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Von der 3. direkt in die 1. Liga – der Aufstieg der letzten Hockey-Sozialisten

Der erstaunlichste Aufstieg unserer Hockeygeschichte ist perfekt: Reinach steigt von der 3. Liga direkt in die 1. Liga auf.



«Red Lions Reinach» heisst der neue Erstligist. Weil in der klassischen 1. Liga nach der Schaffung der Super-1. Liga «My Sports League» für nächste Saison zu wenige Teams übriggeblieben sind, hat die für das Amateurhockey zuständige Abteilung des Verbandes den Aufstieg heute gebilligt. Die «Red Lions» haben die Auflage des Verbandes erfüllt. Dazu gehört eine Bankgarantie in der Höhe von 75 000 Franken per 31. Mai 15.00 Uhr.

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Bei den «Red Lions Reinach» setzt man in Zukunft stark auf die Jugend.  bild: screinach.ch

Zum ersten Mal in der Geschichte steigt eine Mannschaft direkt von der 3. Liga in die 1. Liga auf – ohne ein einziges Aufstiegsspiel bestritten zu haben. Dieser Aufstieg hat im Amateurhockey für einigen Unmut und politischen Widerstand gesorgt.

Die «Red Lions» aus Reinach/AG sind auch so etwas wie die letzten Sozialisten des Eishockeys. Die Spieler bekommen alle gleich viel: je 1000 Franken Materialgeld pauschal. So sollen mit einem Sparbudget von 200'000 Franken am Ende der Saison schwarze Zahlen geschrieben werden.

Damit stellt der Kanton Aargau neben den Argovia Stars nächste Saison eine zweite 1.-Liga-Mannschaft und bekommt ein Hockey-Derby. Weil es am Ende der Saison keinen Absteiger geben wird, können sich die «Red Lions» auf die Aus- und Weiterbildung junger Spieler konzentrieren. Die «Red Lions» steigen nicht einfach mit der letztjährigen 3.-Liga-Mannschaft in die 1. Liga ein. Den Kern des Teams bilden Elite-Junioren, die den Sprung in die Nationalliga noch nicht geschafft haben und nun den Weg nach oben sozusagen auf dem «zweiten Bildungsweg» mit Reinach anstreben. Etwas mehr als 35 Spieler sind kontaktiert worden, inzwischen haben fast die Hälfte davon zugesagt. (kza)

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