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L'entraineur du HC Fribourg-Gotteron, Gerd Zenhaeusern, parle a ses joueurs lors d'un entrainement sur la glace apres une conference de presse du HC Fribourg-Gotteron sur la nouvelle saison du club de hockey sur glace ce mardi 2 aout 2016 a Fribourg. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Interessiert lauschen die Spieler von Gottéron den Worten von Trainer Gerd Zenhäusern. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Vieles ist neu bei Gottéron: Zeigt der Drache sein wahres Gesicht?

Fribourg-Gottéron ist wieder eine Traumfabrik geworden. Sogar der Playoff-Final kann in der kommenden Saison nicht ausgeschlossen werden.



Vier Mal stand Gottéron bisher im Final und wurde doch nie Meister. Drei Mal während der «russischen Flugjahre» (1992, 1993, 1994) und 2013.

Der Kater nach der Finalparty von 2013 war gross. Gottéron wurde «uncoachbar». Eine überalterte Mannschaft und zu viele Spieler mutierten zu «fetten Katzen». Zu gut bezahlt, zu wenig bissig, zum meisterlichen Mausen zu faul. Auch Trainer Hans Kossmann vermochte sie nicht mehr aus der Komfortzone zu scheuchen und verlor seinen Job.

08.04.2014; Kloten; Eishockey NLA Playoff - Kloten Flyers - HC Fribourg Gotteron; Trainer Hans Kossmann (Fribourg) enttaeuscht (Valeriano Di Domenico/freshfocus)

Grosse Enttäuschung: Unter Trainer Hans Kossmann musste Fribourg 2014 in die Playouts. Bild: Valeriano Di Domenico/freshfocus

Nun hat Sportchef Christian Dubé bei Gottéron die Mannschaft umgebaut und dabei wahrlich am grossen Rad gedreht: Mit Kultstürmer Beni Plüss nicht mehr verlängert, Captain Julien Sprunger zu einer Lohnreduktion überredet, zwei hochkarätige neue Ausländer geholt (Cervenka und Ritola), die Lotter-Abwehr mit vier gestandenen Verteidigern stabilisiert (Kienzle, Chavaillaz, Stalder und Leeger). Mehr ist nicht möglich. Ein neues Gottéron beginnt die Saison 2016/17.

Le directeur sportif du HC Fribourg Gotteron Christian Dube parle lors d'une conference de presse du HC Fribourg-Gotteron sur la nouvelle saison du club de hockey sur glace, ce mardi 2 aout 2016, a Fribourg. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Gottéron-Sportchef Christian Dubé hat gute Arbeit geleistet. Bild: KEYSTONE

Vor einem Jahr startete Gottéron mit acht Siegen in die Saison. Das wahre Gottéron? Nein. Kurz darauf gingen elf Spiele hintereinander verloren. Das wahre Gottéron? Auch nicht. Nun muss uns die neue Saison zeigen, ob das neue Gottéron das wahre Gottéron ist. Eine Saison der Wahrheit also.

Eines ist gleich wie in den Finaljahren 1992, 1993, 1994 und 2013: der Goalie ist einer der talentiertesten und mental zerbrechlichsten der Liga – einst war es Dino Stecher, jetzt ist es Benjamin Conz. Zu Gottérons Kultur gehören halt hochtalentierte, aber mental zerbrechliche Goalies.

Fribourg's goaltender Benjamin Conz looks on disappointed after losing against Geneve-Servette, during the game of National League A (NLA) Swiss Championship between HC Fribourg Gotteron and Geneve-Servette HC at the ice stadium BCF Arena, in Fribourg, Switzerland, Saturday, February 6, 2016. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Sehr talentiert, aber mental zerbrechlich: Fribourgs Goalie Benjamin Conz. Bild: KEYSTONE

In der Defensive hat Dubé nachgerüstet. Die Namen Kienzle, Chavaillaz, Stalder und Leeger mögen zu wenig Klang für Schlagzeilen haben, aber jeder der neuen Verteidiger kann bedenkenlos 18 Minuten pro Abend eingesetzt werden. So gut besetzt war Gottérons Abwehr nicht einmal in den ruhmreichen 1990er Jahren. Möglicherweise ist das fehlende letzte Teilchen zu einem Meister-Puzzle ein zweiter Offensiv-Verteidiger neben Yannick Rathgeb. Tja, wenn man Romain Loeffel (heute Servette) noch hätte …

19.09.2015; Zug; Eishockey NLA - EV Zug - Geneve-Servette HC;
Romain Loeffel (Genf) 
(Andy Mueller/freshfocus)

Romain Loeffel spielt seit drei Jahren für Genève-Servette. Bild: freshfocus

Der Sportchef hat zudem die offensive Feuerkraft erhöht. Inzwischen haben acht Stürmer das Potenzial für mehr als 30 Punkte (Ritola, Cervenka, Sprunger, Bykow, Pouliot, Mauldin, Mottet und Gustafsson) und zwei ausländische Stürmer könnten sogar NLA-Topskorer werden (Cervenka und Ritola). Aber die Mittelachse (Bykow, Gustafsson) bleibt zerbrechlicher als jene der Titanen aus Zürich und Bern. Deshalb steht Gottéron auf dünnerem Eis.

Was ist neu bei Fribourg?

Die Schlüsselspieler bei Fribourg-Gottéron

Die bange Frage:

Spielen Andrej Bykow, Anton Gustafsson und Benjamin Conz ihr bestes Hockey?

Transferbilanz:

Positiv

Jobsicherheit des Trainers:

Ziemlich hoch

Prognose: 6. Platz

Wie schneidet Fribourg in der Regular Season ab?

Alle Schweizer Eishockey-Meister seit Einführung der Playoffs 1985/86

1 / 37
Alle Schweizer Eishockey-Meister seit Einführung der Playoffs 1985/86
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