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Tigers Goalie Akira Schmid, rechts, und Tigers Miro Zryd, kaempfen um den Puck, gegen Klotens Adrian Welti, links, im fuenften Eishockey Spiel der Platzierungsrunde der National League zwischen den SCL Tigers und dem EHC Kloten, am Donnerstag, 22. Maerz 2018, in der Ilfishalle in Langnau. (KEYSTONE/ /Marcel Bieri)

Tigers-Goalie Schmid gegen Kloten. Bild: KEYSTONE

Grösstes Schweizer Goalie-Talent für zwei Jahre nach Nordamerika

Langnaus Akira Schmid (18) wechselt für zwei Jahre zu Lethbridge in die höchste nordamerikanische Juniorenliga. Es ist der erste Schritt zum Millionär.



Er ist talentierter als Martin Gerber, Jonas Hiller oder Leonardo Genoni. Er hat Stil und Postur (194 cm) für die NHL. Deshalb haben die New Jersey Devils soeben im NHL-Draft die Rechte an Akira Schmid erworben.

Aber Schmid ist nach wie vor ein Junior. Sein Potenzial hat er international nicht ganz ausgeschöpft: Er war bei der U18-WM nicht die Nummer 1 und bei der U20 WM nur die Nummer 3 ohne Einsatz. Auch deshalb ist in den beiden höchsten Schweizer Spielklassen noch niemand bereit, ihm bereits eine Chance als Nummer 1 oder Nummer 2 zu geben. Die SCL Tigers setzten ihn letzte Saison nur ein einziges Mal in der Platzierungsrunde ein, als es um nichts mehr ging. Aber Junior Schmid muss zum Mann reifen.

Weg vom «Hotel Mama»

Weitere Einsätze bei den Elite-Junioren bringen ihn nicht mehr weiter. Ein Wechsel nach Nordamerika, weit weg vom «Hotel Mama» in Langnau, bringt ihn persönlich und sportlich weiter. Deshalb wechselt der Langnauer vorerst für zwei Jahre zu den Lethbridge Hurricanes in die Western Hockey League, eine der drei gleichwertigen höchsten nordamerikanischen Juniorenligen.

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Die Skyline von Lethbridge. bild: wikipedia

Die Stadt rund 250 Kilometer südlich von Calgary zählt mit Vororten gut 100'000 Einwohner. Hier ist es im Winter bitter kalt. Gilt Langnau als Tal der heulenden Winde, dann liegt Lethbridge in der Ebene der noch lauter heulenden Präriewinde. Lethbridge hat soeben die Rechte an Akira Schmid im Draft erworben. Die europäischen Junioren gehen jeweils durch den CHL-Draft. Die CHL ist der Dachverband der drei grossen Juniorenligen Western Hockey League (WHL), Quebec Major Junior Hockey League (QMJHL) und Ontario Hockey League (OHL). Hier ist auch Luca Sbisa zum NHL-Star gereift.

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Kurzporträt: Das ist Akira Schmid.

Eine Saison zur Angewöhnung, in der zweiten soll Leistung her

Schmids Agent Gaëtan Voisard bestätigt den Wechsel. Allain Roy, sein Geschäftspartner in Nordamerika, sei daran, die letzten Details auszuhandeln. «Ein Zweijahresvertrag macht Sinn» sagt Voisard.

«Ein Torhüter braucht eine Saison, um sich an die ganz besonderen Verhältnisse zu gewöhnen und in der zweiten Saison wird dann erwartet, dass er sein Potenzial ausschöpft. Nach zwei Jahren folgt die Standortbestimmung.» Entweder sei Akira Schmid dann schon reif für einen Profivertrag mit den New Jersey Devils oder er könnte ein drittes Jahr bei den Junioren spielen. «Aber es ist auch denkbar, dass er für seine Weiterentwicklung in die Schweiz zurückkehrt.»

