Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Der Rapperswiler Trainer Anders Eldebrink, beim Eishockeyspiel der National League A zwischen dem HC Davos und den Rapperswil-Jona Lakers, am Freitag, 24. Oktober 2014, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Viel Frust bei den Lakers-Schweden: Hat sie Coach Anders Eldebrink noch im Griff? Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Hat Anders Eldebrink seine Schweden nicht mehr im Griff?

Die Lakers führen wieder mal «Krieg». Wie schon vor zwei Jahren gegen die SCL Tigers. Noch nie war die Abstiegsgefahr für die Lakers so gross.



Das Wort «Krieg» gehört eigentlich nicht in die Eishockey-Berichterstattung. Aber in diesem Falle dürfen wir das hässliche Wort mit Anführungszeichen doch verwenden. Weil es hilft zu verstehen, was passiert.

Rapperswil-Jona Lakers Verteidiger Daniel Eigenmann, von links, Niklas Persson, Eric Walsky, Sven Ryser und Patrick Schommer enttaeuscht  nach der 3-0 Niederlage im Eishockey-Spiel in der Platzierungsrunde 5 der National League A zwischen den Kloten Flyers und den Rapperswil-Jona Lakers am Donnerstag, 12. Maerz 2015, in der Kolping Arena in Kloten. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Ein gewohntes Bild: Enttäuschte Lakers nach einem Spiel. Bild: KEYSTONE

Am 30. März 2013 geht es für die Lakers ums Überleben. Verlieren sie die 6. Partie im Playoutfinale in Langnau, dann müssen sie erstmals in der Liga-Qualifikation um den Klassen-Erhalt spielen. In diesem Spiel verletzen die Lakers mit rüden Attacken Langnaus Playoff-Topskorer Claudio Moggi, Verteidiger Joel Genazzi und den ausländischen Verteidiger Bryce Lampman. Sie gewinnen 4:3 n.V. und retten sich anschliessend im 7. Spiel. Bei den Lakers steht Anders Eldebrink an der Bande.

Am letzten Donnerstag standen die Lakers erstmals seit 2013 wieder eine Niederlage vor dem Sturz in die Liga-Qualifikation. Eine Niederlage in Ambri hätte dieses Schicksal besiegelt. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit checkt Topskorer Nicklas Danielsson den gegnerischen Topskorer Alexandre Giroux gegen den Kopf. Der Kanadier rächt sich mit einem Stockhieb in die Kniekehlen des Schweden. Nun hat Einzelrichter Reto Steinmann beide Streithähne vorerst für ein Spiel gesperrt. Der Ausfall von Giroux trifft Ambri stärker als die Absenz von Danielsson die Lakers. Bei den Lakers steht Anders Eldebrink an der Bande.

Animiertes GIF GIF abspielen

Alexandre Giroux haut Nicklas Danielsson den Stock in die Kniekehle. gif: srf

Jedes Mittel ist recht

Die Behauptung, die Lakers würden beim Kampf ums Überleben unter Trainer Anders Eldebrink «Krieg» auf dem Eis führen, ist eine böse Unterstellung. Aber ein Kern Wahrheit ist schon drin. Wenn es um die Existenz geht, ist jedes Mittel recht. 2013 wären die Lakers in der Liga-Qualifikation gegen Lausanne abgestiegen. Jetzt droht eine Liga-Qualifikation gegen die Langnauer oder Oltner. Kein Vergleich zu den Operetten-Ligaqualifikationen, die Ambri 2011 bzw. 2012 gegen Langenthal und Visp oder Biel vor einem Jahr gegen Visp durchzustehen hatte.

Das Frustrations- und Aggressionspotenzial ist bei negativer Zielsetzung ohnehin grösser. Eine Niederlage im Halbfinale oder im Finale ist zwar auch enttäuschend. Aber die Existenz eines Hockey-Unternehmens oder die Fortsetzung einer Spielerkarriere ist deswegen nicht in Frage gestellt. Wenn es hingegen um den Abstieg geht, verändert sich alles. Es geht um die Zukunft des Clubs und letztlich auch um den Arbeitsplatz der Spieler. Daraus kann sehr wohl eine giftige Aggressivität entstehen. Die mentale Belastung dieser Playout-Dramen für Trainer und Spieler wird nach wie vor unterschätzt. Die Lakers sind inzwischen diesem «Abstiegsstress» seit sieben Jahren ausgesetzt. So gesehen ist es ein kleines Hockey-Wunder, dass dieses Hockeyunternehmen nach wie vor besteht.

Abstiegsgefahr so gross wie noch nie

Umfrage

Steigen die Lakers ab?

1,561

  • Ja59%
  • Nein34%
  • Mir vollkommen egal7%

Oder könnte es auch sein, dass Anders Eldebrink seine Jungs in so kritischen Situationen nicht mehr im Griff hat? Am letzten Mittwoch hat Gaudenz Domenig, der Präsident des HC Davos, im Rahmen einer TV-Sendung («The Hockey Week») eine höchst brisante und interessante Aussage gemacht. Er sagte, bei den Lakers würden die schwedischen Spieler machen, was sie wollen. Das sei eines der Probleme. Der grosse HCD-Vorsitzende ist kein «Plauderi», sondern ein hoch angesehener, international tätiger Wirtschaftsanwalt. Er weiss sehr wohl, was er sagt. Da er beim HCD auch zwei Schweden beschäftigt (Marcus Paulsson, Dick Axelsson) wird er wohl zuverlässige Informationsquellen haben.

