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Philadelphia Flyers' Travis Konecny (11) battles with New York Islanders' Luca Sbisa in the third period of a preseason NHL hockey game on Tuesday, Sept. 18, 2018, in New York. (AP Photo/Adam Hunger)

Luca Sbisas Härte ist auch bei den Islanders gefragt. Bild: AP/FR110666 AP

Sein Agent hat es wieder geschafft – Luca Sbisa bleibt ein Salär-Millionär

André Rufener (47) ist und bleibt der smarteste helvetische NHL-Agent. Er hat Luca Sbisa (28) auch in New York zum Millionär gemacht. Der Zuger hat bei den Islanders einen Einjahresvertrag im Wert von 1,5 Millionen Dollar unterschrieben.



Findet er überhaupt einen neuen Arbeitgeber in der NHL? Kehrt er gar in die Schweiz zurück? Diese Fragen standen im Sommer im Raum. Luca Sbisa hatte zwar mit den Rittern aus Las Vegas ein Hockey-Märchen geschrieben: Stanley Cup-Final im ersten Jahr. Der beste Neuling in der Geschichte des gesamten nordamerikanischen Profisports.

Obwohl Luca Sbisa in der Team- und Salärhierarchie weit oben stand (Captain-Assistent), hatte er schlechte Karten: sein hochdotierter Vertrag (4,0 Millionen Dollar) war ausgelaufen. Jedes Mal, wenn André Rufener mit General Manager George McPhee über eine vorzeitige Verlängerung diskutieren wollte, ereilte eine Verletzung seinen Klienten und die Gespräche wurden vertagt.

Sbisas Vorteil gegenüber Weber

Luca Sbisa konnte letzte Saison lediglich 30 von 82 Qualifikationspartien bestreiten und musste auch in den Playoffs zwischendurch pausieren. Der ehemalige EVZ-Junior hatte im letzten Sommer wohl den Vorteil, ein sogenannter «Unrestricted Free Agent» zu sein. Er konnte also die NHL-Organisation frei wählen und sein neuer Arbeitgeber musste keine Kompensation an den alten Klub entrichten. Aber er war auf dem Markt nicht der strahlende Held des Stanley-Cup-Finalisten. Er galt als verletzungsanfälliger, zerbrechlicher Titan.

Die beste Offerte, die im Sommer hereinkam, war ein Witz: Nashvilles General Manager David Poile bot 650'000 Dollar für ein Jahr. Der Amerikaner hat halt mit Billigarbeitern aus der Schweiz beste Erfahrungen: Yannick Weber (30) verteidigte letzte Saison in Nashville für unfassbare 575'000 Dollar brutto und wird in der neuen Saison bloss 600'000 Dollar brutto verdienen. Als einer der unterbezahltesten (oder, anders herum betrachtet, am miserabelsten beratenen) NHL-Spieler überhaupt.

Vegas Golden Knights defenseman Luca Sbisa, of Italy, and Washington Capitals center Chandler Stephenson skate to the puck during the first period in Game 2 of the NHL hockey Stanley Cup Finals on Wednesday, May 30, 2018, in Las Vegas. (AP Photo/John Locher)

Wie Weber verlor auch Sbisa einen Stanley-Cup-Final – Weber mit den Predators gegen die Penguins, Sbisa mit den Golden Knights gegen die Capitals. Bild: AP/AP

Dabei ist Weber statistisch besser als Luca Sbisa: 394 NHL-Partien (25 Tore, 59 Assists, 163 Strafminuten) plus 38 Einsätze in den Stanley-Cup-Playoffs (4 Tore, 2 Assists, 19 Strafminuten). Seit 2008 hat der ehemalige SCB-Junior in der NHL brutto 8,462 Millionen Dollar verdient. Nicht einmal halb so viel wie Luca Sbisa.

Dieser kleine Abstecher nach Nashville ist nicht etwa boshaft gemeint und soll lediglich aufzeigen, welch zentrale Rolle ein Agent bei einer Karrieregestaltung eines austauschbaren Spielers ohne Superstar-Status einnimmt. Da hängt die Lohnsumme ganz wesentlich vom Verhandlungsgeschick des Agenten ab.

Beste Aussichten für Sbisa

Item, die Planung der beruflichen Zukunft von Luca Sbisa wurde für André Rufener eine schwierige Herausforderung. Schliesslich entschied er sich dafür, seinen Klienten ohne definitiven Vertrag ins Trainingscamp der New York Islanders zu schicken. In dieser Situation einen Millionen-Vertrag für einen Spieler herauszuholen, den im Sommer niemand haben wollte, gilt gemeinhin als beinahe unmöglich.