Tigers Goalie Akira Schmid, rechts, kaempft um den Puck, gegen Klotens Romano Lemm, links, im fuenften Eishockey Spiel der Platzierungsrunde der National League zwischen den SCL Tigers und dem EHC Kloten, am Donnerstag, 22. Maerz 2018, in der Ilfishalle in Langnau. (KEYSTONE/ /Marcel Bieri)

Mit der Fanghand ist Schmid zur Stelle. Bild: KEYSTONE

Die Titanen werden älter

Akira Schmid hat in Langnau einen Ausbildungsvertrag bis 2020. Er kann also in den nächsten zwei Jahren ohne das Einverständnis der Langnauer bei keinem anderen Schweizer Klub spielen. Für Langnau wird er in zwei Jahren bereit seine Nummer zu gross sein. Die Torhütertitanen der Liga werden im fortgeschrittenen Alter sein: Leonardo Genoni 32 Jahre alt, Reto Berra 33, Tobias Stephan 36, Jonas Hiller 40.

Selten waren die Aussichten für einen guten Torhüter in der NLA so gut. Wenn Akira Schmid nicht gut genug sein sollte für die NHL, so dürfte er doch gut genug sein für die NLA. Bleibt er gesund und entwickelt sich wie erwartet, wird er in sechs Jahren entweder in der NHL oder für mindestens 800'000 Franken Salär in Bern, Lugano oder Zug im Tor stehen.

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Video: watson/nico franzoni, laurent äberli

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • salamandre 30.06.2018 07:38
    Highlight Highlight Die scheinen bei den Devils zur Zeit ein feines Näschen zu haben
    17 5 Melden
  • mukeleven 30.06.2018 02:36
    Highlight Highlight tschuldigung.
    ... unabhängig vom thema hier:
    ‚endlich wieder icehockey‘! 🤙
    49 1 Melden
  • Wrister18 29.06.2018 19:16
    Highlight Highlight Ganz klar ein riesen Talent. Aber er muss wie Zaugg schreibt sein Können auch auf internationalem Niveau beweisen.
    Wiso nicht in 2 Jahren in Langnau das Tor hüten?
    50 8 Melden
    • Tugium 29.06.2018 19:50
      Highlight Highlight Wer will schon als Ausnahmetalent sein Dasein permanent in den Playouts fristen?😅
      28 37 Melden
    • goldmandli 30.06.2018 01:00
      Highlight Highlight Sorry Tugium, habe dir ausversehen ein Herz gegeben.

      Zum einen solltest du die Klappe nicht zu weit aufreissen, wir sind in den letzten 4 Jahren 3! mal in der ersten Runde Baden gegangen.

      Zum anderen würden gewisse Teams vielleicht nicht dauernd playouts spielen, wenn ihnen andere Klubs nicht andauernd die eigenen Talente wegschnappen würden. Das würde übrigens die ganze Liga attraktiver machen.
      36 9 Melden
    • Fabian Lehner 30.06.2018 01:56
      Highlight Highlight Hat er bereits an der u18 in Poprad. Leider war dieses Jahr nicht ganz so gut und konnte Luca Hollenstein nicht aus dem Tor verdrängen. Hatte lange mit den Jungs von NJD gequatscht. Waren sogar froh, so war er tiefer zu haben:)
      6 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pana 29.06.2018 18:20
    Highlight Highlight "mindestens 800'000 Franken Salär"

    Wenn sich die Saläre so weiter entwickeln, werden kanadische Talente eines Tages in der Schweiz gedraftet.
    100 2 Melden
    • goldmandli 30.06.2018 01:03
      Highlight Highlight Imo sollte ein Salary Cap her. Die meisten Klubs arbeiten jetzt schon defizitär und das wird in den nächsten Jahren nicht besser. Mit mehr tv und sponsoringgelder werden einfach die Löhne der Spieler höher und die kleinen haben trotzdem keinen Vorteil.
      32 6 Melden
    • chandler 02.07.2018 10:52
      Highlight Highlight Wir jedoch nie passieren, da die Schweizer Liga eine Demokratie ist und die grossen Klubs dies niemals gutheissen werden, leider.
      1 1 Melden

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