Eine verzwickte Situation. Mit etwas Boshaftigkeit können wir sagen: Entweder führt Anders Eldebrink «Krieg auf dem Eis» oder er hat seine wichtigsten Spieler nicht mehr im Griff. Das ist in der Tat höchst boshaft. Aber es ist, wie es ist: Die Abstiegsgefahr bei den Lakers ist so gross wie noch nie seit dem Aufstieg im Frühjahr 1994.

Das könnte dich auch interessieren:

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

9
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Tribesman 28.03.2015 09:30
    Highlight Highlight Zaugg soll mal übers "Karma" nachdenken, über sein gejammer über die Serie im 2013! Ich erinnere mich noch ans Spiel Fünf in Rapperswil als sich Langnau in der Serie 3:2 in Führung schoss und ihre Fans minutenlang „Allez Lausanne“ sangen. Die Tiger-Fans hefteten sich schon das Fell des nicht erledigtem Tieres um die …….. . Paar Tage später hing das Tigerfell dann in Lausanne!
  • Clark Kent 28.03.2015 01:49
    Highlight Highlight sieg für oute!
  • Darkside 28.03.2015 01:08
    Highlight Highlight Rappi das Phänomen. So viele Fragen. Wer zum Geier kauft sich nach so vielen grottigen Saisons noch ein Ticket geschweige denn eine Saisonkarte? Das müssen Hardcoremasochisten sein, Leute die sonst nichts mit ihrer Freizeit anzufangen wissen oder Menschen die wegen dem Bier, der Bratwurst und der Geselligkeit ins Stadion gehen. Um Eishockey kann es da ja auf keinen Fall mehr gehen. Oder sehen sie einfach gern die Gegner um doch noch ein wenig qualitatives Hockey zu sehen? Da würde auch ein Teleclub Abo den Zweck erfüllen. Dass weltmeisterliche Schweden trotzdem noch ihre Verträge verlängern bedeutet doch nichts Anderes als dass sie sich in Rappi wohl fühlen, einen ordentlichen Lohn beziehen, aber dafür jeglichen Ehrgeiz, Kampfgeist oder Erfolgshunger aufgegeben haben. Ständig Letzter? Egal! Mir gehts gut hier! Auf die nächste erfolglose Saison! Easy Job, feiner Lohn. Das kanns einfach nicht sein. Wieso nicht lieber ein guter B-Club sein statt der ewige Loser im A der sich jeweils schon im November auf die Playouts vorbereiten muss? Strange.
  • grunderhans 27.03.2015 23:02
    Highlight Highlight Klausi wieder nervös...
  • salming 27.03.2015 22:45
    Highlight Highlight Hoffe, der Hockeygott erhört endlich einmal meine Gebete und schickt Rappi endlich in die NLB.
  • zett 27.03.2015 22:40
    Highlight Highlight Wer interessierts, was vor zwei Jahren in den heiligen Hallen des Chloisus in Langnau passiert ist. Fast so unterhaltsam und interessant wie das neuerliche Kratzen an meiner Stirn. Lieber Klaus, geh doch zurück in den Wald und kehre erst am 6. Dezember wieder an der Ilfis ein, niemand wird deine (eis-)meisterliche Kolumne vermissen...
    • Amboss 27.03.2015 23:49
      Highlight Highlight Ihre Aussage ist leider nicht ganz richtig. Ich würde den Klaus vermissen.

      Kleiner Tipp: niemand zwingt sie, watson zu lesen.
      Teletext Seite 241. Dort finden sie die Hockeyresultate
  • BOSELLI 27.03.2015 21:03
    Highlight Highlight Chloisu....Sie Spielen dann aber gegen Olten
  • Clark Kent 27.03.2015 19:58
    Highlight Highlight träumer zaugg. erstens, weil die lakers nicht absteigen und schon gar nicht gegen seine langnauer. und zweitens, weil er wohl die spiele gegen ambri nicht gesehen hat. die "krieger" sind die ambri spieler und die aggressiven fans. dass das strafenverhältnis etwas anderes sagt, liegt an den eingeschüchterten schiris.

Ambri verpflichtet Brian Flynn +++ Lausanne holt den Finnen Pulkkinen

Die Klubs der National League komplettieren ihre Kader für die Saison 2019/20. Wer wechselt wohin? Die aktuellsten Transfers und eine Übersicht sämtlicher Teams.

Biyan Flynn trägt künftig den Dress von Ambri-Piotta. Der 31-jährige Amerikaner zieht vom letztjährigen Playoff-Finalisten Zug in die Leventina. Der erfahrene NHL-Spieler (282 Partien) war Mitte Januar in die Schweiz gekommen und half den Zugern in 26 Matches mit 15 Skorerpunkten. Flynn unterschrieb bis Ende Jahr mit Option auf Verlängerung für die ganze Saison. (zap/sda)

Der Lausanne HC hat vorerst bis zum 8. September den Finnen Teemu Pulkkinen verpflichtet. Der 27-jährige Stürmer spielte …

Artikel lesen
Link zum Artikel