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Eismeister Zaugg

Der Cup soll weitergehen – aber unter anderen Voraussetzungen

Juristisch gibt es den Schweizer Cup im Eishockey nach dieser Saison nicht mehr. Aber in Wirklichkeit hat er eine Zukunft.



Die NLA- und NLB-Klubs haben an ihrer Versammlung in Ittigen formaljuristisch entschieden, den Cup abzuschaffen. Der Vertrag mit der Agentur Infront Ringier, dem Erfinder des Cups, wäre automatisch fünf Jahre weitergelaufen. Aber die Klubs haben die Option genützt, den Vertrag per 31. Dezember aufzulösen.

Das Problem: Die Klubs sind zwar bereit, den Cup weiterhin auszuspielen. Aber nur dann, wenn Infront Riniger den TV-Deal mit dem Teleclub auflöst.

Infront Ringier hat die TV-Rechte am Cup dem Teleclub verkauft. Aber ab nächster Saison ist der TV-Partner von Verband bzw. Liga nicht mehr der Teleclub, sondern die Kabelnetzbetreiberin UPC. Und die zahlt pro Saison 35,50 Millionen Franken. Unter diesen Voraussetzungen kann die Liga nicht an einem Wettbewerb teilnehmen, der vom Teleclub, also vom «Erzfeind» von UPC, im Fernsehen übertragen wird.

Was nun?

Infront Ringier bekommt nun die Chance, den TV-Deal mit dem Teleclub rückgängig zu machen und so den Cup zu retten. Keine Frage, dass die TV-Rechte in diesem Falle wohl an die UPC gehen müssen.

ARCHIV --- ZUR MELDUNG, DASS DIE WEKO FUER SWISSCOM EINE HOHE BUSSE FORDERT, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Un cameraman de la television, TV, Teleclub filme la rencontre de football de Super League entre le FC Neuchatel Xamax et FC Lucerne ce dimanche 17 juillet 2011 au Stade de la Maladiere a Neuchatel. La chaine privee suisse Cinetrade (Teleclub, Swisscom TV) a acquis pour environ 30 millions de francs par saison les droits de retransmission de l'Axpo Super League et de la Challenge League pour cinq ans a partir de la saiso 2012/2013.. Mais les chaines de la SSR pourront diffuser un match en direct par journee. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Teleclub ist den Eishockey-Klubs ein Dorn im Auge. Bild: KEYSTONE

ZSC-Manager Peter Zahner, einer der wichtigsten Meinungsmacher der Liga, sagt: «Wir erwarten nun bis zur nächsten Ligaversammlung im Februar einen neuen Vertragsentwurf.» Es bleibt Zeit, den Cup neu aufzugleisen. Allerdings muss bis im Februar eine Lösung gefunden werden. Sonst ist der Cup nicht nur vorübergehend juristisch, sondern tatsächlich Geschichte.

Gian Gilli, der Geschäftsführer von Infront Ringier sagt: «Wir sind glücklich, dass die Klubs grundsätzlich bereit sind, den Cup weiterzuführen.» Dass die Klubs den Vertrag aufgelöst haben, sieht er nicht als Problem, sondern als Chance. «Nun werden wir uns mit dem Verband an einen Tisch setzen und eine Lösung ausarbeiten.» Wie diese Lösung aussehen wird, will er im Detail nicht verraten. «Das wird Gegenstand der nun anlaufenden Gespräche sein.»

Die Cup-Blamagen der NLA-Klubs in der Neuzeit

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    Alle Leser-Kommentare
  • el_bengalo 17.11.2016 01:21
    Highlight Highlight gian gilli ist nun wirklich nicht der grösste playmaker, lustig, wie er sich zu job zu job hangelt, gute jobs, wohlbemerkt, doch als olympiadelegierter (winterspiele) ist es einfach gesicht zu zeigen, wenn schweizer gewinnen. wenn es aber ernst gilt, zb. olympiakandidatur sieht man den hanswurst,,
  • superzonk 17.11.2016 00:17
    Highlight Highlight In den Amateurligen läuft die Qualifikation für die Hauptrunde 17/18 bereits... Mit entsprechenden Kosten für die Teams (Carfahrten etc.). Die nächste Runde ist im Dezember... Falls der Cup beerdigt wird: übernehmen die Verantwortlichen diese Auslagen? Wär mal cool einen Artikel aus Sicht der Amateure zu verfassen...
  • glass9876 16.11.2016 23:03
    Highlight Highlight Blick hat am frühen Abend geschrieben, dass die TV-Rechte bei Teleclub bleiben würden... Mal schauen, ob sich Ringier umstimmen lässt.
  • fan-crack2 16.11.2016 21:42
    Highlight Highlight Der Cup ist ja gut, wenn b Teams gegen a Teams spielen!
    Denn die b Teams könnn besser werden, wenn sie gegen bessere Teams spielen, und man sieht, dass die b Teams nicht schlechter sind, als die a Teams!
    Zum Beispiel Bern oder Davos. Nicht gerade, die schlechten der NLA, doch auch sie verlieren gegen b Teams. Bern dieses Jahr und der hcd letztes!!!!!
    • Too Scoop 17.11.2016 05:58
      Highlight Highlight Der Cup hat in diesem Bezug null Aussagekraft.
  • Turist 16.11.2016 21:13
    Highlight Highlight Der wirklich interessante Teil der Ligaversammlung war die Repositionierung der NLB. Für dieses Unterfangen haben die A-Clubs den B-Clubs ihre Unterstützung zugesichert.
    Nur, was genau heisst das jetzt? Die Berichte und Statements dazu sind sehr schwammig.

    Die Ligaquali wird noch bis 2021 (dauer des TV-Vertrags) gespielt. Und dann? Wird alles neu geregelt oder wird die NLB gar eigenständig oder.....?

    Bitte um Aufklärung Eismeister, oder weiss er auch nicht mehr als wir?

Eismeister Zaugg

Joe Thornton kann nächste Saison mit Davos spielen – wenn er will

Am Samstag ist NHL-Star Joe Thornton (41) in Davos eingetroffen. Er kann nächste Saison für den HC Davos spielen. Sofern er das wünscht. Er hat den Schweizer Pass und würde keine Ausländerlizenz beanspruchen.

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