dass die Leistungsfähigkeit der Mannschaft durch Verletzungspech nicht mehr stark eingeschränkt wird. Natürlich spüren auch die ZSC Lions den Ausfall eines Leitwolfes wie Mathias Seger oder Roman Wick. Sie könnten auch Torhüter Lukas Flüeler nicht gleichwertig ersetzen.

Aber selbst der Ausfall der ganzen dritten oder vierten Sturmlinie würde die ZSC Lions nicht entscheidend schwächen. Dieses «letzte Bataillon», die frischen, einsatzfähigen Spieler für die dritte und vierte Linie, die Spieler, die den Stars Zeit und Sauerstoff verschaffen, die Indianer, entscheiden am Ende des Tages eine zermürbende Playoff-Serie.

Biels Kevin Schläpfer und Servettes Chris McSorley vermochten die ZSC Lions diese Saison im Viertel- und im Halbfinal zu fordern. Aber am Ende haben sich die ZSC Lions doch durchgesetzt. Die gegnerischen Coaches mussten ihre besten Spieler, ihre Leitwölfe, zu stark forcieren. Verletzungsbedingte Ausfälle konnten nicht mehr kompensiert werden. Das letzte Bataillon stand immer bei den ZSC Lions auf dem Eis, wenn es zum finalen Showdown kam.

Die Davoser lassen sich nach ihrem 3:1 Sieg von ihren Fans feiern und freuen sich ueber den Einzug ins Finale, beim Eishockey Halbfinal Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem HC Davos und dem SC Bern am Dienstag, 24. Maerz 2015, in der Vaillant Arena, in Davos. (KEYSTONE/Juergen Staiger)

Im ersten Heimspiel bläst der HCD heute mit dem Publikum im Rücken zum Angriff. Bild: KEYSTONE

Nun droht Arno Del Curto das gleiche Schicksal wie Kevin Schläpfer und Chris McSorley. Auch er hat alles richtig gemacht. Die richtige Taktik, der richtige Trainingsaufbau, das perfekte Coaching. Aber kann er Ausfälle kompensieren? Nein, kann er nicht. Ab der dritten Linie haben die ZSC Lions die besseren Spieler.

Nur Genoni kann die Lions stoppen

Allerdings gibt es eine grosse Differenz zu Biel und Servette. So tapfer die Torhüter Simon Rytz und Robert Mayer sich auch wehrten – sie waren letztlich nicht gut genug, um die ZSC Lions zu stoppen. In den alles entscheidenden Partien war Lukas Flüeler besser als Simon Rytz und Robert Mayer.

Roman Wick, links, von Zuerich spielt um den Puck gegen Leonardo Genoni, von Davos im Playoff-Finalspiel der National League A zwischen den ZSC Lions und dem HC Davos am Donnerstag, 2. April 2015, im Hallenstadion in Zuerich. (PHOTOPRESS/Ennio Leanza)

Leonardo Genoni muss gegen die treffsicheren ZSC-Stürmer den Unterschied ausmachen. Bild: KEYSTONE

Der HC Davos ist nun der erste Gegner in dieser Saison, der mit Leonardo Genoni einen mindestens gleich guten oder vielleicht sogar einen besseren Goalie hat. Oder noch einfacher gesagt: Nur Leonardo Genoni kann die grosse, mächtige Hockey-Maschine der ZSC Lions noch aufhalten.

Alle Schweizer Eishockey-Meister seit Einführung der Play-offs 1985/86

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Adrian Bürgler 04.04.2015 21:03
    Highlight Highlight Deshalb wäre ein Meistertitel von Davos auch eine extrem grosse Überraschung. Dass man mit diesem jungen Team überhaupt in den Final gekommen ist, ist schon eine unglaubliche Leistung. Nach dem nervösen ersten Spiel dürfen die jungen Davoser nun unbeschwert aufspielen. Der Druck liegt nach wie vor beim ZSC, denn des 3:0 war ein standesgemässer Sieg und kein Befreiungsschlag.
    4 0 Melden
  • Gigi,Gigi 04.04.2015 19:37
    Highlight Highlight Mol luaga, was da Klaus nach am hütiga Sieg vom HCD schribt? In dem Sinn däna uf der andara Sita vom Berg, hopp Arosa, eh HCD!
    8 4 Melden
    • Gigi,Gigi 04.04.2015 22:07
      Highlight Highlight Und jetzt schüssend dia vo da dritte und vierta Linia Goal für dä HCD. Und sogar an Quacki (an Emser). A so öppis!

      Gigi
      6 2 Melden
  • Staal 04.04.2015 14:46
    Highlight Highlight Logo, gegen Waltis Mio Imperium ist kein Kraut gewachsen
    6 15 Melden
    • Chili 04.04.2015 18:58
      Highlight Highlight Richtig ! auch das Mio HCD Kraut nicht !!!
      7 3 Melden

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

Artikel lesen
Link to Article