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Mottet Blum GIFMottet Blum GIF

GIF: Youtube/Vid Man

Beim Match Fribourg – Kloten

Eismeister Zaugg

Clowns im Fernsehstudio: Der Check an Eric Blum war korrekt

Denn sie wissen nicht mehr, was sie sagen: Die Aufregung um den fairen Check von Fribourgs Killian Mottet gegen Klotens Eric Blum ist ein Sturm im Wasserglas.



Drei Minuten vor Schluss der Partie erwischt Killian Mottet Klotens Nationalverteidiger Eric Blum bei Fribourgs 2:4 im ersten Playoff-Halbfinalspiel mit einem Check. Das Geschnatter im TV-Studio von Teleclub ist gross.

Die beiden Experten Morgan Samuelsson und Kent Ruhnke sind sich einig. Samuelsson poltert: «Ausgerechnet der feigste Hockeyspieler der Schweiz, der sich bei jeder Kleinigkeit am Boden wälzt, setzt zu diesem Check an. Dass die Schiedsrichter dies nicht bestrafen, kann ich nicht verstehen. Mottet ist ein Schwalbenkönig. Ich kann diese Aktion nicht nachvollziehen, denn es geht Mottet nur darum, den Gegner zu verletzen.»

Kent Ruhnke legt nach: «Gut möglich, dass sich Eric Blum eine Gehirnerschütterung zugezogen hat und die Serie damit für ihn zu Ende ist. Solche Checks gehören nicht zum Eishockey, Mottet muss hart bestraft werden.»

Ruhnke Samuelsson

Kent Ruhnke (links) und Morgan Samuelsson. Bild: Teleclub

«Der Check war hundertprozentig regulär»

Das Einzige, was an diesen Aussagen stimmt: Eric Blum zeigt Anzeichen einer Gehirnerschütterung. Sein Einsatz am Samstag ist noch ungewiss. Der Rest ist barer Unsinn.

Erstens: Eric Blum führt die Scheibe auf offenem Eis und darf daher gecheckt werden.

Zweitens: Der Check geht nicht gegen den Kopf.

Drittens: Killian Mottet setzt weder Stock noch Ellenbogen ein.

Viertens: Der Check erfolgt nicht von hinten. Oder noch anders formuliert: Was nicht von hinten kommt, ist heute regulär. Selbst der Begriff «Blinde-Side Hit» wird heute auch in der NHL bei der Beurteilung von diskutablen Checks nicht mehr stark gewichtet.

«Der Check war hundertprozentig regulär» sagt denn auch Schiedsrichter-Chef Reto Bertolotti kurz und bündig. Eric Blum hat sich auf die Scheibe konzentriert und ist in einem Check auf offenem Eis gelaufen. Diese Checks sind die gefährlichsten. In der NHL ist die Ursache bei rund 70 Prozent aller Gehirnerschütterungen ein Check auf offenem Eis in der neutralen Zone.

27.03.2014; Fribourg; Eishockey NLA Playoff Halbfinal - HC Fribourg-Gotteron - Kloten Flyers: Eric Blum (Kloten) muss verletzt vom Eis. (Christian Pfander/freshfocus)

Blum wird nach dem Check vom Eis geführt. Bild: freshfocus

Morgan Samuelsson und Kent Ruhnke haben zwar höchsten Unterhaltungswert. Sie verbreiten einen Hauch von «Don Cherry» und haben so etwas wie Kultstatus. Aber sie sind Vertreter des Hockeys von gestern. Weshalb sie ja im Eishockey von heute keine Trainerjobs mehr bekommen. Clowns im TV- Studio, die zumindest in diesem krassen Fall nicht mehr wissen, was sie sagen.

Sie könnten sich trotzdem gelegentlich mit dem Regelwerk des Hockeys von heute vertraut machen. Das wäre professionell. Behauptungen wie Verletzungsabsicht bei einem fairen Check in die Welt zu posaunen ist zum Schaden des Hockeys und diskreditiert die Arbeit der Schiedsrichter.

Update

Nun ist es auch offiziell: Der Check war regulär. Einzelrichter Reto Steinmann eröffnet gegen Killian Mottet kein Verfahren. Schon die Schiedsrichter hatten keine Strafe gegen Mottet ausgesprochen. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • pasci 29.03.2014 09:03
    Highlight Highlight Der einzige Clown hier ist... oh sein Name ist mir gerade entfallen, und es wäre vermessen an den Autor zu denken.
  • alpina.rocket 29.03.2014 00:28
    Highlight Highlight Gut gebrüllt, Klaus. Kent und Morgan sind zwar unterhaltsam, aber mehr Schlaues als bei SRF ist definitiv nicht zu hören....
  • ZSC Fan 28.03.2014 19:01
    Highlight Highlight Absolut richtig, Herr Eismeister!

