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Joren van Pottelberghe: Bleibt er in der Schweiz oder geht er in die NHL?
Joren van Pottelberghe: Bleibt er in der Schweiz oder geht er in die NHL?Bild: keystone
Eismeister Zaugg

Der Torhüter ist Biels einzige Zukunfts-Sorge

Biels Mannschaft für nächste Saison steht. Sportchef Martin Steinegger hat nur noch eine Sorge: Bleibt Torhüter Joren van Pottelberghe?
27.11.2021, 12:20

Die Ausländer spielen bei Biels Kaderplanung eine zentrale Rolle. Der Vertrag mit Topskorer Toni Rajala läuft bis 2024. Die beiden Verteidiger Viktor Löv und Alexander Jakovenko stehen vor einer Verlängerung. «Noch ist nichts unterschrieben», sagt Martin Steinegger. «Aber wir sind auf gutem Wege.»

Wenn es einen Aufsteiger gibt (und das wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Fall sein) sind nächste Saison neu sechs statt nur vier ausländische Spieler erlaubt. Martin Steinegger sagt: «Wir werden voraussichtlich die nächste Saison mit fünf Ausländern beginnen und dann im Laufe der Saison sehen, wo wir Ergänzungen nötig haben.»

Die Ausländerlizenzen Nummer 4 und 5 sind für zwei weitere Stürmer neben Toni Rajala vorgesehen. Wird Martin Steinegger Langnaus Jesper Olofsson und Alexandre Grenier – die Nummer 1 und 2 der Liga-Skorerliste – eine Offerte unterbreiten? «Nein. Bei ausländischen Spielern geht es verständlicherweise ums Geld und nicht um sportliche Perspektiven.»

Transfers von Ausländern innerhalb der Liga seien reine Geldtransfers. «Das wollen und können wir uns nicht leisten.» Tatsächlich hält sich Biels Sportchef sowohl bei Ausländern und bei Schweizern aus Lohntreibereien heraus und hat trotzdem aus dem Aufsteiger von 2008 nach und nach ein konstantes Spitzenteam geformt.

Dass Martin Steinegger seine 6. und letzte Ausländer-Lizenz vorerst zurückhalten will, hat einen guten Grund: Er weiss nicht, ob Torhüter Joren van Pottelberghe tatsächlich bleibt. Der Zuger hat zwar einen Vertrag bis 2024. Aber er kann bis zum 15. August 2022 aufgrund des Transfer-Abkommens gegen eine Ablösesumme in die NHL wechseln.

Detroit hat sich im Draft von 2015 die Rechte am Nationaltorhüter (13 Länderspiele) gesichert und beobachtet seine Entwicklung weiterhin sehr aufmerksam. Tatsächlich hat sich Joren van Pottelberghe nach seinem Wechsel zu Biel im Sommer 2020 auffällig unauffällig zu einem der besten Goalies der Liga entwickelt. Alles spricht dafür, dass das Duo Philip Wüthrich (23/SCB) und Joren van Pottelberghe (24) in zwei bis drei Jahren das Duo Leonardo Genoni (34) und Reto Berra (34) als Nummer 1 und 2 der Nationalmannschaft ablösen wird. Beide haben auch das Potenzial zu künftigen Meistergoalies.

Martin Steinegger hofft, dass seine Nummer 1 im nächsten Sommer die Herausforderung NHL noch nicht suchen wird. «Für seine Entwicklung wäre es wahrscheinlich besser, wenn er hier bleibt bis er eine WM als Nummer 1 bestreiten kann.» Sollte Biels Goalie nach dieser Saison nach Nordamerika wechseln, würde der Sportchef seine 6. Ausländerlizenz für einen Torhüter einlösen.

Der Vertrag mit Elien Paupe läuft aus.
Der Vertrag mit Elien Paupe läuft aus.Bild: keystone

Mit Elien Paupe (26) hat Biel eine der schwächsten Nummer 2 der Liga mit auslaufendem Vertrag. Das sieht sein Sportchef zwar nicht so und er weist darauf hin, dass man auch mit Elien Paupe schon Spiele gewonnen habe. «Aber er ist ganz klar unsere Nummer 2.» Das sei der Grund, warum er keinen stärkeren zweiten Torhüter verpflichten werde. «Wir wollen keine Torhüterdiskussion. Joren van Pottelberghe ist ganz klar unsere Nummer 1. Ich kann nicht einen jungen Goalie mit dem Versprechen nach Biel holen, er habe eine Chance die Nummer 1 zu werden. Das wäre nicht mit offenen Karten gespielt und das machen wir nicht.»

So ist Joren van Pottelberghe die einzige Sorge des Sportchefs. Erst Mitte August 2022 wird er wissen, ob seine Nummer 1 nach Nordamerika geht oder bleibt. Und dann muss er ihn halt im Falle eines Falles durch einen ausländischen Torhüter ersetzen.

Martin Steinegger sagt, mit grossen Transfers sei nicht mehr zu rechnen. «Wir haben sehr gute eigene junge Spieler und wir wollen ihnen eine Chance geben.»

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