Aber André Rufener hat es wieder einmal geschafft. Luca Sbisa hat einen Einweg-Vertrag über 1,5 Millionen Dollar bekommen. Dieses Salär ist also garantiert. Selbst dann, wenn er ins Farmteam relegiert werden sollte. Das Farmteam ist allerdings kein Thema. Ganz im Gegenteil. Luca Sbisa sorgte bisher meistens auf der rechten Seite von Verteidigungsminister Nick Leddy (27) für die defensive Absicherung. Im ersten Verteidiger-Paar.

New York Islanders' Luca Sbisa, left, and Stephen Gionta, right, go for the puck against Philadelphia Flyers' Nicolas Aube-Kubel, during the first period of a preseason NHL hockey game in New York, Sunday, Sept. 16, 2018. (AP Photo/Andres Kudacki)

Sbisa scheint bei den Islanders gesetzt zu sein. Bild: AP/FR170905 AP

Luca Sbisa hat nun beste Voraussetzungen für den Start in seine zweite Karrierehälfte. Er wird im Januar erst 29 Jahre alt und hat noch mindestens fünf, sechs gute Jahre vor sich. Setzt er sich bei den Islanders durch, kann er nach dieser Saison mit einem Mehrjahresvertrag und einem Salär von mehr als zwei Millionen rechnen.

Luca Sbisa hat seit 2008 für Philadelphia, Anaheim, Vancouver und Las Vegas 495 NHL-Partien (18 Tore, 84 Assists, 344 Strafminuten) in der Qualifikation und 32 Spiele in den Stanley-Cup-Playoffs bestritten (1 Tor, 7 Assists, 55 Strafminuten). Und brutto insgesamt 22,125 Millionen Dollar brutto verdient.

Dank André Rufener. Der hat unter anderem auch Nino Niederreiter, Sven Bärtschi und Sven Andrighetto zu Dollar-Millionären gemacht.

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    Alle Leser-Kommentare
  • San1979 25.09.2018 18:19
    Highlight Highlight Ich freue mich für Luca !!!
  • Bossy 25.09.2018 14:46
    Highlight Highlight Rufener muss wohl wie Kevin Schläpfer zu den Spezis des Eismeisters gehören. Was soll an einem 1,5-Mio-Vertrag für einen routinierten NHL-Spieler im besten Verteidigeralter besonders sein? Ausserdem blendet Zaugg aus:
    - dass Vegas-GM McPhee darauf besteht, Sbisa zweimal eine Vertragsverlängerung angeboten zu haben.
    - dass Vegas für Sbisa einen 31-jährigen Verteidiger unter Vertrag genommen hat, dessen Leistungsausweis sicher nicht besser ist als jener von Sbisa. Für 2,2 Mio.
    Unter dem Strich: Sbisa (resp. Rufener) hat sich wohl letzte Saison und anfangs der Free-Agent-Phase verzockt.
  • Hayek1902 25.09.2018 11:03
    Highlight Highlight Fairerweise muss man sagen, das Weber in einer sehr kritischen Situation war, als er den Einjahresvertrag bei Nashville unterzeichnet hat. Die Chance hat er wohl nur dank seiner Freundschaft zu Josi bekommen. Den aktuell gültigen Vertrag hat er dann vor den ersten NSH PO mit Finalteilnahme unterschrieben und ist deshalb unterbezahlt, aber es war halt die sichere Variante für nochmals fix zwei Jahre NHL. Ich denke, er hatte damals keine Nerven für Vertragspoker, eine Verletzung in den PO wäre das NHL Ende gewesen. Wenn der Vertrag 2019 ausläuft, dürfte er sicher auch wieder die Mio $ knacken.
    • Der müde Joe 25.09.2018 12:43
      Highlight Highlight Und man muss hinzufügen, Weber lebt seinen Traum. Bei Lugano, Zürich oder Bern würde er wahrscheinlich gleichviel oder sogar mehr verdienen. Ein Spieler der mit Herz dabei ist und nicht mit dem Geldbeutel, heutzutage leider selten. Darum habe ich mich auch für ein T-Shirt von Weber entschieden. Ganz ehrlich, ich freue mich mehr wenn Weber trifft, als irgendein anderer Schweizer.