    Ich finde die beiden sehr unterhaltsam, mehr nicht! Was mir nicht gefällt, ist das ständige Gemotze von Herrn Samuelson gegen die Schiedsrichter. Als ehemaliger Profi muss er wissen, dass emotionale Diskussionen gegen den Schiedsrichter der Sache nicht dienen. Oft schauen diesen Spiele auch Junioren von verschiedenen Clubs an (wie mein Sohn). Diese lernen dann, dass man über Schiedsrichterentscheide diskutiert. Gutes Vorbild. Selbstverständlich tut mir Blum leid, aber Körperspiel gehört zum Hockey, weshalb Junioren auch schon früh lernen, wie man einen Check nimmt, bevor sie lernen einen Check auszuteilen. Gestern gab es im Hallenstadion auch Pfiffe gegen die Schiedsrichter, als diese das Eis betraten oder verliessen. Sicher geschahen unglückliche Entscheide von Seiten der Schiedsrichter. Der ZSC hat aber nicht wegen den Schiedsrichter verloren, sie haben einfach schlecht gespielt und waren nicht bei der Sache! Für mich müsste man eher John Gobbi bestrafen, der bei einem fraglichen Check im Viertelfinal (für mich war das keine inkorrekter Check, da Gobbi an der Bande stand und den Puck klemmte und somit mit einem Check rechnen musste. Man kann aber 2 Minuten geben, da der Check von hinten kam) wie ein sterbender Schwan hinfiel, für Minuten regungslos liegen blieb und in gebückter Haltung von 2 Betreuer in die Kabine gebracht werden musste, was dem ZSC eine 5 Minuten Strafe und die definitive Niederlage im 6.Spiel einbrachte. 2 Minuten später spielte John Gobbi während dieser 5 Minuten Strafe schon wieder Powerplay. Über solche Vorfälle diskutieren die beiden Experten nicht.
    • pasci 29.03.2014 09:06
      Highlight Highlight Logisch, solche Entscheide interessieren nicht, die Schiedsrichter sind oberschwach und sind nicht auf der Höhe. Undser Zett wird nicht Meister....
    • ZSC Fan 29.03.2014 14:30
      Highlight Highlight Ob die Schiedsrichter oberschwach sind, möchte ich nicht beurteilen und ob der Zett Meister wird, würde ich mal abwarten. Lausanne hat für mich solider als Genf letzten Dienstag gespielt und Lausanne war der härter Gegner, das Resultat letzten Dienstag täuscht da enorm! Vor dem 0:1 hätte der Zett ebenso gut 4:0 führen können/müssen. Die Genfer Verteidigung hat mich ((Torhüter ausgenommen) enttäuscht.

      Nun zur Sache: Wegen dem Theater von Gobbi musste der Schiedsrichter eine 5-Minutenstrafe verhängen. Dies war ein klarer Fehlentscheid. Der Fehlentscheid kam durch eine bewusste und arglistige Täuschung des Schiedsrichter zustande. Simulieren wird nach Regel 576 mit 2 Minuten bestraft:

      Ein Spieler, der sich nach Ermessen des Schiedsrichters, offensichtlich übertrieben fallen lässt, oder eine sonstige Reaktion oder eine Verletzung vortäuscht und damit eine Strafe herausholen will, erhält eine: Kleine Strafe

      für mich ist dies eine äusserst unsportliche Handlung und gehört härter bestraft. Eine 10-Minutenstrafe (das übliche Mass für unsportliches Benehmen) reicht nicht, sondern sollte wegen Respektlosigkeit gegenüber den Schiedsrichter mit mindestens 3 Spielsperren geahndet werden. In den Regel würde es auch eine entsprechende Regel geben: 550f. Man müsste als Schiedsrichter nur mal den Mut haben, z.B. nachdem Gobbi nach 2 Minuten schon wieder Powerplay spielte, diesedn wieder endgültig in die Kabine zu schicken!
  • Staal 28.03.2014 15:36
    Highlight Highlight Danke Klaus!
  • WiseGuy33 28.03.2014 15:06
    Highlight Highlight Der Check ist zwar aufgrund der Verletzungsfolge unschön, aber doch wohl ein korrekter «Open Icer», weil die TV-Bilder nicht belegen können, dass der Ellbogen im Spiel war. Unglaublich finde ich aber die Tatsache, dass hier über diesen Check diskutiert wird und nicht über die hinterhältige und lebensgefährliche Crosscheck-Attacke von Geyer gegen Peter. Und dass der Einzelrichter Geyer nicht aus dem Verkehr zieht, ist ebenfalls indiskutabel (Aktion genau nach 1:01 Minuten): http://www.srf.ch/sport/eishockey/nla/lakers-schaffen-den-ausgleich - übrigens: die Schiris gaben 2 Minuten. Absolut lachhaft!
    • Clark Kent 28.03.2014 16:13
      Highlight Highlight lachhaft bist du. hinterhältig und lebensgefährlich? blödsinn! wenn einer im pp im slot steht, muss er damit rechnen, etwas gestossen zu werden. mal gesehen, was die bieler - im gegensatz zu geyer ungeahndet - ständig mit persson gemacht haben? stockschläge, ellbogenchecks etc. also besser klappe zu und hirn einschalten, bevor du spieler so beschimpfst.
    • Against all odds 28.03.2014 16:50
      Highlight Highlight @clark kent: etwas gestossen? zieh mal die Klubbrille ab! das war ein absichtlicher und übler Crosscheck gegen den ungeschützten Halsbereich
  • Delg. 28.03.2014 14:08
    Highlight Highlight klaus zum teleclub!
  • David.portmann 28.03.2014 13:35
    Highlight Highlight Danke klaus. Endlich jemand der die realität sieht. Die zwei clowns sind lustig, aber mehr auch nicht.

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