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Lugano's Brett McLean, of Canada, right, missing a goal against to Geneve-Servette's goaltender Christophe Bays, left, past Geneve-Servette's Frederic Iglesias, center, during the game of National League A (NLA) Swiss Championship between Geneve-Servette HC and HC Lugano, at the ice stadium Les Vernets, in Geneva, Switzerland, Tuesday, January 20, 2015. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Lugano vs. Servette: Im letzten Jahr behielten die Genfer im Playoff-Viertelfinal die Oberhand. Bild: KEYSTONE

Der «Eismeister» analysiert die Playoff-Serien

Eismeister Zaugg

Die Stunde der Wahrheit für Luganos Zauberlehrling

Endlich bekommen wir die definitive Antwort auf die Frage, ob Patrick Fischer von Lugano ein grosser Trainer ist. Die Serie gegen Servette wird zur endgültigen Bewährungsprobe.



Die Viertelfinal-Analysen vom «Eismeister»

Donnerstag: Zug – Davos; seine Prognose: 4:3
Freitag: ZSC – Biel; seine Prognose: 4:0
Freitag: Bern – Lausanne; seine Prognose: 4:1
Heute: Lugano – Servette; seine Prognose: 4:1

So viel Geld, so wenig Erfolg: Seit dem letzten Titel von 2006 hat Lugano über 25 Millionen Franken ins Transfergeschäft und in die Entschädigung für entlassene Trainer investiert und ist doch nie mehr über die erste Runde hinausgekommen. Ja, zweimal hatten die Tessiner sogar die Schmach der Playouts (2008, 2011) zu erdulden.

Luganos's head coach Patrick Fischer, right, during the preliminary round game of National League A (NLA) Swiss Championship 2014/15 between HC Lugano and Lausanne HC, at the ice stadium Resega in Lugano, Switzerland, Tuesday, October 14, 2014. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Patrick Fischer hat Fehler eingeräumt. Diese will er nicht nochmal machen. Bild: KEYSTONE / TI-PRESS

Mit Patrick Fischer ist die Hoffnung auf neuen Ruhm zurückgekehrt. Der charismatische ehemalige Nationalstürmer ist zwar im letzten Frühjahr in seinem ersten Amtsjahr in der ersten Runde ebenfalls gescheitert. Gegen Servette. Und er sagt heute, dass er in den Playoffs zu viele Fehler gemacht habe. Als Zauberlehrling zog er gegen den grossen und erfahrenen Bandengeneral Chris McSorley den Kürzeren.

Nun beschert das Schicksal Patrick Fischer die Chance zur Korrektur. Seine Chancen stehen gut. Die Milliardärin Vicky Mantegazza hat alle Wünsche erfüllt. Sportchef Roland Habisreutinger durfte sich in dieser Saison zeitweise fühlen wie ein Bub im Spielzeugladen: die Präsidentin hat ihm unbegrenzt Transfer-Taschengeld gegeben.

Lugano hat alles um Meister zu werden

So sind im Laufe von der Saison mit Damien Brunner und Juraj Simek zwei Nationalstürmer nach Lugano gekommen. Eine von den grossen Schwächen, das «secondary scoring», die offensive Feuerkraft hinter der ersten Linie, ist damit zumindest auf dem Papier behoben. Zudem hat ein schlaues Tauschgeschäft mit Zug (Andersson und Bertaggia junior für Schlumpf) die Mannschaft besser gemacht.

Lugano hat alles um endlich, endlich, endlich wieder einmal Meister zu werden. Die Torhüter und die Schweizer Stürmer und das ausländische Personal. Fredrik Pettersson und Linus Klasen stehen nach der Qualifikation in der Liga-Skorerliste auf Platz eins und zwei.

Lugano's player Damien Brunner, centre, celebrates with Janick Steinmann, left, the goal of 5-0 during the preliminary round game of National League A (NLA) Swiss Championship 2014/15 between HC Lugano and Lausanne HC, at the ice stadium Resega in Lugano, Switzerland, Saturday, January 31, 2015.  (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Welche Rolle kann Damien Brunner in diesen Playoffs spielen? Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Wenn Lugano in der ersten Runde gegen Genf scheitert, dann lässt sich die Analyse mit ein bisschen Boshaftigkeit auf einen Satz reduzieren: «Löwen, geführt von Eseln». Der Spruch stammt aus den Zeiten von   Napoleon und galt für die tapferen, aber miserabel gecoachten bzw. kommandierten österreichischen Soldaten.

Der Schweden-Umgang als Schlüssel zum Erfolg

Ob Lugano die nächste Runde schafft, hängt also von der Führung ab. Dazu gehört auch die Fähigkeit von Patrick Fischer den schwedischen Leitwolf Fredrik Pettersson und die Zaubermaus Linus Klasen so einzusetzen und zu betreuen, dass sie erstens nicht neutralisiert und zweitens nicht provoziert und drittens nicht überstrapaziert werden. Die Stunde der Wahrheit für Luganos Zauberlehrling.

Lugano's Top Scorer Fredrik Pettersson, right, cheers after scoring a goal 5:4 and Linus Klasen during the preliminary round game of the National League A (NLA) Swiss Championship 2014/15 between HC Lugano and HC Fribourg-Gotteron, at the Resega ice stadium, in Lugano, Switzerland, Friday, October 24, 2014. (KEYSTONE/Ti-Press/Carlo Reguzzi)

Bei Lugano wird viel vom Topskorer-Duo abhängen. Bild: TI-PRESS

Unsere Analyse heisst natürlich nicht, dass wir im Falle von einem Scheitern vom nominell unterlegenen, aber brillant gecoachten Servette sagen dürfen: «Esel, geführt von einem Löwen». Das wäre der Qualität der Servette-Spieler Unrecht getan.

Die drei Faktoren

Die Direktduelle der Saison

Die Prognose

Was glaubst du? Wer kommt in den Halbfinal?

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