      #7
    • Coffey 25.09.2018 14:02
      Highlight Highlight Ist so und im Gegensatz zu denen, die Vertragspoker begangen haben, spielt Weber immer noch in der NHL und nicht in Biel...
    • HabbyHab 25.09.2018 16:38
      Highlight Highlight In Nashville spielen auch Steuern eine (oder eben keine) Rolle. Da geht man auch mal für etwas weniger Geld hin.
  • Luecu71 25.09.2018 10:58
    Highlight Highlight Das ist wohl das "Merci" von Barry Trotz für den Stanley Cup Final!;-)
    • Coliander 25.09.2018 15:55
      Highlight Highlight Haha Genial :D
  • Goon (Zeuge Del Curtos) 25.09.2018 10:20
    Highlight Highlight Ich gönn ihm dies voll. Mag die Art Hockey die er spielt. Weniger mit Talent dafür mit viel Kampf.
  • HabbyHab 25.09.2018 09:46
    Highlight Highlight Weshalb sich Spieler in Nashville auch mit weniger zufrieden geben: Steuertechnisch ist es im Vergleich mit anderen trotzdem genug.

    Zu Sbisa.. er ist immernoch einer der schlechtesten Verteidiger der ganzen NHL:
    https://www.knightsonice.com/2018/9/4/17793118/2017-18-player-review-grading-the-golden-knights-who-will-not-return-for-year-2
    • HabbyHab 25.09.2018 16:38
      Highlight Highlight Jaaa Blitze dafür, dass man Sbisa massiv überbewertet hier. Ich mag es.
  • miarkei 25.09.2018 09:22
    Highlight Highlight Bin mal gespannt, wie diese Saison läuft für Sbisa und alle anderen Schweizer. Hoffentlich keine Verletzungen wie letztes Jahr.
  • kupus@kombajn 25.09.2018 09:22
    Highlight Highlight Als Rufener noch ein eher durchschnittlicher Spieler des EHC Kloten war, stand mein damaliger Schwarm total auf den, und ich dachte mir damals, was zum Geier sie an ihm findet. Sie ahnte damals wohl schon, dass er die Gabe hat, Menschen zu Millionären zu machen. Dass das nur auf Spieler bezogen sein wird, konnte sie ja nicht wissen.
  • jimknopf 25.09.2018 09:10
    Highlight Highlight Joah.. Weber der arme Tropf. In den letzten 10 Jahren nur 8,462 Millionen Dollar verdient. Wo ist das SRK wenn man es mal braucht?!
    • Mia_san_mia 25.09.2018 15:53
      Highlight Highlight Eifersüchtig hä?
    • jimknopf 25.09.2018 16:30
      Highlight Highlight Was hat das mit Eifersucht zu tun?
      Sarkasmus kennsch?
    • Mia_san_mia 25.09.2018 16:50
      Highlight Highlight Das war kein Sarkasmus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • eupho 25.09.2018 09:05
    Highlight Highlight Und das obwohl Sbisa im allerletzten Final Spiel mit zwei schweren Aussetzern den Gegner die Capitals sozusagen zum Stanley Cup Sieger gemacht hat!
    • marak 25.09.2018 10:58
      Highlight Highlight Es sind halt dann solche Eindrücke, die bleiben. Das ist aber kein Spiegelbild der ganzen Karriere. Nicht einmal der Saison. Bis zur ersten Verletzung lief es gut.
      Pech ist, dass wenn es mal ein Jahr lang nicht so läuft ist man bei der Konkurrenz schnell weg vom Fenster.
  • Der müde Joe 25.09.2018 08:33
    Highlight Highlight Weber schlecht bezahlt? Ich würde auch für die Hälfte bei den Preds auflaufen!😜
    • MARC AUREL 25.09.2018 12:40
      Highlight Highlight Hm, die Hälfte? Das wären 300'000 und 50% gehen drauf für die Steuern... da spielst du besser in der NLA!

Der Grösste aller Zeiten geht – im Stil des Grössten aller Zeiten

Arno Del Curto (62) ist nicht mehr Trainer in Davos. Eigentlich unvorstellbar. Ein trauriger Tag für unser Hockey? Nein. Arno Del Curto verlässt die Arena als Sieger.

Die erste spontane Reaktion kommt von Chris McSorley: «One of the saddest days I've had since 2001».

Der Kanadier, der im Wesen und Wirken Arno Del Curto am nächsten kommt, hat recht und wieder auch nicht. Natürlich ist es hockeytechnisch ein trauriger Tag, wenn Del Curto sein Amt niederlegt. Nun ist McSorley der «Dinosaurier» der Liga. Er arbeitet seit 2001 in Genf und es passt, dass ausgerechnet er am Freitag der nächste Meisterschafts-Gegner der Davoser ist.

Aber es gibt auch eine andere …

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