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LuganoÕs Luca Fazzini, links, und Berns Thomas Ruefenacht, rechts, kaempfen um den Puck, beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen den SC Bern und dem HC Lugano, am Samstag, 16. September 2017, in der Postfinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Thomas Rüfenacht (hinten) im Spiel gegen Lugano: verbaler Zweihänder nach dem Spiel. Bild: KEYSTONE

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«Behinderte Spieler» in Luganos vierter Linie? SCB-Rüfenacht teilt aus – aber so richtig!



SCB-Vorkämpfer Thomas Rüfenacht ist einer der echten Kerle in unserem Hockey. Er hat sich mit Luganos Schillerfalter Linus Klasen schon vor dem Anpfiff gestritten. Gnädigerweise liessen die Schiedsrichter diese Rangelei noch ungestraft durchgehen. Gab es da eine Strategie des Bösen, der Provokation? «Nein, überhaupt nicht. Aber Klasen hat vor dem Bully schon die Mittellinie überschritten. Das geht nicht.»

Aber eben, eine echte Prügelei wurde daraus nicht – und auch später liess sich der «SCB-Krieger» viel gefallen. Er sagt auch warum. «Ich lasse mich doch von behinderten Viertlinienspielern wie dem Walker nicht zu Strafen provozieren und aus dem Spiel nehmen. Und was bringt es, wenn ich mich mit Chiesa (gemeint ist Captain Alessandro Chiesa) prügle und wir beide unter die Dusche geschickt werden? Ein so hüftsteifer, unbeweglicher Verteidiger wie er einer ist, will ich auf dem Eis sehen, dort nützt er uns mehr …»

Auf dem Eis hat sich Thomas Rüfenacht in der Tat beherrscht und sich nicht provozieren lassen. Verbal gibt er hingegen nach der Partie Vollgas. «Wir sollten in der Schweiz Schlägereien nicht gleich mit einem Restausschluss bestrafen. Damit wir Spieler unter uns gewisse Dinge regeln können.» Er sagte, Lugano habe sich zu viele Unsauberkeiten geleistet und erwähnt einen Check von Julian Walker, der bei SCB-Verteidiger Justin Krueger zu einer Gehirnerschütterung führte. «Viel zu oft mussten wir zusehen, wie die Luganesi in unseren Torhüter hinein gefahren sind. Solche Unsauberkeiten sollten wir Spieler unter uns auf dem Eis gleich regeln können. Ich bin noch so gerne bereit, die Handschuhe fallen zu lassen. Aber nicht, solange wir Bussen und Sperren riskieren.»

Ganz Unrecht hat Thomas Rüfenacht nicht. Eine Rückkehr zur archaischen Hockey-Selbstjustiz wird es indes bei uns so wenig geben wie in der NHL. Aber es ist angerichtet zwischen Bern und Lugano.

Luganos defensiver Leitwolf Philippe Furrer sieht die Sache allerdings nicht ganz so arg. «Hinter unseren Aktionen steckte sicher nie eine böse Absicht. Ja, wir haben uns zu viele Strafen geleistet. Aber wir haben nicht gezielt provoziert. Die Strafen sind einfach das Resultat eines hitzigen Spiels.»

So oder so ist Justin Krueger nach einem Check von Julian Walker mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgeschieden. Deshalb fehlte er als «todsicherer» Verwerter beim Penaltyschiessen. «Wie es um ihn steht, wissen wir noch nicht», sagte SCB-Trainer Kari Jalonen nach der Partie. «Er versuchte nach dem Check noch einige Einsätze, aber es ging ihm nicht gut und er musste dann aufgeben.»

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